Aktuelle Informationen zum Coronavirus

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Stand: 06. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.463 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 59 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.463 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 06.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 195 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 26 intensiv medizinisch beatmet.Im Havelland sind 92 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 16 Personen befinden sich  in stationärer Behandlung.

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Stand: 05. April, 19.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.452 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 64 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.452 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 195 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 26 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 92 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 15 Personen befinden sich  in stationärer Behandlung. Ein Todesfall ist zu beklagen. Im Land Brandenburg sind insgesamt 27 Menschen an den Folgen des Coronavirus verstorben.

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Stand: 05. April, 19.00 Uhr

Coronavirus: Das ist noch erlaubt – das ist leider verboten

Kurz vor Ostern: Antworten auf häufige Fragen zur Brandenburger Eindämmungsverordnung

Joggen, Motorradfahren, Kanu oder Hausboot, Sitzen auf einer öffentlichen Bank – was ist während der Corona-Pandemie noch erlaubt, auf was müssen wir leider verzichten? Zur richtigen Anwendung der Eindämmungsverordnung stellen Bürgerinnen und Bürgern gerade vor Ostern viele Fragen an die Landesregierung und die Kreise und kreisfreien Städte. Insbesondere geht es um konkrete Verhaltensregeln im täglichen Leben. In Brandenburg besteht keine Ausgangssperre. Deshalb darf man sich den Regeln entsprechend bewegen. Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Sie können je nach Schwere des Verstoßes mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Auf der Internetseite corona.brandenburg.de werden über den Link FAQ wesentliche Fragen beantwortet. Auch das Bürgertelefon steht weiter für Anfragen zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 09.00 bis 19.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar.

Grundsätzlich gilt jetzt: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Zum Schutz vor dem Coronavirus sind direkte Kontakte zu anderen Menschen dringend zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt sein.

Generell verboten sind in Brandenburg mindestens bis zum 19. April: Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit. Davon ausgenommen: gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen, der Aufenthalt am Arbeitsplatz und die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Besuche und Ausflüge: Auch Menschen, die nicht in einem Haushalt zusammenleben, können sich noch besuchen. Diese Ausnahme gilt für Besuche von Lebenspartnern, älterer oder kranker Personen, zur Wahrnehmung des Sorgerechts, zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Bestattungen im engsten Familienkreis. Aber auch hier gilt: direkte soziale Kontakte sollen so gut es geht vermieden werden. Auch zum Osterfest gilt: Familientreffen oder Familienfeiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken! Das Ostereiersuchen im großen Freundes- und Bekanntenkreis muss in diesem Jahr leider ausfallen. Ausflüge sollten vermieden werden. Sie sind unter Einhaltung der Vorgaben jedoch nicht untersagt.

Das Betreten öffentlicher Orte – dazu zählen insbesondere Wege, Straßen, Plätze, Grünanlagen und Parks – ist derzeit ebenfalls bis zum 19. April untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind Wege, für die ein triftiger Grund besteht. Zum Beispiel, um zum Arbeitsplatz zu kommen, der Weg zum Supermarkt, notwendige Arztbesuche oder eine Blutspende.

Individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft: Spazieren gehen, Joggen, Fahrrad fahren. Sport und Bewegung ist für die Gesundheit gut und wichtig – und sind deshalb auch in Corona-Zeiten auch an öffentlichen Orten erlaubt. Aber auch hier gilt das Gebot des Mindestabstands zu allen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben. Also vermeiden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit am besten beliebte Ausflugsziele und stark frequentierte Wege. Infektionsketten können kaum wirksam unterbrochen werden, wenn hunderte Menschen bei herrlichem Wetter zur gleichen Zeit an der Seepromenade spazieren gehen. Dann lieber abgelegene Wege nutzen oder im Wald laufen.

Sitzen auf der Parkbank: Grundsätzlich dürfen Menschen in Brandenburg nicht auf einer Sitzgelegenheit im öffentlichen Raum Platz nehmen und dort verweilen. „Sitzen“ zählt nicht zur Ausnahme „Sport oder Bewegung an der frischen Luft“. Aber: Wenn ein Mensch bei seinem Spaziergang ganz offensichtlich nur eine kurze „Verschnaufpause“ (in der Regel fünf Minuten) auf der Parkbank braucht, weil ihm zum Beispiel das Gehen aus Altersgründen schwerfällt oder man keine Puste mehr hat, muss man nicht gleich ein Bußgeld befürchten. Was aber ganz klar nicht geht: Auf einer Bank lange und ausgiebig verweilen oder gar mit anderen dort „nett plaudern“. Darauf müssen wir jetzt leider verzichten. Denn anders kann der notwendige Abstand nicht eingehalten werden.

Öffentlich zugängliche Spielplätze: Diese dürfen leider nicht besucht und genutzt werden. Trotzdem brauchen Kinder Bewegung an der frischen Luft. Eltern dürfen mit ihren Kindern spazieren gehen, Fußball oder Fange spielen. Aber bitte: Dabei immer auf genügend Abstand zu anderen achten! Kinder, die nicht im gleichen Hausstand wohnen, dürfen im Augenblick leider nicht miteinander spielen.

Motorrad- und Fahrradfahren: Beides ist weiterhin möglich. Jedoch nicht Ausflüge in einer Gruppe, denn dabei sind die Regeln – spätestens bei einem Zwischenstopp oder einer Rast – nicht mehr einzuhalten.

Boot und Kanu: Paddeln und Rudern sind als „Sport und Bewegung an der frischen Luft“ nicht untersagt – aber nicht in einer Gruppe. Grundsätzlich schließen die Einschränkungen beim Betreten öffentlicher Orte auch die Wasserstraßen und anderen Gewässer des Landes ein. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten sind. Also: Das Bootfahren ist nicht grundsätzlich verboten, solange Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes vermieden werden. Vermeiden sie beliebte Ausflugsorte. Wenn viele Paddelboote auf einer kleinen Wasserfläche warten müssen, ist das eine Ansammlung von Menschen im öffentlichen Raum, die verboten ist.

Gassigehen und Stallbesuche: Haus- und Nutztiere müssen natürlich auch in Zeiten der Corona-Pandemie weiter versorgt, betreut und bei Bedarf bewegt werden. Dies ist ohne Gefährdung möglich, wenn Kontakte zwischen Mensch und Tier nicht mit zwischenmenschlichen Kontaktaufnahmen verbunden sind. Das Ausführen von Hunden, das Bewegen von Pferden, das Versorgen von Tieren auf der Weide ebenso wie die Betreuung von Taubenschlägen sind notwendig und sollen weiterhin stattfinden. Dabei ist aber auf Hygiene, Reinigung, evtl. Desinfektion der Hände und Gegenstände zu achten. Auch Tierheime können weiterhin ehrenamtliche Helfer Hunde ausführen lassen, wenn dies nach exakten zeitlichen und personellen Absprachen durch Einzelpersonen durchführbar ist und Kontakte der Helfer untereinander vermieden werden können. Die Betreiber von Pferdepensionen müssen entscheiden, ob weiterhin die Besitzer der Pferde in den Stall kommen dürfen oder aber andere Personen zur Sicherstellung der Versorgung und Bewegung ausreichend zur Verfügung stehen. Achtung: Personen, die ärztlich unter Quarantäne gestellt sind, dürfen unter keinen Umständen ihre Wohnung verlassen und müssen geeignete Personen mit der Versorgung ihrer Tiere beauftragen!

Angeln und Jagd: Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Die Jagd erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beizutragen, insbesondere in den grenznahen Kreisen zu Polen. Auch hier gilt: Kontakte zu höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes. Auch beim Jagen und Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand!

Übernachtungsangebote – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Die touristische Nutzung von Ferienwohnungen und Campingplätzen ist untersagt. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler aus Polen, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

Eigenes Ferienhaus, Ferienwohnung oder Datschen: Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen privat und ausschließlich zur Eigennutzung bewohnt werden. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten.

Es wird dringend gebeten, auf die jeweils örtliche Situation Rücksicht zu nehmen. Lokal oder auf Kreisebene können aus besonderem Anlass weitergehende Festlegungen getroffen werden.

Der Brandenburger Bußgeldkatalog ist am 2. April in Kraft getreten. Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen.

Der Bußgeldkatalog ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt. Der Bußgeldkatalog ist im Internet als Download eingestellt: https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf

Mehr Corona-Informationen: https://corona.brandenburg.de

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Stand: 05. April, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.404 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.404 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 187 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 25 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 86 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 15 Personen in stationärer Behandlung.

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Stand: 05. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: MDK Berlin-Brandenburg startet Beratungshotline speziell für Pflegeeinrichtungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg (MDK) hat eine Beratungshotline speziell für Pflegeeinrichtungen eingerichtet. Beschäftigte der ambulanten und stationären Pflege können unter der Telefonnummer 030 202023-6000 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, inklusive Rückrufservice) ihre Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus stellen, die von erfahrenen Pflegefachkräften beantwortet werden. Ab Montag (06.04.2020) werden Fragen auch per E-Mail beantwortet: corona-in-der-pflege@mdk-bb.de.

Sozialministerin Ursula Nonnemacher dankt dem MDK Berlin-Brandenburg für das zusätzliche Informationsangebot speziell für Pflegekräfte: „Alle Beschäftigten in der Pflege leisten eine ganz wichtige Arbeit für hilfebedürftige Menschen. Und das täglich rund um die Uhr. Ihre Arbeit ganz nah am Menschen ist unersetzlich. Aber natürlich machen sich viele Beschäftigte in der Pflege auch große Sorgen und haben im Umgang mit dem Virus viele Fragen. Überall mangelt es zurzeit noch an persönlicher Schutzausrüstung. Und natürlich wollen die Pflegekräfte sich selbst und andere nicht infizieren. Mit der neuen Beratungshotline können jetzt Fachfragen kompetent beantwortet werden, was die Bürgertelefone des Landes und der Kommunen so nicht leisten können. Das ist eine wichtige Ergänzung unseres Informationsangebotes und stärkt die pflegerische Versorgung. Wo viele Menschen auf engem Raum sind, kann sich das Coronavirus besonders leicht ausbreiten. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sind hiervon besonders gefährdet. Orte, in denen sich vulnerable, also besonders anfällige Menschen aufhalten, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.“

Die MDK-Beratungshotline beantwortet Anfragen von stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten in Berlin und Brandenburg in Bezug auf den Umgang mit dem neuartigen Coronavirus, insbesondere zum Umgang mit Verdachtsfällen, Hygiene- und Schutzmaßnahmen und Isolationsmaßnahmen. Das Angebot ist auf Anregung des Brandenburger Sozialministeriums entstanden.

Internet: https://www.mdk-bb.de/

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Stand: 04. April, 18.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.388 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 77 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.388 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 187 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 25 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland sind 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 15 Personen in stationärer Behandlung.

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Stand: 04. April, 11 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.343 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 141 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.343 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 179 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensiv medizinisch beatmet. 18 Sterbefälle wurden registriert.

Im Havelland sind 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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Stand: 03. April, 18.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.311 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 187 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.311 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 179 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 79 Menschen mit dem Coronavirus bestätigt infiziert.

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Stand: 03. April, 10.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.202 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 95 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.202 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 91 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland gibt es weiterhin 72 bestätigte Fälle.

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Stand: 03. April, 8.15 Uhr

Ministerin Nonnemacher: „Ostern 2020 wird leider nicht sein können, wie wir es kennen“

Corona-Bürgertelefon: Viele Fragen zu den Osterfeiertagen

Angesichts der Corona-Pandemie fordert Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher die Brandenburgerinnen und Brandenburgern sowie ihre Angehörigen und Freunde für große Besonnenheit und Rücksicht in den Osterferien und an den Osterfeiertagen auf: „Ostern muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders ablaufen. Ostern 2020 wird leider nicht sein können, wie wir es kennen. Wir alle müssen auf private Familienfeiern, gemeinsame Ausflüge, Gottesdienstbesuche, Osterfeuer und andere traditionelle Osterbräuche in diesem Jahr bedauerlicherweise verzichten. Aber es ist zwingend notwendig, dass wir auch über das Osterfest unsere direkten sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Damit schützen wir uns selbst, unsere Liebsten, ältere und kranke Menschen.“

Beim Corona-Bürgertelefon der Landesregierung 0331 866-5050 erkundigen sich in diesen Tagen viele Anrufende darüber, was sie bei der Osterplanung beachten müssen: „Darf ich in den Osterferien oder an den Ostfeiertagen meine Familie besuchen?“ – ist dabei eine der zentralen Fragen.

Ministerin Nonnemacher: „Die Kontaktbeschränkungen sind in Brandenburg bis zum 19. April verlängert worden. Damit gilt es auch über die Osterfeiertage, auf Ausflüge und Reisen zu verzichten. Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Das ist schmerzhaft. Aber alle diese Maßnahmen retten am Ende Leben – und unterstreichen damit die Kernbotschaft des Osterfestes. Versuchen Sie trotzdem, aus Ostern 2020 etwas Besonderes zu machen. Verstecken Sie die Ostereier für Ihre Kinder zu Hause und basteln gemeinsam Überraschungen für Ihre Lieben, die sie nicht besuchen können. Greifen Sie zum Telefon und halten so den Kontakt zu Ihren Bekannten und Verwandten. Auch Brief und E-Mails muntern Ihre Mitmenschen auf.“

Private Feiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken. Ansammlungen, Feiern oder Treffen mit Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes verstoßen gegen die Eindämmungsverordnung.

Wie bisher sind aber auch zu Ostern Spaziergänge oder Bewegung an der frischen Luft möglich, aber auch das weiterhin nur in beschränktem Maße – nämlich nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts.

Zum Schutz vor dem Coronavirus sind direkte Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen sollen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt werden.

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Stand: 02. April, 17.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.124 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 86 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.124 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 91 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 72 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

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Stand: 02. April, 17.30 Uhr

Steinbach: Schnelle Hilfe für Mittelstand und Freiberufler hat Priorität

ILB zahlt seit 25. März ununterbrochen Soforthilfe aus

Potsdam, 2. April 2020. Seit Mittwoch vergangener Woche fließen die Zuschüsse für von der Corona-Krise betroffene Mittelständler, Solo-Selbstständige und Freiberufler in Brandenburg. Mittlerweile sind rund 60.000 Anträge bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) eingegangen. Das Antragsvolumen beläuft sich auf rund 600 Millionen Euro. Unter Verweis auf diese Antragsflut bitten Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und der ILB-Vorstandsvorsitzende Tilmann Stenger die Betroffenen um etwas Geduld.

„Die Kolleginnen und Kollegen bei der ILB arbeiten unter Hochdruck. Unser Ziel ist es, dass die Antragsteller schnellstmöglich die Unterstützungsgelder auf dem Konto haben. Das geht angesichts der Menge der Anträge jedoch nicht von heute auf morgen. Aber machen Sie sich keine Sorgen: Wir lassen Sie nicht im Regen stehen. Sie bekommen Ihr Geld“, erklärte Minister Steinbach.

Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der ILB, sagte: „Wir wissen, dass viele Firmen, Handwerksbetriebe und freiberuflich Tätige momentan auf ihre Soforthilfe warten. Aber ich kann allen, die einen korrekten Antrag gestellt haben, zusichern, dass jeder sein Geld bekommen wird. Seit dem 25. März zahlen wir ununterbrochen Soforthilfe aus und wir arbeiten daran, dass jeder Antragstellende im April seinen Betrag auch auf dem Konto haben wird. Bis es soweit ist, bitten wir die Betroffenen von allen Möglichkeiten der Liquiditätssicherung Gebrauch zu machen: Sprechen Sie Ihre Hausbank, Versicherer, Krankenkassen, Vermieter und anderen Partner an, um Zahlungsaufschübe oder Stundungen zu vereinbaren - alle diese Institutionen haben öffentlich zugesagt, sich kulant zu verhalten und zu helfen."

Zugleich appellierten der Minister und der ILB-Chef an die Unternehmer und Freiberufler, die erst jetzt einen Antrag einreichen wollen, sich die nötige Zeit dafür zu lassen. Fehler beim Ausfüllen des Antragsformulars führten dazu, dass sich die Bearbeitungszeit unnötig verlängere. Vollständig und korrekt ausgefüllte Anträge sind Voraussetzung dafür, dass sie zeitnah bearbeitet und bewilligt werden können. Rat erteilt die ILB-Hotline unter der Rufnummer 0331 / 23 18 22 99.

Das Land Brandenburg hat für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind, bereits am 25. März ein Sofortprogramm auf die Beine gestellt. Der Bund hat am Wochenende mit einer Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern über eine Soforthilfe für Kleinunternehmen im Umfang von 50 Milliarden Euro nachgezogen. Die Landesregierung hat der Vereinbarung gestern zugestimmt. Das Programm wird durch die Länder umgesetzt, in Brandenburg unter dem Dach Soforthilfe Corona.

Das ILB-Antragsformular für die Soforthilfe ist mittlerweile an die Bundesrichtlinie angepasst worden. Unternehmen und Freiberufler  finden die Anträge auf der Corona-Soforthilfe-Seite der ILB (www.ilb.de). Sie können ab sofort ausschließlich per E-Mail eingereicht werden (nicht mehr per Brief, nicht mehr per Fax). Ziel dieser Änderung ist es, die Bearbeitung weiter zu beschleunigen.

Die bereits vorliegenden Anträge, die seit dem 25. März 2020 bei der ILB gestellt worden sind, werden von der ILB weiterhin abgearbeitet. Es wird darauf hingewiesen, dass es nicht möglich ist, Anträge doppelt zu stellen.

Die Unterstützung Soforthilfeprogramm wird gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen bereitgestellt und beträgt:

bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000 EUR,

bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 EUR,

bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 EUR,

bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 EUR

Anträge können nur bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden. Auf der Internetseite der ILB sind auch Antragsunterlagen, hilfreiche Tipps für das Ausfüllen der Anträge sowie die detaillierten Förderbedingungen zu finden.

https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

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Stand: 02. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.107 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 128 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.107 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 76 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 17 intensiv medizinisch beatmet. Zu beklagen sind bislang zehn Todesfälle. Im Havelland sind 72 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

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Stand: 02. April, 10.30 Uhr

Corona-Bußgeldkatalog in Kraft getreten

Der Brandenburger Bußgeldkatalog im Kampf gegen das Coronavirus ist am Donnerstag (02.04.) in Kraft getreten. Darauf haben Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und Innenminister Michael Stübgen in Potsdam hingewiesen. Mit ihm können Verstöße gegen Maßnahmen der Eindämmungsverordnung geahndet werden. Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Die meisten Bürgerinnen und Bürger haben erkannt, dass die deutlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens notwendig sind, um die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus verlangsamen zu können, und halten sich daran. Es darf nicht hingenommen werden, dass einige wenige mit ihrem rücksichtslosen Verhalten dieses Ziel gefährden. Wer sich nicht an die Vorgaben der Eindämmungsverordnung hält, dem drohen jetzt empfindliche Strafen. Wir sind nicht allein auf dieser Welt, unser persönliches Handeln hat Konsequenzen.“

Innenminister Stübgen: „Es ist für uns alle eine große Umstellung, von heute auf morgen unser Leben drastisch einzuschränken und das Kontaktverbot einzuhalten. Die meisten haben ihr Verhalten aber angepasst und achten auf die Abstandsregelung. Dafür möchte ich ausdrücklich danken. Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren die Einhaltung der Eindämmungsverordnung und es gibt nur wenige Unverbesserliche, die immer noch gegen die Regeln verstoßen. Der Bußgeldkatalog zeigt jetzt, wie teuer unverantwortliches Zuwiderhandeln im Einzelfall werden kann. Jedem muss klar sein, dass wir auf Verstöße konsequent reagieren werden. Ich appelliere daher besonders vor dem Wochenende nochmals an die Vernunft aller: Halten Sie sich an die Regeln, es geht um Ihre Gesundheit!“

Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Sie können mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen. Der Bußgeldkatalog ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt.

Der Bußgeldkatalog wurde am 1. April 2020 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht und tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Er ist im Internet als Download eingestellt:

https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf

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Stand: 01. April, 20.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.038 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 93 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.038 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 77 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 17 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland sind 64 Menschen mit dem Cornvirus infiziert.

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Stand: 01. April, 12 Uhr

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg erhöht gemeinsam mit der Bayer AG die Kapazitäten für SARS-CoV-2 Analysen in Berlin und Brandenburg

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) hat in seinen Laboren am Standort Frankfurt (Oder) eine Analysekapazität von 200 Tests pro Tag aufgebaut. Zusätzlich stellt die Bayer AG ihre Laborkapazitäten für die COVID-19-Analyse zur Verfügung. Am Standort des Unternehmens in Berlin-Wedding entsteht auf zwei Etagen ein Testlabor, sodass hier künftig jeden Tag bis zu 1.000 zusätzliche SARS-CoV-2 Tests durchgeführt werden können. Die für die Analysen benötigten Geräte und Personal stammen aus allen Bereichen der Forschung und Entwicklung bei Bayer.

Dazu erklärt Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin: „Wir sind dem Landeslabor Berlin Brandenburg und der Bayer AG dankbar, dass sie gemeinsam so schnell an einer unbürokratischen Lösung gearbeitet haben. Mit der Erhöhung der Testkapazitäten leisten wir einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“

Dazu erklärt Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg: „Es ist wichtig, dass wir die Test- und Laborkapazitäten auf COVID-19 schnell ausbauen, um die Lage besser bewerten und den Anstieg der Neuinfektionen spürbar verlangsamen zu können. Die Unterstützung des Landeslabors Berlin-Brandenburg durch Personal und Laborgeräte der Bayer AG ist da von unschätzbarem Wert. Wir müssen in den kommenden Wochen noch mehr testen, um unser Gesundheitswesen funktionstüchtig zu halten.“

Dazu erklärt PD Dr. Frank Wissmann, Direktor des Landeslabor Berlin-Brandenburg - Institut für Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Umwelt: „Die Zusammenarbeit mit der Bayer AG ermöglicht uns innerhalb kürzester Zeit die Analysemöglichkeiten im Landeslabor deutlich zu erhöhen. Damit können wir beiden Trägerländern zusätzliche Untersuchungskapazitäten von ca. 1000 Tests pro Tag zur Verfügung stellen.“

Zur Kooperation: Im Rahmen der Kooperation zwischen der Bayer AG und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg fungiert der LLBB-Standort Berlin-Adlershof dabei als Logistikzentrale für beide Analyselabore: hier gehen die Proben ein, werden aufbereitet und in die beiden Analyselabore nach Frankfurt (Oder) und Berlin-Wedding geschickt. Im Anschluss werden die Ergebnisse dann an das Landeslabor in Berlin-Adlershof zurückgemeldet. Für einen optimalen Ablauf sorgt die klare Aufgabenteilung: das Landeslabor nimmt die Proben an und bereitet sie so auf, dass nur noch nicht-infektiöses Material nach Frankfurt (Oder) oder zum Bayer-Standort transportiert werden muss. Dort finden dann die eigentlichen Analysen des Probenmaterials statt.

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Stand: 01. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 979 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 46 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 979 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 84 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 20 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um zehn Menschen auf 61 Betroffene angestiegen.

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Stand, 31. März, 20 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 945 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 51 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 945 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 31.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 68 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet.

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Stand: 31. März, 16.50 Uhr

Corona-Pandemie: Kontaktbeschränkungen bis 19. April verlängert

- Verstöße werden mit bis zu 25.000 Euro geahndet –

-Zustimmung zur Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zu Überbrückungshilfen für Kleinunternehmen und Soloselbstständige-

Im Land Brandenburg werden die am 23. März in Kraft getretenen umfangreichen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum Ablauf des 19. April verlängert. Sie galten bisher bis einschließlich 5. April. Das beschloss heute das Kabinett in einer Telefonschaltkonferenz. Zugleich wurden einige Punkte der „SARS-CoV-2-Eindämmungsordnung" präzisiert. Das Kabinett bestätigte einen neuen Bußgeldkatalog zur Durchsetzung der Festlegungen. Er sieht Strafen für wiederholte Verstöße gegen die Regeln von bis zu 25.000 Euro vor. Zugestimmt hat die Landesregierung der Verordnung mit dem Bund zu Überbrückungshilfen insbesondere für kleine Unternehmen und Soloselbstständige.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Die dringend notwendigen Kontaktbeschränkungen werden von der übergroßen Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger ernst genommen und befolgt, so schwer es auch fällt. Dafür mein herzlicher Dank an Jede und Jeden in Brandenburg, die ihren Teil zur Eindämmung des lebensbedrohlichen Virus leisten. Aber wir sind noch lange nicht über den Berg. Wir müssen uns weiter wappnen, damit wir Zustände wie in Italien und Spanien, aber auch seit Neuestem in New York verhindern können. Das geht nur mit Solidarität und Zusammenhalt bei größtmöglichem Abstand. Die Menschen in Brandenburg können sich darauf verlassen: Die Landesregierung tut alles in ihrer Macht Stehende, um die Krise auf allen Ebenen zu bekämpfen. Die heutigen Kabinettsbeschlüsse sind dafür die notwendige Basis."

Nach dem heutigen Beschluss wird der Aufenthalt auf öffentlichen Orten bis zum 19. April 2020, 24.00 Uhr untersagt. Damit wird die Geltungsdauer um zwei Wochen bis zum Ende der Osterferien verlängert. Öffentliche Orte sind nach der Eindämmungsverordnung insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks. Um notwendige Wege zurücklegen zu können oder zum Beispiel Sport treiben zu können, gibt es folgende Ausnahmen:

Wege zum Einkauf für den täglichen Bedarf (zum Beispiel Lebensmittel oder zu Apotheken)

Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes,

Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen wie Arztbesuche, dazu gehören auch Psycho- und Physiotherapeuten, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist,

Abgabe von Blutspenden,

Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen außerhalb von Einrichtungen sowie zur Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich und zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Beisetzungen im engsten Familienkreis,

Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zur Versorgung von Tieren,

Wahrnehmung dringend und nachweislich erforderlicher Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „„Die Corona-Krise ist sehr ernst. Wir bekommen die Lage nur in den Griff, wenn wir die beschlossenen Kontaktbeschränkungen konsequent einhalten. Hier sind alle gefordert. Die meisten Bürgerinnen und Bürger achten auf den Mindestabstand zu anderen und bleiben so gut es geht zu Hause. Aber es gibt leider auch einige, die denken, dass ihnen nichts zustoßen kann. Mit diesem unverantwortlichen und rücksichtslosen Verhalten gefährden sie andere Menschen jeder Altersgruppe, vor allem aber Ältere sowie pflegebedürftige und chronisch Kranke. Sinn der drastischen Einschränkungen ist, den Krankenhäusern mehr Zeit zu verschaffen, damit sie ihre Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsbetten weiter ausbauen können. Dazu muss es uns gelingen, die Dauer bis zur Verdopplung der Infektionszahlen von bisher fünf bis sechs Tagen auf etwa zehn Tage zu verlängern."

Innenminister Michael Stübgen: „Das umfassende Kontaktverbot zur Eindämmung der Virusinfektion verlangt den Menschen einiges ab. Der Verzicht auf Freunde und Freizeitaktivitäten wiegt schwer, ist aber weiter notwendig. Eine Lockerung der Maßnahmen kommt derzeit nicht in Betracht, wir stehen erst am Anfang der Pandemie. Die allermeisten Brandenburger halten sich erfreulicherweise an die Regeln. Einige wenige tanzen aber aus der Reihe und gefährden damit den Erfolg im Kampf gegen den Virus. Diesen Unverbesserlichen sei gesagt: die Eindämmungsverordnung ist ein Regelkatalog und keine Bittschrift. Wer gegen die Vorgaben verstößt, hat die Konsequenzen zu tragen und die können teuer werden."

Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können nach dem ebenfalls beschlossenen neuen Bußgeldkatalog mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Er tritt mit der Veröffentlichung im Amtsblatt für Brandenburg in Kraft (voraussichtlich am 2. April 2020) und ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Der Katalog beruht auf dem Infektionsschutzgesetz des Bundes.

Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt.

Das Kabinett beschäftigte sich zudem erneut mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Angesichts der Corona-Krise stehen Teile der Wirtschaft auch in Brandenburg still. Für viele Unternehmen und Selbständige im Land bedeutet dies keine Umsätze und keine Einnahmen, wodurch sie in eine wirtschaftliche Notlage geraten können.

Für solche Fälle hat das Land eine sofortige und unbürokratische Hilfe organisiert. Brandenburg hat rasch gehandelt und bereits am 25. März für kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und so genannte Soloselbstständige ein Sofortprogramm auf die Beine gestellt. Der Bund hat am Wochenende mit einer Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern über eine Soforthilfe für Kleinunternehmen im Umfang von 50 Milliarden Euro nachgezogen. Die Landesregierung stimmte der Vereinbarung heute zu. Das Programm wird durch die Länder umgesetzt, in Brandenburg unter dem Dach Soforthilfe Corona.

Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate. Anträge können bei der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden.

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Stand, 31. März, 15.45 Uhr

Landrat ruft Havelländer zu Disziplin und Solidarität auf

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat sich das öffentliche Leben in Deutschland und damit auch im Landkreis Havelland in den vergangenen Tagen und Wochen stark verändert. Bundes- und Landesregierung, aber auch der Landkreis Havelland haben bisher verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Landrat Roger Lewandowski ruft mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien und -feiertage zu Solidarität und Disziplin auf.

„Ich bitte alle Havelländerinnen und Havelländer sich an die bisher getroffenen Regelungen zu halten und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben“, so der Landrat. In der aktuellen Lage könne jeder durch verantwortungsvolles Handeln einen wichtigen Beitrag leisten. „Trotz verordneter räumlicher Trennung können wir die derzeitigen Herausforderungen nur gemeinschaftlich bewältigen.“ Es gelte auch an den Ostertagen soziale Kontakte zu minimieren und öffentliche Orte zu meiden.

„Mir ist bewusst, dass die erlassenen Maßnahmen für alle Bürgerinnen und Bürger harte Einschnitte bedeuten“, sagt Roger Lewandowski. „Leider sind diese Maßnahmen aber notwendig, um unser zentrales Ziel zu erreichen.“ So soll das Risiko einer Ansteckung durch persönliche Kontakte verringert und die Ausbreitung des Coronavirus zeitlich sowie räumlich verlangsamt werden, um eine Überlastung der medizinischen Versorgungssysteme zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Havelland bisher mehrere Allgemeinverfügungen zum Umgang mit dem Coronavirus erlassen. Diese regeln zum Beispiel die vorübergehende Einstellung des Unterrichtes an den havelländischen Schulen sowie die Einstellung des Betriebes von Kindertagesstätten im Havelland. Außerdem bestimmen sie auch, wer einen Anspruch auf eine Notfallbetreuung seiner Kinder hat.

Darüber hinaus hat das Land Brandenburg eine umfassende Rechtsverordnung veröffentlicht, die weitreichende Einschränkungen für das öffentliche Leben festlegt. Nach dieser dürfen öffentliche Orte vorerst nur noch in Ausnahmefällen betreten werden – und wenn, dann nur allein, mit den im jeweiligen Haushalt lebenden Personen oder mit einer nicht im jeweiligen Haushalt lebenden Person. Dabei ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Entsprechend der Verordnung sind auch große Teile des Einzelhandels derzeit geschlossen, ebenso wie Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Im Landkreis Havelland gibt es mit dem Stand vom 31. März 2020 (8 Uhr) 51 bestätigte Corona-Infektionen.

Allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

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Stand: 31. März, 14.30 Uhr

Eilverordnung für Standesämter erlassen

Potsdam - Innenminister Michael Stübgen hat am Montag eine Eilverordnung unterzeichnet, um die Arbeitsfähigkeit der Standesämter im Land Brandenburg auch in Ausnahmesituationen wie der gegenwärtigen Corona-Krise abzusichern. Zu den standesamtlichen Aufgaben zählen insbesondere die Beurkundung von Geburten oder Todesfällen und die Vornahme von Eheschließungen. Beispielhaft sei darauf hingewiesen, dass Voraussetzung für die Bestattung einer verstorbenen Person ist, dass das örtlich zuständige Standesamt den Sterbefall beurkundet oder bescheinigt hat, dass die Beurkundung zurückgestellt worden ist.

Innenminister Stübgen begründete die Eilverordnung mit der herausgehobenen Bedeutung von Standesämtern. „Ob Geburt, Eheschließung oder Sterbefall - für viele entscheidende Lebenssituationen braucht man das Standesamt. Deswegen müssen wir die Handlungsfähigkeit auch in außergewöhnlichen Notsituationen aufrechterhalten. Mit den jetzt getroffenen Regelungen haben wir dafür Vorsorge getragen, dass die Standesämter arbeitsfähig bleiben, ohne dass sie gegen die vorgeschriebenen Qualitätsstandards verstoßen.“

Hintergrund

Mit Blick auf die aktuell bestehende Gefährdungslage aufgrund der Corona-Pandemie besteht Grund zur Sorge, dass in einzelnen Standesämtern alle bestellten Standesbeamtinnen und Standesbesamten ausfallen könnten. Dies hätte zur Folge, dass in den hiervon betroffenen Gemeinden ein ordnungsgemäßes Beurkundungswesen sowie die Vornahme von Eheschließungen nicht mehr gewährleistet wäre.

Nach der geltenden Rechtslage muss jedes Standesamt zwei Standesbeamtinnen oder Standesbeamte bestellen. In Ausnahmesituationen kann höchstens eine weitere Standesbeamtin oder ein weiterer Standesbeamter eines anderen Standesamtes bestellt und im Bedarfsfall eingesetzt werden. Diese rechtliche Beschränkung gilt auch in außergewöhnlichen Notsituationen.

Zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit sämtlicher Standesämter im Land Brandenburg sieht die Eilverordnung daher Folgendes vor:

  • Die Möglichkeiten der Bestellung weiterer Standesbeamtinnen und Standesbeamten werden erweitert und flexibilisiert. Die amtsfreien Städte und Gemeinden, Ämter und Verbandsgemeinden können aufgrund gegenseitiger Vereinbarungen mehrere Standesbeamtinnen und Standesbeamten einer anderen Kommune bestellen.
  • Für außergewöhnliche Notsituationen besteht zusätzlich die Möglichkeit, zeitlich befristet weitere Standesbeamtinnen und Standesbeamten anderer Kommunen zu bestellen.
  • Die Fachaufsichtsbehörden können auf Antrag einer betroffenen Kommune Standesbeamtinnen und Standesbeamte für die Dauer der Notsituation mit der Wahrnehmung der Geschäfte des notleidenden Standesamtes beauftragen.

Daneben hat das Ministerium des Innern und für Kommunales zum Schutz der Standesbeamtinnen und Standesbeamten insbesondere die Weisung erlassen, dass zunächst bis zum Außerkrafttreten der in § 11 der Eindämmungsverordnung geregelten Kontaktbeschränkungen keine Gäste zu Eheschließungen zuzulassen sind. Dies gilt auch für Trauzeugen. Eine Ausnahme gilt nur für betreuungspflichtige Kinder der oder eines der Eheschließenden, sofern eine Betreuung nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann.

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Stand: 31. März, 11.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 933 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 87 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 933 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 31.03.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 66 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 18 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um drei Menschen auf 51 Betroffene angestiegen.

Hinweise zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten, Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs sowie Leitende von Gemeinschaftseinrichtungen unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Rechtliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz und die Corona-Meldepflicht-Verordnung. Diese Meldung muss spätestens 24 Stunden, nachdem der Meldende Kenntnis erlangt hat, dort vorliegen. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen diese Zahlen spätestens am folgenden Arbeitstag an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden. Jede gemeldete Zahl erfordert eine umfangreiche Prüfung und muss über eine spezielle Software (SurvNet-Meldesystem) erfasst und spätestens am folgenden Arbeitstag dem Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden.

Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den von den Kreisen und kreisfreien Städten aktuell veröffentlichen Zahlen geben. Die gemeldeten Fallzahlen bilden ein Lagebild zu den genannten Zeiten ab. Für die Bewertung der Corona-Lage im Land ist allerdings die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Etwaige statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind daher unvermeidbar.

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Stand: 30. März, 20.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 894 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 894 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 30.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 18 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland sind 48 Menschen betroffen.

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Stand, 30. März, 17.45 Uhr

Der Landkreis Havelland hat am Montag zwei neue Allgemeinverfügungen in Kraft und damit zwei vorherige Allgemeinverfügungen außer Kraft gesetzt. Der Überblick:

Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland Betriebsverbot Kindertagespflege (Stand 30. März 2020)

Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland Betriebsschließung Kita (Stand 30. März 2020)

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Stand: 30. März, 15.15 Uhr

Bürgertelefon zum Coronavirus jetzt bis 19.00 Uhr - Neue E-Mail für schriftliche Anfragen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de

Antworten auf häufig gestellte Fragen auf Internetseite corona.brandenburg.de

Das Bürgertelefon zum Coronavirus weitet seine Servicezeiten um zwei Stunden aus. Ab sofort stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der zentralen Rufnummer 0331 866-5050 montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr zur Verfügung. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die neue E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de an die Landesregierung senden. Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Wir nehmen die Sorgen und Fragen der Brandenburgerinnen und Brandenburger in der Corona-Krise sehr ernst. Das ist eine außergewöhnliche Situation, die unser Leben in allen Bereichen stark verändert und einschränkt. Verwaltung muss transparent sein. Deshalb sind das Bürgertelefon, die Corona-Internetseite und die neue E-Mail-Adresse wichtig. Die Landesverwaltung kümmert sich um die Probleme der Menschen und setzt Hinweise auch um. Wie zum Beispiel die neue ‚Ein-Elternregelung‘ bei der Kinder-Notfallbetreuung von Beschäftigten aus dem Gesundheits- und Pflegebereich. Klar ist aber auch: Alle Menschen sind weiter dazu aufgerufen, die physischen und Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Nur dadurch können wir die Verbreitung des lebensgefährlichen Virus eindämmen. Bitte halten Sie sich daran!“

Das Bürgertelefon zum Coronavirus 0331 866-5050 startete am 23. März. In der ersten Woche gingen sehr viele Fragen zur Eindämmungsverordnung und ihre Folgen zum Beispiel für Berufstätige ein. Auch Fragen zur Notfallbetreuung von Kindern und zu Berufspendlern werden immer wieder gestellt. Wichtiger Hinweis: Das Bürgertelefon kann keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus bieten.

Weitere wichtige Telefon-Angebote in der Corona-Krise

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/ 

Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111

Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222 oder 116 123

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016

Hilfetelefon für Kinder und Jugendlichen: 116 111

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Stand: 30. März, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 846 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 104 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 846 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 30.03.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 16 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um zwei Menschen auf 48 Betroffene angestiegen.

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Stand: 29. März, 18.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 833 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 98 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 833 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 29.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 16 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist. Statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind unvermeidbar; für die Bewertung der Corona-Lage ist die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant.

Im Havelland sind 46 Menschen betroffen.

Hinweise zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten, Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs sowie Leitende von Gemeinschaftseinrichtungen unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Rechtliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz und die Corona-Meldepflicht-Verordnung. Diese Meldung muss spätestens 24 Stunden, nachdem der Meldende Kenntnis erlangt hat, dort vorliegen. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen diese Zahlen spätestens am folgenden Arbeitstag an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden. Jede gemeldete Zahl erfordert eine umfangreiche Prüfung und muss über eine spezielle Software (SurvNet-Meldesystem) erfasst und spätestens am folgenden Arbeitstag dem Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden.

Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den von den Kreisen und kreisfreien Städten aktuell veröffentlichen Zahlen geben. Die gemeldeten Fallzahlen bilden ein Lagebild zu den genannten Zeiten ab. Für die Bewertung der Corona-Lage im Land ist allerdings die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Etwaige statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind daher unvermeidbar.

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Stand: 29. März, 17.00 Uhr

Brandenburg hat 188.000 Schutzmasken vom Bund erhalten – Auslieferung an Kreise startet

Coronavirus: Das Land Brandenburg hat die erste größere Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung vom Bund erhalten. 188.000 Operationsmasken, 51.600 Untersuchungshandschuhe, 850 Pflegekittel, 2.840 FFP2 Masken, 960 FFP3 Masken und 500 Liter Handdesinfektionsmittel sind an einer zentralen und bewachten Stelle im Land eingetroffen und werden in diesen Stunden mit Unterstützung des Zentraldienstes der Polizei des Landes Brandenburg (ZDPol) für die zügige Verteilung nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte vorbereitet. Die Corona-Krisenstäbe der Kreise und kreisfreien Städte sind informiert. Sie sind vor Ort für die Verteilung unter anderem an Krankenhäuser und Gesundheitsämter verantwortlich. Das teilten Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und Innenminister Michael Stübgen am Sonntag mit.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Schutzausrüstungen werden jetzt in allen relevanten medizinischen Bereichen wie in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitsämtern dringendst benötigt. Die Beschaffung ist angesichts der weltweiten Nachfrage aber extrem schwer. Deswegen sind wir froh, dass Brandenburg nun endlich eine erste größere Lieferung vom Bund erhalten hat. Uns ist klar, dass dies die riesigen Bedarfe nicht decken kann. Wir hoffen, dass weitere Lieferungen schnell folgen, damit wir weitere sensible Bereich wie die ambulante und stationäre Pflege oder Reha-Einrichtungen unterstützen können.“

Innenminister Stübgen: „Der Zentraldienst der Polizei koordiniert die Verteilung an die Landkreise und kreisfreien Städte. Wir haben dafür gute Strukturen. Die Beschaffung ist das eine Problem, aber auch die weltweiten und innerdeutschen Logistikwege sind eine große Herausforderung. Deshalb sind wir froh, dass jetzt eine erste größere Lieferung wirklich in Brandenburg angekommen ist. Wir haben sofort alle Landkreise und kreisfreien Städte informiert und die zügige Verteilung in die Wege geleitet. Unser Ziel ist es, dass die Materialien so schnell wie möglich vor Ort zum Einsatz kommen können.“

Weitere Lieferungen durch den Bund sollen folgen. Die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung (kurz: PSA) ist eine Schwerpunktaufgabe des Interministeriellen Koordinierungsstabs Corona der Landesregierung.

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Corona: Für neue „Ein-Elternregelung“ bei Notfallbetreuung gilt gleiches Antragsverfahren vor Ort

Ab Montag soll in allen Landkreisen und kreisfreien Städten die neue „Ein-Elternregelung“ bei der Notfallbetreuung starten. So können jetzt auch Kinder in die Notfallbetreuung, bei denen nur ein Elternteil im Gesundheits- oder Pflegebereich arbeitet. Das bisherige Antragsverfahren bleibt unverändert und gilt also auch in den Fällen der „Ein-Elternregelung“. Das bedeutet, dass sorgeberechtigte Eltern bei den jeweiligen Einrichtungen wie Kindergärten, Tagespflegestellen oder Horten ihren Bedarf anmelden müssen. Das konkrete Verfahren regeln die Landkreise und kreisfreien Städte vor Ort selbst. Das teilte ein Sprecher des Interministeriellen Koordinierungsstabes „Corona“ (IMKS Corona) am Sonntag mit.

Aufgrund der Corona-Krise dürfen seit dem 18. März 2020 in Brandenburg nur Kinder in Kitas und Horten im Notfall betreut werden, wenn beide Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Bei folgenden Bereichen ist es nun ausreichend, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, um Anspruch auf die Notbetreuung zu haben („Ein-Elternregelung“): im Gesundheitsbereich, in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen, im medizinischen und im pflegerischen Bereich, der stationären und teilstationären Erziehungshilfen sowie in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe, der Versorgung psychisch Erkrankter sowie für die Notfallbetreuung von Kindern bis zum Ende des Grundschulalters. Wenn ein Elternteil in diesen Berufsgruppen arbeitet, besteht für die Familie Anspruch auf die Notfallbetreuung, wenn keine andere Betreuungsmöglichkeit gegeben ist. Ist ein Elternteil zum Beispiel in Heimarbeit, entfällt dieser Anspruch.

Darüber hinaus sollen Kinder bis zum Ende des Grundschulalters unbeschadet der Frage, ob die Eltern in einem systemrelevanten Bereich tätig sind, die Notfallbetreuung aufgenommen werden, wenn dies das Kindeswohl erfordert.

Außerdem wurde der Anwendungsbereich für die „Zwei-Elternregelung“ bei der Notfallbetreuung auf folgende Beschäftigungsbereiche ausgeweitet: Medien, Veterinärmedizin, für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal, Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

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Stand: 29. März, 11.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 742 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

Korrektur der bestätigten COVID-19-Fälle im Kreis OPR im Vergleich zur Meldung von Samstagabend um 11 Fälle nach unten

Aufgrund einer statistischen Doppelerfassung der Zahl für den Kreis Ostprignitz-Ruppin hat das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) die COVID-19-Statistik für das Land Brandenburg am Sonntagmorgen korrigiert: So sind nach aktuellem Meldestand in Brandenburg insgesamt 742 laborbestätigten Fälle an COVID-19 statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020). Innerhalb der letzten 24 Stunden hat sich diese Zahl laut LAVG-Statistik um 21 erhöht (Stand: 29.03.2020, 08:00 Uhr). Statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind unvermeidbar; für die Bewertung der Corona-Lage ist die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Aktuell sind 50 Personen in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um vier Menschen auf 46 Betroffene angestiegen.

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Stand: 28. März, 19.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 747 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, vierter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 51 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 747 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 28.03.2020, 16:00 Uhr). 50 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen vierten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 78-jährigen Potsdamer mit Vorerkrankung.

Im Havelland sind 42 Menschen betroffen.

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Stand: 28. März, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 721 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 89 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 721 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 28.03.2020, 08:00 Uhr). 54 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um vier Menschen auf 42 Betroffene angestiegen.

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Stand: 28. März, 10.30 Uhr

„Kind, ruf mich doch einfach öfter an!“

Ministerin Nonnemacher: Bleiben Sie auch in Corona-Zeiten in Kontakt – zum Beispiel per Telefon, Briefe oder Mails

Damit sich das Coronavirus nicht so schnell weiterverbreitet, sind alle Menschen aufgerufen, so oft es geht zu Hause zu bleiben und direkte Begegnungen mit anderen zu vermeiden. „Die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen bedeuten aber nicht, dass wir jetzt auf sämtliche Kontakte verzichten müssen. Besonders ältere Menschen fühlen sich in dieser Situation einsam und verlassen. Sie möchten erfahren, was ihre Mitmenschen machen, wollen wissen, wie es ihrer Familie geht, vermissen den persönlichen Austausch. Deshalb mein herzlicher Appell: Wir alle sollten jetzt einfach häufiger zum Telefon greifen und so den Kontakt zu Familienmitgliedern, Bekannten, Freunden und Menschen aus der Nachbarschaft aufrechthalten. Nie war es leichter, sich zu vernetzen, per Handy, Mail oder Skype. Und Oma und Opa freuen sich riesig, wenn die Enkelkinder ihnen mal wieder Briefe schreiben“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Samstag.

Zum Schutz vor dem Coronavirus wird empfohlen, direkte Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen sollen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt werden. Andere nicht persönlich zu treffen, heißt aber heute zum Glück nicht, dass man sich gar nicht sehen oder hören kann. Es gibt viele andere Kommunikationsmöglichkeiten: Skype, Facetime, WhatsApp oder einfach so am Telefon. Man kann Mails, Kurznachrichten oder einen Brief schrieben.

Ministerin Nonnemacher: „Wichtig ist, dass wir aneinander denken, uns aufmuntern und uns bei denen melden, die wir gerade nicht besuchen können.“

Seit Montag gelten in Brandenburg die Maßnahmen der neuen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzudämmen. Diese Verordnung enthält unter anderem Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten. So ist jeder angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten.

Mehr Informationen: corona.brandenburg.de / www.zusammengegencorona.de

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Stand: 27. März, 17.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 696 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, dritter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 117 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 696 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 27.03.2020, 16:00 Uhr). 53 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen dritten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 80-jährigen Potsdamer mit schwerer Vorerkrankung.

Im Havelland sind 38 Menschen betroffen.

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Stand: 27. März, 17 Uhr

Corona-Krise: Finanzierungshilfen für Krankenhäuser und Ärzte beschlossen

Gesundheitsministerin Nonnemacher: Land steht an der Seite der Krankenhäuser und seiner Beschäftigten

Der Bundesrat hat heute dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz des Bundes abschließend zugestimmt. Damit erhalten die Krankenhäuser einen finanziellen Ausgleich aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds für verschobene planbare Operationen und Behandlungen. Diese Hilfe wird aus dem Bundeshaushalt refinanziert.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher erklärte am Freitag in Potsdam dazu: „Wir bereiten uns intensiv auf deutlich steigende Corona-Zahlen vor. Die Krankenhäuser erhöhen mit Hochdruck ihre verfügbaren Bettenkapazitäten und zusätzliche intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten, in dem sie zum Beispiel alle planbare Operationen und Behandlungen verschieben. Das ist notwendig, führt aber zu Einnahmeausfällen und Liquiditätsschwierigkeiten. Der Rettungsschirm des Bundes ist das klare Signal: Der Staat lässt die Krankenhäuser in dieser schwierigen Zeit nicht allein. Es ist klar, dass wir es uns in dieser ernsten Lage überhaupt nicht erlauben dürfen, dass ein Krankenhaus wegen finanzieller Schwierigkeiten vom Versorgungsnetz gehen muss.“

Das Land Brandenburg hat sich bei der Gesetzgebung erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch Reha-Krankenhäuser unter diesen Rettungsschirm kommen. Ministerin Nonnemacher: „Brandenburg ist mit 24 Rehakliniken ein Reha-Land. Dass die Reha-Krankenhäuser von Anfang an ebenfalls finanziell unterstützt werden, ist eine sehr gute Nachricht. Die rund 5.400 Betten der Rehakliniken sind gerade für das Land Brandenburg und unser Bettenmanagement von großer Bedeutung.“

Mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz erhalten Krankenhäuser für jede neue Intensiv-Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro. Für jedes nun frei gehaltene Bett bekommen sie 560 Euro pro Tag. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 sollen die Kliniken einen Zuschlag in Höhe von 50 Euro je Patient erhalten: zum Ausgleich ihrer Mehrkosten, zum Beispiel für persönliche Schutzausrüstungen. Der Zuschlag kann bei Bedarf verlängert und angehoben werden. Der vorläufige Pflegeentgeltwert soll sich um rund 38 Euro auf 185 Euro pro Tag erhöhen. Auch für niedergelassene Ärzte, die infolge der Corona-Pandemie Honorareinbußen haben, sind Ausgleichszahlungen vorgesehen.

Ministerin Nonnemacher: „Der Rettungsschirm ist eine wichtige Unterstützung für die Kliniken in Brandenburg. Aber es gibt Unterstützungsbedarf darüber hinaus. Deshalb unterstützt das Land Brandenburg die Krankenhäuser auch bei der Finanzierung von persönliche Schutzausrüstung und bei der Finanzierung von Beatmungsgeräten.“

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Stand: 27. März, 12.10 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 632 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, zweiter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 84 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 632 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 27.03.2020, 08:00 Uhr). 47 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen zweiten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 88-jährigen Mann aus Potsdam mit schweren Vorerkrankungen.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um neun Menschen auf 38 Betroffene angestiegen..

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Stand: 27. März, 07.45 Uhr

Ministerin Nonnemacher: Corona-Tests zielgerichtet und nach RKI-Kriterien durchführen

„Es ist ganz wichtig, dass symptomatische Personen, die bestimmte Kriterien erfüllen, prioritär getestet werden, um bei diesen rasch die erforderlichen Isolations-Maßnahmen einzuleiten“, stellt Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher heute klar, da viele Bürgerinnen und Bürger sich nach Test-Möglichkeiten erkundigen. Wer in der Allgemeinbevölkerung keine Symptome hat, muss auch nicht auf das Coronavirus getestet werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die klinisch-epidemiologischen Kriterien zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen überarbeitet und in dieser Woche aktualisiert herausgegeben.

In Brandenburg gibt es mittlerweile sieben Labor-Standorte mit einer Analysekapazität von über 1.700 Tests pro Tag. Außerdem sind bereits 46 Abklärungsstellen eingerichtet, weitere acht sind in Planung (Stand: 24.03.). Der Interministeriellen Koordinierungsstabs Coronavirus arbeitet mit Hochdruck daran, die Testkapazitäten weiter auszubauen.

Am heutigen Donnerstag hat der Technologiekonzern Bosch mitgeteilt, einen Coronavirus-Schnelltest unter anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt zu haben. Ministerin Nonnemacher: „Solch ein Schnelltest wäre im Kampf gegen das Coronavirus ein wirklich großer Vorteil. Allerdings muss erst eine Zulassung erfolgen.“ Laut Bosch soll das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in dieser Woche seine Kriterien zur Verdachtsabklärung angepasst. Danach sollen nur Personen mit Symptomen auf das Coronavirus getestet werden, insbesondere solche, die zu einer Risikogruppe gehören. Zu den Fällen, die weiterhin labordiagnostisch abgeklärt werden, gehören Personen mit akuten respiratorischen Symptomen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet spielt dabei keine Rolle mehr. Zudem soll ein Test erfolgen, wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie gibt, die im Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus steht. In den Empfehlungen werden jetzt auch Beschäftigte in Arztpraxen, im Pflegebereich und Krankenhaus besonders berücksichtigt. Dort Tätige müssen bei akuten respiratorischen Symptomen auf das SARS-CoV-2 getestet werden.

Das RKI hat die Orientierungshilfe für Ärzte zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen aktualisiert: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile

Richtiges Verhalten im Verdachtsfall

Personen, die sich krank fühlen und einen engen Kontakt mit einer Person hatten, bei der das neuartige Virus nachgewiesen wurde, sollen Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich telefonisch an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden. An Wochenenden hilft die Telefonnummer 116 117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes - bei der Suche nach einer Ärztin oder einem Arzt.

Patienten, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt.

Reiserückkehrer aus den Risikogebieten ohne Symptome begeben sich in eine freiwillige häusliche Isolation.

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Stand: 26. März, 17.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 579 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 74 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 579 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 26.03.2020, 16:00 Uhr). 34 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden fünf künstlich beatmet. Im Havelland sind 29 Menschen am neuartigen Coronavirus erkrankt, deren drei Personen befinden sich in stationärer Behandlung.

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Stand: 26. März, 16.30 Uhr

Kontakte vermeiden – Coronavirus eindämmen - Antworten auf Detailfragen zur Rechtsverordnung

Zur Eindämmung des Coronavirus werden zahlreiche Anfragen unter anderem von Bürgerinnen und Bürgern, Dienstleistern, Handel und Verbänden an die Landesregierung gerichtet. Insbesondere geht es um konkrete Verhaltensregeln im täglichen Leben. Auf der Internetseite corona.brandenburg.de werden über den Link FAQ wesentliche Fragen beantwortet. Diese Seite wird laufend aktualisiert. Auf den Seiten der Ressorts wird zusätzlich auf spezifische Themen eingegangen. Auch das Bürgertelefon steht für Anfragen zur Verfügung. Es ist vorerst montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar.

Hierzu teilt Regierungssprecher Florian Engels mit: „Grundsätzlich gilt: Sozialkontakte vermeiden. Das ist der entscheidende Weg, um die Pandemie einzudämmen. Deshalb unsere dringende Bitte: Soweit wie möglich im eigenen Umfeld bleiben. Darum bitten wir auch und gerade die Berlinerinnen und Berliner. Mit der seit Montag gültigen Rechtsverordnung konnten wir nicht jede Detailfrage klären. Das ist schlicht nicht möglich. Es wäre lebensfremd zu versuchen, das gesamte praktische Leben in Paragrafen unterzubringen. Die bei uns ankommenden Fragen helfen, auf die konkreten Punkte einzugehen. Sie werden in den FAQ aufbereitet. Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, die Fragen haben, zunächst in den FAQ nachzusehen, bevor das stark beanspruchte Team am Bürgertelefon angerufen wird. 

Aktuell werden wichtige Themen in der Öffentlichkeit diskutiert. Hierzu nachfolgend einige Konkretisierungen, die auch in den FAQ zu finden sind bzw. eingearbeitet werden. Grundsätzlich gilt, stets und unbedingt die vorgegebenen und allgemein bekannten Verhaltensregeln zu berücksichtigen (z.B. 1,5 Meter Mindestabstand; Sozialkontakte nur innerhalb der Familie, im gemeinsamen Hausstand oder höchstens eine andere Person).

1.       Aufenthalt im öffentlichen Raum

In Brandenburg besteht keine Ausgangssperre. Deshalb darf man sich bei Einhaltung der Regeln frei bewegen. Dennoch sollten nicht notwendige Wege und Fahrten, zum Beispiel Wochenendausflüge, unterbleiben. Versammlungen o.ä. sind strikt untersagt.

2.       Angeln und Jagd

Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Die Jagd erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beizutragen, insbesondere in den grenznahen Kreisen zu Polen. Auch hier gilt: Kontakte zu höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes. Auch beim Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand!

3.       Freizeit / Tourismus / Vermietung

Ausflüge im Land Brandenburg sind unter Einhaltung der Vorgaben nicht untersagt, sollten aber vermieden werden. Übernachtungsangebote – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler aus Polen, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

4.       Eigenes Ferienhaus oder –wohnung / Datschen

Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen genutzt werden. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten. Es wird dringend gebeten, auf die jeweils örtliche Situation Rücksicht zu nehmen. Lokal oder auf Kreisebene können aus besonderem Anlass anderslautende Festlegungen getroffen werden.

5.       Geburten

Besuche von Geburtsstationen bzw. der Aufenthalt im Kreissaal durch werdende Väter und Väter von Neugeborenen sind in der Regel erlaubt. Dies kann jedoch vor Ort gesondert und abweichend geregelt werden. Dies gilt auch für Partnerinnen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften.

6.       Friedhöfe

Friedhöfe können im Rahmen der vorgegebenen Regeln besucht werden. Dies schließt selbstverständlich auch die Grabpflege ein.“

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Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung

Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen

Anlieferbeschränkungen für Geschäfte der Grundversorgung sollen vorübergehend ausgesetzt werden

Potsdam – Zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus gilt in Brandenburg seit Montag, den 23. März 2020, die sogenannte Eindämmungsverordnung. Danach sind grundsätzlich alle Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr zu schließen. Ausdrücklich ausgenommen vom Schließungsgebot sind der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste und andere Verkaufsstellen von Gütern des täglichen Bedarfs. Für diese Geschäfte sollen nun die erlaubten Anlieferzeiten ausgedehnt werden.

Brandenburgs Bauminister Guido Beermann: „Die Versorgung der Bevölkerung hat in der aktuellen Lage oberste Priorität. Der Umfang der notwendigen Anlieferungen an Supermärkten und Lebensmitteldiscountern hat erheblich zugenommen. Ich habe daher heute die unteren Bauaufsichtsbehörden angewiesen, für die Dauer der Gültigkeit der Eindämmungsverordnung alle Auflagen auszusetzen, die die Anlieferzeit beschränken. Die Brandenburgerinnen und Brandenburger können sicher sein, dass wir alles dafür tun, damit es nicht zu Lieferengpässen aufgrund bürokratischer Vorgaben kommt.“

In vielen Fällen enthalten die Baugenehmigungen betroffener Geschäfte Nebenbestimmungen, die aus Gründen des Immissionsschutzes die Zeiten der Anlieferung beschränken. Zuständig für den Vollzug und die Überwachung der Einhaltung dieser Auflagen sind die unteren Bauaufsichtsbehörden, also die Landkreise, kreisfreien Städte und großen kreisangehörigen Städte. Das Bauministerium sorgt nun dafür, dass solche bauaufsichtlichen Anlieferbeschränkungen für Geschäfte der Grundversorgung vorrübergehend ausgesetzt werden können. Diese Ausnahmeregelung gilt, solange die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg in Kraft bleibt.

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Stand: 26. März, 11 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 548 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 80 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 548 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 26.03.2020, 08:00 Uhr). 82 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet.

Im Havelland sind 29 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - im 24-Stunden-Vergleich fsechs mehr als am gestrigen Mittwochmorgen.

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Stand: 25. März, 18 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 505 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 62 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 505 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 25.03.2020, 15:00 Uhr). 40 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland sind mittlerweile 26 Menschen am neuartigen Coronavirus erkrankt - im 24-Stunden-Vergleich fünf mehr als am gestrigen Dienstagabend.

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Stand: 25. März, 17.15 Uhr

Coronavirus: Brandenburg nimmt Patienten aus Italien auf

Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Es sind bereits mehrere Tausend Todesopfer zu beklagen. Um schwer erkrankten Menschen konkret zu helfen und das dortige Klinikpersonal zumindest etwas zu entlasten, werden die Kliniken Ernst-von-Bergmann in Potsdam und Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus /Chóśebuz vorerst jeweils zwei Patienten aufnehmen. Es handelt sich um schwersterkrankte Beatmungspatienten. Besonders in diesem Bereich bestehen in Italien kritische Engpässe. Dazu stehen beide Kliniken in Kontakt mit der Staatskanzlei, dem Gesundheitsministerium, dem Bundesaußenministerium und der Deutschen Botschaft in Rom.

Am konkreten Zeitplan zur Verlegung der Patienten wird derzeit intensiv gearbeitet. Der Transport wird mit einem speziellen Krankenflug erfolgen. Ein genauer Termin kann noch nicht genannt werden. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, aus welchem italienischen Krankernhaus die Patienten kommen werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich danke den Leitungen der beiden Kliniken von Herzen. Kaum hatte uns die Bitte um Unterstützung aus Italien erreicht, haben sich beide Kliniken nach interner Abstimmung sofort bereit erklärt, Patienten aufzunehmen. Auch wenn vorerst nur wenige Bürger unserer italienischen Freunde aufgenommen werden können, so ist dies dennoch ein Zeichen europäischer Solidarität. In dieser Krise kann es nur ein Miteinander gegeben - und zwar über Grenzen hinweg."

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Dass wir uns gerade in Krisenzeiten aufeinander verlassen können, zeigt die Stärke der Europäischen Union. Die dramatische Lage in Italien lässt uns auch in Brandenburg nicht kalt. Mein herzlicher Dank gilt daher den Krankenhäusern in Potsdam und Cottbus. Wie erfolgreich wir im Kampf gegen die Pandemie bestehen, hängt auch an unserer Bereitschaft, voneinander zu lernen."

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert: „Potsdam und Italien haben eine enge Verbindung. Die Partnerschaft zwischen Perugia und Potsdam feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Wenn Potsdam einen Beitrag zur Hilfe leisten kann und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzt, helfen wir gerne."

Cottbus` Oberbürgermeister Holger Kelch: „Es ist für uns selbstverständlich, als Stadt Cottbus/Chóśebuz und mit den Kapazitäten des kommunalen Klinikums dort zu helfen, wo das Leid unerträglich groß ist und wir Leben retten können, und wo es die vorhandenen Ressourcen hergeben."   

Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Es sind bereits mehrere Tausend Todesopfer zu beklagen. Um schwer erkrankten Menschen konkret zu helfen und das dortige Klinikpersonal zumindest etwas zu entlasten, werden die Kliniken Ernst-von-Bergmann in Potsdam und Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus /Chóśebuz vorerst jeweils zwei Patienten aufnehmen. Es handelt sich um schwersterkrankte Beatmungspatienten. Besonders in diesem Bereich bestehen in Italien kritische Engpässe. Dazu stehen beide Kliniken in Kontakt mit der Staatskanzlei, dem Gesundheitsministerium, dem Bundesaußenministerium und der Deutschen Botschaft in Rom.

Am konkreten Zeitplan zur Verlegung der Patienten wird derzeit intensiv gearbeitet. Der Transport wird mit einem speziellen Krankenflug erfolgen. Ein genauer Termin kann noch nicht genannt werden. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, aus welchem italienischen Krankernhaus die Patienten kommen werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich danke den Leitungen der beiden Kliniken von Herzen. Kaum hatte uns die Bitte um Unterstützung aus Italien erreicht, haben sich beide Kliniken nach interner Abstimmung sofort bereit erklärt, Patienten aufzunehmen. Auch wenn vorerst nur wenige Bürger unserer italienischen Freunde aufgenommen werden können, so ist dies dennoch ein Zeichen europäischer Solidarität. In dieser Krise kann es nur ein Miteinander gegeben – und zwar über Grenzen hinweg.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Dass wir uns gerade in Krisenzeiten aufeinander verlassen können, zeigt die Stärke der Europäischen Union. Die dramatische Lage in Italien lässt uns auch in Brandenburg nicht kalt. Mein herzlicher Dank gilt daher den Krankenhäusern in Potsdam und Cottbus. Wie erfolgreich wir im Kampf gegen die Pandemie bestehen, hängt auch an unserer Bereitschaft, voneinander zu lernen.“

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert: „Potsdam und Italien haben eine enge Verbindung. Die Partnerschaft zwischen Perugia und Potsdam feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Wenn Potsdam einen Beitrag zur Hilfe leisten kann und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzt, helfen wir gerne.“

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Stand: 25. März, 14.15 Uhr

Jagd trotz Corona-Verordnung möglich

Trotz der derzeit geltenden Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg ist die Jagd grundsätzlich weiterhin zulässig. Sie erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest – insbesondere in den grenznahen Kreisen – beizutragen.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Jagdausübung entsprechend der Regelungen des § 11 Abs. 4 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung entweder allein oder mit nur einer weiteren Person erfolgt. Unterstützung bei Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung ist zulässig, wenn die benannten Mindestabstände zwischen Personen von 1,5 Metern gewahrt bleiben und jede Art von Gruppenbildung unterbleibt. Abgaben von Trichinenproben bei den Veterinären/Veterinärämtern erfolgen kontaktlos. Die erforderlichen Aktivitäten zur Beprobung von Fallwild oder Unfallwild sind unter Beachtung der Regelungen der Verordnung ebenfalls weiterhin zulässig und erforderlich.

Die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg sowie allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

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Stand: 25. März, 11.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 468 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 39 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 468 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 25.03.2020, 08:00 Uhr). 39 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland ist die Zahl der Infizierten um zwei Personen auf 23 angestiegen.

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Stand, 25. März, 11 Uhr

Corona-Soforthilfe startet bei der ILB

Gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- oder Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben, können ab Mittwoch, den 25. März 2020, 9 Uhr, bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Anträge auf Soforthilfen für die Folgen der Corona-Pandemie stellen. Bei der Soforthilfe handelt es sich um einen Zuschuss aus Gründen der staatlichen Fürsorge des Landes Brandenburg zum Ausgleich von Härten im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt bis zu 9.000 Euro bei bis zu 5 Erwerbstätigen, bis zu 15.000 Euro bei bis zu 15 Erwerbstätigen, bis zu 30.000 Euro bei bis zu 50 Erwerbstätigen und bis zu 60.000 Euro bei bis zu 100 Erwerbstätigen. Die Antragsformulare sind ab Mittwoch, den 25. März 2020, 9 Uhr, auf der Internetseite der ILB unter www.ilb.de zu finden. Folgende Unterlagen werden zur Antragstellung benötigt: Handelsregisterauszug oder vergleichbare Unterlagen, Gewerbeanmeldung, Kopie des Personalausweises, Lohnjournal oder gleichwertige Unterlagen für Erwerbstätige/Beschäftigte sowie das Formular „Erklärungen über bereits erhaltene bzw. beantragte „De-minimis“-Beihilfen“.

Kontakt zur Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): Telefon: 0331/660 2211; E-Mail: beratung@ilb.de

Darüber hinaus bieten die drei Jobcenter im Landkreis Havelland in Nauen, Falkensee und Rathenow im Falle ausbleibender finanzieller Einkünfte, zum Beispiel durch Kurzarbeit oder bei selbstständigen Einzelunternehmern durch ausbleibende Aufträge, unter den Telefonnummern 03321/403 96 29, 03321/403 97 49 und 03385/551 98 63 erste Gespräche zur Antragstellung auf SGB II-Leistungen an. Welches Jobcenter für Einwohner welcher Kommune zuständig ist, ist im Internet unter www.jobcenter-havelland.de/site/zustaendigkeiten/ dargestellt.

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Stand, 24. März, 18 Uhr

Neue Allgemeinverfügung untersagt Betrieb von Kindertagespflegestellen im Havelland

Nachdem der Landkreis Havelland bereits die Unterrichtserteilung in Schulen und den Betrieb von Kindertagesstätten aufgrund der Corona-Pandemie per Allgemeinverfügung untersagt hat, verbietet eine weitere Allgemeinverfügung ab dem 30. März 2020 nun auch den Betrieb von Kindertagespflegestellen. Damit folgt der Landkreis einer Empfehlung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Die Betriebsuntersagung gilt zunächst bis zum 19. April 2020.

Grundsätzlich sollen die Kinder in dieser Zeit vorrangig zu Hause betreut werden. In Ausnahmefällen, wenn die Erziehungsberechtigten in sogenannten kritischen Infrastrukturbereichen tätig sind, ist eine Notfallbetreuung in Kindertagespflegestellen laut Allgemeinverfügung weiterhin zulässig. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, dass beide Erziehungsberechtigte, im Fall von Alleinerziehenden die Alleinerziehenden, in solchen Bereichen arbeiten und eine häusliche oder sonstige individuelle Betreuung nicht organisiert werden kann. Dies betrifft Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich einschließlich der Apotheken, aus Staats- und Regierungsfunktionen sowie der Verwaltung, der Polizei, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr, der Rechtspflege und des Vollzugsbereichs. Ebenfalls dazu gehören die Bereiche Energie, Abfall, Ab- und Wasserversorgung, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung), Land- und Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft sowie die fortgeführte Kindertagesbetreuung.

Für die Notfallbetreuung gelten die abgeschlossenen Betreuungsverträge weiter. Neue Kinder können ebenfalls in die Notfallbetreuung aufgenommen werden, zum Beispiel Kinder, die in dieser Tagespflegestelle regulär für eine Aufnahme vorgesehen waren und eine Notfallbetreuung benötigen. Auch Vertretungskinder aus anderen Kindertagespflegestellen, die vorübergehend geschlossen sind, können in diesem Rahmen betreut werden. Die Anzahl der betreuten Kinder darf die in der Erlaubnis für die Kindertagespflegestelle festgelegte Kinderzahl jedoch nicht überschreiten.

Den Bedarf für eine Notfallbetreuung können havelländische Eltern anzeigen, indem sie einen entsprechenden Antrag ausfüllen. Dieser listet alle Berufsgruppen auf, welche die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen können. Der Antrag und die dazugehörige Bestätigung vom Arbeitgeber sind wie die Allgemeinverfügung selbst auf der Internetseite des Landkreises unter www.havelland.de/coronavirus   veröffentlicht. Die ausgefüllten Unterlagen sind in der Wohnortgemeinde einzureichen.

Allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

Allgemeinverfügung Verbot Betrieb Kindetagespflege

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Stand: 24. März, 17.30 Uhr

Die Landesregierung gibt bekannt: Insgesamt 443 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

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Stand: 24. März, 17 Uhr

Corona-Krise: Auf Antrag Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen

Finanzministerin: Beitrag zur Sicherung dringend benötigter Liquidität

Potsdam – Steuerpflichtige, die wirtschaftlich von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Erstattung der Sondervorauszahlungen auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 stellen. Die Sondervorauszahlungen werden damit „auf null gestellt“; bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern in voller Höhe erstattet. Darauf wies Finanzministerin Katrin Lange heute in Potsdam hin: „Damit verschaffen wir Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflagen geraten sind, dringend benötigte Liquidität.“

Die Finanzämter sind gehalten, entsprechend begründete Anträge positiv zu bescheiden. Die Regelung tritt ab sofort in Kraft und gilt für Unternehmen mit Dauerfristverlängerung. Bei diesen Unternehmen ist die Gewährung der Dauerfristverlängerung von der Leistung einer Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr abhängig und wird bei der letzten Voranmeldung des Jahres angerechnet.

Die Maßnahme dient der Entlastung der Wirtschaft vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf das gesamte Wirtschaftsleben.

Hinweis: Die Finanzämter in Brandenburg sind für den Publikumsverkehr geschlossen, die Erreichbarkeit über Telefon, Email und Schriftverkehr ist sichergestellt. Näheres: www.finanzamt.brandenburg.de

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Stand: 24. März; 16 Uhr

Mangel an Desinfektionsmitteln: Ethanol-Lieferungen an Apotheken alkoholsteuerfrei

Regelung schließt nun Zwischenhändler mit ein

Potsdam – Lieferungen von Ethanol an Apotheken über Zwischen- bzw. Großhändler sind ab sofort von der üblicherweise zu entrichtenden Alkoholsteuer (früher: „Branntweinsteuer“) befreit. Das teilte das Finanzministerium heute in Potsdam mit.

Auch in Brandenburg können Apotheken Desinfektionsmittel selbst dezentral herstellen. Das dazu benötigte Ethanol wird in Großunternehmen hergestellt, kann von dort aber in der Regel nicht in kleinen Mengen direkt geliefert werden – dazu bedarf es eines Zwischenhändlers.

„Allein diese Lieferkette hat bislang dazu geführt, dass Alkoholsteuer entsteht“, so Finanzministerin Katrin Lange heute in Potsdam. „Die Steuer hätte die Produkte verteuert – deshalb begrüße ich sehr, dass es gelungen ist, diese Ausnahme beim Bundesfinanzministerium zu erwirken.“

Entscheidend ist nunmehr allein, dass das Produkt nachweislich direkt oder indirekt an Apotheken geliefert und damit einer medizinischen Verwendung zugeführt wird. Ethanol wird zur Herstellung von Desinfektionsmitteln benötigt, an denen derzeit wegen der Corona-Pandemie ein Mangel herrscht. Apotheken leisten in der derzeitigen Krise einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Herstellung dieser Produkte.

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Stand: 24. März, 11 Uhr

Die Landesregierung teilt mit: Insgesamt 429 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 54 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 429 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 24.03.2020, 08:00 Uhr). 34 Personen sind in klinischer Behandlung, davon werden acht intensiv medizinisch beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland gibt es 21 Cronainfektionen.

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Stand, 23. März, 15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 385 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 32 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 385 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 23.03.2020, 15:00 Uhr). 29 Personen sind in klinischer Behandlung, davon werden acht intensiv medizinisch beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet.

Für das Havelland sind 21 Corona-Infektionen zu verzeichnen, zwei Menschen befinden sich in stationärer Behandlung.

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Stand, 23. März, 13.30 Uhr

Corona-Maßnahmen: Neues Informationsangebot des Landes im Internet und am Telefon

veröffentlicht am 23.03.2020

Internetseite corona.brandenburg.de und Bürgertelefon 0331-866 5050 starten heute

Die Ausbreitung des Coronavirus und die notwendigen Maßnahmen dagegen werfen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Fragen auf. Das Land Brandenburg erweitert deshalb ab heutigem Montag sein Informationsangebot. Über die zentrale Internetseite corona.brandenburg.de wird über aktuelle Entwicklungen rund um die Infektionskrankheit informiert, und ressortübergreifend werden die wichtigsten Fragen beantwortet. Zugleich ist seit heute ein neues Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Rufnummer 0331-866 5050 freigeschaltet. Es ist montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr erreichbar. Künftig werden die Servicezeiten ausgeweitet. Das ist eine weitere Maßnahme des „Interministeriellen Koordinierungsstabs Coronavirus".

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Unser Leben hat sich plötzlich rasant geändert. Das betrifft alle Lebensbereiche. Auf einmal ist alles anders. Es ist gut, dass die allergrößte Mehrheit Verständnis für die getroffenen Maßnahmen hat, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Und es ist notwendig, dass sich alle daran halten! Die Landesregierung nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Mit den erweiterten Informationsangeboten werden wir viele Fragen beantworten. Zugleich wollen wir damit Vertrauen schaffen. Ich rufe weiter alle zu Besonnenheit und Zusammenhalt auf. Gemeinsam werden wir diese Krise bewältigen."

Mit der neuen Internetseite corona.brandenburg.de bietet die Landesregierung eine zentrale Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger an. Unter anderem werden die Maßnahmen und Entscheidungen des Landes zur Eindämmung der Pandemie dargestellt. Zudem werden dort wichtige Links, Dokumente und Informationen aus den Ministerien sowie von Fachinstituten gebündelt.

Über das Corona-Bürgertelefon können Bürgerinnen und Bürger selbst Hinweise geben oder Informationen zu den Maßnahmen des Landes zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung erhalten. Das Bürgertelefon unter der Nummer 0331-866 5050 ist montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr erreichbar. Die Servicezeiten werden künftig ausgeweitet.

Wichtiger Hinweis: Am Bürgertelefon kann keine medizinische Beratung zum Coronavirus stattfinden. Bei Fragen zu einer möglichen Infektion müssen Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt kontaktieren. Besuche von Arztpraxen oder Krankenhäusern sollten in den jeweiligen Einrichtungen telefonisch angekündigt werden.

Das Gesundheitsministerium hatte bereits Anfang März ein erstes Bürgertelefon beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit(LAVG) eingerichtet. Diese Nummer wird zur neuen Rufnummer umgeleitet.

Das neue Bürgertelefon wird Anruferinnen und Anrufer auch dabei helfen, die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für spezielle Fragen im Land zu finden. So gibt es im Bildungsministerium eine Hotline für Fragen von Eltern zur Notbetreuung in Kitas und Horten. Und in Abstimmung mit dem Wirtschafts- und Arbeitsministerium hat die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH eine telefonische Anlaufstelle eingerichtet.

Viele Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte haben ebenfalls Bürgertelefone für Fragen zum Coronavirus eingerichtet.

In medizinischen Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin u.a. beim Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) unter der Rufnummer 116117 informieren. Das ist bundesweit rund um die Uhr die zentrale Rufnummer für die ambulante medizinische Versorgung. Akut, aber nicht lebensbedrohlich erkrankte Patienten erreichen hier außerhalb der Praxissprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn der eigene Hausarzt nicht erreichbar ist, dann ist bei begründeten Verdachtsfällen die 116117 auch die richtige Nummer für eine persönliche medizinische Beratung.

Weitere Telefon-Hotlines zum Coronavirus

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030 346 465 100. Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr. Die UPD informiert und berät Ratsuchende in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen.

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax: 030 340 60 66 - 07 oder E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de. Gebärdentelefon (Videotelefonie): https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/.

Online-Informationsangebote zum Coronavirus

Die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf der Internetseite https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html zur Verfügung.

Das Robert Koch-Institut bietet aktuelle Informationen zu häufig gestellten Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Internetseite https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html an.

Das Bundesgesundheitsministerium informiert tagesaktuell auf der Internetseite https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html über die aktuelle Lage in Deutschland und erklärt dort, was Bürgerinnen und Bürger tun und wissen sollten.

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Stand: 23. März, 13 Uhr

Corona: Über 5.000 Anfragen von Unternehmen bei der WFBB

Schnelle Unterstützung bietet in Kürze das Sonderhilfeprogramm des Landes

Potsdam, 23. März 2020. 5.400 Brandenburger Unternehmen haben sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bisher mit Beratungsbedarf zu wirtschaftlichen Hilfen bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) gemeldet. Wirtschaftsministerium und WFBB sind mit zentralen Telefonberatungen die Erst-Anlaufstellen für Unternehmen in akuten betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten. Rund 30 WFBB-Mitarbeiter stehen den ratsuchenden Firmen montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr unter 0331/730 61 222 zur Verfügung. Zudem hat das Wirtschaftsministerium Service-Rufnummern für Brandenburger Unternehmen geschaltet: 0331/866-1887, -1888 und -1889. Auch die WFBB-Regionalcenter bearbeiten weiter Anfragen. Schnelle Unterstützung bietet in Kürze das Sonderhilfeprogramm des Landes. 

„Kleine und Kleinstunternehmen sowie freiberuflich Tätige bilden die Breite der Brandenburger Wirtschaftsstruktur ab. Sie sind zugleich am schnellsten von der Corona-Krise betroffen, da viele nur über ein dünnes finanzielles Polster verfügen. Wir setzen deshalb alles daran, den von der Ausbreitung des Corona-Virus besonders betroffenen Firmen schnell zu helfen. Die Regionalcenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg sind bereits seit vorletzter Woche Ansprechpartner für betroffene Firmen. Hinzu kommen weitere zentrale Info-Telefone des Wirtschaftsministeriums und der WFBB. Damit bekommen wir einen Überblick über die genauen Problemlagen. Dies können wir auch für die Soforthilfen für kleine und mittelständische Unternehmen nutzen“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach.

Der Minister ruft alle Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auf, von Kündigungen abzusehen und stattdessen von der ausgeweiteten Kurzarbeiterregelung Gebrauch zu machen. „Durch die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes wird Unternehmen schnell und gezielt geholfen, wenn sie mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben“, sagte Steinbach.

Zudem hat er an die Arbeitgeber appelliert, die Löhne weiter zu zahlen, auch wenn Eltern wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht zur Arbeit kommen, weil sie die Kinderbetreuung nicht anderweitig organisiert bekommen. „Bitte haben Sie noch einige Tage Geduld und zahlen Sie den Betroffenen ihren Lohn weiter“, rief Steinbach die Unternehmer zu solidarischem Handeln und Agieren mit Augenmaß auf. „Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, die Lohnfortzahlung zu regeln. Die neuen Regelungen sollen am nächsten Montag in Kraft treten – haben Sie bitte noch bis dahin Geduld“, sagte Steinbach.

Die Mittel aus dem von der Brandenburger Landesregierung aufgelegten Soforthilfeprogramm für Klein- und Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler können ab Mittwoch beantragt werden und werden dann kurzfristig ausgezahlt. Die entsprechenden Antragsformulare stehen ab Mittwoch, 25. März, auf den Internetseiten des MWAE sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg bereit. 

„Bis Montagmittag sind bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg weit mehr als 5.000 Anfragen eingegangen“, erläuterte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. „Seit Freitagvormittag hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Allein am Wochenende sind rund 1.700 Anfragebögen online bei der WFBB eingegangen. Größte Branchengruppen sind mit über 75 Prozent Dienstleister, Handel und Gastronomie. Mehr als 90 Prozent der Anfragenden haben weniger als 10 Beschäftigte. Stornierungen, rapide Auftragsrückgänge und ausbleibende Kunden sind die mit Abstand häufigsten Problembeschreibungen. Alle Unternehmen und freiberuflich Tätigen, die sich bei uns gemeldet haben, werden zentral über die anlaufenden Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Sie werden insbesondere auf das am Mittwoch startende Sofortprogramm des Landes Brandenburg hingewiesen.“

Informationen der WFBB für Corona-betroffene Unternehmen stehen an dieser Stelle online. 

Die zentrale telefonische Anlaufstelle der WFBB ist zu erreichen unter:

0331 / 730 61 222

Zudem hat das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg einen telefonischen Infoservice eingerichtet. Unter folgenden Rufnummern können Brandenburger Unternehmen ihre Fragen stellen:
0331 / 866 1887           
0331 / 866 1888
0331 / 866 1889

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Stand: 23. März, 11 Uhr

Die Landesregierung teilt mit: Insgesamt 375 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

Im Havelland sind 19 bestätigte Fälle registriert.

Das geht aus der Coronavirus-Karte des Robert-Koch-Instituts hervor, die sämtliche Daten aus den Städten und Landkreisen bundesweit ausweist.

Link:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

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Stand: 23. März, 10 Uhr

Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2und COVID-19 in Brandenburg vom 22. März 2020

https://www.havelland.de/fileadmin/dateien/landrat/Presse/2020/SARS-CoV-2-EindV2.pdf

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Stand: 22. März, 21 Uhr

Pressemitteilung der Landesregierung

Eindämmung Coronavirus: Weitere Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten in Brandenburg notwendig

veröffentlicht am 22.03.2020

Am morgigen Montag, 0.00 Uhr, tritt die neue Rechtsverordnung zum gefährlichen Coronavirus in Kraft. Das hat die Landesregierung heute beschlossen. Sie beinhaltet weitere Maßnahmen, „um die Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen und einzudämmen“, so Ministerpräsident Dietmar Woidke, der die Festlegungen heute Abend gemeinsam mit seinen Stellvertretern, Innenminister Michael Stübgen und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, der Öffentlichkeit vorstellte. Der Entscheidung ging eine Telefonkonferenz aller Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und einigen Bundesministern voran.

Woidke: „Die allermeisten Brandenburgerinnen und Brandenburger haben sich an unsere bisherigen Maßgaben gehalten. Nur in sehr seltenen Fällen mussten Ordnungsämter oder Polizei eingreifen und zum Beispiel Platzverweise aussprechen. Dafür mein ausdrücklicher Dank an die Bevölkerung. Dennoch breitet sich das Virus aus. Deshalb wurde mit der Bundesregierung beschlossen, bundesweit einheitlich zu handeln. Im Rahmen des Föderalismus können jedoch kleinere regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.“

Mit der neuen „Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – SARS-CoV-2-EindV)“ wird die bisherige Verordnung vom 17. März abgelöst. Die neue Verordnung gilt vorerst bis einschließlich 19. April (mit Ausnahme der Regelungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum; hier ist eine Geltungsdauer bis einschließlich 5. April festgelegt). Neben den bekannten Einschränkungen im Kita- und Schulbereich treten damit unter anderem folgende entscheidende Festlegungen in Kraft, die in wichtigen Punkten eine Verschärfung der Verordnung vom 17. März bedeuten:

1. Das Betreten öffentlicher Orte wird bis zum 5. April 2020 (24.00 Uhr) untersagt. Öffentliche Orte sind insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks. Um notwendige Wege zurücklegen zu können oder zum Beispiel Sport treiben zu können, gibt es Ausnahmen:

·         zur Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes,

·         zur Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuche); dazu gehören auch Psycho- und Physiotherapeuten, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist,

·         zur Abgabe von Blutspenden,

·         zum Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) sowie zur Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich und zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

·         zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Beisetzungen im engsten Familienkreis,

·         für Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zur Versorgung von Tieren,

·         zur Wahrnehmung dringend und nachweislich erforderlicher Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren.

Diese Erlaubnisse stehen unter dem Vorbehalt, dass der Aufenthalt nur allein, in Begleitung der im jeweiligen Haushalt lebenden Personen oder einer nicht im jeweiligen Haushalt lebenden Person erfolgt. Dabei ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

2. Grundsätzlich gilt, dass alle Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr zu schließen sind. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Der Einkauf für den täglichen Bedarf bleibt selbstverständlich gewährleistet. Ausgenommen vom Schließungsgebot sind deshalb der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfshandel und der Großhandel. Dies gilt auch für Dienstleister im medizinischen- und Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, insbesondere Arztpraxen und Krankenhäuser. Soweit entsprechende Waren und Dienstleistungen angeboten werden, darf dies auch durch Kaufhäuser, Outlet-Center und in Einkaufszentren erfolgen.

Diese Einrichtungen können für die bisherige Dauer der Gültigkeit (19. April) auch sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von 12.00 bis 18.00 Uhr öffnen. Sollten die bekannten Gesundheitsregeln (z.B. Hygiene und Abstand) nicht eingehalten werden, kann die jeweilige Einrichtung geschlossen werden.

Handwerker und handwerksähnliche Gewerbe sind von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

3. Gaststätten müssen geschlossen bleiben. Es darf nur noch eine Ausgabe von zubereiteten Speisen und Getränken erfolgen oder z.B. über „Drive-in-Verkauf“. Dies gilt auch für Rastanlagen und Autohöfe an Bundesautobahnen und so genannte Gaststätten im Reisegewerbe (z.B. Verkauf über Transporter).  Voraussetzung ist zugleich, dass die Empfehlungen zu Hygiene und Abstand strikt eingehalten werden.

 4. Wie bisher bleiben Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen.

5. Übernachtungsangebote im Inland – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Diese Regelung gilt auch für Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung bereits beherbergt werden, nicht jedoch für so genannte Dauercamper oder Zweitwohnsitze.

 6. Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Die Nutzung des ÖPNV bleibt erlaubt. Auf die Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen ist dabei jedoch unbedingt zu achten.

 7. Wie bereits in der bisherigen Verordnung festgelegt bleiben für das Publikum geschlossen: Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.

 8. Auch der Sportbetrieb ist – wie bisher festgelegt – auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios untersagt. Dies gilt entsprechend auch für Themen, Wellnesszentren und ähnliche Einrichtungen. In begründeten Einzelfällen können vor Ort Ausnahmen gewährt werden. Ferner sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen verboten. 

 9. Krankenhäuser müssen,

  ·         soweit medizinisch erforderlich und vertretbar, ihre personellen und sonstigen Ressourcen schwerpunktmäßig für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf einsetzen und

·         die notwendigen Maßnahmen treffen, um ihr ärztliches und pflegerisches Personal unverzüglich auf dem Gebiet der Intensivpflege mit Beatmungseinheiten und der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf zu schulen.

 10. Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dürfen – wie bisher – keinen Besuch empfangen. Ausgenommen sind ab sofort Hospize. Kinder unter 16 Jahren dürfen einmal am Tag von einer nahestehenden Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen. Schwerstkranke dürfen – insbesondere zur Sterbebegleitung – Besuch von Seelsorgern, Urkundspersonen sowie nach ärztlicher Genehmigung von ihnen nahestehenden Personen empfangen.

 Im Gegensatz zur bisherigen Regelung sind Besuche von Geburtsstationen durch werdende Väter und Väter von Neugeborenen in der Regel erlaubt. Dies gilt auch für Partnerinnen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften.

 11. Erlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe im Sinne von § 45 SGB VIII und der Eingliederungshilfe (Kinder- und Jugendheime, Wohngruppen) setzen ihren Betrieb fort. Sie haben die Versorgung der untergebrachten Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Die Elternarbeit in den Einrichtungen muss eingestellt werden. Mögliche Probleme im Falle von Personalengpässen werden versucht in Abstimmung mit dem Jugendministerium zu lösen. Internate können schließen, wenn eine Rückführung der Kinder und Jugendlichen zu ihren Erziehungsberechtigten sichergestellt ist.

 12. Der Betrieb von Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen sind zu ihrer Notbetreuung zulässig. Dies setzt voraus, dass es für diese Personen

 (a) keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt (z.B. durch Angehörige, in ambulanten oder besonderen Wohnformen),

(b) deren Angehörige eine berufliche Tätigkeit ausüben, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens erforderlich ist oder

(c) die Betreuung für die Stabilisierung des Gesundheitszustandes des Betroffenen ausnahmsweise und dringend erforderlich ist.

13. Die Verordnung legt auch Hygienestandards für erlaubte Tätigkeiten fest. Demnach sind die erforderlichen Hygienestandards strikt einzuhalten, der Zutritt und die Vermeidung von Warteschlagen zu gewährleisten. In Wartebereichen dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten. Zwischen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu einzuhalten.

Woidke: „Durch das grassierende Coronavirus befinden wir uns in der kritischsten Lage seit Bestehen unseres Landes. Jetzt sind wir alle gefordert. Aber ich bin sicher: Mit Ruhe und Besonnenheit, mit Entschlusskraft und klarer Linie werden wir auch dies meistern.

Mein Dank geht an alle, die für andere da sind: Ob Ärztinnen und Pfleger, Kassiererinnen im Supermarkt oder LKW-Fahrer. Das gilt natürlich auch für die Beschäftigten bei Ordnungsämtern oder Polizei, bei den Verwaltungen von Gemeinden, Kreisen und im Land. Und mein Dank für Hilfsbereitschaft überall: Hotels, die Betten zur Verfügung stellen oder Einkaufshilfen für Ältere. Was nicht geht: Rempeleien an Kassen, Pöbeleien und Hamstern.

Wir müssen zusammenhalten. Es darf keinen Egoismus geben. Dazu gehört, dass wir einen Rettungsschirm spannen. Er umfasst vorerst 500 Millionen Euro. Damit wollen wir zum Beispiel den vielen kleineren Unternehmern, den Künstlern und Solo-Selbständigen eine Überbrückung finanzieren. Und wir arbeiten daran, dass Insolvenzen vermieden werden können.

Jetzt gilt: Miteinander im Gemeinsinn und nicht gegeneinander. Wir vermeiden körperliche Kontakte – aber wir Brandenburgerinnen und Brandenburger haken uns im Geiste unter!“

Stübgen: "Die Einschränkungen, die wir den Menschen in Brandenburg auferlegen, sind umfassend und schwerwiegend, aber notwendig. Die kommenden Wochen werden eine harte Probe für uns alle. Wir müssen jetzt zusammenhalten, dann werden wir diese Probe bestehen. Allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern gilt mein Appell: Halten Sie sich an die Regeln, bleiben Sie solidarisch mit Ihren Mitmenschen und helfen Sie im Kampf gegen das Virus."

Nonnemacher: „Der starke Anstieg von Corona-Infizierten weltweit und in Deutschland ist besorgniserregend. Um den Anstieg zu bremsen, verbleibt uns nur ein enges Zeitfenster. Deshalb halte ich diese sehr g rundrechtsintensiven Eingriffe für einen begrenzten Zeitraum für vertretbar. Wir müssen eine Überforderung des Gesundheitssystems wie in einigen Nachbarländern unbedingt vermeiden.“

Hinweis: Die Rechtsverordnung wird kurzfristig auf www.brandenburg.de veröffentlicht.

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Stand: 22. März, 15 Uhr

Zahl gestiegen: Insgesamt 353 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

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Stand: 22. März, 8 Uhr

Coronavirus: 342 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg

Neueste Zahlen des Gesundheitsministeriums: 342 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg. 21 Personen stationär versorgt, davon werden 2 intensiv medizinisch beatmetet. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiter bei 1.

Coronavirus: 50.000 Atemschutzmasken angeliefert – weitere Lieferungen folgen

Land und Kassenärztliche Vereinigung organisieren zusätzliche Schutzausrüstung

Mit der deutlich steigenden Zahl von Corona-Fällen werden zusätzliche Schutzausrüstungen in allen relevanten medizinischen Bereichen wie in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitsämtern dringend benötigt. Der Interministerielle Koordinierungsstab Coronavirus der Landesregierung und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) haben deshalb jetzt 50.000 Atemschutzmasken organisiert, die heute in Potsdam angeliefert wurden. Sie werden unverzüglich mit Unterstützung des Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an 20 regionalen Abstrichstellen in Kooperation mit den Landkreisen, kreisfreien Städten, Krankenhäuser und ambulanten Ärzten verteilt.

Die KVBB finanziert diese Beschaffung.Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Wir brauchen diese Schutzausrüstungen dringend für die Versorgung der Bevölkerung. Deshalb ist diese erste Lieferung ein ganz wichtiges Signal nicht nur für die Ärztinnen und Ärzte im Kampf gegen das Coronavirus. In den kommenden Tagen erwarten wir die nächsten Lieferungen. Das ist eine wichtige Maßnahme, um bei der weiter deutlich steigenden Zahl von Corona-Patienten die ambulante und stationäre Versorgung sichern können.“

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender, Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Wir freuen uns, dass wir endlich die ersten, dringend benötigten Schutzmasken angekommen sind und an die Corona-Abklärungsstellen ausgeliefert werden. Wir warten händeringend auf weitere Lieferungen für die ambulant tätigen Ärzte im Land.“In den nächsten Tagen werden weitere Lieferungen mit Schutzausrüstungen des Bundes in Brandenburg eintreffen, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten unter anderem an Krankenhäuser und Gesundheitsämter verteilt werden.            

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Stand: 21. März, 15 Uhr

Coronavirus: 315 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 50 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 315 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 21.03.2020, 15:00 Uhr). Leider ist jetzt auch in Brandenburg der erste Corona-Todesfall zu beklagen. Im Landkreis Oberhavel ist am späten Freitagabend ein 81-Jähriger mit schwersten Vorerkrankungen nach einer Coronavirus-Infektion verstorben. Aktuell müssen in Brandenburg 20 Patienten, das sind 6,3 Prozent aller bestätigten COVID-19-Fälle, stationär versorgt werden, davon werden zwei intensiv medizinisch beatmet.

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Stand: 21. März, 8 Uhr

Coronavirus in Brandenburg: 288 bestätigte COVID-19-Erkrankungen – erster Todesfall

18 Fälle in stationärer Behandlung – davon werden 2 beatmet

Leider ist jetzt auch in Brandenburg der erste Corona-Todesfall zu beklagen. Im Landkreis Oberhavel ist am späten Freitagabend ein 81-Jähriger mit schwersten Vorerkrankungen nach einer Coronavirus-Infektion verstorben. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagte heute in Potsdam: „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Jedes einzelne Patientenschicksal ist tragisch und für Familien ein schmerzhafter Verlust. Diese Corona-Krise ist sehr ernst. Deshalb konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, unser Gesundheitswesen so schnell wie möglich zu stärken und in der wenigen Zeit, die wir dafür noch haben, auf die deutlich steigenden Krankheitsfälle vorzubereiten. Bund, Land, Kommunen und alle Akteurinnen und Akteure in der Gesundheitsversorgung arbeiten mit Hochdruck und ganzer Kraft gemeinsam daran, schnell notwendige Maßnahmen umzusetzen.“

Ministerin Nonnemacher weiter: „Aktuell müssen in Brandenburg aber nur sechs Prozent aller bestätigten COVID-19-Fällen stationär versorgt werden. Und es gibt davon nur zwei Patienten, die intensiv medizinisch beatmet werden müssen. Im Vergleich mit anderen Ländern sind damit die Zahlen der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle noch sehr niedrig.“

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 56 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 288 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 21.03.2020, 08:00 Uhr). Die meisten Fälle gibt es in Barnim, Oberhavel und Oder-Spree. Im Havelland sind weiterhin zehn Infizierte gemeldet, eine Person ist in stationärer Behandlung.

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Stand: 20. März, 15 Uhr

61 weitere Coronavirus-Fälle in Brandenburg bestätigt – Insgesamt 265 Erkrankungen an COVID-19

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 61 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 265 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 20.03.2020, 15:00 Uhr). Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Im Havelland sind zehn Fälle bestätigt. Der Gesamtüberblick:

https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~20-03-2020-corona-faelle-stand-20032020-15-00-uhr

Hinweis zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten an das zuständige kommunale Gesundheitsamt gemeldet werden. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen die Zahlen an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden, das die Zahlen dann an das Robert Koch-Institut meldet. Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den z.B. von den Kreisen bzw. kreisfreien Städten aktuell herausgegebenen Zahlen geben.

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Stand, 20. März, 10 Uhr

Coronavirus:Aktuelle Meldungen des Landes Brandenburg

28 weitere Coronavirus-Fälle in Brandenburg bestätigt – Insgesamt 232 Erkrankungen an COVID-19.

Im Havelland sollen acht Fälle bestätigt sein.

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Stand: 19. März, 15.30 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwochabend in einer Fernsehansprache einen eindringlichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet. An dieser Stelle können Sie diesen reflektieren.

Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel

- es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Coronavirus verändert zurzeit das Leben in unserem Land dramatisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialen Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.

Millionen von Ihnen können nicht zur Arbeit, Ihre Kinder können nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und, was vielleicht das Schwerste ist: uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind. Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.

Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie, weil ich Ihnen sagen will, was mich als Bundeskanzlerin und alle meine Kollegen in der Bundesregierung in dieser Situation leitet. Das gehört zu einer offenen Demokratie: dass wir die politischen Entscheidungen auch transparent machen und erläutern. Dass wir unser Handeln möglichst gut begründen und kommunizieren, damit es nachvollziehbar wird.

Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen. Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

Ich möchte Ihnen erklären, wo wir aktuell stehen in der Epidemie, was die Bundesregierung und die staatlichen Ebenen tun, um alle in unserer Gemeinschaft zu schützen und den ökonomischen, sozialen, kulturellen Schaden zu begrenzen. Aber ich möchte Ihnen auch vermitteln, warum es Sie dafür braucht, und was jeder und jede Einzelne dazu beitragen kann.

Zur Epidemie - und alles was ich Ihnen dazu sage, kommt aus den ständigen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert- Koch-Instituts und anderen Wissenschaftlern und Virologen: Es wird weltweit unter Hoch druck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff.

Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unsere s Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können.

Deutschland hat ein exzellentes Gesundheitssystem, vielleicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unsere Krankenhäuser wären völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Coronainfektion erleiden.

Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern dass ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zu aller erst an alle wenden, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer sonstigen Funktion in unseren Krankenhäusern und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Sie stehen für uns in diesem Kampf in der vordersten Linie. Sie sehen als erste die Kranken und wie schwer manche Verläufe der Infektion sind. Und jeden Tag gehen Sie aufs Neue an Ihre Arbeit und sind für die Menschen da. Was Sie leisten, ist gewaltig, und ich danke Ihnen von ganzem Herzen dafür.

Also: Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren.

Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren. Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können.

Ich weiß, wie dramatisch schon jetzt die Einschränkungen sind: keine Veranstaltungen mehr, keine Messen, keine Konzerte und vorerst auch keine Schule mehr, keine Universität, kein Kindergarten, kein Spiel auf einem Spielplatz. Ich weiß, wie hart die Schließungen, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, in unser Leben und auch unser demokratisches Selbstverständnis eingreifen. Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.

Lassen Sie mich versichern: Für jemandem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden - aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten.

Deswegen sind seit Anfang der Woche die verschärften Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen zu einigen unserer wichtigsten Nachbarländer in Kraft.

Für die Wirtschaft, die großen Unternehmen genau wie die kleinen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Ich versichere Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern - und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.

Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen.

Und alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist, und wenn Regale einen Tag mal leergeräumt sind, so werden sie nachgefüllt. Jedem, der in den Supermärkten unterwegs ist, möchte ich sagen: Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß; Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.

Und lassen Sie mich auch hier Dank aussprechen an Menschen, denen zu selten gedankt wird. Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten.

Jetzt zu dem, was mir heute das Dringendste ist: Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst.

So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.

Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten an derer aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können. Es kommt auf jeden an.

Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten. Der Rat der Virologen ist ja eindeutig: Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben besonders gefährdet sind. Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns verlangt wird.

Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig. Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge. Der gutgemeinte Besuch, die Reise, die nicht hätte sein müssen, das alles kann Ansteckung bedeuten und sollte jetzt wirklich nicht mehr stattfinden. Es hat seinen Grund, warum die Experten sagen: Großeltern und Enkel sollten jetzt nicht zusammenkommen.

Wer unnötige Begegnungen vermeidet, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Fälle kümmern müssen. So retten wir Leben. Das wird für viele schwer, und auch darauf wird es ankommen: niemanden allein zu lassen, sich um die zu kümmern, die Zuspruch und Zuversicht brauchen.

Wir werden als Familien und als Gesellschaft andere Formen finden, einander beizustehen. Schon jetzt gibt es viele kreative Formen, die dem Virus und seinen sozialen Folgen trotzen. Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind.

Wir allen müssen Wege finden, um Zuneigung und Freundschaft zu zeigen: Skypen, Telefonate, Mails und vielleicht mal wieder Briefe schreiben. Die Post wird ja ausgeliefert. Man hört jetzt von wunderbaren Beispielen von Nachbarschaftshilfe für die Älteren, die nicht selbst zum Einkaufen gehen können. Ich bin sicher, da geht noch viel mehr und wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen.

Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, ab er auch: was womöglich noch nötig ist. Dies ist eine dynamische Situation, und wir werden in ihr lernfähig bleiben, um jederzeit umdenken und mit anderen Instrumenten reagieren zu können. Auch das werden wir dann erklären.

Deswegen bitte ich Sie: Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen. Wir sind eine Demokratie. Wir leben nicht von Zwang, sondern von geteiltem Wissen und Mitwirkung. Dies ist eine historische Aufgabe und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen.

Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher. Aber wie hoch werden die Opfer sein? Wie viele geliebte Mensch en werden wir verliere n? Wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wir können jetzt, entschlossen, alle miteinander reagieren. Wir können die aktuellen Einschränkungen annehmen und einander beistehen. Diese Situation ist ernst und sie ist offen.

Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt. Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.

Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich danke Ihnen.

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Stand: 18. März, 9.30 Uhr

Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus

Die Landesregierung hat ein umfang­reiches Maßnahmen­paket zur Ein­dämmung des Corona­virus be­schlossen. Ein entsprechendes Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg GVBI. II - 2020, Nr. 10 ist in Kraft getreten und hier einsehbar:

Link:SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Verkündung: 17.03.2020

Abkürzung: SARS-CoV-2-EindV

Kurzbezeichnung: SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Kabinett beschließt Rechtsverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Das öffentliche Leben im Land Brandenburg wird zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus vorerst bis zum 19. April 2020 weiter eingeschränkt. Das Kabinett unter Vorsitz von Ministerpräsident Dietmar Woidke beschloss dazu heute die angekündigte Rechtsverordnung. Woidke: „Die mit der Bundeskanzlerin und den anderen Bundesländern einvernehmlich getroffenen Festlegungen dienen einem Ziel: Die Ausbreitung des Virus muss verlangsamt werden, damit unser Gesundheitssystem weiterhin alle Erkrankten versorgen kann.

Neben den bekannten Einschränkungen im Kita- und Schulbereich treten damit ab Mittwoch, 18. März 2020 entscheidende Festlegungen für die Brandenburgerinnen und Brandenburger in Kraft. 

Die beschlossene Rechtsverordnung regelt unter anderem das Verbot von Veranstaltungen ab 50 Teilnehmenden. Wenn sich weniger als 50 Menschen zusammenfinden, gelten genaue Vorgaben über Anwesenheitslisten. Beispielsweise fallen Gottesdienste unter diese Regelung.

Außerdem müssen Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr schließen. Ausnahmen gelten für den Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte und den Großhandel. Damit können in großen Einkaufsmalls diese Verkaufsbereiche geöffnet bleiben. Für all diese Bereiche wird das Sonntagsverkaufsverbot für die Dauer der Gültigkeit der Verordnung (bis 19. April 2020) aufgehoben. Sie können demnach sonntags von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Geschlossen für das Publikum werden auch Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.

Auch der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios ist untersagt. In besonderen Einzelfällen können vor Ort Ausnahmen gewährt werden. Ferner sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen verboten.

Gaststätten dürfen nur geöffnet werden, wenn ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Sie dürfen frühestens 6 Uhr öffnen und müssen spätestens 18 Uhr schließen.

Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind zu schließen. Übernachtungsangebote im Inland dürfen nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.

Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und Hospizen dürfen keinen Besuch empfangen. Ausnahme: Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und ähnlichen Wohnformen dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

Finanzministerin Katrin Lange hatte zuvor das Kabinett darüber informiert, dass sich das Land darauf vorbereitet, die heute noch nicht absehbaren finanziellen Folgen durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie abzufedern. Das Land will finanziell in der Lage sein, die Aufrechterhaltung der wesentlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Funktionen unabhängig von der Trägerschaft zu gewährleisten und Schäden dort ausgleichen zu können, wo sie andernfalls zu einer existenzbedrohenden Härte führen würden. Daher hätten die Koalitionsfraktionen verabredet, einen Rettungsschirm für das Land Brandenburg auf den Weg zu bringen. Der Rettungsschirm sieht vor, im Nachtragshaushalt 500 Millionen Euro zusätzlich pauschal bereitzustellen und zugleich das Finanzministerium zu ermächtigen, diese Mittel den Ressorts auf Antrag schnell und unbürokratisch für diese Zwecke zur Verfügung zu stellen. So sollen die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie in Brandenburg abgefedert werden können, heißt es in der Pressemitteilung des Landes Brandenburg. 

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Sonntag, 15. März 2020

Pressemitteilung Landkreis Havelland

Ab 18. März 2020: Kita- und Schulbetreuung vorübergehend eingestellt

Ab Mittwoch, den 18. März 2020, finden in Brandenburg landesweit an Kitas und Schulen vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 keine reguläre Betreuung und kein regulärer Unterricht mehr statt. Das hat die Landesregierung am Freitag, den 13. März 2020, in einer Sondersitzung des Kabinetts beschlossen. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme soll die weitere Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Im Havelland soll die Umsetzung dieser Maßnahme mit einer Allgemeinverfügung geregelt werden.

Sobald diese fertig ist, wird sie im Internet unter www.havelland.de/coronavirus veröffentlicht. Eltern, deren Kinder von der Einstellung des Betriebs in Schulen und Kitas betroffen sind, wird daher empfohlen regelmäßig auf die Seite zu schauen, um sich rechtzeitig über die Regelungen informieren zu können. Vorgesehen ist ab dem 18. März 2020 eine Notfallbetreuung in den Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten, Hort) sicherzustellen. Auf diese können jedoch grundsätzlich nur Eltern zurückgreifen, die keine eigene Betreuungsmöglichkeit haben und in Berufen der kritischen Infrastruktur arbeiten, zum Beispiel in der medizinischen Versorgung, bei der Polizei, in zentralen Bereichen der Verwaltung oder bei Versorgungseinrichtungen. Den entsprechenden Bedarf können betroffene Eltern anzeigen, in dem sie ein passendes Formular ausfüllen. Dieses listet alle Berufsgruppen auf, welche die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen können. Das Formular wird gemeinsam mit der Allgemeinverfügung auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht und außerdem ab Montag, den 16. März 2020, in Schulen und Kitas des Havellandes bereitgehalten. In den Einrichtungen können die ausgefüllten Formulare auch wieder abgegeben werden.

Allgemeine Handlungsempfehlungen sowie weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Bürger montags und dienstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 14.30 Uhr Fragen zum Coronavirus stellen.

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13.03.2020

Pressemitteilung

Land Brandenburg setzt Schul- und Kitabetrieb aus

Die brandenburgische Landesregierung hat im Rahmen einer Sondersitzung die Aussetzung des Schulbetriebs ab Mittwoch, 18. März 2020, beschlossen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat sich auf die Einstellung des Betriebs von Schulen, von Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung (einschließlich Internate und Wohnheime) vorbereitet und entsprechende Regelungen getroffen.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Kinder und Jugendliche sind nicht besonders gefährdet. Es geht bei diesen Maßnahmen um die Reduzierung sozialer Kontakte. Die Lehrkräfte werden die Kinder und Jugendlichen direkt oder im Rahmen der bestehenden Netzwerke digital mit Aufgaben versorgen. Die Abiturprüfungen werden auch in 2020 abgelegt werden können.“

Die Aussetzung des Schulbetriebs bedeutet, dass Lehrkräfte weiterhin in den Schulen arbeiten, um beispielsweise über bestehende Netzwerke und die Nutzung der Schulhomepage eine Beschulung zu Hause vorzubereiten. Für die Abiturprüfungen 2020 können die vorgesehenen Termine oder alternativ die Nachschreibetermine genutzt werden.

Die Bundesländer stellen mit Beschluss der Kultusminister durch flexible Regelungen (z.B. mehrere Nachschreibetermine) sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihre Abschlüsse im laufenden Schuljahr erreichen können. Die Länder anerkennen gegenseitig das Abitur 2020.

Der Probeunterricht zum Ü7-Verfahren ist abgeschlossen und nicht gefährdet.

Für die Förderschulen (für Kinder, die schwerstmehrfach behindert sind und für Kinder mit Förderbedarf „geistige Entwicklung“) werden Lösungen für notwendige Betreuung gesucht.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung ist ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Das heißt, die Buchausgabe, der Ausstellungsverkehr und Veranstaltungen sind vorerst eingestellt.

Außerdem sind alle staatlichen Lehrkräftefortbildungen im Zeitraum vom 16. März 2020 bis 19. April 2020 abgesagt worden. Das LISUM hat den Fortbildungsbetrieb bereits eingestellt.

Das MBJS empfiehlt allen Jugendbildungsstätten und anerkannten Weiterbildungseinrichtungen, den anerkannten Heimbildungsstätten sowie den anerkannten Landesorganisationen der Weiterbildung, sich an den für Schulen und Kitas geltenden Vorgaben zu orientieren. Das kann die zeitweilige Schließung für den öffentlichen Publikumsverkehr und damit die Absage alle Veranstaltungen, Bildungsangebote und sonstigen Angebote bedeuten.

Außerdem hat das Ministerium den Landessportbund Brandenburg gebeten, seinen Mitgliedsorganisationen (Sportvereine, Landessportfachverbände, Stadt- und Kreissportbünde) zu empfehlen, den Wettkampf- und Spielbetrieb bis auf weiteres komplett einzustellen sowie den Trainingsbetrieb unter Berücksichtigung der vom RKI und der BZgA gegebenen Hinweise auf das absolut notwendige Maß zu beschränken.

Einige Sportvereine und Landessportfachverbände im Sportland Brandenburg haben bereits reagiert. Bei drei der vier größten Mitgliedsverbände des Landessportbundes (Fußball-Landesverband, Märkischer Turnerbund, Handball-Verband) gibt es eine Spielpause, der Brandenburgische Volleyball-Verband hat seine Saison vorzeitig beendet. Zahlreiche weitere Sportveranstaltungen, wie Talentiaden, Mitgliederversammlungen von Vereinen oder Verbänden o.ä. wurden bereits abgesagt bzw. verschoben.

Die Allgemeinverfügungen des MSGIV für den Umgang mit dem Coronavirus gelten selbstverständlich auch für diese Organisationen.

Hotline

Das Gesundheitsamt des Landkreises Havelland hat für Fragen zum Coronavirus eine Hotline-Nummer 03385/5517119 eingerichtet, die

  • montags und dienstags von 9 bis 18 Uhr
  • mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie
  • freitags von 9 bis 14.30 Uhr

zu erreichen ist.

Informationen:

Wissenstand über das Virus:

Aktuell sind Angaben über den Verlauf der Erkrankung und die Sterblichkeitsrate mit Vorsicht zu genießen, da derzeitige Erhebungen in einem sich immer noch entwickelnden Geschehen zwangsläufig Fehler belastet sind. Bei dem Erreger handelt es sich um ein bisher relativ stabiles Virus, das Infektionen der Atmungsorgane unterschiedlicher Schwere auslöst. Die Erkrankung zeigt zunächst grippeähnliche Symptome mit Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber und Husten. Im Verlauf kann es zu schweren Atemwegsentzündungen mit Atemnot bis hin zur Notwendigkeit der Intensivbehandlung kommen.

Es werden auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beschrieben. Mindestens 80 Prozent der Verläufe sind mild, ungefähr sechs Prozent benötigen nach derzeitigem Kenntnisstand eine Intensivbehandlung. Nach den Erfahrungen in China sind Kinder selten betroffen, schwere Verläufe finden sich bevorzugt bei Menschen mit Immunschwäche und Vorerkrankungen, insbesondere der Atemwege und des Herzens.

Übertragen wird die Erkrankung nach derzeitigen Erkenntnissen von Mensch zu Mensch,  vermutlich hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen (deshalb Nies- und Hust-Etikette beachten). Viel seltener kommen auch Übertragungen über eine sogenannte „Schmierinfektion“ vor. Die Inkubationszeit – also die Zeit von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Auftreten von Krankheitssymptomen – beträgt bis zu 14 Tage. Wie lange und ab wann ein Infizierter ansteckend ist, ist derzeit noch unklar. Ob nach durchgemachter Erkrankung eine Immunität verbleibt, ist ebenfalls unklar.

Es ist auch unklar, ab wann die "Viruslast" hoch genug ist, um das Virus nachzuweisen. Zu früh durchgeführte Abstriche können daher falsch negativ sein. Deshalb wird die Entscheidung, ob eine Diagnostik erfolgen soll, sehr restriktiv gehalten und nach klaren Vorgaben des Robert-Koch-Instituts festgelegt. Sie sollte demnach erst erfolgen, wenn Symptome aufgetreten sind und ein begründeter Verdacht vorliegt.

Auf Coronaviren getestet werden muss, wer Symptome hat und direkten Kontakt zu einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten hatte oder selbst in einem der klar geografisch definierten sogenannten Risikogebiete war.  Alleine eine Busfahrt, eine Bahn- oder Schiffsreise mit Menschen aus betroffenen Ländern ist noch kein Grund, von einer Infektion auszugehen.

Wichtigstes Ziel ist es derzeit, die weitere Ausbreitung so gut wie möglich zu verhindern. Unter Umständen kann es dazu auch notwendig werden, dass Menschen in Quarantäne bleiben müssen. In diesem Fall informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Betroffene über alle wichtigen Schritte und betreut diese während dieser Zeit.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen: Einhalten der Alltagshygiene, wozu regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife gehört. Desinfektionsmittel werden insbesondere dort gebraucht, wo Menschen zwangsweise mit vielen Personen zusammenkommen und arbeiten sowie in den Gesundheitseinrichtungen.

Weitere allgemeine Empfehlungen sind: Abstand von anderen Personen halten, insbesondere im öffentlichen Raum wie in Zügen, Bahnen und Bussen. Empfohlen wird zudem das Einhalten der Nies- und Hust-Etikette. Damit ist gemeint, dass man in den Ärmel niest bzw. hustet, um eine direkte Verbreitung über Tröpfchen, aber auch eine indirekte über die Hände zu vermeiden. Eine gesunde, Vitamin C reiche sowie zuckerarme Ernährung ist ebenfalls ratsam, da sie das Immunsystem stärkt.

Wer sich in einem definierten Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einem nachweislich Erkrankten hatte, sollte sich zur Abstimmung der erforderlichen Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. In diesem Fall sollten größere Veranstaltungen und Menschenansammlungen gemieden und auf die Entwicklulng von Symptomen geachtet werden.

Impfungen: Es kann sinnvoll sein, sich gegen andere Infektionen impfen zu lassen, hier insbesondere gegen Grippe und ab 60 Jahren auch gegen Pneumokokken. Dadurch wird erreicht, dass möglichst wenige Menschen an einer Lungenentzündung erkrankt sind, wenn sich das Coronavirus ausbreitet. Außerdem sind die Verläufe vermutlich durch das aktivierte Immunsystem milder.

Arztbesuche: Bei Infektionen gilt generell und jetzt besonders, dass der Hausarzt angerufen und ein Termin vereinbart werden sollte, bevor man ihn aufsucht und sich gleich ins Wartezimmer setzt. So kann verhindert werden, dass sich die Viren im vollen Wartezimmer verbreiten.

Die Hausärzte werden sich um ihre Patienten kümmern. In Zweifelsfällen werden sie Kontakt zum Gesundheitsamt aufnehmen. Generell können im Verlauf viele Dinge auch am Telefon und per Fax geregelt werden, einschließlich Rezeptzustellung und Krankschreibung.

Gesichtsmasken: So wie Desinfektionsmittel sollten insbesondere FFP-Masken dem Gesundheitswesen vorbehalten bleiben. FFP2/3-Masken schützen vor Ansteckung bei engem Kontakt. Sie gehören ins Krankenhaus, den Rettungsdienst und alle Einrichtungen, die kranke Menschen behandeln oder betreuen müssen. Auch hier muss man die Anwendung dosieren, sie ist bestimmten Situationen vorbehalten. Derzeit besteht lediglich in Krankenhäusern und im Rettungsdienst die zwingende Notwendigkeit einer Anwendung. Außerdem sollten Menschen mit einer nachgewiesenen Immunschwäche durch konsumierende Erkrankungen oder immunsupprimierende Erkrankungen diese Masken tragen, wenn sie dichte Menschenansammlungen nicht vermeiden.

Der „chirurgische Mundschutz“ schützt wesentlich das Gegenüber, wenn man erkrankt ist. Ist man hingegen nicht infiziert, macht der chirurgische Mundschutz keinen Sinn. Wer einen Mundschutz benutzt, muss wissen, wie man ihn sachgerecht an- und ablegt.

Hamsterkäufe: Die Empfehlung des Ministeriums für Katastrophenschutz, Haushalte mögen Lebensmittel und Wasser für zehn Tage vorhalten, ist eine allgemeine Empfehlung, die immer Gültigkeit hat und auf der Internetseite der Behörde schon immer zu finden war. Sie ist keine Ermunterung zu Hamsterkäufen aufgrund der aktuellen Situation. Hamsterkäufe führen zu Versorgungsproblemen, bevor durch die Epidemie überhaupt ein Problem entstanden ist.

Insbesondere in Krisen ist es wichtig sein Handeln im Hinblick auf die Folgen für die Gesellschaft und schließlich auch für sich selbst zu betrachten. Panik ist hierbei kein guter Berater. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konnte China die Lage nur deshalb relativ schnell in den Griff bekommen, weil die Bevölkerung sehr diszipliniert und solidarisch war. Überlegen Sie daher besonnen, was sinnvoll ist.

(Quelle: Landkreis Havelland)