Die Geschichte Bredows

Die Geschichte Bredows

Das Dorf Bredow ist eine der ältesten Siedlungen in der Mark. In einer Urkunde des Bischofs der Stadt Brandenburg aus dem Jahr 1208 wird der Ort erstmals genannt.Die Siedlungsgeschichte hatte wohl schon vor dieser Zeit begonnen. Aus der Zeit 600 bis 400 v. Chr. stammende Funde lagern im  Berliner Museum für Völkerkunde. Urnen, Urnenscherben und Münzfunde lassen erkennen, dass hier eine wendische Siedlung existiert hat. Es wurden auch Beile aus der Steinzeit gefunden.

Die Herren von Bredow werden erstmals im  Jahre 1240, zu Markgraf Ottos Zeit, namentlich erwähnt. Im Jahre 1309 wird in einem Lehnsbrief neben Matthias von Bredow noch der Ritter Brösigke als Inhaber von Besitztümern in  Bredow genannt. Auch gehen aus dem Lehnsbrief die damaligen Abgabenverpflichtungen der Bredower hervor. Matthias von Bredow zahlte dem Markgrafen Woldemar für die Belehnung des Dorfes Bredow 206 Mark in Silber was etwa 10.000 Taler entsprach, dem 400fachen Jahreslohn eines einfachen Soldaten.

1373 bestätigt Kaiser Karl IV. und König Wenzel die von Bredow im Besitz ihrer Güter und Rechte, was auf die einflussreiche Bedeutung des Geschlechtes schließen lässt.

1375 lässt Kaiser Karl IV das älteste noch vorhandene Landbuch der Mark aufzeichnen, das heute im Staatsarchiv Brandenburgs verwart ist. Darin  wird der Grundbesitz in Bredow als „in ungewöhnlichem Maße geordnet und ertragreich anzusehen“ bezeichnet.

Mit dem Dreißigjährigen Krieg beginnen Zeiten der Verwüstung.Die Bewohner  flüchten in die Festung Spandau. Verheerend ist das Jahr 1625. In diesem Jahr wird Bredow durch die Truppen des Grafen von Mansfeld fast vollständig vernichtet. Die Bredower bauen das Dorf aber umgehend  wieder auf. 1638 wird Bredow von den "Jensischen Reitern" erneut vollständig niedergebrannt und verwüstet. Wiederum wird Bredow Dank des starken Engagements der Herren von Bredow wieder aufgebaut.

1806/07, in der Zeit der napoleonischen Kriege, wird Bredow von den Franzosen dreimal geplündert und wirtschaftlich ruiniert. Immer wieder gelingt es den Bewohnern den Ort mit Hilfe der Gutsbesitzer wieder aufzubauen.

1859 und 1895 brechen Feuer aus und zerstören fast das ganze Dorf. Auch da gelingt es in verhältnismäßig kurzer Zeit, das Dorf wieder aufzubauen.

Das Rittergut entwickelt sich im Laufe der Zeit zu einer Musterwirtschaft.

Aus dem Jahr 1835 wird ein anderes, wichtiges Ereignis berichtet, die  Gaststätte Grünefeld eröffnet. Sie gibt es heute noch.

Über die Zeitereignisse des Dritten Reiches gibt es leider so gut wie keine Aufzeichnungen. Dies betrifft auch alle folgenden Zeiten und Ereignisse.

2003 wird Bredow nach Brieselang eingemeindet. In einem Bürgerentscheid vom 24. März 2002 entscheiden sich die Bredower klar gegen den Zusammenschluss. Der Gesetzgeber ordnet gegen das Votum die Eingemeindung an. Das Verfassungsgericht bestätigt diesen Beschluss.

  Alte Bredower Wappen

Zur 800-Jahrfeier Bredows würdigt Bürgermeister Garn in seiner Festrede die Geschichte des Ortes. Darin heißt es: Trotz aller damaligen Vorbehalte der Bredower (gegen die Eingemeindung), kann gesagt werden, wir haben uns gemeinsam zu einer eingeschworenen Gesellschaft entwickelt.

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