„Brieselang summt“: Initiative könnte gegründet werden

Brieselang summt: Andreas Karmanski

Dem Insektensterben etwas entgegensetzen: Im Gemeindeentwicklungsausschuss hat am Mittwochabend Andreas Karmanski von der Stiftung Mensch und Natur, die als Trägerin die Initiative „Deutschland summt“ ins Leben gerufen hat, die Vorzüge für einen Beitritt zu dem Projekt dargelegt. Demnach könnte Brieselang vorbehaltlich eines positiven Votums der Gemeindevertretung ebenfalls mitsummen. Gefragt sind dann Akteure, die Ideen einbringen, um Projekte gemeinsam umsetzen zu können. Bislang sind bundesweit 30 Städte, Gemeinden und Landkreise dabei. Im Land Brandenburg setzt die Gemeinde Neuenhagen Akzente gegen das Bienen- und Wildbienensterben und damit für biologische Vielfalt.

„Das Insektensterben ist dramatisch“, betonte Karmanski während seiner Vortrags. Seiner Meinung nach können Kommunen als Impulsgeber dienen, um die Gesellschaft zu sensibilisieren. So sollten sich Akteure aus den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens engagieren und nach der Vernetzung Projekte in Angriff nehmen, die das Naturbewusstsein schärfen. „Unterschiedliche Institutionen und Akteure aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Kunst, Kultur, Musik, Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Sport und Medien, die das Thema ,Förderung der biologischen Vielfalt“ bisher noch wenig oder gar nicht zu ihrem Anliegen gemacht haben, sollen ermutigt werden, konkrete Anknüpfungspunkte aus der Initiative aufzugreifen und geeignete Maßnahmen für sich zu erproben beziehungsweise durchzuführen“, so Bürgermeister Ralf Heimann, der mit der eingebrachten Beschlussvorlage die Teilumsetzung des bereits von der Gemeindevertretung gefassten Beschlusses „Artenreichtum fördern“ im Auge hat. Hilfestellung könnten vor allem die Försterei, Imker oder der Naturschutzbund leisten, da sie über Know-how verfügen.

Doch was steckt genau könnte die Initiative „Brieselang summt“, die gegebenenfalls ins Leben gerufen werden kann, mit Blick auf die Förderung des Schutzes von Wild- und Honigbienen und ihrer Lebensräume konkret leisten? Laut Andreas Karmanski könnten Pflanz- oder Gartenwettbewerbe initiiert werden, die Umweltbildung an Schulen gefördert werden, Schaugärten angelegt oder womöglich Nisthilfen gebaut werden. Auch Mitmachaktionen sind gefragt. Grundsätzlich gilt: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und: Die Stiftung Mensch und Natur würde zum Auftakt im Rahmen eines Workshops an einem Vernetzungstreffen teilnehmen, um inspirierend, identifikationsstiftend und fachlich kompetent Impulse zu geben. Schon jetzt wurde ein Maskottchen samt Schriftzug für „Brieselang summt“ entworfen. Einmalige Beitrittskosten in Höhe von rund 5.000 Euro für die Ausstattung mit den notwendigen Arbeitsmitteln für die Aufnahme der Arbeit sind zu entrichten. Im Gemeindeentwicklungsausschuss hat es übrigens zwei Ja-Stimmen für den Beitritt zur Initiative bei acht Enthaltungen gegeben. Vermutlich Ende März wird die Gemeindevertretung eine abschließende Entscheidung fällen.