Gedächtnisstütze: Verwaltung baut Gemeindearchiv auf

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Gedächtnis der Kommune: Die Verwaltung der Gemeinde Brieselang wird in den kommenden Jahren Stück für Stück ein Gemeindearchiv aufbauen. Federführend umsetzen wird das Vorhaben Franziska Toth. Die studierte Informationswissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Archiv denkt dabei zukunftsorientiert - auch mit Blick auf kommende Generationen, die so einen Mehrwert erhalten sollen. Wichtig: Das Gemeindearchiv wird öffentlich zugänglich sein, später auch in digitaler Form, also online. Und: Historisches Material wie Unterlagen, Fotos, Chroniken oder weitere Schriften & Co. können dem Gemeindearchiv zur Verfügung gestellt werden – ausdrücklich auch durch Privatpersonen oder Vereine.

Die Gemeinde Brieselang existiert seit 95 Jahren offiziell als eigenständige Verwaltungseinheit. Diverses Archivgut ist seither entstanden, jährlich gelangt neues hinzu. „Das historische Erbe der Gemeinde zu bewahren, in der Gegenwart zu vermitteln und in die Zukunft weiterzugeben, ist eine unverzichtbare öffentliche Aufgabe“, betont Toth. Um zukünftig das entstandene Archivgut in einem eigenen Gemeindearchiv zu sichern, zu verwahren und nutzbar zu machen, ist bereits im vergangenen Jahr durch die Gemeindevertretung eine Archivsatzung erlassen worden. Das Gemeindearchiv wird allen historisch interessierten Menschen die Möglichkeit bieten, das Archivgut einzusehen. Die Nutzung regelt die Benutzerordnung.

„Das Gemeindearchiv ist zuständig für die Archivierung der Unterlagen der Gemeindeverwaltung, der Gemeindevertretung, kommunaler Einrichtungen, sowie nach besonderer Vereinbarung Unterlagen von Vereinen und aus Privatbesitz. Verwaltungsintern erfüllt das Archiv seine Aufgaben, indem es die Fachbereiche von nicht mehr benötigtem Dokumentationsgut entlastet, nach außen soll es Teil des öffentlichen Kulturlebens der Gemeinde sein“, so die Archivarin Franziska Toth. Das Ziel soll es sein, die Historie aufzuarbeiten. Weitere Projekte können sich thematisch daraus ableiten lassen, sprich, Epochen in der Geschichte der Gemeinde Brieselang können gemäß der Quellenlage explizit beleuchtet werden, so dass perspektivisch eine Chronik geschrieben werden könnte. Selbst Ausstellungen könnten konzipiert werden.

Die älteste bis jetzt bearbeitete Archivalie stammt übrigens vom Königlichen Standesamt Bredow aus dem Jahr 1875. Sobald ein Großteil in der Archivsoftware ActaPro erschlossen und digitalisiert sein wird, können diese auch per Schlagwortsuche online recherchiert und durchforstet werden.

Ein Teil lagert derweil noch auf Grund der vorherigen Zuständigkeit für Brieselang, Bredow und Zeestow im Kreisarchiv in Friesack. Letztere Brieselanger Ortsteile können natürlich mit Blick auf die erste historische Erwähnung, Bredow 1208 und Zeestow 1346, auf eine deutliche längere Geschichte zurückblicken. Die Infos zu den Ortsteilen befinden sich dazu ebenfalls, zumindest teilweise, im Kreisarchiv.

Toth selbst setzt indes auch auf Unterstützung. Neben den Ortschronisten Dr. Detlef Heuts und Bernd Lasch, und dem Stabsbereich Kommunikation können unter anderem auch Privatpersonen mithelfen. Wer also einen weiteren Beitrag zur Vervollständigung der Bestände leisten kann, indem Unterlagen, die sich auf die Gemeinde Brieselang und ihre Ortsteile beziehen dem Archiv als Schenkung oder Depositum, also in Form einer vertraglich geregelten Leihgabe angeboten werden, ist gefragt. Das können wie erwähnt zum Beispiel Chroniken, Schriften, Gemeindeakten, Fotos oder nostalgische Postkarten als jeweilige Zeitzeugnisse sein. „Solche Dokumente oder Dokumentationen sind eine wertvolle Ergänzung zur amtlichen Überlieferung. Sie ermöglichen einen Einblick in die tatsächlichen Lebensumstände der Menschen. Ohne die ergänzenden Unterlagen von Privatpersonen oder Vereinen wäre das Bild der Gemeinde unvollständig“, betont Toth, schließlich soll das Gedächtnis der Kommune für die Nachwelt verfestigt werden.

Kontakt: franziska.toth@gemeindebrieselang.de, Telefon 033232/338-14.

 

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