Nymphensee: Seegras wird gemäht

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Das wuchernde Seegras wird zurückgeschnitten: Auf dem Nymphensee in Brieselang haben am Mittwoch Mäharbeiten begonnen. Mit einem Spezialboot wird Frank Goslowsky, Betreiber und Pächter des Nymphensees, die verwachsenen Pflanzen in einer Wassertiefe von rund zwei Metern drei Tage lang an verschiedenen Stellen außerhalb des Landschaftsschutzgebietes beschneiden. Die Arbeiten sollen somit vor dem Wochenende beendet sein.

Das Spezialboot wird mittels eines Hängers zu Wasser gelassen. Das Fahrzeug des Nymphenseebetreibers hat sich dafür als ausgezeichnet erwiesen und rollt teilweise in den See hinein. Frank Goslowsky watet ein paar Meter durchs glasklare und angenehm temperierte Wasser, besteigt das Boot und zieht sodann auf dem Nymphensee gemeinsam mit Lukas Fischer vom Unternehmen Berky mit dem leistungsfähigen Mähboot seine ersten Bahnen. Letzterer Experte hat ihn zuvor instruiert und detailliert in die Technik des Bootes eingewiesen.

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Den Schlingpflanzen, wie sie im Volksmund teilweise bezeichnet werden, geht es nun an den Kragen. Regelrechte Teppiche haben sich in den vergangenen Tagen gebildet. Gemäht wird auf Sicht. Die hydraulische Fronthebeeinrichtung befördert das Balkenmähgerät ins Wasser, es fängt an zu rattern: schnipp, schnapp Seegras ab. Der Arm des Mähwerks befördert flugs büschelweise die Wasserpflanzen nach oben. Sie werden nach dem Schneiden per Sammelharken aufgelesen. Die glibberigen Triebe sollen schließlich die Badegäste, die bei hochsommerlichen Temperaturen schon seit den vergangenen Tagen bei deutlich mehr als 30 Grad Celsius das Schwimmvergnügen genießen, nicht stören und sich schon gar nicht um die Beine wickeln. Etwaige Gefahren sollen so minimiert werden.

Aber: „Wir werden Schneisen reinschneiden und nicht das komplette Seegras entfernen. Wir wollen schließlich nicht in den biologischen Haushalt des Sees eingreifen“, betont Goslowsky, der sicherlich eine beachtliche Menge an Land befördern wird. Nahe des Sandstrandes soll etwa ein Teilbereich des Seegrases zur Begrenzung für die kleineren Schwimmerinnen und Schwimmer bestehen bleiben.

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