Betriebshof: Gemeindeverwaltung setzt auf neue Organisationseinheiten

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Neue Organisations- und Verantwortungsstruktur: Der Bauhof der Gemeinde Brieselang heißt nach der vorgenommenen Neugliederung seit Anfang März dieses Jahres Betriebshof. Fortan wird es eine Unterteilung in zwei Stränge geben. Erwartet wird eine bessere und damit konstruktivere Aufgabenverteilung. Profitieren soll insbesondere auch die Liegenschaftsverwaltung, die sich mit Blick auf die Aufgabendifferenzierung vordergründig um den kaufmännischen Bereich, darunter die Vermieterfunktion, Vertragsgestaltung und Objektnutzung kümmern soll. Das operative Gebäudemanagement-Geschäft, etwa die Bereiche Pflege und Instandhaltung, obliegt dem Betriebshof.

Die Zuständigkeiten haben sich also geändert. So sind nun zum einen der Bereich Hausmeister und zum anderen der Bereich Bauhof parallel als Organisationseinheit gebildet worden. Marko Haupt ist Chef des Betriebshofs, der weiterhin dem Fachbereich für Gemeindeentwicklung und Bauwesen unterstellt ist. Teamleiter für die Untereinheit Bauhof ist Enrico Thom, Teamleiter der Hausmeister Kai Wollmann. „Mit der Neuorganisation hat der Betriebshof künftig eine stärkere Bedeutung. Wir erhoffen uns insgesamt mehr Synergieeffekte mit Signalwirkung nach außen, aber auch innerhalb der Verwaltung - sowohl operativ als auch kaufmännisch“, betont Bürgermeister Wilhelm Garn.

Demnach werden zukünftig also nach Abschluss des Umstrukturierungsprozesses, der übergangsweise bis Ende September andauern wird, die Verwaltungs-, Wartungs-, Pflege-, Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten mit Blick auf die Liegenschaften und Gebäude der Gemeinde gebündelt. Die Bewirtschaftung, Pflege und Instandhaltung eines Objektes oder einer Liegenschaft erfolgt dabei nicht mehr durch den Nutzer, sondern kaufmännisch durch den Bereich Liegenschaftsverwaltung und operativ durch den Bereich Betriebshof, der Gebäude, Liegenschaften und Anlagen funktionsfähig halten soll. Zu den Aufgaben zählen unter anderem Betriebsführung, Umbau, Sanierung, bauliche Instandhaltung, sowie das Umweltmanagement.

„Ziel der Maßnahme ist es, die Werterhaltung unserer Einrichtungen, Gebäude und Liegenschaften optimaler zu gestalten, den Nutzern bestmögliche Bedingungen zur Verfügung zu stellen und das Erscheinungsbild der Gemeinde zu verbessern“, so Garn weiter. „Zudem werden wir kürzere Entscheidungswege haben, in dem eine klare Aufgabenzuordnung definiert ist, die etwa einen zielgerechten Einsatz der gewerblichen Mitarbeiter ermöglicht. Auch die Fachbereiche werden entlastet.“

Während die klassischen Aufgaben dem Bauhof obliegen, darunter die vier Kernbereiche Grünpflege, Friedhof, Gräben, Straßeninstandhaltung & Co. sowie Sonstiges - eigenständige Planung und Koordination ist durch den Teamleiter gefragt-, sollen auch die Hausmeister als neue Organisationseinheit mehr Kompetenzen erhalten und damit eigenständige Entscheidungen treffen - etwa im Absprache mit dem Teamleiter vor dem Hintergrund der Kontrollfunktion oder der Bewertung von Aufgaben durch externe Dienstleistungsfirmen, wie zum Beispiel Reinigungs- oder Pflegedienstleister.

Der Fachbereich Zentralverwaltung wird sich mit dem kaufmännischen Gebäudemanagement beschäftigen, darunter die Objektbuchhaltung sowie dem Kosten- und Vertragsmanagement, also mit dem Einkauf von Dienstleistungen (Strom, Wasser, Gas). In diesen Bereich fallen etwa die Nutzerbetreuung, das gebäudebezogene Rechnungswesen, die Überwachung vertraglicher Leistungen von externen Dienstleistern und das Qualitätsmanagement. Die kaufmännische Verwaltung nutzt die Bereiche des Betriebshofes zur Kontrolle und Überwachung der vertraglich vereinbarten Leistungen. Ein wichtiger Aspekt ist die Vereinbarung zwischen Nutzer und Eigentümer. Jeder Nutzer, zum Beispiel Schule, wird als Mieter betrachtet. In Summe gilt fortan: Alles was die Vertragsgestaltung in der Wartung und Pflege des Objektes oder der Liegenschaft und alles was fest mit diesen verbunden ist, wird durch die Liegenschaftsverwaltung veranlasst.