Schimmelbefall in der KITA Birkenwichtel

Schimmelbefall KITA Birkenwichtel

Sehr geehrte Eltern,

seit Ende August 2017 ist bekannt, dass die KITA Birkenwichtel in Teilbereichen von einem Schimmelbefall betroffen ist. Die Verwaltung hat sofort und zeitnah die entsprechenden zuständigen Behörden (MBJS, Landkreis und Gesundheitsamt) und auch Sie, sehr geehrte Eltern, und die MitarbeiterInnen über alle ein- geleiten Schritte informiert. Es finden regelmäßig Folgeuntersuchungen, zur Überprüfung der Gutachten statt. Die Verwaltung hat von Anfang an die offene Kommunikation ohne Einschränkung gewählt.

Alle genannten verantwortlichen Stellen und der Amtsarzt wurden und werden zeitnah über die Ergebnisse der jeweiligen Gutachten informiert. Ebenso werden die jeweiligen Schritte mit den handelnden Personen besonders dem Amtsarzt abgesprochen. Die Verwaltung setzt die jeweils empfohlenen Schritte ohne weitere Verzögerungen konsequent um.

Die Ergebnisse und die daraus resultierenden und eingeleiteten Maßnahmen wurden schriftlich erläutert (Elternbrief vom 29.11.2017). In der Elternversammlung am 30. Januar 2018 hat die Verwaltung die Inhalte der Untersuchungsergebnisse, Handlungsempfehlungen und weitere Vorgehensweise umfangreich vorgestellt. In dieser Sitzung waren auch der zuständige Amtsarzt und die Gutachter anwesend und haben Auskunft gegeben. Besonders wurde durch den Amtsarzt die Einschätzung der Gesundheitsfrage erörtert. Auch habe ich die Zusage gegeben, dass alle Eltern und MitarbeiterInnen gerne in alle ungekürzten vorliegenden Gutachten und Untersuchungsergebnisse nach telefonischer Voranmeldung einsehen können.

Nach meiner Kenntnis haben bis zum heutigen Tag lediglich zwei Elternteile von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass sowohl in der Elternversammlung als auch in der Akteneinsicht mehr Eltern anwesend gewesen bzw. Einsicht genommen hätten. Selbstverständlich bleibt das Angebot auf Einsicht in die Untersuchungsergebnisse weiterhin, ohne die Formalien des § 6 Akteneinsichtsgesetzes (schriftlicher Antrag/Gebührenhebung, bestehen. Lediglich eine Vervielfältigung der Unterlagen wird durch die Verwaltung abgelehnt. Gerade be  den sehr umfangreichen Unterlagen besteht die Gefahr, wenn auch unbeabsichtigt, dass durch Weitergabe einzelner Untersuchungsteile eine Verfälschung entstehen könnte. Die Gutachten müssen jeweils in der Gesamtheit betrachtet werden.

Welche Maßnahmen sind eingeleitet worden bzw. stehen an

  • Nutzung der Räume

Entsprechend der Empfehlung im Ergebnis des Gutachten und des Gesundheitsamtes des Landkreises wurde die Nutzung einiger Räume eingeschränkt bzw. untersagt. Es wurden Raumabdichtungen vorgenommen und Luftreiniger aufgestellt.

  • Aufgrabung und Abdichtung des Fundamentes

Laut vorliegendem Gutachten (Broxtermann) muss als erste Maßnahme weiteres Eindringen von Wasser verhindert werden. Es erfolgt/e die Freilegung des Fundaments durch eine Baufirma und die Abdichtung des Bereichs zwischen Bodenplatte und Estrich durch eine Spezialfirma. Vor dem Winterbeginn konnte hier mit Teilen begonnen werden. Seit einigen Tagen sind die Arbeiten wieder im Gange. Weiterhin wurde ein Planungsbüro beauftragt, die Ableitung des Regenwassers vom Hause weg neu zu planen. Es war sehr schwierig überhaupt Firmen zu finden, die diese Arbeiten zeitnah ausführen können.

  • Teilsanierung Innenwände und Böden

Es werden nicht alle Teile der KITA von der Sanierung betroffen sein. Hier wurde eine Spezialfirma  beauftragt, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten und vorzulegen. Das Teilgutachten, das die Basis für das Konzept bildet, liegt der Verwaltung seit gestern (23.04.2018) vor und kann gerne in der Verwaltung eingesehen werden. Das daraus resultierende Leistungsverzeichnis für die Sanierung wird spätestens Mitte Mai erwartet. Dieses Konzept ist die Voraussetzung, wie saniert wird, wieviel Kinder ausgelagert werden müssen, welcher Bereich während der Sanierung  genutzt werden kann und wie lange der Sanierungsprozess dauern wird.

  • Übergangslösung

Die Verwaltung wird eine Übergangslösung in Form einer temporären Modullösung schaffen. Das Leistungsverzeichnis ist gefertigt. Wir werden dieses noch diese Woche beschränkt ausschreiben. Diese beschränkte Ausschreibung beinhaltet auch die Erstellung und Einreichung der Bauunterlagen und die Abprüfung der Konformität mit den Aufsichtsbehörden. Wir haben uns jetzt zu diesem Schritt entschieden, obwohl das Sanierungskonzept und der damit verbundene Raumbedarf für das Ausweichquartier noch nicht vorliegen.

Die Verwaltung ist bemüht zeitnah zu handeln. In allen Handlungsoptionen sehen wir zunächst unsere Verantwortung für die Gesundheit der uns anvertrauten Kinder und die gesetzlichen Voraussetzung einzuhalten. Daher lege ich auch einen hohen Wert auf die Transparenz Ihnen gegenüber. Wir stehen in enger Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde des Landkreises. Alles was wir vorliegen haben, wird umgehend dieser zur Verfügung gestellt und bewertet.

Leider müssen wir auch berücksichtigen, dass auf Grund der augenblicklichen sehr guten Konjunkturlage sowohl Planer als auch Baufirmen mehr als ausgelastet sind und zeitlich nicht in dem Umfang zur Verfügung stehen, wie wir es uns wünschen würden.

Gerne nehmen wir die Aufgabe und Verantwortung war, Sie als besorgte Eltern umfangreich und umfassend zu informieren. Hierzu haben Sie jederzeit die Möglichkeit, den verantwortlichen Fachbereichsleiter für die KITA Herrn Lessing, den verantwortlichen Leiter des Bauamtes Herrn Gramsch als auch mich anzusprechen. Gerne lade ich Sie auch ein, bei der Informationsrunde, die auf Einladung des KITA Ausschussvorsitzenden am 17. Mai in der KITA Birkenwichtel um 18:00 Uhr stattfinden soll,  teilzunehmen.

Um den Informationsprozess noch transparenter zu gestalten, schlage ich Ihnen vor, eine gemeinsame Arbeitsgruppe mit von Ihnen vorgeschlagenen Eltern, der Verwaltung und den MitarbeiterInnen einzurichten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Wilhelm Garn

Bürgermeister