Tolle Stimmung: Bredower Teichfest lockte rund 800 Besucher an

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Das Wetter passte, das Ambiente noch mehr: Die neunte Ausgabe des Teichfestes in Bredow war wieder ein ganz besonderes Ereignis. Kein Wunder, das Programm, das der Verein „Bredow im Havelland“ auf die Beine gestellt hatte, konnte sich sehen und hören lassen. Wie im vergangenen Jahr kamen diesmal erneut rund 800 Besucher. Sie konnten das Fest in vollen Zügen genießen.

Gleich zu Beginn der Veranstaltung ließ sich Teichfee „Sarah, die Erste“ über den Schlossteich an Land schippern. Sie moderierte fortan in souveräner Manier das Geschehen auf und vor der Bühne. Gemeinsam mit Schlosswächter „Basti, der Schreckliche“ begrüßte sie schließlich Neptun „Bernd“, seine beiden „Fänger“ Paul und Dominik, die ebenfalls per Bootstour große Aufmerksamkeit erlangen konnten und an Land gebracht wurden. Natürlich durfte auch „Frau von Bredow“ bei der sich anschließenden Neptuntaufe nicht fehlen.

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Die fünf Freiwilligen, die sich gemeldet hatten, wurden jeweils in spektakulärer Weise zunächst von den „Fängern“ nach Aufruf eingefangen, ehe sie nach einem offenbar scheußlich schmeckenden Getränk, zumindest war das den Gesichtern anzusehen, und einem nachfolgenden Schubser den Weg ins offenbar angenehm kühle Wasser fanden. Zwar landeten sie nicht im Teich, dafür aber in einem Bassin. Völlig pitschnass waren sie trotzdem. Bei den herrschenden Temperaturen von rund 30 Grad Celsius schien so mancher neidisch gewesen zu sein. Sie erhielten eine Taufurkunde auf der die Worte „Ich, Neptun, Herrscher über alle Pfützen, Tümpel, Teiche, Meere und Ozeane, habe mich dazu herabgelassen, euch zweifüßiges, schwimmunfähiges Landvolk zu taufen“ zu lesen waren. Neben dem eigentlichen Namen des jeweils Getauften wurden noch Beinamen vergeben, beispielsweis darf sich der Jugendliche Erik nun unter anderem „diebischer Karpfen“ nennen.

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Weitere Höhepunkte schlossen sich an. So präsentierte sich etwa die Freiwillige Feuerwehr Brieselang mit der Einheit Bredow. Auch für kleinere Kinder wurde viele geboten, darunter eine Hüpfburg und ein Kletterturm. Neben kulinarischen Besonderheiten gab es reichlich zu trinken, darunter natürlich auch „Tinas Spezialbowle“, die legendär ist, wie Besucher zu erzählen wissen. Doch auch musikalisch konnten sich Letztere in Stimmung bringen, die in Bredow ohnehin stets besonders ist. So präsentierte das Gospelquintett „The Singers“ während eines Konzertes ihr breitgefächertes Repertoire. Zuvor hatte bereits der A-Capella-Chor der Oberschule Brieselang ein paar schöne Gesangseinheiten präsentiert. Weiterhin sorgte der Bredower StarTreff für gute Laune, ehe der von vielen sehnsüchtigst erwartete Auftritt der Wohnzimmerband „Die ZWO“ folgte. Beide Protagonisten konnten, die nicht nur musikalisch glänzten, sondern auch immer wieder mit flotten Sprüchen aufwarteten, den tosenden Applaus der Besucher, erneut zu recht, genießen. Zudem sorgte „DJ Gonzo“ zwischendurch immer wieder für beste Stimmung.  

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„Wie immer war es ein schönes Fest“, sagte Brieselangs Bürgermeister Wilhelm Garn. „Das klassische Dorfleben ist in Bredow ausgeprägt. Fast der ganze Ort ist auf den Beinen, wenn das Teichfest stattfindet. Das finde ich außergewöhnlich faszinierend“, meinte er zudem.

Hauptorganisator Mike Marszalkowski vom Verein Bredow im Havelland, der aktuell 17 Mitglieder hat, sprach von einem „tollen und optimalen Fest“. „Wir können nicht meckern und freuen uns schon auf das kommende Jahr“, sagte er weiter. 2020 findet dann die zehnte Ausgabe des Bredower Teichfestes statt. Aus Anlass des kleinen Jubiläums soll die Veranstaltung dann noch etwas größer ausfallen. Im Gespräch ist laut Marszalkowski der Aufbau eines mittelalterlichen Dorfes. „Das ist zumindest im Gespräch“, meinte er. „Wir haben das schon einmal gemacht und das kam gut an.“

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