Brieselangs Ehrenbürger würdevoll gedacht

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Mit einem Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche St. Marien und der anschließenden Segnung des Grabsteins auf dem Waldfriedhof ist am Sonntag Brieselangs Ehrenbürger Pfarrer Heinrich Gehrmann feierlich gedacht worden. Er wäre am 1. März dieses Jahres 100 Jahre alt geworden. Gehrmann starb am 13. Dezember 1997. Nach ihm ist 2003 eine Straße benannt worden. Die Ehrenbürgerschaft hatte er 1992 zu Lebzeiten verliehen bekommen.

Pfarrer Hanspeter Milz und Dr. Peter Wehr, Dekan der Bundespolizeiseelsorge, würdigten das für Brieselang bedeutsame Wirken Gehrmanns gemeinsam mit Bürgermeister Wilhelm Garn. So habe der Pfarrer „große Spuren in Brieselang hinterlassen“, betonte Milz. Er sei ein „Fels in der Brandung“ gewesen.

Wehr wiederum, der 1990 in Brieselang unter Pfarrer Gehrmann ein rund viermonatiges Praktikum absolviert hatte und ihn entsprechend persönlich kennenlernen konnte, erinnerte an einen tiefgläubigen Menschen, der stets „mit hoher Konzentration“ die Heilige Messe gefeiert habe. „Er war ein engagierter Priester und ein Mensch der Gesellschaft. Mit ihm habe ich eine bewegende Zeit erlebt und von ihm sehr viel gelernt. Ohne Menschen wie ihn, wäre das Leben in Freiheit und die Deutsche Einheit nicht so einfach gekommen“, so Wehr. Gehrmann habe die freie Zivilgesellschaft mitgeprägt. Sein Engagement sei prägend gewesen. Er habe es in der Wendezeit geschafft, „Menschen zu ermutigen, sich zu engagieren“. „Er hat auf Freiheit gesetzt, auf die innere Freiheit“, betonte Wehr weiter.

Bürgermeister Garn, der gemeinsam mit Sabine Cory, Vorsitzende der Gemeindevertretung an der Gedenkveranstaltung teilnahm, würdigte Pfarrer Heinrich Gehrmann ebenfalls. Garn sagte: „Er hat bis in die politische Ebene hineingewirkt, damit wir heute so leben können, wie wir möchten. Sein Name ist eng verbunden mit der Geschichte Brieselangs.“