Mehr als 30 Interessierte löcherten Experten mit Fragen

Das Interesse war groß: Auf Einladung des Seniorenbeirats der Gemeinde Brieselang fand am Mittwoch im Rathaussitzungssaal eine kostenlose Informationsveranstaltung zum Thema Patientenverfügung statt. Die Experten Dr. Andreas Jesinghaus und Anwalt Knut Miehe standen den mehr als 30 interessierten Besuchern Rede und Antwort.

So gaben sie Hilfestellung bei Fragen, die sich aufgrund einer Krankheit oder eines Leidens, als Folge eines schweren Unfalls oder am Ende des Lebens stellen können. Die zentrale Fragestellung lautete: „Wie bestimme ich, was medizinisch unternommen werden soll, wenn ich entscheidungsunfähig bin?“ Rechtliche Hintergründe wurden zudem erörtert. Weiterhin wurden Formulare und Fragebögen verteilt und erläutert sowie allgemein auf etwaige Fallstricke hingewiesen.

„Mit der Patientenverfügung hat der Gesetzgeber allen volljährigen Bürger­innen und Bürgern ein Instrument an die Hand gegeben, mit dem sie in jeder Phase ihres Lebens vorsorglich für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit festlegen können, ob und inwieweit Betroffene in eine ärztliche Behandlung oder pflegerische Begleitung einwilligen oder diese ablehnen. Eine Patientenverfügung ist für alle Beteiligten (Betreuer, Bevollmächtigte, Ärzte, Pflegepersonal, Gerichte & Co.) verbindlich, soweit sie den betreffenden Willen für eine konkrete Behandlungs­situation klar erkennbar zum Ausdruck bringt“, heißt es in einer Publikation des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz zur Vorsorgevollmacht.