Aktuelle Informationen zum Coronavirus

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Stand: 05. Juni, 12.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.296 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 6 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.296 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.06.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 23 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 2 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 3.040 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 90.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 169 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 05. Juni, 12.00 Uhr

Corona: Land beschaffte im Mai insgesamt drei Millionen FFP2-Masken und 725.000 OP-Masken

Corona-Schutzausrüstung: Das Land Brandenburg hat im Mai insgesamt drei Millionen FFP2-Masken, 725.000 Mund-Nasen-Schutzmasken (auch OP-Masken genannt), 500.000 Paar Einweg-Handschuhe und 10.000 Schutzbrillen selbst beschafft und nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. In den kommenden Wochen werden jetzt noch größere Lieferungen von Laborkitteln, Abstrichtupfern und weiteren OP-Masken erwartet. Das teilte der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ der Landesregierung heute mit. Organisiert werden die Lieferungen von der „Task Force Beschaffung“ unter Leitung des Zentraldienstes der Polizei Brandenburg (ZDPol).

Die Landkreise und kreisfreien Städte verteilen die Schutzausrüstung vor Ort unter anderem an Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste.

Seit Mitte März dieses Jahres unterstützt die Landesregierung Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegebereich bei der Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA), da dies auf dem Markt aufgrund der weltweiten hohen Nachfrage extrem schwierig geworden war. Mittlerweile hat sich diese Situation entspannt. Die Verfügbarkeit von persönlicher Schutzausrüstung hat sich in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Aus diesem Grund hat der ZDPol Ende Mai auch die extra eingerichtete Angebotsplattform für medizinische Produkte und persönliche Schutzausrüstung wieder offline gestellt, da derzeit keine zusätzlichen Angebote mehr entgegengenommen werden.

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Stand: 04. Juni, 14.30 Uhr

Schulterschluss zwischen Land und Kommunen – Land und kommunale Spitzenverbände unterzeichnen gemeinsame Erklärung

Potsdam – Brandenburg wird seine Kommunen infolge der Corona-Pandemie mit gut 580 Millionen Euro unterstützen. Darauf haben sich jetzt die Landesregierung und die kommunalen Spitzenverbände im Land verständigt. Das teilten Vertreter von Land und Kommunen heute in Potsdam mit. Der kommunale Rettungsschirm umfasst den Zeitraum von 2020 bis 2022 und enthält sowohl kurzfristig wirksame Liquiditätshilfen als auch Kompensationszahlungen des Landes für kommunale Steuerausfälle in den kommenden Jahren. Eine entsprechende gemeinsame Erklärung wurde ebenfalls heute von den Vertretern von Landesregierung und kommunalen Spitzenverbänden unterzeichnet.

Ein Rettungsschirm – drei Komponenten

Der kommunale Rettungsschirm Brandenburg besteht aus drei Komponenten:

Zum einen sollen kommunale Mehrausgaben und Einnahmeausfälle außerhalb von Steuern ausgeglichen werden durch Unterstützung aus dem Ausgleichsfonds des Landes sowie einen pauschalen Ausgleichsbetrag für Gemeinden, kreisfreie Städte und Landkreise.

Zweitens werden Einnahmeausfälle aus dem kommunalen Finanzausgleich im Jahr 2021 zu 75 Prozent und im Jahr 2022 zu 50 Prozent (soweit dies die Abrechnung des Jahres 2020 betrifft) durch das Land ausgeglichen. Für das laufende Jahr entstehen den Kommunen aus dem kommunalen Finanzausgleich keinerlei Mindereinnahmen, der Betrag wird vielmehr so ausgereicht wie im Nachtragshaushalt 2020 beschlossen.

Drittens wird das Land die Rückgänge der eigenen Steuereinnahmen der Kommunen im Jahr 2020 zur Hälfte und im Jahr 2021 zu 75 Prozent ausgleichen. Das Gesamtvolumen der Maßnahmen des Rettungsschirms beläuft sich nach derzeitigem Stand auf 580,7 Millionen Euro; letztlich maßgebend sind die jeweils vereinbarten Ausgleichsquoten. Eine Aktualisierung der Zahlen wird nach der Herbst-Steuerschätzung vorgenommen.

„Substanzieller Beitrag zur kommunalen Handlungsfähigkeit“

In der heute unterzeichneten „Gemeinsamen Erklärung“ heißt es: „Die Unterzeichnenden stimmen mit Blick auf die unerlässlichen Aufgaben der Gemeinden und Gemeindeverbände für das öffentliche Leben und die Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger Brandenburgs überein, dass drohende finanzielle Notlagen der Kommunen zu verhindern sind. Daher wird das Land in dieser schwierigen Lage einen substanziellen Beitrag zur Sicherstellung der kommunalen Handlungsfähigkeit leisten.“

Das jetzt vereinbarte Hilfepaket ist ein solch substanzieller Beitrag. Das Land steht zu seinem Wort: Die Kommunen werden mit den schwerwiegenden finanziellen Folgen der Corona-Pandemie nicht allein gelassen. So war es angekündigt – und so wird es auch kommen“, sagte Finanzministerin Katrin Lange. „Es ist eine gute Einigung und sie wurde schneller erzielt als erwartet. Es war völlig richtig, mit dem im April vereinbarten Verfahren auf den Schulterschluss von Land, Kreisen und Gemeinden zu setzen anstatt einsame Beschlüsse vom grünen Tisch in Potsdam aus übers Knie zu brechen, wie von uns auch gefordert wurde. Die Landesregierung ist diesem schlechten Rat nicht gefolgt, sondern hat stattdessen das Gespräch mit den Kommunen selbst gesucht. So wie es sich gehört. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Rettungsschirm reicht finanziell richtigerweise bis ins Jahr 2022, weil davon auszugehen ist, dass die pandemiebedingt zu befürchtenden Einnahmeausfälle die Kommunen sich auch in den nächsten zwei Jahren fortsetzen werden. Die finanzielle Belastung des Landes infolge des kommunalen Rettungsschirms ist zweifelsohne erheblich, doch wäre es letztlich unverantwortlich, jetzt an der falschen Stelle zu sparen. Darauf läge kein Segen – weder für das Land und schon gar nicht für unsere Kommunen.

Innenminister Michael Stübgen erklärte: „Die Corona-Pandemie bringt enorme finanzielle Herausforderungen mit sich, die gerade Brandenburgs Dörfer, Städte und Landkreise hart treffen. Deshalb ist der Rettungsschirm von besonderer Bedeutung. Die Landesregierung lässt keine Kommune im Stich. Wir sichern kurz-, mittel- und langfristig Belastungen durch unvermeidbare Mehrausgaben und drohende Einnahmeverluste gleichermaßen ab. Mir ist besonders wichtig, dass wir schnell helfen und unverzüglich Geld zur Verfügung stellen. Denn wer schnell hilft, hilft doppelt. Dass wir den Rettungsschirm so zügig aufspannen konnten, ist der außerordentlich guten und intensiven Zusammenarbeit aller Beteiligten aus Finanzministerium, Innenministerium und den kommunalen Spitzenverbänden zu verdanken. Hier haben nicht nur alle an einem Strang gezogen, sondern auch in die gleiche Richtung.“

Finanzierung im Jahr 2020 aus Corona-Rettungsschirm

Die Maßnahmen des kommunalen Rettungsschirms werden im Jahr 2020 aus dem allgemeinen Corona-Rettungsschirm des Landes finanziert. Er umfasst insgesamt zwei Milliarden Euro. Die Umsetzung der Maßnahmen für den Zeitraum ab 2021 steht unter dem Vorbehalt entsprechender Entscheidungen des Landtages.

Die kommunalen Spitzenverbände begrüßen den jetzt vereinbarten kommunalen Rettungsschirm und tragen die notwendigen Schritte für dessen rechtliche Umsetzung vollständig mit, hieß es. 

Download:

Gemeinsame Pressemitteilung: Brandenburg: Kommunaler Rettungsschirm umfasst 580 Millionen Euro (PDF)

Kommunaler Rettungsschirm Brandenburg – Gemeinsame Erklärung der Ministerin der Finanzen und des Ministers des Innern zusammen mit dem Landkreistag Brandenburg und dem Städte- und Gemeindebund Brandenburg (PDF)

Präsentationsfolien: Kommunaler Rettungsschirm (Zusammenfassung)

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Stand: 04. Juni, 14.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.290 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 7 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.290 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.06.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 23 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 2 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 3.030 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+0 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 90.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 170 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 03. Juni, 13.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.283 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg liegt die aktuelle Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 bei insgesamt 3.283 (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.06.2020, 08:00 Uhr). Aufgrund von durchgeführten Datenkorrekturen sind das im Vergleich zum Vortag in der Summe drei Fälle weniger. In den Kreisen Ostprignitz-Ruppin, Barnim und Teltow-Fläming sind nun sechs Fälle weniger statistisch erfasst. In der Landeshauptstadt Potsdam sind im 24-Stunden-Vergleich 3 neue Fälle mehr verzeichnet. Aktuell werden 25 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 3 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 3.030 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 90.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 170 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 02. Juni, 11.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.286 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 0 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.286 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.06.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 29 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 3 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 3.010 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 110.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,6. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 170 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 01. Juni, 23.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.286 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 3 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.286 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.06.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 3.000 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+0 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 110.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 0,6. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 170 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 29. Mai, 11.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.270 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 8 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.270 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 29.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 27 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 4 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.990 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 110.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,2. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 169 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 28. Mai, 12.30 Uhr

Neue Corona-Verordnung: Was ist bei privaten Feiern und Treffen zu beachten?

Kurz vor Pfingsten: Antworten auf häufige Fragen zur Brandenburger SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Die neue SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung für das Land Brandenburg ist am heutigen Donnerstag in Kraft getreten. Damit haben sich insbesondere die Regeln zum Aufenthalt im öffentlichen Raum sowie für Veranstaltungen und Zusammenkünfte geändert. Kurz vor dem langen Pfingstwochenende fragen viele Bürgerinnen und Bürger die Landesregierung jetzt vor allem, was bei privaten und familiären Treffen und Feiern zu beachten ist. Hier sind Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Was bedeuten Kontaktbeschränkungen und Abstandsgebot?

Grundsätzlich gilt für weiter: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein Minimum reduziert zu halten. Diese Einschränkung ist wichtig, damit sich das neuartige Coronavirus nicht so schnell verbreiten kann. Besonders Händeschütteln und Umarmungen sind in Zeiten von Corona leider weiter tabu. Das gilt auch unter besten Freundinnen und Freunden.

Auch muss weiter ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern eingehalten werden – und zwar im privaten als auch für den öffentlichen Raum. Eine Ausnahme gibt es hier: Dieses Abstandsgebot gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht. Das bedeutet: Familienmitglieder, die zusammenwohnen, können sich weiter drücken und näherkommen. Kommen aber Freunde oder Verwandte zu Besuch, sind Umarmungen zur Begrüßung nicht erlaubt, und man muss gegenseitig auf den Mindestabstand achten. Das ist natürlich besonders für Oma und Opa schwer, die ihre Enkelkinder gerne wieder einmal im Arm halten wollen. Aber der Gesundheitsschutz geht hier vor.

Wie viele Personen können sich treffen?

Weiterhin können sich Angehörige zweier Hausstände treffen, zum Beispiel zwei Familien oder Paare, die jeweils in einem Haushalt leben. Dabei spielt die Gruppengröße keine Rolle (zum Beispiel bei kinderreichen Familien).

Neu ist, dass sich außerdem nun auch bis zu 10 Personen aus unterschiedlichen Hausständen treffen können. So kann sich jetzt auch wieder die Clique treffen – mit bis zu 10 Leuten. Somit sind Besuche und Feiern mit Gästen aus mehr als zwei Haushalten im kleinen Rahmen möglich. Aber auch hier gilt: immer auf den richtigen Abstand achten.

Diese Regelungen für Zusammenkünfte gelten sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich. Das bedeutet: Es können sich zum Beispiel bis zu 10 Personen im öffentlichen Park oder in einer Wohnung treffen, wenn sie dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. 10 Personen in einer kleinen Ein-Raum-Wohnung wird so nicht funktionieren. Darauf muss man achten.

Was gilt für private Familienfeiern?

Nach der neuen Corona-Verordnung sind in Brandenburg jetzt Zusammenkünfte und Feiern im privaten oder familiären Bereich „aus gewichtigem Anlass“ mit bis zu 50 Personen erlaubt.

„Man soll die Feste feiern, wie sie fallen“, heißt es so schön. Doch was ist ein gewichtiger Anlass? Damit will die Landesregierung aufgrund der weiterhin niedrigen Infektionszahlen zum Beispiel Hochzeitsfeiern nach der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung in einem etwas größerem Rahmen ebenso möglich machen wie Feste, die eine ähnlich herausragende Bedeutung im Leben eines Menschen haben. Damit sind zum Beispiel auch private Feiern zur Kommunion, Firmung oder Konfirmation sowie Jugendweihe gemeint. Auch bei Silberne, Goldene oder Diamantene Ehejubiläen, dem Schulbeginn und dem Schulabschluss sind private Feste mit bis zu 50 Personen jetzt wieder möglich, wenn dabei die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

Geburtstage fallen dagegen nicht unter den gewichtigen Anlass. Sie sind aber in kleinerem Kreise von zugleich bis zu zehn Personen durchaus erlaubt.

Entscheidend ist: Bei allen Feiern sind die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln zwischen Personen aus verschiedenen Haushalten einzuhalten. Braut und Bräutigam dürfen trotz aller Freude von den Gästen leider nicht umarmt werden.

Darf eine private Familienfeier auch in einer Gaststätte stattfinden?

Ja, aber mit Auflagen. Grundsätzlich dürfen Gaststätten und Cafés, die zubereitete Speisen anbieten, für den Publikumsverkehr in der Zeit von 6 bis 22 Uhr öffnen. Die Betreiber müssen aber die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen.

Was gilt für Besuche von Angehörigen in Pflegeheimen?

Bewohnerinnen und Bewohner in brandenburgischen Alten- und Pflegeheimen dürfen unter strengen Auflagen Besuch bekommen. Wichtig ist aber, das Familienangehörigen und Freunde ihren Besuch telefonisch frühzeitig mit dem Pflegeheim abzustimmen. Denn sie müssen zum Schutz der älteren Menschen die Abstandsregeln diszipliniert einhalten.

Nach der Corona-Eindämmungsverordnung können Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und in besonderen Wohnformen Besuch durch eine Person empfangen, wenn sichergestellt ist, dass

der Zutritt gesteuert wird und unnötige physische Kontakte zu Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, zum Personal sowie unter den Besuchenden vermieden werden und

soweit möglich, durch bauliche oder andere geeignete Maßnahmen ein wirksamer Schutz der Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals vor Infektionen gewährleistet wird.

Was gilt für Veranstaltungen und Versammlungen?

Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen, Versammlungen und sonstige Ansammlungen bleiben zwar weiterhin grundsätzlich untersagt. Aber es gibt hier Ausnahmen:

Gottesdienste, religiöse Veranstaltungen und Zeremonien der Religionsgemeinschaften sind in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 und unter freiem Himmel mit bis zu 150 Besucherinnen und Besuchern erlaubt. Das gleiche gilt für nicht-religiöse Bestattungen sowie für standesamtliche Eheschließungen.

Feiern zum Schulanfang und zum Schulabschluss sowie Jugendweihe-Zeremonien, jeweils mit bis zu 75 Besucherinnen und Besucher in geschlossenen Räumen und mit bis zu 150 Besucherinnen und Besucher unter freiem Himmel, sind ebenfalls zugelassen. Aber Achtung: Feiern zum Schulanfang in geschlossenen Räumen von Kindertagesstätten sind laut der Eindämmungsverordnung untersagt.

Versammlungen und Demonstrationen unter freiem Himmel mit bis zu 150 Teilnehmenden kann die zuständige Versammlungsbehörde im Einvernehmen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in besonders begründeten Einzelfällen auf Antrag zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Das gilt entsprechend für Versammlungen in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Teilnehmenden.

Die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung - SARS-CoV-2-EindV) ist im Internet unter diesem Link veröffentlicht:

https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sars_cov_2_eindv

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Stand: 28. Mai, 12.30 Uhr

Betrieb von Freibädern und an Badegewässern ist ab heute unter Auflagen möglich

Betreiber müssen Abstand und Hygiene sicherstellen – Landesweit 256 Badegewässer ausgewiesen

Freibäder und sonstige Badeanlagen unter freiem Himmel können in Brandenburg ab dem heutigen Donnerstag (28. Mai) wieder öffnen. Bei diesen sowie an ausgewiesenen Badegewässern ist ein Betrieb jedoch nur mit Auflagen gestattet. Bei allen Einrichtungen, die gewerblich betrieben werden und somit Zutrittsregelungen besitzen, müssen die jeweiligen Betreiber auf der Grundlage eines Hygienekonzeptes die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln sicherstellen. Die Nutzung ausgewiesener Badestellen ist unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln erlaubt. Das Verbraucherschutzministerium weist darauf hin, dass angesichts der Corona-Krise sich die behördliche Überprüfung der Wasserqualität an den 256 ausgewiesenen Badegewässern im Land Brandenburg in diesem Jahr an der Festlegung zur „Badesaison“ im Zeitraum vom 13. Juli bis zum 6. September orientiert. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde bereits Mitte April im Amtsblatt veröffentlicht. Sie ist Grundlage für die Umsetzung von EU-Vorgaben bei der Überprüfung der Wasserqualität durch die Gesundheitsbehörden vor Ort.

Nach der neuen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung müssen die jeweiligen Betreiber von Freibädern und sonstige Badeanlagen unter freiem Himmel sowie an Badegewässern auf der Grundlage eines einrichtungsbezogenen Hygienekonzepts, das insbesondere auch die Beckengrößen und die Liegeflächen der jeweiligen Einrichtung berücksichtigt, folgende Voraussetzungen sicherstellen:

das allgemeine Abstandsgebot sowie die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen werden eingehalten, insbesondere durch Steuerung und Beschränkung des Zutritts und der Nutzung von Geräten,

die Sportausübung erfolgt kontaktfrei (gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die eine Sorge- oder Umgangsrecht besteht),

es erfolgen regelmäßig die im jeweiligen Einzelfall erforderlichen Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen,

die Nutzung sanitärer Einrichtungen, insbesondere Sammelumkleiden, Duschräumen, WC-Anlagen, erfolgt unter strikter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln,

die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden zum Zweck einer möglichen Infektionsnachverfolgung erhoben.

Nach der Brandenburgischen Badegewässerverordnung ist die „Badesaison“ der Zeitraum, in dem mit einer großen Zahl von Badenden gerechnet werden kann. Dies ist in der Regel der Zeitraum vom 15. Mai bis zum 15. September eines Jahres, soweit nicht die oberste Landesbehörde etwas anderes bestimmt. Vor und während der Badesaison sind von den Gesundheitsbehörden vor Ort Überwachungsmaßnahmen an den jährlich ausgewiesenen Badegewässern vorgesehen.

Angesichts der Corona-Pandemie wurde mit der „Allgemeinverfügung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz zur Bestimmung der Badesaison für das Jahr 2020 im Land Brandenburg“ der Zeitraum für die Überprüfungen der Wasserqualität in diesem Jahr auf acht Wochen (13. Juli bis zum 6. September) verkürzt, um die Gesundheitsämter in dieser ohnehin extrem arbeitsintensiven Zeit zu entlasten.

Ausgewiesene Badegewässer sind hinsichtlich der zu erwartenden Wasserqualität auf der Grundlage von Überwachungsergebnissen der zurückliegenden Jahre bewertet. Bis auf eins haben alle eine ausgezeichnete oder gute Qualität.

Baden und Schwimmen in freien Gewässern ist im Land Brandenburg grundsätzlich erlaubt, es sei denn, es wird von der zuständigen Behörde an dieser Stelle ein Badeverbot oder ein Abraten vom Baden aufgrund der Wasserqualität ausgesprochen. Insofern obliegt es den kommunalen Behörden vor Ort zu entscheiden, inwiefern im öffentlichen Raum und an bestimmten Stellen gebadet werden darf oder nicht.

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Diese Übertragung kann direkt von Mensch zu Mensch erfolgen, wenn virushaltige Tröpfchen an die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges gelangen. Daher sind die aktuell vorrangigen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus auch beim Baden und Schwimmen sowie an Land zu beachten. Die Abstands- und Hygieneregeln sind stets einzuhalten.

Internet: https://badestellen.brandenburg.de/home/-/bereich/karte

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Stand: 28. Mai, 12.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.262 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 6 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.262 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 28.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 31 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 6 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.980 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 120.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 171 Betroffenen. Das entspricht 105,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,2. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 169 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 27. Mai, 16.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.256 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 10 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.256 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 27.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 43 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 8 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.960 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 130.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 171 Betroffene angestiegen. Das entspricht 105,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,2. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 169 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 27. Mai, 10.30 Uhr

Neue Anpassung der Eindämmungsverordnung: Erleichterungen für Kulturangebote, private Feiern, Bäderbetrieb und weitere Sportmöglichkeiten

Die Landesregierung hat heute die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus weiter gelockert. Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Wir gehen jetzt einen weiteren mutigen Schritt. Das ist aufgrund des anhaltend moderaten Infektionsgeschehens in Brandenburg zu verantworten. Aber es bleibt dabei: Alle müssen sich an die Kontakt- und Hygieneregeln halten. Wir müssen einen neuen Shutdown unbedingt verhindern.“ Die Änderungen betreffen insbesondere kulturelle Veranstaltungen sowie Kinos, Freibäder, Freizeitparks, Tanz- und Fitnessstudios, Sportstätten, Unterricht in Fahrschulen oder Nachhilfe sowie private und familiäre Feiern. Zugleich wird die erlaubte Anzahl von Teilnehmenden bei Veranstaltungen, die bereits seit längerem wieder möglich sind, zum Beispiel Gottesdienste, erhöht.

Die Neufassung der Verordnung tritt am Donnerstag, 28. Mai, in Kraft und gilt vorerst bis 15. Juni. Ministerpräsident Woidke und seine Stellvertreterin Ursula Nonnemacher stellten sie im Anschluss an die Kabinettsitzung vor. Die Abstands- und Hygieneregeln behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Auch die Pflicht einer Mund- und Nasen-Bedeckung im öffentlichen Personenverkehr und in Geschäften zu tragen, bleibt bestehen.

Woidke: „Wir schaffen dort Erleichterungen, wo sich viele Bürgerinnen und Bürger lange einschränken mussten. Damit haben sie dazu beigetragen, dass Brandenburg bisher gut durch die Pandemie gekommen ist. Dafür mein Dank. Die Erleichterungen betreffen Konzerte und Theater genauso wie Kino und Freizeitparks, Sport im Fitnesscenter oder Schwimmen im Freibad. Und besondere Ereignisse im Leben lassen sich nicht immer verschieben: Deshalb sind jetzt – mit beschränkter Teilnehmerzahl - auch besondere familiäre Feiern erlaubt. Ich setze weiter auf Verantwortung und den gesunden Menschenverstand, die Leichtsinn und Übermut in Schach halten. Wir haben die Pandemie noch nicht überstanden und gehen weiter mit Augenmaß voran.“

Nonnemacher: „Das Infektionsgeschehen in Brandenburg ist erfreulicherweise auf einem Tiefstand, und deshalb geht die Landesregierung wie angekündigt mit stufenweisen Lockerungen weiter den Weg in Richtung Normalisierung des Alltagslebens. Wir dürfen uns aber nicht in falscher Sicherheit wiegen: Das Virus ist immer noch da! Die Fälle in Leer und Frankfurt am Main zeigen, dass jede weitere Lockerung das Infektionsrisiko erhöht. Entscheidend ist, dass die Grundregeln von allen unbedingt weiter eingehalten werden: Kontakte minimieren, auf die Hygiene achten und Abstand halten. Wo das nicht möglich ist, auch Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Alle müssen Verantwortung übernehmen. Sonst werden auch in Brandenburg schnell neue Infektionsgeschehen aufflammen.“

Die Änderungen der Eindämmungsverordnung sehen schrittweise Erleichterungen vor. Für die jeweiligen Veranstaltungen, Sportstätten und andere Einrichtungen müssen eigenverantwortlich Hygienekonzepte erarbeitet werden. Nur dann können die Erleichterungen umgesetzt werden. Verantwortlich sind die jeweiligen Betreiber oder Veranstalter.

Veranstaltungen und Zusammenkünfte:

Ab Donnerstag, 28. Mai

Sind Versammlungen und Veranstaltungen (zum Beispiel genehmigte Demonstrationen oder Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen) unter freiem Himmel mit bis zu 150 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen erlaubt.

Wird die bisherige Begrenzung der Teilnehmerzahl von fünf Personen bei Fahrunterricht, Nachhilfe oder Musikunterricht und ähnlichen Angeboten aufgehoben.

Können Zusammenkünfte oder Feiern im privaten oder familiären Bereich aus gewichtigem Anlass, zum Beispiel Hochzeitsfeiern, mit bis zu 50 Personen durchgeführt werden.

Feste an Schulen zu besonderen Anlässen unter freiem Himmel mit bis zu 150 und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen sind erlaubt. Für Kitas gilt dies nur für Veranstaltungen im Freien. Inhäusig müssen sie leider verboten bleiben.

Ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum mit bis zu zehn Personen oder zwei Hausständen möglich

Ab Samstag, 6. Juni

Können Kulturveranstaltungen in Räumen mit bis zu 75 Personen und unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen stattfinden. Zu den Veranstaltungsformaten gehören zum Beispiel Konzerte, Theater und Kinos.

Sport und Sportbetrieb:

Ab Donnerstag, 28. Mai

Dürfen nunmehr auch öffentliche und private Indoor-Sportanlagen, insbesondere Gymnastik-, Turn- und Sporthallen, Fitnessstudios, Tanzschulen und Tanzstudios grundsätzlich wieder öffnen. Geschlossen bleiben jedoch Indoor-Spielplätze, da hier die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln nicht gewährleistet werden kann.

Die Betreiber haben dazu Hygienekonzepte zu erstellen, die folgende Merkmale erfüllen müssen: das allgemeine Abstandsgebot muss gewährleistet sein, etwa durch Steuerung und Beschränkung des Zutritts und der Nutzung von Geräten; der Sport darf nur kontaktfrei (außer bei Teilnehmenden aus demselben Haushalt/Lebenspartner); geeignete Desinfektionsmaßnahmen müssen regelmäßig durchgeführt werden, insbesondere in Sammelumkleiden und Sanitäreinrichtungen; die Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher werden zum Zweck einer möglichen Infektionsnachverfolgung erhoben; ein mindestens stündliches Lüften wird eingehalten;

Auch Freibäder und sonstige Badeanlagen unter freiem Himmel können mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder geöffnet werden.

Ab Samstag, 13. Juni

Können Indoor-Bäder einschließlich Spaß- und Freizeitbäder, Trockensaunen über 80 °C ohne Aufgüsse, Thermen, Thermalbäder und sonstige Badeanlagen in geschlossenen Räumen öffnen. Auch hier gelten die genannten Hygiene-_Vorgaben.

Alle genannten Einrichtungen dürfen nicht von Personen mit Atemwegserkrankungen betreten werden.

Gewerbe:

Ab Donnerstag, 28. Mai

Dürfen Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Gewerbe wieder öffnen. Auch hier gelten die Abstands- und Hygieneregeln. Soweit dabei ein Kundenkontakt stattfindet, gilt hier auch die Pflicht zum Tagen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

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Stand: 26. Mai, 11.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.246 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 8 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.246 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 26.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell werden 44 Personen wegen COVID-19 stationär behandelt, davon werden 8 intensivmedizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.950 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 130.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 170 Betroffenen. Das entspricht 105,0 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 168 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 25. Mai, 13.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.238 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 1 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.238 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 25.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.930 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 140.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 170 Betroffenen. Das entspricht 105,0 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 168 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 24. Mai, 19.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.237 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 5 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.237 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 24.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.920 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 150.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 170 Betroffenen. Das entspricht 105,0 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,2. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 168 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 20. Mai, 13.15 Uhr

Anpassungen der Eindämmungs- und der Quarantäne-Verordnung: Weitere Entlastungen für Familien und Pendler

Ab dem 25. Mai 2020 können wieder mehr Kinder in Brandenburgs Krippen und Kitas gehen. Dafür hat das Kabinett heute die Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus geändert und eine sogenannte eingeschränkte Regelbetreuung für die Kitas beschlossen. Für kommende Woche ist eine erneute Aktualisierung der Verordnung geplant. Vorgesehen sind dabei weitere Erleichterungen zum Beispiel für Fitnessstudios und Freibäder. Die ursprünglich bis zum 5. Juni geltende Quarantäne-Verordnung für nach Brandenburg einreisende Personen wird bereits zum morgigen 20. Mai deutlich gelockert. Das gaben heute Ministerpräsident Dietmar Woidke, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sowie Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst im Anschluss an die Kabinettssitzung bekannt.

Woidke: „Die Erleichterungen im Kitabereich sind für viele Kinder und ihre Eltern von großer Bedeutung. Ich freue mich, dass wir diesen Schritt bereits jetzt gehen können. Die weiterhin relativ positive Entwicklung ermöglicht das. Das gilt auch für weitere wichtige Entscheidungen, zu denen bereits jetzt Konsens besteht und die wir nächste Woche beschließen wollen. Wir geben das bereits heute bekannt, damit sich die Betroffenen rechtzeitig darauf einstellen und planen können“.

Nonnemacher: „Die Zahl der Neuinfektionen ist dank der Eindämmungsmaßnahmen und des disziplinierten Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger auf einem niedrigen Niveau. Das erlaubt es uns, die Einschränkungen Schritt für Schritt zu lockern. Abstands- und Hygieneregeln müssen aber weiterhin genau beachtet werden. Dies gilt insbesondere für Gemeinschaftseinrichtungen. Für Kindertageseinrichtungen haben wir einen eigenen Hygieneplan erstellt, um Kinder, Eltern und Beschäftigte so gut wie möglich vor einer Ansteckung zu schützen. Er ist die Grundlage für den Übergang in den eingeschränkten Kita-Regelbetrieb und muss von den Einrichtungen eigenverantwortlich umgesetzt werden. Klar ist aber: Mit jeder weiteren Lockerung steigt das Infektionsrisiko. Die Corona-Pandemie ist leider noch nicht überstanden. Wir beobachten das Infektionsgeschehen sehr engmaschig, um bei wieder steigenden Corona-Zahlen und neuen Infektionsherden frühzeitig und zielgerichtet reagieren zu können.“

Für alle Erleichterungen gilt grundsätzlich die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln.

Weiterer Fahrplan für Lockerungen (Stand heute)

Für Donnerstag, 28. Mai:

Öffnung von Fitness-Studios bei Personenbegrenzung (Distanzgebot) und Stoßlüftung inklusive der Duschen

Öffnung der Freibäder unter der mit einem jeweiligen Konzept der Begrenzung der Personenanzahl in Abhängigkeit der Beckengröße und Liegeflächen

Erlaubnis von Indoor-Sport mit Sportarten ohne engen Körperkontakt mit Personennutzungskonzept (Anzahl der Personen, Duschnutzung, Lüftung bzw. Erhöhung der Luftaustauschraten, Distanzgebot)

Erweiterung des bereits möglichen Outdoor-Sports für Vereine mit der künftig möglichen Nutzung der Umkleideräume und Duschen

Für Samstag, 13. Juni:

Öffnung von Indoor-Bädern einschließlich Thermen/Thermalbädern, darunter auch Tropical Island, mit Begrenzung der Personenzahl und Konzept für die Umkleiden und Gemeinschaftsduschen plus Erhöhung der Luftaustauschraten

Trockensaunen ab mindestens 80 °C Grad und ohne Aufgüsse können ab 13. Juni starten; andere Saunen wie Dampfsaunen müssen geschlossen bleiben

Weiterer Fahrplan für die Kinderbetreuung

Bei der weiteren Öffnung der Kindertagesstätten wird den Landkreisen und kreisfreien Städten ab dem 25. Mai ein größerer Gestaltungsspielraum gegeben.  Die derzeitige Auslastung der Kitas liegt durchschnittlich bei 34 Prozent. Sie soll aber kontinuierlich erhöht werden, um trotz der angespannten Lage in der Pandemie so vielen Kindern und Eltern wie möglich ein Stück Normalität zurückzugeben.

Die Landkreise und kreisfreien Städte entscheiden, wie weit sie die eingeschränkte Regelbetreuung im Hinblick auf verfügbare Betreuungskapazitäten aufnehmen können. Eltern, die bisher unter die Notfallbetreuung fielen, behalten ihren Anspruch. Zusätzlich wird für weitere Kinder eine Betreuungsmöglichkeit geschaffen. Vorrangig sollen Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung wieder die Kita besuchen. Außerdem dürfen alle Tagespflegepersonen wieder im vollen Umfang ihre Tätigkeit ausüben und auch Kinder betreuen, die keinen Notfallbetreuungsanspruch haben.

Der neue Mindestrechtsanspruch für Kinder, die angenommen werden, gilt für vier Stunden an mindestens einem Tag in der Woche. Das kann je nach Kapazität ausgeweitet werden. Voraussetzung ist, dass die Kinder in einer festen Gruppe in der Kindertagesstätte betreut werden können. Zur Unterstützung dieser kommunalen Entscheidungen bietet das Land in der Eindämmungsverordnung Orientierungswerte für Gruppengrößen, die je nach Lage vor Ort über- oder unterschritten werden können. Wichtig ist, dass es bei einer Gruppe pro Raum bleibt.

Ernst: „Unser Ziel ist, so vielen Kindern wie möglich wieder die Teilnahme an der Kindertagesbetreuung zu ermöglichen und damit zahlreiche Familien im Land zu entlasten. Die neue Eindämmungsverordnung bietet einen großen Gestaltungsspielraum für die Landkreise und kreisfreien Städte bei der Umsetzung einer eingeschränkten Regelbetreuung, da die Situation vor Ort entscheidend ist. Zugleich erhöhen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wieder. Für viele Familien stellen die Maßnahmen gegen das Virus eine riesige organisatorische Herausforderung dar, weil insbesondere ihr Alltag auf den Kopf gestellt wird. Ihnen wollen wir helfen.“

Anpassung der Quarantäne-Verordnung

Mit der Änderung der Quarantäne-Verordnung entfällt ab morgen die bisher obligatorische 14-tägige häusliche Isolation für Reisende, die aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien mit Nordirland nach Brandenburg einreisen. Auch die anderen Bundesländer ändern ihre Verordnungen derzeit entsprechend. Dies ist mit der Bundesregierung abgestimmt. Bisher gilt die Quarantänevorgabe bei einer nicht beruflich oder medizinisch notwendigen Einreise, um das Ansteckungsrisiko zu mindern. Auch Besuche von Dritten sind während der Zeit untersagt. Dieser Pflicht unterliegen ab morgen nur noch Personen, die nicht aus der EU beziehungsweise den fünf genannten Staaten nach Brandenburg einreisen. Für die Betreffenden gibt es allerdings zahlreiche Ausnahmen.

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Stand: 20. Mai, 13.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.211 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 3 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.211 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 20.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.870 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+40 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 180.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 169 Betroffene angestiegen. Das entspricht 104,4 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 166 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 19. Mai, 11.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.208 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 3 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.208 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 19.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.830 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+60 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 210.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 167 Betroffene nach unten korrigiert worden. Das entspricht 103,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,2. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 166 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 18. Mai, 13 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.205 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 1 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.205 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 18.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.770 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 270.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 168 Betroffenen. Das entspricht 103,8 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 166 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 17. Mai, 13.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.204 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 7 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.204 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 17.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.750 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 290.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 168 Betroffenen. Das entspricht 103,8 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 166 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 16. Mai, 18.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.197 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 6 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.197 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 16.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.740 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 290.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 168 Betroffene angestiegen. Das entspricht 103,8 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 1,9. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 166 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 15. Mai, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.191 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 18 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.191 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 15.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.720 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+50 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 300.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 166 Betroffenen. Das entspricht 102,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 164 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 14. Mai, 11.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.173 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 11 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.173 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 14.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.670 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+30 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 340.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 166 Betroffenen. Das entspricht 102,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 162 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

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Stand: 14. Mai, 11.45 Uhr

Ministerin Nonnemacher: „Familien sind das Rückgrat der Gesellschaft – weitere Entlastungen nötig“

Tag der Familie am 15. Mai

Zum internationalen Tag der Familie (15. Mai) betonen Familienministerin Ursula Nonnemacher und die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Brandenburg (LAGF) Bedeutung und zentrale Funktion der Familie. „Als Rückgrat der Gesellschaft leisten Familien in diesen besonderen Zeiten Herausragendes: Mütter und Väter betreuen ihre Kinder, unterstützen sie bei den Schulaufgaben und arbeiten von zu Hause aus. Es zeigt sich einmal mehr: die Gesellschaft kann sich auf die Familien verlassen, dafür mein herzlicher Dank!“, so Ministerin Nonnemacher.

Mit der frühen Erweiterung der Notfallbetreuung hat Brandenburg die in der Corona-Pandemie besonders geforderten Alleinerziehenden entlastet. Die 32 vom Land geförderten Familienzentren stehen weiterhin beratend zur Seite, wenn auch vorübergehend telefonisch oder digital.

Die Landesregierung will Familien aber auch langfristig finanziell entlasten und das System familienbezogener Leistungen bündeln. Daher wird die bundesweite Einführung einer Kindergrundsicherung unterstützt, denn nur hierüber kann es zufriedenstellend gelingen, Familien die ihnen zustehenden Leistungen zukommen zu lassen.

Ursula Nonnemacher: „Familien verdienen nicht nur während der derzeitigen Pandemie unsere Anerkennung und Wertschätzung. Sie sorgen dafür, dass die Gesellschaft funktioniert! Ich freue mich, dass wir am Tag der Familie im Bundesrat die Sonderregelungen bei der Inanspruchnahme von Elterngeld beschließen, die für viele Eltern Corona-bedingte finanzielle Härten verhindern.“

Birgit Uhlworm von der LAGF: „Familien brauchen keine Almosen, sondern gezielte Unterstützung sowie Anerkennung und Wertschätzung. Die vom Land Brandenburg finanzierten Einrichtungen und Verbände sind in diesen Zeiten verlässliche Ansprechstellen und stehen den Familien zur Seite. Diese Infrastruktur für Familien muss erhalten und ausgebaut werden.“

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Stand: 14. Mai, 10.15 Uhr

Liquidität der Verkehrsunternehmen während der Corona-Krise sichern: Brandenburg hat Geld zur Stabilisierung des ÖPNV ausgezahlt

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind Aufgabenträger für den öffentlichen Personennahverkehr – also für die Busse und Straßenbahnen in ihren jeweiligen Gebieten. Sie beauftragen unter anderem private und kommunale Verkehrsunternehmen damit, Verkehrsleistungen zu erbringen.  Das Land unterstützt die Landkreise und kreisfreien Städte mit pauschalierten Finanz-Zuweisungen auf der Grundlage des ÖPNV-Gesetzes. Üblicherweise werden diese Mittel quartalsweise ausgezahlt. Wie bereits im April bekannt gegeben, konnten die Aufgabenträger das Geld vorzeitig abrufen. Damit stehen Mittel in Höhe von ca. 75 Millionen Euro zur Verfügung, die direkt genutzt werden können. 15 der insgesamt 18 Aufgabenträger haben von der Möglichkeit der vorzeitigen Auszahlung Gebrauch gemacht. Die Gelder wurden jetzt vom Land überwiesen.

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann: „Wir wollen die Träger des öffentlichen Nahverkehrs in der Corona-Krise stabilisieren, um sie in die Lage zu versetzen, ihr ÖPNV-Angebot aufrechtzuerhalten. Deswegen haben wir dafür gesorgt, dass die finanziellen Mittel nach dem ÖPNV-Gesetz vom Land vorzeitig zur Verfügung gestellt werden konnten.

Außerdem stehen wir mit dem Ministerium der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Gesprächen über die Rettungsschirme des Bundes und Landes für den ÖPNV. Allein in Brandenburg sind ersten Schätzungen zufolge Fahrgeldausfälle in Höhe von mindestens 115 Millionen Euro zu erwarten. Um den damit verbundenen finanziellen Schaden im ÖPNV aufzufangen bedarf es einer gemeinsamen Kraftanstrengung – auch des Bundes.“

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Stand: 13. Mai, 12.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.162 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 10 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.162 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 13.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.640 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+40 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 360.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 166 Betroffene angestiegen. Das entspricht 102,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 161 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand; 12. Mai, 22 Uhr

Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst: Weitere Öffnung von Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien

Allen Schülerinnen und Schülern in Brandenburg wird vor den Sommerferien, die am 24. Juni starten, der Schulbesuch und die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oder wochenweise ermöglicht.  Bereits seit 27. April findet für mehrere Klassenstufen Unterricht statt. Die schriftlichen Abiturprüfungen konnten erfolgreich durchgeführt werden. Darüber hinaus sollen alle Kinder, die bisher nicht an der am 18. März gestarteten Notfallbetreuung in den Kindertagesstätten teilnehmen konnten, ab Ende Mai zumindest einmal wöchentlich in die Kitas gehen können. Dabei sollen Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung besondere Beachtung finden.

Dieser heute von Bildungs- und Jugendministerin Britta Ernst im Kabinett vorgeschlagene konkretisierte Fahrplan wirkt ab 25. Mai. Er basiert auf den jüngsten Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung und der Kultusministerkonferenz sowie der Jugendminister- und Familienministerkonferenz.

Britta Ernst: „Gerne würde ich sofort alle Krippen, Kitas, Horte und Schulen öffnen. Das ist aber leider aufgrund der weiterhin bestehenden Pandemie nicht möglich. Deshalb können wir leider nur schrittweise vorgehen. Die meisten anderen Länder gehen ebenfalls diesen Weg. Für viele Familien stellt die gegenwärtige Situation eine große Herausforderung dar. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist oftmals schwierig. Den Kindern und Jugendlichen fehlen ihr soziales Umfeld außerhalb der Familie und damit Bildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Zwar ist zurzeit noch nicht absehbar, wann in den Kitas und Schulen ein Normalbetrieb wieder stattfinden kann, aber es soll weitere Lockerungen geben. Aktuell hat Brandenburg mit mehr als 30 Prozent bewilligter Notfallbetreuung an Kitas bundesweit bereits eine sehr hohe Quote.

Jetzt geht es darum, ergänzend mit dem Einstieg in den eingeschränkten Krippen-und Kita-Regelbetrieb ab Ende Mai zu beginnen. Außerdem sind 50 Prozent aller Schülerinnen und Schüler bereits wieder in der Schule. Es sollen aber auch alle anderen Kinder vor den Sommerferien zumindest zeitweise noch einmal in die Schule gehen.  Dabei müssen wir das Infektionsgeschehen weiter im Blick haben. Um unsere Planungen auf ein breites Fundament zu stellen, haben wir – wie angekündigt – die Fachgremien miteinbezogen.

Mit den Mitgliedern des Landesschulbeirats wurden Varianten für die Organisation des Präsenzunterrichts für die Jahrgangsstufen beraten, die ab dem 25. Mai 2020 ebenfalls wieder tageweise in die Schule gehen sollen. Ebenso wurden die Möglichkeiten einer weiteren Öffnung der Kindertagesstätten und der Kindertagespflege mit dem Kita-Expertenrat und den Landkreisen und kreisfreien Städten erörtert. Den Wünschen der Kinder und Eltern stehen die eingeschränkten Platz- und Personalkapazitäten in Schule und Kita gegenüber, die sich aus den notwendigen Hygieneregeln ergeben.

Aktueller Stand:

Brandenburg hat sehr früh – schon seit dem 27. April – erhebliche Lockerungen für den Besuch von Kitas und Schulen auf den Weg gebracht.

Die Notfallbetreuung wurde für alle Eltern aus systemrelevanten Berufen und alle Alleinerziehenden bereits ausgeweitet, die keine alternative Betreuung für ihre Kinder haben. Eine Betreuung erfolgt ebenfalls aus Gründen des Kindeswohls. Die Kita-Betreuungsquote ist in Brandenburg von 7 Prozent seit Beginn der Notfallbetreuung auf 33 Prozent gestiegen. Sie gehört damit zur höchsten aller Bundesländer.

Viele Schülerinnen und Schüler gehen inzwischen wieder zur Schule: die 6. und 9. Klassen, die 10. Abschlussklassen, die 11. Klassen an Gymnasien sowie die 12. Klassen an Gesamtschulen. Für die Schülerinnen und Schüler, die bisher nicht gut erreicht wurden, werden pädagogische Angebote gemacht. Mit diesen schon umgesetzten Maßnahmen für Kitas und Schulen hat Brandenburg den Empfehlungen der Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin vorgegriffen und Kindern und Jugendlichen bereits wieder ermöglicht, Zugang zu Bildung zu haben und die Familien somit entlastet.

Aktualisierter Fahrplan:

Schulen öffnen ab dem 25. Mai für weitere Jahrgangsstufen

Grundschulen

Ab 25. Mai werden die Jahrgänge 1 bis 4 wieder zur Schule gehen.

Modell A (Regelmodell):

Die Jahrgangsstufen 1 bis 4 werden an zwei Tagen in der Woche „präsent“ unterrichtet, die Jahrgangsstufen 5 und 6 an einem Tag. Die Schulen bekommen dafür Modelle vorgegeben und erhalten bei der Umsetzung Gestaltungsspielräume, um den Gegebenheiten vor Ort angemessen Rechnung tragen zu können.

Bei zusätzlichen räumlichen und personellen Ressourcen wird das Angebot für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ausgeweitet.

Modell B:

Das Modell kann nur dort zum Tragen kommen, wo der Schülerverkehr adäquat organisiert werden kann.

In einem Schichtmodell werden die Jahrgangsstufen auf den Vor- und Nachmittag verteilt, die Jahrgangsstufen 1 bis 4 besuchen in der Woche die Schule zwei- bis dreimal vormittags, die Jahrgangstufen 5 und 6 zwei- bis dreimal am Nachmittag.

Je Jahrgangsstufe möglichst 3 Schulwochenstunden pro Präsenztag.

Weiterführende Schulen

Ab 25. Mai werden die Jahrgänge 5 und 6 der Leistungs- und Begabtenklassen an Gymnasien sowie die 7. und 8. Jahrgänge wieder zur Schule gehen.

Das für die Jahrgangsstufen 9 und 10 schon eingeführte Modell des Unterrichts Mo/Mi/Fr wird für die eine Hälfte der Klasse und Di/Do für die andere Hälfte und einem Wechsel nach einer Woche auf die übrigen Jahrgangsstufen (5,6, 7 und 8 in der Sekundarstufe I) ausgeweitet. Dieses System kann aufgrund der an den weiterführenden Schulen vorhandenen Rahmenbedingungen (räumlich und personell) flexibel ausgestaltet werden. Allerdings soll mindestens zweimal in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht organisiert werden. Das Präsenzangebot für die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufen entfällt nach den Prüfungen.

An Grund- und weiterführenden Schulen gilt:

Präsenzunterricht und von den Lehrkräften im Homeoffice betreute Phasen des häuslichen Lernens zur Vor- und Nachbereitung der Präsenzphasen wechseln sich ab.

Die pädagogischen Angebote an den Grundschulen und der Sekundarstufe I werden fortgeführt

für Schülerinnen und Schüler, die beim häuslichen Lernen nur unzureichend durch Lehrkräfte erreichbar sind (u.a. wegen unzureichender technischer Ausstattung) oder

die durch eine schulische Präsenz vor möglichen besonderen Gefährdungen im häuslichen Umfeld besser geschützt werden oder

im Einzelfall besonderer Unterstützung bedürfen.

Fortführung der Notfallbetreuung und Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb der Kita

Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) hat in ihrem Beschluss zur aktuellen Corona-Pandemie vier Phasen für die Kindertagesbetreuung beschrieben. Brandenburg befindet sich aktuell in der zweiten Phase, d.h. der erweiterten Notfallbetreuung. Als dritte Phase wird der eingeschränkte Regelbetrieb genannt, an dem aus Gründen der beschränkten Platzkapazitäten noch nicht alle Kinder in vollem zeitlichen Umfang wieder teilnehmen können.   

Eckpunkte für den Einstieg in einen eingeschränkten Regelbetrieb ab Ende Mai:

Es gilt weiterhin der Grundsatz, dass Kinder nur in den eingeschränkten Regelbetrieb aufgenommen werden sollen, wenn ihre Eltern nicht in der Lage sind, eine häusliche oder private Betreuung zu organisieren.

Alle Kinder, die bisher an der Notfallbetreuung teilgenommen haben, werden wie bisher weiter betreut, d.h. grundsätzlich täglich und im bisherigen Umfang. Es ist davon auszugehen, dass die Eltern, die in kritischen Infrastrukturbereichen tätig sind, weiter dort benötigt werden. Auch Alleinerziehende werden weiterhin bei der Notfallbetreuung besonders berücksichtigt.

Alle anderen Kinder, die auf die Kindertagesbetreuung angewiesen sind, werden darüber hinaus ab Ende Mai mindestens einmal wöchentlich betreut; es sollen hierbei feste Gruppen unter Beachtung der beschriebenen Gruppengrößen gebildet werden.

Für die Planung dieser Betreuung in festen Gruppen wird in Abstimmung mit der Einrichtung mit den Eltern ein Tag in der Woche verbindlich

Die mindestens „einmal“ wöchentliche Betreuung kann ausgeweitet Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung haben dabei Vorrang. Diese Ausweitung hängt von der Betreuungskapazität der Einrichtung in personeller und räumlicher Sicht ab.

Für die Kindertagespflegestellen beginnt der volle Regelbetrieb. Alle Kinder können wiederaufgenommen werden.

Die vorgenannten Regelungen für den Einstieg in den eingeschränkten Regelbetrieb sollen auch für die Ferienzeit bis Anfang August 2020 gelten.

Die konkreten Kriterien für die Aufnahme weiterer Kinder werden im Dialog mit den Expertinnen und Experten und den Kommunalen Spitzenverbänden entwickelt. Um die Platzkapazitäten für den eingeschränkten Regelbetrieb für den Zeitraum weiter auszuweiten, können weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. Die möglichen Maßnahmen reichen von der Suche nach zusätzlichen Räumen in Bürger- und Gemeindehäusern über die Gewinnung zusätzlichen Personals bis hin zu Modellen des Teilens von Kita-Plätzen. Das MBJS wird ein Modellprojekt zum Einsatz von pädagogischen Online-Angeboten für Kitas durch Erzieherinnen und Erzieher, die im Homeoffice sind, in Abstimmung mit den Trägern auf den Weg bringen.

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Stand: 12. Mai, 11 Uhr

Breiten- und Freizeitsport ab 15. Mai 2020 erlaubt - Sportland Brandenburg kommt wieder in Bewegung

Auf die Plätze, fertig! Die Landesregierung hat am Freitag Lockerungen für den Breiten- und Freizeitsport in Brandenburg beschlossen. Danach ist kontaktloser Sport- und Freizeitsport im Freien ab 15. Mai 2020 ohne besondere Genehmigung wieder erlaubt. Sportliche Betätigungen in geschlossenen Räumen und Hallen sowie Kontaktsportarten bleiben zunächst jedoch verboten. Wettkämpfe und Wettbewerbe unter freiem Himmel sind nicht generell untersagt. Es sind aber die Abstandsregelungen und Hygienevorschriften strikt einzuhalten.

Dies bedeutet, dass auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien wieder kontaktlos trainiert werden kann. Demnach kann beispielsweise auf dem Vereinsgelände wieder Individualsport im Freien wie beispielsweise Leichtathletik, Fitness, Radsport, Tennis oder Reitsport unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln trainiert werden. Aktuell sind 355.190 Sportlerinnen und Sportler in 3.003 Vereinen im Landessportbund Brandenburg e.V. (LSB) organisiert.

Anbieter, Betreiber und Vereine sind allerdings aufgefordert, das Infektionsrisiko der Sportlerinnen und Sportler durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen zu reduzieren. So ist der Zugang zur Sportanlage so zu gestalten, dass alle anwesenden Personen stets einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten und keine Ansammlungen von Personen entstehen. Ebenso müssen alle Sportlerinnen und Sportler durch deutliche Hinweise auf die Abstandsregeln aufmerksam gemacht werden.

Schon seit dem 4. Mai konnten den Schülerinnen und Schüler Bewegungsangebote auf öffentlichen und privaten Sportanlagen unter freiem Himmel unterbreitet werden, die kontaktlos und unter Wahrung des Abstandsgebotes erfolgen, um bei der psychischen und physischen Stressbewältigung zu unterstützen und das Energieniveau zu erhöhen. Jetzt können die Schulsportanlagen auch für die Spezialschulen und Spezialklassen Sport geöffnet werden. Die sportliche Begabungsförderung an diesen Einrichtungen soll den Schülerinnen und Schülern eine langfristige Entwicklungsförderung ermöglichen. Hierfür sind spezielle Hygienepläne erarbeitet worden.

LSB-Präsident Wolfgang Neubert: „Das Land hat die gesetzlichen Voraussetzungen für einen weiteren Teil des Sportbetriebes geschaffen. Die Lockerungen sind ein wichtiger Schritt und Belohnung für die bisherige Disziplin, die wir alle an den Tag gelegt haben. Doch wirklich gewonnen haben wir erst, wenn die Pandemie unter Kontrolle ist. Bis dahin gilt es, die von der Landesregierung angeordneten Regeln zu befolgen, damit wir unseren Teilerfolg nicht wieder verspielen und den Weg in die Sporthallen verlängern. Durch die territoriale Unterschiedlichkeit der Ausbreitung des Virus wird es allerdings auch weiterhin unterschiedliche örtliche Entscheidungen geben. Wir bitten die Verantwortlichen in den Regionen, möglichst viele der Sportmöglichkeiten auch zuzulassen.“

Sportministerin Britta Ernst: „Mit der Öffnung der Sportanlagen für den Breiten- und Freizeitsport kommt das Sportland Brandenburg wieder in Bewegung. Viele Sportlerinnen und Sportler sind in den zurückliegenden Wochen allein gelaufen        oder Rad gefahren. Gerade für die sportbegeisterten Brandenburgerinnen und Brandenburger in unseren Vereinen, für die Sport zum Alltag und zum Lebensgefühl gehört, sind die Auswirkungen der Corona-Krise besonders hart. Ich danke allen, die so verständnisvoll und geduldig die notwendigen Einschränkungen der vergangenen Wochen hingenommen und kreative Lösungen entwickelt haben. Schritt für Schritt wollen wir jetzt den Weg zurück in eine sportliche Normalität wagen. Ich hoffe sehr, dass mit Blick auf das Infektionsgeschehen weitere Lockerungsschritte im Sport zeitnah folgen können.“

Weitere Informationen:

Corona Aktuell – FAQ Sport

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Stand: 12. Mai, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.152 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 5 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.152 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 12.05.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.600 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+50 im Vergleich zum Vortag). So liegt die Zahl der aktiv Erkrankten bei circa 390. Aktuell sind 96 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 12 intensiv-medizinisch beatmet.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 165 Betroffenen. Das entspricht 101,9 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 160 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 11. Mai, 15.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.147 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 5 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.147 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 11.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 87 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 12 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.550 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 165 Betroffenen. Das entspricht 101,9 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 161 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 10. Mai, 20.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.142 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 5 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.142 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 10.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.530 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 165 Betroffenen. Das entspricht 101,9 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 159 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 09. Mai, 20.45 Uhr

Weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen

 Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (Stand 8. Mai 2020)

Das Land Brandenburg hat seine Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus erneut angepasst. Die am Freitag, den 8. Mai 2020, vom Landeskabinett beschlossene Neufassung der SARS-CoV-2-Eindämmungs-verordnung sieht weitere schrittweise Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen vor, zum Beispiel in den Bereichen Gastronomie, Tourismus und Sport. Allgemeine Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln gelten jedoch weiterhin, zunächst bis zum 5. Juni 2020.

„Die nun beschlossenen Erleichterungen sind vor allem für unsere Wirtschaft ein wichtiges Signal“, sagt Landrat Roger Lewandowski. Nachdem zuletzt bereits der Einzelhandel unter Auflagen den Betrieb wieder aufnehmen durfte, können ab dem 15. Mai 2020 auch Restaurants, Cafés und Kneipen wieder öffnen. Hierfür sind Auflagen wie Abstandsregeln, Zugangs-beschränkungen und eingeschränkte Öffnungszeiten einzuhalten. Ab 25. Mai 2020 ist dann die touristische Vermietung wieder möglich.

Die Öffnung von Außen-Sportanlagen ist ab dem 15. Mai 2020 wieder erlaubt. Dann kann auch der Trainingsbetrieb in Sportvereinen aufgenommen werden – unter freiem Himmel und ausschließlich kontaktlos. „Generell gilt es weiter auf Abstand und Hygiene zu achten“, so Landrat Lewandowski. Zwar sei die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Brandenburg und auch im Landkreis Havelland in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich zurückgegangen. Sollte es jedoch wieder zu einem erhöhten Infektionsgeschehen kommen, sieht die Neufassung der Eindämmungs-verordnung die Möglichkeit vor, lokal erneut auf striktere Beschränkungsmaßnahmen zurückzugreifen. „Wer jetzt leichtsinnig wird, setzt die bisherigen Lockerungen aufs Spiel. Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, wir müssen weiter wachsam und verantwortungsvoll mit der Situation umgehen“, sagt Landrat Roger Lewandowski.

Grundsätzlich sei nach wie vor darauf zu achten, die sozialen und persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren und einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu Menschen außerhalb des eigenen Haushaltes einzuhalten. Die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sind auch Grundvoraussetzung für alle Lockerungen.

Die wichtigsten Änderungen in der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung:

Ab Samstag, den 9. Mai 2020

werden öffentliche Spielplätze wieder geöffnet. Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist der Besuch gestattet, wenn durch eine anwesende aufsichtsbefugte Person die Einhaltung des Abstandsgebots und der Hygieneregeln sichergestellt wird.

werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen gelockert. Vorgesehen ist, dass sich nun Personen aus zwei Hausständen treffen können. Familientreffen und Feiern mit Gästen aus mehr als zwei Haushalten bleiben aber untersagt.

werden auch die Besuchsregelungen in Krankenhäusern und in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie in Pflegeheimen gelockert. Der Zutritt wird zur Vermeidung unnötig physischer Kontakte gesteuert. Zudem soll durch bauliche oder andere geeignete Maßnahmen ein wirksamer Schutz der Patienten oder Bewohner und des Personals vor Infektionen gewährleistet werden.

wird die Verkaufsbeschränkung von 800 Quadrat-metern Verkaufsfläche im Einzelhandel aufgehoben. Die vorübergehend geschaffenen Möglichkeiten zum Verkauf an Sonn- und Feiertagen entfallen.

dürfen unter Einhaltung der Hygieneauflagen körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel Fußpflege, Kosmetik-, Nagel-, Tattoo- oder Sonnenstudios wieder öffnen, auch wenn es sich um medizinisch nicht notwendige Behandlungen handelt. Kunden und Beschäftigte müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

sind mit jeweils bis zu fünf Schülern private Nachhilfe, Instrumentalunterricht an Musikschulen oder durch selbstständige Musikpädagogen sowie der Unterricht an sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen erlaubt.

dürfen Autokinos für den Publikumsverkehr öffnen. Geschlossen bleiben weiterhin Kinos, Theater- und Konzerthäuser. Auch Jahrmärkte, Freizeitparks sowie Einrichtungen, die Freizeitaktivitäten anbieten und ähnliche Einrichtungen bleiben geschlossen.

können Jugendfreizeiteinrichtungen wieder öffnen und sozialpädagogische Angebote für Jugendliche machen.

ist der Betrieb von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und von entsprechenden Tagesförderstätten sowie Angebote anderer Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX zwecks Notbetreuung von Menschen mit Behinderungen zulässig.

Ab Freitag, den 15. Mai 2020

können Restaurants, Cafés und Kneipen, die zubereitete Speisen anbieten, unter Auflagen wieder öffnen. Zu den Auflagen gehören Abstandsregeln, Zugangsbeschränkungen und eingeschränkte Öffnungszeiten von 6 bis 22 Uhr.

sind Dauercamping und Wohnmobilcamping wieder möglich, sofern ein autarkes Sanitärsystem gewährleistet ist. Gleiches gilt für Ferienwohnungen und -häuser sowie Charterboote mit Übernachtungsmöglichkeiten.

darf auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien wieder trainiert werden, allerdings ausschließlich kontaktlos. Berufssportlern sowie Kaderathleten der olympischen und paralympischen Sportarten an den Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten ist das Training ohne Einschränkung grundsätzlich erlaubt.

Ab Montag, den 25. Mai 2020

sind sämtliche touristischen Vermietungen unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder möglich. Dies gilt auch für das normale Camping mit sanitären Gemeinschafts-einrichtungen.

sind Angebote der hochschulischen und beruflichen Bildung einschließlich der Aufstiegsfortbildung, der betrieblichen Qualifizierung sowie Unterrichtungen und Prüfungen nach dem Gewerberecht wieder erlaubt.

Hinweise zu Mund-Nasen-Bedeckungen

Im Rahmen der Neufassung der Corona-Eindämmungsverordnung hat die Landesregierung auch einige Klarstellungen zu Mund-Nasen-Bedeckungen getroffen, die seit dem 27. April 2020 in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie für Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr Pflicht sind. Dies gelte demnach auch für Taxi-Fahrten und die Schülerbeförderung. Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, mit denen sie kommunizieren, müssen hingegen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Ausgenommen von der Pflicht sind außerdem Personen, denen die Verwendung einer solchen Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Beschäftigte in Verkaufsstellen und Einrichtungen zur Erbringung von Dienstleistungen, die keinen direkten Kundenkontakt haben oder wenn an ihrem Arbeitsplatz die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen wirkungsvoll verringert wird, brauchen ebenfalls keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Die Neufassung der SARS-CoV-2-Eindämmungs-verordnung sowie allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen.

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Stand: 09. März, 20.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.137 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 31 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.137 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 09.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.510 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+30 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 165 Betroffene angestiegen. Das entspricht 101,9 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 158 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 09. März, 20.45 Uhr

Corona-Regeln: Besuche in Pflegeheimen unter Auflagen wieder möglich

Bewohnerinnen und Bewohner in brandenburgischen Alten- und Pflegeheimen dürfen ab Samstag (9. Mai) unter strengen Auflagen wieder Besuch bekommen. Das seit Mitte März geltende coronabedingte Besuchsverbot wird gelockert. „Unter dem Besuchsverbot und der Einsamkeit haben in den vergangenen Wochen viele Bewohnerinnen und Bewohner sehr gelitten. Deswegen war es eine sehr gute Nachricht, dass sich Bund und Länder in dieser Woche gemeinsam auf Lockerungen der Besuchsregelung geeinigt haben. Die Sehnsucht ist sehr groß, deshalb haben wir auch in Brandenburg diese Lockerung schon ab dem morgigen Samstag, vor dem Muttertag, ermöglicht. Wir bitten aber eindringlich alle Familienangehörigen und Freunde, ihren Besuch telefonisch frühzeitig mit dem Pflegeheim genau abzustimmen. Denn wir müssen zum Schutz der älteren Menschen die Abstandsregeln diszipliniert einhalten“, betonte Sozialministerin Ursula Nonnemacher am Freitag.

Nonnemacher weiter: „Ich weiß, welche Entbehrungen wir den Bewohnerinnen und Bewohnern von Einrichtungen und ihren Angehörigen zumuten, wenn Besuche nicht möglich sind. Daher bin ich sehr froh, dass wir auch hier nun vorsichtige Schritte gehen können, damit diese wichtigen Kontakte – wenn auch in begrenzter Form – wieder möglich sind. Aber mehr soziale Kontakte bedeuten auch ein größeres Infektionsrisiko. Um die Besuche sicher auszugestalten, müssen sie vorher mit den Einrichtungen rechtzeitig telefonisch abgesprochen werden.

Da vielfach auch noch einige Voraussetzungen für Besuche geschaffen werden müssen, kann es gerade am ersten Wochenende, an dem wir auch Muttertag feiern, passieren, dass nicht alle Besuchswünsche verwirklicht werden können. Pflegeheime müssen sich auf die neue Situation vorbereiten können. Deshalb bitte ich Besucher, maßvoll von der neuen Regelung Gebrauch zu machen und zum Schutz ihrer Liebsten alle Anordnungen und Hinweise der Einrichtungen diszipliniert zu beachten.“

Die Landesregierung hat heute eine neue Eindämmungsverordnung beschlossen und damit weitere Corona-Regeln gelockert. So können Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und in besonderen Wohnformen Besuch durch eine Person empfangen, wenn sichergestellt ist, dass

der Zutritt gesteuert wird und unnötige physische Kontakte zu Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, zum Personal sowie unter den Besuchenden vermieden werden und

soweit möglich, durch bauliche oder andere geeignete Maßnahmen ein wirksamer Schutz der Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals vor Infektionen gewährleistet wird.

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Stand: 08. Mai 20.30 Uhr

Kabinett beschließt weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Brandenburg

Spielplätze werden geöffnet, Erleichterungen für Gastronomie und Tourismus - Kontaktbeschränkungen gelockert

In Brandenburg werden die Corona-Beschränkungen weiter schrittweise gelockert. Die Landesregierung hat dafür heute die neue Verordnung zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2, das die Lungenerkrankung COVID-19 auslöst, beschlossen. So sind ab Samstag (09.05.) Spielplätze wieder offen und mehrere Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten können sich treffen. Körpernahe Dienstleistungen wie Fußpflege und in Kosmetikstudios können unter strengen Hygieneauflagen angeboten werden. Ab Freitag (15.05.) können Gaststätten unter Auflagen öffnen. Hotels dürfen ab dem 25. Mai wieder Gäste beherbergen. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden bleiben bis zum 31. August verboten. Zugleich wurde die Quarantäneverordnung zur Ein-und Ausreise bis zum 5. Juni verlängert.

Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss werden Vereinbarungen auf Landesebene rechtlich umgesetzt, die am Mittwoch im Grundsatz zwischen Bundesregierung und Ländern vereinbart wurden. Den Rahmen für die heute beschlossene neue Rechtsverordnung hatten Ministerpräsident Dietmar Woidke, Innenminister Michael Stübgen und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher bereits am Mittwochabend mitgeteilt. Mit den Landräten und Oberbürgermeistern wurden Veränderungen bereits am Dienstagabend und erneut heute besprochen.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Diese direkte Kommunikation und gute Abstimmung auf allen Ebenen ist entscheidend, um gemeinsam bei der Bekämpfung des Coronavirus voranzukommen. Heute gibt es gute Nachrichten: Die Verbreitung des Virus konnte abgeschwächt werden, im Land Brandenburg sogar stärker als in manch anderen Bundesländern. Aber: Wir sind noch längst nicht durch. Die Situation erlaubt es uns dennoch, einige Beschränkungen in einer genauen zeitlichen Abfolge aufzuheben. Das freut mich. So ist es ab morgen möglich, sich auch mit einer anderen Familie zu treffen und auch Spielplätze wieder zu nutzen. Wichtige körpernahe Dienstleistungen sind wieder erlaubt, und für Tourismus und Gastronomie gibt es eine klare Perspektive. Aber weiter gilt: Abstand halten. Wenn wir das Virus nicht mehr ernst nehmen, wird es ernst. Das müssen wir gemeinsam verhindern."

Innenminister Michael Stübgen: „Wir haben in den vergangenen Wochen in Brandenburg viel geschafft. Wir haben die Welle gebremst und das ist ein Erfolg, den wir gemeinsam erreicht haben. Jetzt geht es darum, das normale Leben wiederherzustellen, berufliche Existenzen zu sichern und die Freiheiten zu schaffen, die unsere Verfassung verspricht. Wir dürfen uns aber von den erfreulich geringen Infektionszahlen nicht blenden lassen. Wir befinden uns weiter inmitten einer Pandemie. Deshalb wägen wir genau ab, was heute schon geht und was erst später gehen kann. Raus aus dem Lockdown ist weit schwieriger als rein in den Lockdown. Es bleibt unsere Aufgabe, unser Land und unsere Bevölkerung vor Schaden zu schützen. Und mit jedem Schritt in Richtung Normalität wächst jetzt die Verantwortung eines jeden einzelnen. Jeder hat es selbst in der Hand, seinen Teil dazu beizutragen, dass wir den Weg der Lockerungen weiter beschreiten können. Aber ich habe großes Vertrauen in die Brandenburgerinnen und Brandenburger, dass sie dieser Verantwortung gerecht werden."

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem neuartigen Coronavirus sind erfolgreich. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist auch Dank des disziplinierten Verhaltens der Brandenburgerinnen und Brandenburger deutlich zurückgegangen. Das ermöglicht es uns, die Corona-Maßnahmen weiter zu lockern. Wir sehen auch, dass die drastischen Kontaktbeschränkungen viele Menschen sehr belasten. Immer mehr Menschen, besonders Ältere, Kinder und Singles leiden unter Einsamkeit und vermissen die sozialen Kontakte mit Freunden und Verwandten. Mit der neuen Eindämmungsverordnung erleichtern wir Besuchsmöglichkeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderungen. Aber mehr soziale Kontakte bedeuten auch ein größeres Infektionsrisiko. Alle müssen deshalb sehr verantwortungsvoll mit diesen neuen Lockerungen umgehen. So sollten Besuche der Einrichtung angekündigt werden. Es gilt, besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen vor schweren Krankheitsverläufen weiter zu schützen."

Bildungsministerin Britta Ernst: „Brandenburg hat sehr früh - schon seit dem 27. April - erhebliche Lockerungen für den Besuch von Kitas und Schulen auf den Weg gebracht. Die Kita-Betreuungsquote liegt in Brandenburg derzeit bei durchschnittlich 26 Prozent und damit höher als in anderen Bundesländern. Mit der neuen Eindämmungsverordnung werden weitere Schritte möglich. Gemäß den Beschlüssen von Jugendminister- und Kultusministerkonferenz soll bis zu den Sommerferien jedes Kind am Übergang zur Schule vor dem Ende seiner Kita-Zeit noch einmal die Kita besuchen, jedes Schulkind und jeder Jugendliche soll wieder in die Schule gehen - zumindest tageweise. Dazu werden wir mit den Fachgremien aus dem Schul- und Kitabereich Anfang der Woche beraten und dann ein entsprechendes Konzept vorlegen."

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach: „Die Tourismusbranche ist von der Corona-Epidemie in besonderer Weise betroffen. Denn die Grundlage von Tourismus ist Mobilität. Daher galt es gründlich abzuwägen zwischen den epidemiologischen Risiken bei einer schrittweisen Öffnung des Gastgewerbes und den Konsequenzen für die Betriebe bei Nichtöffnung. Ich hoffe sehr, dass wir mit der neuen Verordnung eine erste Perspektive geschaffen haben, die ein Wiedererstarken der Branche ermöglicht. Der Tourismus ist für uns in Brandenburg bislang nicht nur ein äußerst stabiler Wirtschaftsfaktor gewesen. Er hat auch strukturpolitisch viel zu der Entwicklung im ländlichen Raum beigetragen. Manche Einrichtungen wie die Thermen müssen leider noch etwas länger warten. Auch Bereiche wie die Tagungshotellerie müssen sich noch für längere Zeit auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Die schweren Zeiten für unsere Touristiker sind also noch lange nicht überstanden. Deshalb werden wir den intensiven Dialog mit der Branche fortsetzen. Immerhin ergeben sich endlich erste Handlungsspielräume. Die Öffnung der Gastronomie ab 15. Mai und der Beherbergung ab 25. Mai bringt uns allen auch ein großes Stück Lebensqualität zurück."

Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle: „Wir haben vor drei Wochen als erstes Bundesland wieder Kultur ermöglicht und Museen und Bibliotheken geöffnet - ich freue mich, dass wir jetzt auch wieder das Musizieren in kleinen Gruppen an Musikschulen ermöglichen können. Aber bis zur vollständigen Öffnung aller Kultureinrichtungen wird es noch dauern. Viele Theater und Orchester haben uns in den vergangenen Wochen um klare Regelungen gebeten, um Planungssicherheit zu haben. Diesem Wunsch sind wir gefolgt: Bis Ende August sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt, bis Ende Juli dürfen in Theater-, Konzert- und Opernsälen keine Veranstaltungen stattfinden. Aber es soll Ausnahmen für kleinere Formate geben, etwa unter freiem Himmel. Dazu werde ich mich in der kommenden Woche eng mit der Kulturszene abstimmen und Vorschläge entwickeln. Zusammen mit unseren Förderprogrammen für Kultureinrichtungen und Kulturschaffende können wir somit unsere Kultur-Vielfalt wieder ein Stück mehr stabilisieren."

Grundsätzlich gilt weiter:

Allgemeines Abstandsgebot: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein Minimum reduziert zu halten. Zwischen Personen ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten; das gilt nicht für Ehe- oder Lebenspartner oder Angehörige des eigenen Haushalts sowie für Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht.

Allgemeine Regeln zum Aufenthalt im öffentlichen Raum: Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen sind weiter untersagt. Für Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 50 Teilnehmenden, zum Beispiel Demonstrationen, kann die zuständige kommunale Versammlungsbehörde im Einzelfall auf Antrag Ausnahmen zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.
Wichtig: Bei allen Maßnahmen und Lockerungen müssen immer die erforderlichen Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden!

Neuregelungen, die ab Samstag, dem 9. Mai, gelten:

Das Betreten öffentlicher Orte ist nicht mehr grundsätzlich untersagt. Das bedeutet: Man darf jetzt wieder öffentliche Wege, Straßen, Plätze und Parks auch ohne „triftigen Grund" betreten. Die Kontaktbeschränkungen werden gelockert:
Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren Haushalts gestattet, wenn die Abstands- und Hygieneregeln dabei eingehalten werden.

Diese Lockerung gilt auch für Zusammenkünfte im privaten oder familiären Bereich: auch hier können sich jetzt Personen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts treffen.

Das bedeutet: Jetzt können sich zum Beispiel zwei Familien oder Paare, die jeweils in einem Haushalt leben, treffen. Diese Regelung gilt nicht nur für die gleichen beiden Haushalte, sondern man kann sich zu unterschiedlichen Zeiten mit Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen. Diese Treffen können in einem der Haushalte oder im Freien stattfinden. Die Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden.

So kann beispielsweise eine Familie, die zusammen in einem Haushalt lebt, wieder die Großeltern besuchen, die ebenfalls zusammen in einem Haushalt leben. Große Familientreffen und Feiern mit Gästen aus mehr als zwei Haushalten sind aber weiter untersagt.

Grundsätzlich gilt also: Verwandtenbesuche - zum Beispiel über Himmelfahrt und Pfingsten - sind eingeschränkt möglich (nur Personen aus maximal zwei Haushalten), Feiern mit vielen Gästen, Freunden und Verwandten nicht.

Erleichterungen bei der nachbarschaftlich organisierten Kinderbeaufsichtigung

Die Beschränkung zum Aufenthalt im öffentlichen Raum gilt nicht bei begleiteten Außenaktivitäten mit Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. Dies gilt nicht nur für Kitas und Kindertagespflegestellen. Künftig können auch andere Aufsichtspersonen mit mehreren Kindern im öffentlichen Raum - zum Beispiel auf Spielplätzen oder in Parks gehen. Auch im Rahmen einer nachbarschaftlich organisierten Kinderbetreuung kann jetzt eine Person auch wieder die Kinder von anderen beaufsichtigen.

Öffentliche Spielplätze wieder geöffnet
Der Besuch und die Nutzung öffentlich zugänglicher Spielplätze und -flächen ist unter freiem Himmel durch Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr gestattet, wenn die Eltern oder eine andere volljährige Person dies beaufsichtigen. Notwendig ist, dass die Einhaltung des Abstandsgebots und der Hygieneregeln sichergestellt wird. Auch öffentliche Plätze und Straßen können im Rahmen von Aktivitäten der Kindertagesstätten, Kindertagespflegestellen, Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Eingliederungshilfe oder im Rahmen von nachbarschaftlich organisierter Kinderbetreuung wieder betreten und genutzt werden.

Erlaubt sind mit jeweils bis zu fünf Schülerinnen und/oder Schülern private Nachhilfe, Instrumentalunterricht an Musikschulen oder durch selbständige Musikpädagoginnen und -pädagogen sowie der Unterricht an sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen.

Neben dem bisher bereits erlaubten theoretischen Unterricht ist jetzt auch wieder die praktische Ausbildung in Fahrschulen, Flugschulen und ähnlichen Einrichtungen mit jeweils bis zu fünf Schülerinnen und/oder Schülern möglich.

Weiterbildung

In den Weiterbildungseinrichtungen werden - neben digitalen Lernangeboten - in begrenztem Umfang -wieder Präsenzangebote möglich. Angebote der allgemeinen, politischen und kulturellen Weiterbildung sind wieder zu gelassen, es wird nur die Zahl der Teilnehmenden auf maximal 5 begrenzt.

Einzelhandel: Die Verkaufsbeschränkung von bis zu 800 Quadratmetern entfällt. Damit dürfen alle Geschäfte unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen und Menschenansammlungen auf engem Raum wieder öffnen. Die vorübergehend geschaffenen Möglichkeiten zum Verkauf an Sonn- und Feiertagen entfallen.

Autokinos dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Geschlossen bleiben weiterhin Kinos, Theater- und Konzerthäuser. In Gesprächen mit der Landesregierung sollen mit ihnen jedoch Konzepte entwickelt werden, um ihnen eine Öffnungsperspektive zu geben. Auch Jahrmärkte, Freizeitparks sowie Einrichtungen, die Freizeitaktivitäten anbieten und ähnliche Einrichtungen bleiben noch geschlossen

Hilfen zur Erziehung
Unterstützungsangebote für Kinder und Familien - wie Erziehungsberatungsstellen, Erziehungsbeistandschaft, sozialpädagogische Familienhilfe und Tagesgruppen für Kinder und Jugendliche -  können ihren Betrieb wieder aufnehmen, es sei denn, das jeweils zuständige Jugendamt widerspricht.

Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit: Jugendfreizeiteinrichtungen, wichtige Treffpunkte für junge Menschen, können wieder öffnen und - unter Wahrung der gebotenen Infektionsschutzmaßnahmen - sozialpädagogische Angebote für Jugendliche machen, wenn das Jugendamt keine Bedenken hat. Ebenso sind wieder alle Angebote der Jugendsozialarbeit geöffnet. Dies betrifft zum Beispiel die sieben Produktionsschulen, in denen Jugendliche mit besonderen Herausforderungen unterstützt werden.

Der Betrieb von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und von entsprechenden Tagesförderstätten sowie Angebote anderer Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX sind nur zwecks Notbetreuung von Menschen mit Behinderungen zulässig. Das gilt entsprechend für die Tagespflege von Seniorinnen und Senioren. Dies setzt voraus, dass es für diese Personen keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt, insbesondere durch Angehörige oder in ambulanten oder besonderen Wohnformen. Werkstätten für Menschen mit Behinderung können diejenigen beschäftigen, die zur Aufrechterhaltung des wirtschaftlichen Betriebs in besonders wichtigen Teilbereichen erforderlich sind.

Körpernahe Dienstleistungen wie zum Beispiel Fußpflege, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Tattoo- und Sonnenstudios oder Massagesalons dürfen wieder öffnen, auch wenn es sich um medizinisch nicht notwendige Behandlungen handelt. Wichtig: Alle Dienstleistungen, bei denen ein physischer Kundenkontakt stattfindet, haben geeignete Maßnahmen zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Beachtung des Abstandsgebots zu beachten. Kunden und Beschäftigte müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Neue Besuchsregelungen: Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern und in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und in besonderen Wohnformen können Besuch durch eine Person empfangen, wenn sichergestellt ist, dass

der Zutritt gesteuert wird und unnötige physische Kontakte zu Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohnern, zum Personal sowie unter den Besuchenden vermieden werden und

soweit möglich, durch bauliche oder andere geeignete Maßnahmen ein wirksamer Schutz der Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner und des Personals vor Infektionen gewährleistet wird.

Diese Beschränkungen gelten nicht für

den Besuch von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren; diese dürfen einmal am Tag von einer nahestehenden Person Besuch empfangen,

den Besuch von Schwerstkranken, insbesondere zur Sterbebegleitung, durch ihnen nahestehende Personen und Urkundspersonen,

Besuche von Geburtsstationen durch werdende Väter und Väter von Neugeborenen; das gleiche gilt für Partnerinnen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften,

Besuche zur Durchführung ärztlich verordneter oder sonstiger erforderlicher therapeutischer Versorgungen sowie zur Seelsorge.

Wichtig: Zum Schutz von Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern sind Personen mit Atemwegsinfektionen vom Besuchsrecht ausgeschlossen. Ein Besuchsrecht besteht auch dann nicht, wenn in der jeweiligen Einrichtung aktuell ein aktives SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen vorliegt. Und alle Personen haben die Anweisungen der Leitung des Krankenhauses oder der Einrichtung und die Vorgaben bestehender Hygienepläne einzuhalten.

Infektions-Obergrenze: Bund und Länder haben in der Telefonschaltkonferenz am 6. Mai beschlossen, eine Infektions-Obergrenze einzuführen. Diese ist in der neuen Eindämmungsverordnung für Brandenburg aufgenommen. Damit wird sichergestellt, dass in Landkreisen und kreisfreien Städten mit kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept vor Ort umgesetzt wird. Dabei entscheiden die Landkreise und kreisfreien Städte im Benehmen mit dem Gesundheitsministerium im Einzelfall über notwendige Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz, wenn und soweit dies wegen örtlicher Besonderheiten oder aufgrund eines regionalen oder lokalen Infektionsgeschehens notwendig ist. Das kann bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Gemeinschaftseinrichtung, dort auf ein Beschränkungskonzept begrenzt werden.

Diese Maßnahmen müssten aufrechterhalten werden, bis der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für mindestens 7 Tage unterschritten wird. Diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz ist in Brandenburg regional unterschiedlich und liegt am heutigen 8. Mai 2020 zwischen 0 in Cottbus und Uckermark sowie 19,6 im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Im Landesschnitt sind es 7,4.

Neuregelungen, die ab Freitag, dem 15. Mai, gelten:

Restaurants, Cafés und Kneipen, die zubereitete Speisen anbieten, dürfen für den Publikumsverkehr von 6 bis 22 Uhr öffnen. Voraussetzung ist, dass die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln sichergestellt wird. Möglichkeiten zur Reservierung und zur Kontaktnachverfolgung werden dringend empfohlen. Gäste können sowohl draußen als auch drinnen bedient werden. Bislang blieben gastronomische Angebote auf den Außer-Haus-Verkauf beschränkt.

Erlaubt ist das Übernachten auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen, in Ferienwohnungen und -häusern sowie auf Charterbooten mit Übernachtungsmöglichkeit, sofern die jeweiligen Unterkünfte über eine eigene Sanitärausstattung verfügen. Damit ist auch Dauercamping wieder möglich, sofern ein autarkes Sanitärsystem gewährleistet ist. Sanitäre Gemeinschaftseinrichtungen müssen geschlossen bleiben. Erlaubt ist auch weiter die Nutzung von Ferienwohnungen und -häusern, die auf der Grundlage eines Miet- oder Pachtvertrags mit einer Laufzeit von mindestens einem Jahr nicht nur vorübergehend genutzt werden.

Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios sowie der Betrieb von Thermen, Wellnesszentren und ähnlichen Einrichtungen ist weiter untersagt. Ausnahmen von der Untersagung können wie bisher in begründeten Einzelfällen durch schriftliche Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamts zugelassen werden.

Breiten- und Freizeitsport
Auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen im Freien darf wieder trainiert werden, allerdings ausschließlich kontaktlos. Auf Vereinsgeländen ist Individualsport im Freien wie beispielsweise Leichtathletik, Fitness, Radsport, Tennis oder Reitsport - unter Berücksichtigung der Abstands- und Hygieneregeln - wieder möglich. Betreiber und Vereine sind allerdings aufgefordert, das Infektionsrisiko der Sportlerinnen und Sportler durch geeignete technische oder organisatorische Vorkehrungen zu reduzieren. So ist der Zugang zur Sportanlage so zu gestalten, dass alle anwesenden Personen stets einen Abstand von 1,5 Metern zueinander einhalten. Ebenso müssen alle Sportlerinnen und Sportler durch deutliche Hinweise auf die Abstandsregeln aufmerksam gemacht werden.

Berufssportlerinnen und -sportlern sowie Kaderathletinnen und -athleten der olympischen und paralympischen Sportarten an den Bundes-, Landes- oder Olympiastützpunkten ist das Training ohne Einschränkungen grundsätzlich erlaubt.

Neuregelungen, die ab Montag, dem 25. Mai, gelten:

Sämtliche touristischen Vermietungen sind wieder uneingeschränkt unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich. So können jetzt auch Hotels wieder Gäste beherbergen sowie Campingplätze mit sanitären Gemeinschaftseinrichtungen vermietet werden. Reisebusreisen, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote sind erlaubt. Auch Jugendfreizeiteinrichtungen (Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen und Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen) können wieder Gäste beherbergen.

Angebote der hochschulischen und beruflichen Bildung einschließlich der Aufstiegsfortbildung, der betrieblichen Qualifizierung sowie Unterrichtungen und Prüfungen nach dem Gewerberecht sind wieder erlaubt.
Jugendfreizeiteinrichtungen: Jugendbildungsstätten, Jugendherbergen und Kinder- und Jugenderholungseinrichtungen können wieder Gäste beherbergen.

Klarstellungen zur Mund-Nasen-Bedeckung
Seit dem 27. April ist in Brandenburg für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie für Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr Pflicht. Dazu gab es sehr viele Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern, aber auch von Unternehmen und Beschäftigten. Mit der neuen Eindämmungsverordnung gibt es folgende wichtige Klarstellungen:

Öffentlicher Personennahverkehr: das gilt neben Linienbussen, Straßenbahnen, Regionalbahnen, Regional-Express und S-Bahn und Bahn auch für alle Taxi-Fahrten sowie für die Schülerbeförderung.

Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, mit denen sie kommunizieren, müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ausgenommen von dieser Pflicht sind ebenso Personen, denen die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies müssen sie in geeigneter Weise glaubhaft machen.

Beschäftigte in Verkaufsstellen und Einrichtungen zur Erbringung von Dienstleistungen, die keinen direkten Kundenkontakt haben oder wenn an ihrem Arbeitsplatz die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen wirkungsvoll verringert wird, brauchen keine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Weitere erlaubte Versammlungen und Zusammenkünfte

Gottesdienste, religiöse Veranstaltungen und Zeremonien der Religionsgemeinschaften in Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempeln und Gebetsräumen mit bis zu 50 Personen. Das gilt mit der neuen Verordnung ab 9. Mai auch für Jugendweihe-Zeremonien.

Nicht-religiöse Bestattungen mit bis zu 50 Personen sowie die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis.

Standesamtliche Eheschließungen mit bis zu 50 Personen nach Maßgabe des Innenministeriums.

Wichtig: Beim anschließendem Zusammensein gelten die allgemeinen Regelungen zur Kontaktbeschränkungen. Das heißt, es dürfen sich nur Personen aus zwei Haushalten zugleich treffen.

Die Wahrnehmung von Terminen bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollziehern, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten, Notarinnen und Notaren.

Zusammenkünfte von Einrichtungen und Stellen, die öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnehmen, insbesondere der Feuerwehren und anerkannten Hilfsorganisationen.

Unterricht und pädagogische Angebote der Schule, die Durchführung und Vorbereitung von Prüfungen sowie die Abnahme von Prüfungsleistungen in Schulen, im außerschulischen Bereich sowie an Hochschulen.

Unaufschiebbare Zusammenkünfte der Organe und Gremien juristischer Personen des öffentlichen und des privaten Rechts zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben, sofern keine anderen Formen der Durchführung möglich sind und die Zahl der Teilnehmenden auf das zwingend erforderliche Maß beschränkt wird.

Verbot von Großveranstaltungen

Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zeitgleich Anwesenden (Großveranstaltungen), insbesondere Konzerte und ähnliche Musikveranstaltungen, Messen, Sportveranstaltungen, Volksfeste und ähnliche Veranstaltungen, künstlerische Darbietungen jeder Art und Versammlungen, bleiben aus Gründen des Infektionsschutzes bis einschließlich 31. August 2020 verboten. Grundlage dafür ist eine neue Großveranstaltungsverbotsverordnung, die das Kabinett heute ebenfalls gemäß dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs vom 6. Mai 2020 beschlossen hat. Diese Regelung soll Veranstalterinnen und Veranstaltern Planungssicherheit geben.

Wichtige Klarstellung: Weitergehende Einschränkungen, die sich aus der Eindämmungsverordnung ergeben, gehen vor. Nur weil Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden verboten sind, bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass Veranstaltungen mit weniger Teilnehmenden schon wieder erlaubt sind. Laut der Eindämmungsverordnungen bleiben öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen untersagt.

Quarantäneregeln für Ein- und Rückreisende

Die Quarantäneverordnung zur Ein- und Rückreise wird bis zum 5. Juni verlängertNeu hier: die Ausnahmen für Berufspendler werden auf alle „kritische Infrastrukturen" ausgeweitet. Und das regelmäßige Ein- und Auspendeln gilt nicht mehr nur allein zwischen Wohnort und Arbeitsstätte, sondern auch zwischen Wohnort und Schule oder Hochschule. Das ist für Schülerinnen und Schüler und Studierende wichtig.

Grundsätzlich sind nach der Quarantäneverordnung alle Personen, die aus einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in das Land Brandenburg einreisen, weiter verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort 14 Tage lang aufzuhalten. Diese Personen dürfen in dem Quarantänezeitraum keinen Besuch von anderen Personen empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Die betroffenen Personen sind verpflichtet, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf die häusliche Quarantäne hinzuweisen.

Es gibt aber zahlreiche Ausnahmen von dieser häuslichen Quarantäne: zum Beispiel für alle Berufsgruppen, die Personen, Waren, Post oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder Flugzeug grenzüberschreitend transportieren, sowie für Berufspendler, deren Tätigkeit für die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit z. B. des Gesundheitswesens, von Pflegeeinrichtungen sowie weiteren kritischen Infrastrukturen, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen, der Funktionsfähigkeit des Rechtswesens, der Funktionsfähigkeit der Volksvertretung, der Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen, der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und internationaler Organisationen zwingend notwendig ist. Weitere Ausnahmen gibt es für Personen, die regelmäßig die Grenze zwischen Wohnort und Arbeitsstätte/Schule/Hochschule überqueren (Ein- und Auspendler) oder für einen begrenzten Zeitraum zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst in das Bundesgebiet einreisen oder die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben.

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Stand: 08. Mai, 12.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.106 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 28 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.106 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 08.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 117 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 14 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.480 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+60 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 164 Betroffene angestiegen. Das entspricht 101,3 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 156 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 07. Mai, 12.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.078 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 32 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.078 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 07.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 128 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 14 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.420 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+60 im Vergleich zum Vortag). Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 162 Betroffenen. Das entspricht 100,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 156 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 06. Mai, 19.30 Uhr

Land plant Erleichterungen stufenweise

In der heutigen Videokonferenz der Bundesregierung mit den 16 Ministerpräsidenten wurden aufgrund des aktuell moderaten Infektionsgeschehens weitere Lockerungen der bestehenden Anti-Corona-Auflagen vereinbart und ein Fahrplan für die kommenden Wochen entwickelt. Ministerpräsident Woidke warnt allerdings vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl: „Ich freue mich, dass weitere Erleichterungen möglich sind. Aber: Die Pandemie ist nicht vorbei.  Die relativ gute Entwicklung darf uns darüber nicht täuschen. Und: Weiterhin Abstand zu halten, bleibt das A und O." Am 8. Mai wird das Kabinett zusammentreten und aktuell erforderliche Aktualisierungen beraten. Die neue Eindämmungsverordnung soll ab 9. Mai gelten.

Woidke weiter: „Deutschland, alle Bundesländer, sind bei der Eindämmung des Corona-Virus gut vorangekommen. Dafür gilt mein Dank dem weiterhin konsequenten Verhalten der allermeisten Bürgerinnen und Bürger - und natürlich auch unserem Gesundheitssystem. Allerdings können und dürfen wir uns noch nicht in Sicherheit wiegen: Wenn es regional wieder eine Verschlechterung geben sollte, wird es konsequent regional wieder Beschränkungen geben müssen. Das kann bis zu Ausgangssperren gehen oder dem Betretungsverbot von Ortschaften."

Konkret gilt dies bei kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage. Bei einem klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept darauf begrenzt werden. Diese Maßnahmen müssten aufrechterhalten werden, bis dieser Wert für mindestens 7 Tage unterschritten wird. Das umfasst auch die Durchsetzung von einzelnen Quarantäneauflagen. Bezogen auf ganz Brandenburg zeigen die Zahlen der letzten 7 Tage, dass das Land mit insgesamt 7,5 deutlich unter 50 liegt. Regional ist das aber stark unterschiedlich zwischen 0 in Cottbus und Spree-Neiße sowie 21,3 im Landkreis Dahme-Spreewald.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Mit den Eindämmungsmaßnahmen ist es uns gelungen, eine Überlastung unseres Gesundheitssystems zu verhindern. In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen deutlich zurückgegangen. Deswegen können wir behutsam weitere Öffnungsschritte gehen. Die Infektionsdynamik gibt dabei den Takt vor: Wir dürfen unsere Erfolge der letzten Wochen nicht leichtfertig verspielen und zu schnell zu viel auf einmal lockern. Sonst droht in Kürze eine zweite Infektionswelle, die heftiger werden kann. Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überstanden. In den kommenden Monaten müssen wir weiter diszipliniert auf Abstand und Hygiene achten, bis es einen Impfstoff gibt."

Innenminister Michael Stübgen: „Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben sich heute auf einen Fahrplan zur weitest gehenden Normalisierung geeinigt. Ich bin sehr zufrieden mit den erreichten Beschlüssen. Wir haben den Menschen in den vergangenen Wochen viel abverlangen müssen, um die Infektionswelle zu bremsen. In manchen Bereichen hat das zu schmerzhaften Einschnitten und Verlusten geführt. Aber es war wichtig und es war erfolgreich. Heute ist deshalb ein Tag, an dem wir positiv nach vorne blicken können - es geht bergauf. Klar ist aber auch, dass das nicht das Ende der Pandemie ist. Es ist noch nicht mal der Anfang vom Ende. Aber es ist das Ende vom Anfang."

Das Kabinett wird am Freitag eine Neufassung der Eindämmungsverordnung beschließen. Dabei gelten immer die zu beachtenden Kontakt- und Hygieneregeln:

Ab Samstag, dem 9. Mai

werden die Spielplätze wieder geöffnet.

werden die bisherigen Kontaktbeschränkungen auf die häusliche Gemeinschaft bzw. eine andere Person geändert. Vorgesehen ist, dass sich nun zwei Hausstände treffen können.

wird die Verkaufsbeschränkung von 800 m2 Verkaufsfläche aufgehoben.

Ab Montag, dem 11. Mai

sind, unter Einhaltung der Hygieneauflagen, körpernahe Dienstleistungen wie z. B. Fußpflege oder Kosmetik wieder gestattet, auch wenn es sich um medizinisch nicht notwendige Behandlungen handelt.

entfallen die vorübergehend geschaffenen Möglichkeiten zum Verkauf an Sonn- und Feiertagen.

Ab Freitag, dem 15. Mai

können Restaurants, Cafés und Kneipen unter Auflagen wieder öffnen. Zu den Auflagen gehören Abstandsregeln, Zugangsbeschränkungen und eingeschränkte Öffnungszeiten.

sind Dauercamping und Wohnmobilcamping wieder möglich, sofern ein autarkes Sanitärsystem gewährleistet ist.

können Außen-Sportanlagen wieder öffnen. Das gilt z. B. für Marinas und Bootsverleih oder den Flugsport.

kann der Trainingsbetrieb in Sportvereinen ohne Wettkämpfe wiederaufgenommen werden. Das Training soll möglichst kontaktlos erfolgen. Zu Wettkämpfen wie zum Beispiel Fußball gibt es noch keine Festlegungen.

Ab Montag, dem 25. Mai

soll die touristische Vermietung wieder ermöglicht werden, so zum Beispiel in Hotels und Ferienwohnungen. Dies soll auch für das normale Camping gelten.

Für Verkaufsstellen des Einzelhandels wird mit der für Freitag vorgesehenen Verordnung klargestellt, dass die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht für Beschäftigte gilt, die keinen Kundenkontakt haben oder wenn bei Kundenkontakt durch andere Vorrichtungen ein ausreichender Schutz gewährleistet werden kann.

In die neue Verordnung werden weitere Erleichterungen aufgenommen, zu denen heute jedoch noch keine festen Termine genannt werden können:

Einzelunterricht an Musikschulen einschließlich des Einzelunterrichts von selbständigen Musikpädagogen in Wohn- und Arbeitsräumen soll wieder möglich sein.

Alle Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe können wieder öffnen, es sei denn, das zuständige Jugendamt widerspricht. Dies gilt jedoch nicht für die normale Krippen- und Kitabetreuung.

In Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sollen Möglichkeiten der Beschäftigung geschaffen werden.

Die Besuchsmöglichkeiten von mit der Seelsorge betrauten Personen werden wieder stets zugelassen, gegebenenfalls unter Auferlegung erforderlicher Verhaltensmaßregeln.

Die Ausnahmen zum Kontakt- und Betretungsverbot werden um Außenaktivitäten und nachbarschaftlich organisierte Aufsichten über Kinder im Alter bis zum 14. Lebensjahr erweitert.

Besuche in Krankenhäusern, Pflegeheimen Senioren- oder Behinderteneinrichtungen sollen erleichtert werden.

Der Betrieb von Autokinos soll künftig möglich sein. 

Woidke: „Meine dringend Bitte: Halten Sie sich trotz aller anstehenden Erleichterungen an die Regeln zu Abstand und Hygiene. Denn ganz klar: Ich will nicht zurück zu den strengen Einschränkungen. Ich will, dass es bei den Öffnungen bleiben kann. Das ist - wie oft gesagt - wichtig für unsere Wirtschaft.

Aber - und darauf lege ich Wert - es ist vielleicht noch viel wichtiger für unsere Kinder. Viele von ihnen haben unter den Einschränkungen besonders zu leiden. Und wohl die wenigsten von ihnen haben einen großen Garten und die Natur direkt vor der Tür. Das Wohl aller Kinder geht uns alle an. Ganz besonders in diesen Zeiten. Deshalb meine dringende Bitte: Wir alle müssen Augen und Ohren offen halten für die Kinder und Jugendlichen. Sie brauchen unseren Schutz."

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Stand: 06. Mai, 13.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.046 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 40 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.046 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 06.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 155 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 14 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.360 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+40 im Vergleich zum Vortag).

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 162 Betroffenen. Das entspricht 100,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 151 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 05. Mai, 10.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 3.006 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 7 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 3.006 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 153 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 14 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.320 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+40 im Vergleich zum Vortag).

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 162 Betroffene angestiegen. Das entspricht 100,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 151 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 04. Mai, 13.15 Uhr

Information über die Verkürzung der Badesaison auf Grund der Corona-Situation (Allgemeinverfügung des Landes Brandenburg vom 09. April 2020

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Stand: 04. Mai, 12.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.999 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 10 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.999 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.05.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 155 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 15 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.280 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+40 im Vergleich zum Vortag).

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 161 Betroffene angestiegen. Das entspricht 99,4 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 151 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 03. Mai, 20.15 Uhr

Corona: Friseure dürfen ab Montag wieder öffnen

Informationen zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen

Seit einer Woche ist in Brandenburg das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie für Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr Pflicht. Ab Montag (4. Mai) dürfen Friseurbetriebe wieder öffnen – auch hier müssen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher dankt allen Brandenburgerinnen und Brandenburger für die Beachtung dieser zusätzlichen Schutzmaßnahme: „Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Öffentlichkeit mag für viele anfangs gewöhnungsbedürftig gewesen sein. Mund-Nasen-Bedeckungen können erregerhaltige Tröpfchen zurückhalten. So kann man andere Menschen besser schützen.“ Zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen gingen in der vergangenen Woche sehr viele Fragen beim Corona-Bürgertelefon des Landes ein (Rufnummer 0331 866-5050).

Auch Friseurbetriebe müssen Hygienestandards und Abstandgebot einhalten und den Zutritt steuern. Verhaltensregeln für den Friseurbesuch in Corona-Zeiten hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) veröffentlicht. So müssen Beschäftigte und Kunden im Friseursalon eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Kosmetische Behandlungen wie Make-up, Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege sind weiterhin nicht erlaubt. (BGW-Downloads: Verhaltensregeln für den Friseurbesuch in Corona-Zeiten, SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard für das Friseurhandwerk).

Informationen zum Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus für Beschäftigte im Einzelhandel hat das Gesundheitsministerium im Internet veröffentlicht: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/start/themen/arbeitsschutz/arbeitsschutz-corona-information/arbeitsschutz-corona-einzelhandel/. Grundsätzlich müssen in Verkaufsstellen alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) tragen. Beschäftigte im Einzelhandel sollen gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesarbeitsministeriums in Zweifelsfällen, bei denen sich tätigkeitsbedingt der Mindestabstand von 1,5 Metern zu Kunden oder anderen Beschäftigten nicht sicher einhalten lässt und in denen bauliche oder organisatorische Maßnahmen nicht umsetzbar sind, eine MNB tragen. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes besteht für Beschäftigte also kein Zwang zum ständigen Tragen von MNB. Dies gilt lediglich in der Zeit, in der Beschäftigte z. B. Kunden auf der Verkaufsfläche beraten oder Waren einräumen. In der Regel gilt dies auch für den Kassenbereich oder an Bedientheken, wenn nur eine einfache und nicht hinreichend große Schutzvorkehrung angebracht wurde. Nur wenn eine klare Trennung der Atembereiche, z. B. durch ausreichend große Schutzscheiben oder Schutzfolien zwischen Kassen- bzw. Bedienbereich und Kundenbereich, vorgenommen wird, kann dort auf eine Mund-Nasen-Bedeckung für die Beschäftigten verzichtet werden.

Das neuartige Corona-Virus SARS CoV-2, das die Erkrankung COVID-19 auslöst, wird beim Husten, Niesen und Sprechen über die Atemluft in die Umgebung verbreitet. Das tückische an dem Virus ist: Auch wer keine oder noch keine spürbaren Symptome hat, kann mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sein und andere mit dem Erreger infizieren. Die wichtigsten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz vor dem Coronavirus sind die Kontaktbeschränkungen, das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen, das häufige und gründliche Händewaschen mit Seife sowie das Einhalten der Husten- und Niesregeln. Neben diesen Maßnahmen hilft das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zusätzlich, die Verbreitung des SARS-CoV-2 einzudämmen, wenn sie richtig genutzt werden.

Die Mund-Nasen-Bedeckung muss aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet sein, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie. Die Pflicht bezieht sich auf das Bedecken von Mund und Nase. Somit dürfen selbst hergestellte Alltagsmasken verwendet werden. Das sind Masken, die aus handelsüblichen Stoffen genäht werden können. Die Maske muss groß genug sein, damit sie Mund, Nase und Wangen vollständig bedeckt. Zugleich sollte sie möglichst eng anliegen. Auch Schals, Tücher oder Buffs sind ausreichend. Es muss also keine Maske gekauft werden.

Der richtige Umgang mit den Mund-Nasen-Bedeckungen ist ganz wesentlich, um einen größtmöglichen Schutz zu erreichen. Das muss beachtet werden:

Vor dem Anlegen einer Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände waschen (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).

Beim Aufsetzen darauf achten, dass Nase und Mund bis zum Kinn abgedeckt sind und die Mund-Nasen-Bedeckung an den Rändern möglichst eng anliegt. Mund-Nasen-Bedeckung spätestens dann wechseln, wenn sie durch die Atemluft durchfeuchtet ist. Denn dann können sich zusätzliche Keime ansiedeln.

Während des Tragens die Mund-Nasen-Bedeckung möglichst nicht anfassen oder verschieben.

Beim Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung möglichst nicht die Außenseiten berühren, da sich hier Erreger befinden können.

Nach dem Abnehmen der Mund-Nasen-Bedeckung gründlich die Hände waschen (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).

Nach der Verwendung sollte die Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Waschen luftdicht aufbewahrt oder am besten sofort bei 60 bis 95 Grad Celsius gewaschen werden.

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Stand: 03. Mai, 20.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.989 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 24 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.989 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.05.2020, 10:00 Uhr). Aktuell sind 165 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 13 intensiv-medizinisch beatmet. In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.240 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+20 im Vergleich zum Vortag).

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 159 Betroffenen. Das entspricht 98,2 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 151 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 03. Mai, 20.15 Uhr

Land beschaffte im April insgesamt 3,6 Millionen OP-Masken und 371.000 FFP2-Masken

Dringend benötigte Corona-Schutzausrüstung: Das Land Brandenburg hat im April insgesamt 3,6 Millionen Mund-Nasen-Schutzmasken (auch OP-Masken genannt), 371.000 FFP2-Masken und 180.000 Liter Desinfektionsmittel selbst beschafft und nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. Das teilte der Interministerielle Koordinierungsstabes „Corona“ der Landesregierung heute mit. Organisiert werden die Lieferungen von der „Task Force Beschaffung“ unter Leitung des Zentraldienstes der Polizei Brandenburg (ZDPol).

Zusätzlich konnten über Lieferungen des Bundes im April insgesamt rund 292.700 FFP2-Masken, 29.300 FFP3-Masken, 1,1 Millionen Handschuhe, 13.800 Schutzkittel, 1,4 Millionen OP-Masken und 6.100 Liter Desinfektionsmittel an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt werden.

Die Landkreise und kreisfreien Städte verteilen die Schutzausrüstung vor Ort unter anderem an Krankenhäuser, Gesundheitsämter, Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste ab.

Der ZDPol hat eine Angebotsplattform für medizinische Produkte und persönliche Schutzausrüstung freigeschaltet. Unter dem Link https://polizei.brandenburg.de/onlineservice/angebot_medizinischer_produkte können Angebote zum Beispiel für Operationsmasken, Untersuchungshandschuhe, Schutzkittel, FFP3-Masken oder auch Desinfektionsmittel, die im Kampf gegen das Coronavirus benötigt werden, online eingestellt und zentral angeboten werden.

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Stand: 02. Mai, 13.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.965 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 44 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.965 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.220 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+10 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 159 Betroffene angestiegen. Das entspricht 98,2 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 151 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 01. Mai, 18.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.921 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 36 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.921 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.05.2020, 10:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.210 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+140 im Vergleich zum Vortag).

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 156 Betroffene angestiegen. Das entspricht 96,4 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Sechs Todesfälle sind nunmehr im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 148 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 30. April, 20.30 Uhr

Corona-Pandemie: Weitere Erleichterungen geplant

In der heutigen Videokonferenz der Bundesregierung mit den 16 Regierungschefinnen und -chefs erfolgte ein Abgleich der Entwicklungen in den Bundesländern nach den letzten Erleichterungen. Zugleich wurden weitere Lockerungen vereinbart, die in Brandenburg teilweise bereits umgesetzt sind. Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ein möglichst einheitliches und abgestimmtes Vorgehen der Bundesländer ist weiter wichtig. Das sage ich ganz bewusst auch als Bundesratspräsident. Das gilt natürlich unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten."

Beschlossen wurde:

· Gottesdienste sollen bundesweit wieder ermöglicht werden. Dies ist in der aktuellen Brandenburger Eindämmungsverordnung und unter Einhaltungen klarer Regeln bereits zum 4. Mai umgesetzt.

· Kultureinrichtungen, wie Museen und Gedenkstätten sowie auch Zoologische Gärten, Wildgehege und Tierparks können - ebenfalls unter Einhaltung klarer Regeln - wieder öffnen. Auch dies ist in Brandenburg seit 22. April bereits wieder möglich.

· Spielplätze können wieder geöffnet werden. Brandenburger will das in einer zu aktualisierenden Verordnung wieder ab 9. Mai ermöglichen.

Ebenfalls vereinbart wurde, Krankenhauskapazitäten wieder für planbare Operationen freizugeben. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher ist dazu bereits mit den Krankenhäusern im Gespräch.

Woidke: „Das ist möglich, weil es gelungen ist, den Virus im Zaum zu halten, aber er ist noch längst nicht besiegt. Deshalb wurde auch vereinbart: Sollte es zu einer starken Zunahme der Erkrankungen kommen, werden Lockerungen wieder zurückgenommen. Da Großveranstaltungen als besonders kritisch gelten, haben wir bestätigt, dass sie bis 31. August verboten bleiben."

Dies gilt in Brandenburg weiterhin für alle Veranstaltungen außer Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen (ab 4. Mai) oder Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmenden. Auch in anderen Bundesländern gibt es keine anderen Veranstaltungen, denn es bleibt bei grundsätzlichen Kontaktbeschränkungen.

Die Ministerpräsidenten haben sich mit der Bundesregierung für den 6. Mai erneut verabredet. Themen sollen dabei u. a. sein:

· Konzepte zum Umgang mit der touristischen Infrastruktur, wie Hotels und Gaststätten. Woidke: „Hier müssen wir den Unternehmen eine Perspektive bieten."

· Weitere schrittweise Öffnung von Schulen, Kita-Angebote und Sportbetrieb

Woidke: „Dabei ist für mich klar: Wer den Profifußball zulässt, kann den Amateursport nicht verbieten. Für mich gilt dabei die Regel: Erst den Virus in die Defensive bringen, dann kann auf dem Platz gestürmt werden."

Woidke weiter: „Brandenburg ist bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg. Darüber bin ich froh. Das ist dem Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. Das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Sonst wird jede Erleichterung zum Bumerang. Deshalb erneut der dringende Appell zu Besonnenheit und Vorsicht. In einer Zeit schneller Entwicklungen brauchen wir, die Bürgerinnen und Bürger und die Betriebe dennoch soweit wie möglich Kontinuität. Deshalb gilt unsere aktuelle Verordnung vorerst weiter bis 8. Mai."

Voraussichtlich am 8. Mai wird das Kabinett zusammentreten und aktuell erforderliche Aktualisierungen beraten. Ab 9. Mai wird es eine neue Eindämmungsverordnung geben, unter anderem zu Spielplätzen.

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Stand: 30. April, 13.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.885 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 25 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.885 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 30.04.2020, 08:00 Uhr). In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.070 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019 (+60 im Vergleich zum Vortag). Aktuell sind 187 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 21 intensivmedizinisch beatmet.

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Corona-Dashboard ist mit diesem Link direkt erreichbar: https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiterhin bei 154 Betroffenen. Das entspricht 95,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 145 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 30. April, 13.15 Uhr

Gesundheitsministerin Nonnemacher  fordert allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in der Pflege

„Die Beschäftigten in den Krankenhäusern, stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten verdienen nicht nur einmalige Wertschätzungen in der Corona-Krise, sie haben auch ein Recht auf gute Arbeitsbedingungen und angemessene Vergütung für ihre verantwortungsvolle, oft auch belastende Arbeit. Seit vielen Jahren schon wird in Deutschland über einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für Pflegekräfte nur diskutiert. Pflegekräfte müssen endlich von besserer Bezahlung profitieren. Und zwar dauerhaft. Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen erreicht man nur über eine Tarifvereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Pflegekräfte leisten jeden Tag rund um die Uhr einen wichtigen Dienst für die Gesellschaft. Das ist psychisch und physisch eine äußerst anspruchsvolle Arbeit. Die Corona-Pandemie führt jetzt der ganzen Öffentlichkeit eindringlich vor Augen, wie wichtig die Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Menschen ist. Trotzdem verdienen sie im Vergleich zu technischen Berufen immer noch deutlich weniger.

In unser immer älter werdenden Gesellschaft brauchen wir in den kommenden Jahren mehr Menschen, die bereit sind, diese wichtige Aufgabe zu übernehmen. Die Gehälter der Pflegekräfte müssen auch mit Blick auf die Fachkräftegewinnung steigen. Entscheidend für die Fachkräftesicherung sind natürlich auch attraktive Arbeitsbedingungen in Pflegeeinrichtungen.“

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Stand: 29. April, 18.15 Uhr

Wiederaufnahme des Unterrichts erneut konkretisiert

Der Landkreis Havelland hat seine im Zuge der Corona-Pandemie erlassene Allgemeinverfügung zum Verbot der Unterrichtserteilung in den havelländischen Schulen erneut ergänzt und bis zum 22. Mai 2020 verlängert. Die Allgemeinverfügung benennt die zugelassenen Ausnahmen vom Unterrichtsverbot und konkretisiert damit noch einmal die schrittweise, geordnete Wiederaufnahme des Unterrichtes.

Der bereits seit dem 27. April 2020 wieder zugelassene Unterricht in der Jahrgangsstufe 10 an Ober- und Gesamtschulen sowie Gymnasien, in der Jahrgangsstufe 10 an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ und in den beruflichen Bildungsgängen an Oberstufenzentren zur Prüfungsvorbereitung darf demnach fortgeführt werden. Entsprechendes gilt auch für Bildungsdienstleister im Bereich der beruflichen Bildung, überbetriebliche Lehrlingsunterweisung sowie vergleichbare Angebote. Ebenfalls fortgeführt werden kann der Unterrichtsbetrieb an Schulen, in denen Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ und Schüler mit einer schweren Mehrfachbehinderung beschult werden.

Ab dem 4. Mai 2020 zugelassen wird der Unterricht

in der Jahrgangsstufe 6 an Grundschulen,

in den Jahrgangsstufen 6 und 9 an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“,

in der Jahrgangsstufe 9 an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien,

in der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien,

in der Jahrgangsstufe 12 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien,

in den Jahrgangsstufen 9 und 10 im Bildungsgang zum nachträglichen Erwerb der Fachoberschulreife,

in allen beruflichen Bildungsgängen an beruflichen Schulen, für die im weiteren Bildungsverlauf die zeitliche Anschlussfähigkeit zu gewährleisten ist.

Ab dem 11. Mai 2020 zugelassen wird der Unterricht

in der Jahrgangsstufe 5 an Grundschulen und

in der Jahrgangsstufen 5 an Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“.

Darüber hinaus sind pädagogische Angebote der Schule für Schüler, die Angebote im Rahmen des häuslichen Bereichs nur unzureichend erreichen oder die zur Wahrnehmung des Kindeswohls aufzunehmen sind oder im Einzelfall besonderer Unterstützung bedürfen, in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 ebenso zugelassen.

Die aktuelle Fassung der Allgemeinverfügung für das Havelland ist auf der Internetseite des Landkreises unter www.havelland.de/coronavirus zu finden. Dort gibt es auch allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus.

Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland über das Verbot der Unterrichtserteilung in Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft (Stand 29. April 2020)

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Stand: 29. April, 18.15 Uhr

Jugendamt hilft Familien durch die Corona-Krise

Das Jugendamt des Landkreises Havelland ist auch in Zeiten der Corona-Pandemie weiterhin erreichbar. Trotz Einschränkungen des Besucherverkehrs bleiben die Sprech- und Öffnungszeiten in dringenden Fällen erhalten. Eine Kontaktaufnahme ist per E-Mail, Telefon oder Brief möglich.

Das öffentliche Leben ist in vielen Teilen der Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen derzeit stark eingeschränkt. Von den Einschränkungen sind auch viele Familien im Landkreis Havelland betroffen, zum Beispiel wenn die Kinder nicht mehr in die Schule oder die Kita gehen können, sondern zu Hause betreut werden müssen. Die zusätzliche gemeinsame Zeit kann viele Familien enger zusammenschweißen. Sie kann jedoch auch Konflikte entstehen lassen, Eltern überfordern oder dazu führen, dass Kinder Gewalt und Verwahrlosung erleben. Finanzielle Engpässe sowie Zukunftssorgen können Familien zusätzlich belasten und zu Problemen im Miteinander führen.

In dieser herausfordernden Zeit stehen die Mitarbeiter des Jugendamtes weiterhin als Ansprechpartner für Familien, Kinder und Jugendliche zur Verfügung. Eine Beratung sowie eine Terminvergabe kann per Telefon erfolgen. Zudem gehen die Mitarbeiter weiterhin Hinweisen auf Kindesmisshandlung und Vernachlässigungen nach. Das Jugendamt kann per E-Mail unter jugendamt@havelland.de oder telefonisch in Rathenow unter der Nummer 03385/551-2569, in Falkensee unter 03321/403-6827 sowie in Nauen unter der Rufnummer 03321/403-5189 erreicht werden. Das Vorzimmer der Jugendamtsleitung ist unter 03385/551-2401 zu kontaktieren.

Bundesweit sind zudem verschiedene Hotlines eingerichtet, die zusätzlich Hilfe und anonyme Beratung anbieten: Die „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche (116 111), das Elterntelefon (0800/111 0550), das Pflegetelefon (030/2017 9131), das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ (0800/404-0020) sowie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (0800/011 6016).

Brief des Jugendamtes an die Bürgerinnen und Bürger

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Stand: 29. April, 18.15 Uhr

Krisenstab koordiniert Corona-Vorgehen im Havelland

Ein zehnköpfiger Krisenstab koordiniert im Landkreis Havelland das Vorgehen in Zeiten der Corona-Pandemie. Seit Mitte März befassen sich die Mitglieder täglich mit aktuellen Fragen rund um das Corona-Geschehen. Unter Leitung des Beigeordneten Dr. Henning Kellner steht der Stab in engem Austausch mit dem havelländischen Gesundheitsamt, den Kommunen des Havellandes sowie der Bundeswehr durch das Kreisverbindungskommando Havelland und dem Interministeriellen Koordinierungsstab der Brandenburger Landesregierung.

Regelmäßige Telefonkonferenzen gehören daher zum Alltag im Krisenstab. Darüber hinaus beantworten die Stabsmitglieder täglich zahlreiche E-Mails, klären offene Fragen und suchen Lösungen für auftretende Probleme. „Unser Stab hat die Lage gut im Griff“, sagt Landrat Roger Lewandowski. Alle Mitglieder des Krisenstabes gehören auch dem Katastrophenschutzstab des Landkreises an, der in jährlichen Ausbildungen verschiedene Szenarien in Übungen durchspielt und sich so auf einen möglichen Ernstfall vorbereitet. Davon profitiert nun auch die Arbeit im Corona-Krisenstab. Die Arbeitsverteilung erfolgt nach einer klaren Struktur. Jeder kennt seine Aufgaben und kann diese selbstständig abarbeiten.

Eine der wichtigsten Aufgaben während der Corona-Pandemie ist die Beschaffung von persönlicher Schutzausstattung, zum Beispiel Atemschutzmasken, Einweganzügen oder auch Desinfektionsmittel. Verwaltungsintern organisiert der Krisenstab auch die zeitweise Umsetzung von Mitarbeitern zur Verstärkung des Gesundheitsamtes, etwa für die Teams, die telefonisch Kontakt zu den am Coronavirus erkrankten Menschen halten und die Nachverfolgung von Infektionsketten durchführen.

Die aktuelle Lage im Blick

Wichtig ist zudem, stets die aktuelle Informationslage im Blick zu haben. Auch hierfür gibt es im Stab entsprechende Spezialisten, die alle offiziellen Informationen zusammentragen, sie auswerten und je nach Adressat passend weiterverteilen. In diesem Zusammenhang entsteht auch ein täglicher Lagebericht, der unter anderem an die Kommunen im Havelland sowie an die Polizei, Hilfsorganisationen und andere Behörden gesendet wird.

Eine Schnittstelle mit Informationen für die Öffentlichkeit, die sowohl die Pressestelle als auch die Bürgerservicebüros des Landkreises Havelland auf dem Laufenden hält, gibt es ebenfalls im Krisenstab. Auch zu anderen Teilen der Kreisverwaltung, die ebenso mit Fragen rund um den Coronavirus zu tun haben – allen voran das Gesundheitsamt, aber zum Beispiel auch Ordnungs- und Schulverwaltungsamt – hält der Stab engen Kontakt.

„Die Havelländer haben im Moment viele Detailfragen zur Auslegung der Corona-Eindämmungsverordnung  sowie den Bestimmungen für Schulen und Kitas“, sagt Landrat Lewandowski. Die Mitarbeiter der Kreisverwaltung stehen hierbei weiterhin als Ansprechpartner bereit und nehmen sich dieser Fragen an. „Ich möchte daher allen Verwaltungsmitarbeitern ausdrücklich für ihren auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen engagierten Einsatz danken, besonders den Kolleginnen und Kollegen des Krisenstabes und des Gesundheitsamtes.“

Allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen.

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Stand: 29. April, 11.15 Uhr

Brandenburg schaltet Corona-Dashboard frei

Detaillierte Fallzahlen übersichtlich dargestellt

Der Interministerielle Koordinierungsstab „Corona“ hat ein sogenanntes Dashboard für das Land Brandenburg online geschalten, auf dem täglich aktualisiert die relevanten Corona-Daten übersichtlich mit Diagrammen und Grafiken dargestellt werden. Das Dashboard heißt „COVID-19 Lage im Land Brandenburg“ und ist mit diesem Link direkt erreichbar:

https://experience.arcgis.com/experience/331f51a39f3046208f355412190cb57b.

Das Dashboard ist auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de eingebettet (Menüpunkt: Corona: Fallzahlen Land Brandenburg).

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher zum neuen Angebot: „Von Anfang an veröffentlichen das Land und die Kommunen täglich Zahlen zum Infektionsgeschehen. Mit dem Corona-Dashboard bauen wir dieses wichtige Informationsangebot für die Öffentlichkeit aus und sorgen für noch mehr Transparenz. Die tägliche Analyse der Corona-Daten ist ganz entscheidend für die Beurteilung der Lage in der Corona-Krise. Wir haben mit den drastischen Kontakteinschränkungen in den vergangenen Wochen sehr viel erreicht. Trotz gesunkener Zahl der Corona-Neuinfektionen gibt es aber leider noch keine Entwarnung. Wir fahren weiter auf Sicht. Man kann Infektionen nicht vorhersagen. Jetzt werden die ersten, vorsichtigen Lockerungen umgesetzt. Das bedeutet, dass die Fallzahlen wieder steigen können. Umso wichtiger ist es, neue Infektionsherde möglichst schnell zu erkennen.“

Mit einem Dashboard (deutsch: Instrumententafel) als eine Art Informationstafel werden verschiedene Daten auf einer Seite grafisch dargestellt und Infektionsfälle auf digitalen Karten visualisiert. Auf diese Weise erhalten Krisenstäbe, Behörden, Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit auf einen Blick valide Aussagen über den aktuellen Stand des Infektionsgeschehens und den Ausbreitungsverlauf.

Auf „COVID-19 Lage im Land Brandenburg“ werden grafisch u.a. dargestellt: COVID-19-Fälle je Landkreis (gesamt), nach Altersgruppen und Geschlecht, zuletzt gemeldete Neuinfizierungen, Verlauf der COVID-19-Fälle kumuliert (bestätigte Fälle, Genesene, aktuell Erkrankte, Verstorben) und pro Tag.

Das Robert Koch-Institut veröffentlicht deutschlandweite Daten per Dashboard:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4

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Stand: 29. April, 11.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.860 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 45 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.860 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 29.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 142 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 22 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 2.010 Menschen (+80 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 154 Betroffenen geblieben. Das entspricht 95,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 137 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 28. April, 17.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.815 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 24 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.815 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 28.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 147 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 24 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.930 Menschen (+70 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 154 Betroffene angestiegen. Das entspricht 95,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 136 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 27. April, 16 Uhr

Corona-Pandemie: Unternehmen bekommen Zahlungen vom Finanzamt zurück

Finanzministerin: Weitere steuerliche Maßnahmen sollen bei geschädigten Unternehmen für benötigte Liquidität sorgen

Potsdam – Bund und Länder haben sich auf weitere steuerliche Erleichterungen für jene Unternehmen verständigt, die von der Rezession infolge der Corona-Pandemie betroffen sind. Wie das Bundesfinanzministerium und die Finanzministerien der Länder jetzt vereinbarten, sollen auf der Grundlage eines pauschal ermittelten Verlustrücktrags die Vorauszahlungen zur Einkommen- oder Körperschaftsteuer für 2019 für Unternehmen und Vermieter nachträglich herabgesetzt werden können. Für bereits geleistete Zahlungen entsteht in entsprechender Höhe ein Erstattungsanspruch. Das teilte das Finanzministerium heute in Potsdam mit.

Darüber hinaus sollen Arbeitgeber die Möglichkeit erhalten, bei einer nachweislich unverschuldeten Verhinderung infolge der Pandemie auf Antrag hin ihre Lohnsteueranmeldungen später einreichen zu können.

Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange wies darauf hin, dass die Intention des Bundes- und der Länderfinanzministerien ist, dass „betroffene Unternehmen kurzfristig finanziellen Spielraum erhalten und coronabedingte, unverschuldete Verhinderungen keine negativen Folgen im Besteuerungsverfahren auslösen.“

Nach geltendem Recht ist ein Verlustrücktrag ins Vorjahr möglich, sobald ein Verlust entstanden ist, der nicht mit anderen Einkünften verrechnet werden kann. Da die Prognose eines konkreten rücktragsfähigen Verlustes für 2020 derzeit kaum möglich ist, wird dieser auf frei formulierten Antrag (kein Formular nötig) beim zuständigen Finanzamt für von der Corona-Krise unmittelbar und nicht nur unerheblich betroffene Unternehmen und Vermieter für die Vorauszahlungen 2019 pauschaliert. Er wird vereinfachend mit 15 Prozent des Saldos der Gewinneinkünfte sowie Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung angenommen, die der Festsetzung der Vorauszahlungen zugrunde gelegt wurden.

Der Verlustrücktrag ist gedeckelt auf maximal eine Million Euro bzw. zwei Millionen Euro bei Zusammenveranlagungen. Wie hoch der Verlustrücktrag dann tatsächlich ausfällt, wird in der Veranlagung für das Jahr 2020 vom Finanzamt ermittelt. „Das hat den Vorteil, dass am Ende auch wirklich nur jenen geholfen wird, die es benötigen. Wir müssen aber schon heute sehr kurzfristig den Unternehmen Mittel in der Krise zur Verfügung stellen, mit denen sie ausstehende Rechnungen und Löhne bezahlen können“, hob Lange hervor.

Ferner haben sich das Bundes- und die Länderfinanzministerien darauf geeinigt, dass Arbeitgeber die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteueranmeldungen während der Corona-Krise im Einzelfall auf Antrag verlängern können. Voraussetzung: Sie selbst oder die von ihnen mit der Lohnbuchhaltung und Lohnsteueranmeldung Beauftragten müssen durch die Auswirkungen der Corona- Pandemie nachweislich unverschuldet daran gehindert sein, die Lohnsteueranmeldungen pünktlich zu übermitteln. Die Fristverlängerung beträgt in diesem Fall maximal zwei Monate.

Brandenburgs Finanzministerin betonte weiter, dass seit Beginn der Corona-Pandemie neben Soforthilfen, Kreditangeboten und Bürgschaften von Bund und Ländern bereits zahlreiche steuerliche Erleichterungen für Selbständige, Unternehmer oder Landwirte in Kraft gesetzt wurden.

Steuerpflichtige könnten beispielsweise bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Herabsetzung der Sondervorauszahlungen auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 stellen. Die Sondervorauszahlungen werden damit „auf null gestellt“; bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern erstattet. Außerdem gebe es die Möglichkeit der zinslosen Stundung fälliger Einkommen-, Körperschaftsteuer oder Umsatzsteuer. Auf Antrag können auch die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer an die neue wirtschaftliche Lage angepasst werden.

Hinweise:

Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen zum Antrag auf pauschalierte Herabsetzung bereits geleisteter Vorauszahlungen für 2019

Die Finanzämter in Brandenburg sind für den Publikumsverkehr bis auf Weiteres geschlossen, die Erreichbarkeit über Telefon, Email und Schriftverkehr ist sichergestellt. Näheres: www.finanzamt.brandenburg.de

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Stand: 27. April, 16 Uhr

Corona-Rettungsschirm: Weitere 20,1 Millionen Euro an Brandenburger Krankenhäuser ausgezahlt

Die Brandenburger Krankenhäuser haben heute zum dritten Mal Geld aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes ausgezahlt bekommen. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), das für die Auszahlung in Brandenburg administrativ zuständig ist, hat nach einer Bedarfsabfrage eine Summe von 20,1 Millionen Euro an 52 Krankenhäuser ausgezahlt. Damit wurden für den Zeitraum 16. März bis 12. April 2020 insgesamt 76,2 Millionen Euro ausgezahlt.

Um freie Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen, verschieben Krankenhäuser planbare Operationen und Behandlungen. Das führt aber zu Einnahmeausfällen. Aufgrund solcher COVID-19 bedingter Sonderbelastungen stellt der Bund Ausgleichszahlungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung. Grundlage dafür ist § 21 Krankenhausfinanzierungsgesetz. Die Ausgleichzahlungen werden von den Landesbehörden an die Krankenhäuser ausgezahlt. Die Krankenhäuser übermitteln die hierfür erforderlichen Daten und Informationen nach einem abgestimmten Verfahren. Die Bedarfsanmeldungen der Krankenhäuser sowie die Auszahlungen an diese erfolgen wöchentlich bis zum Monat September 2020.

Krankenhäuser erhalten einen finanziellen Ausgleich für verschobene planbare Operationen und Behandlungen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patienten mit einer Coranavirus-Infektion frei zu halten. Für jedes Bett, das dadurch im Zeitraum vom 16. März bis zum 30. September 2020 nicht belegt wird, erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro Tag. Außerdem gibt es einen Bonus von 50.000 Euro für jedes Intensivbett, das sie zusätzlich schaffen.

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Stand: 27. April, 14 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.791 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 11 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.791 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 27.04.2020, 08:00 Uhr).

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.860 Menschen (+25 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 150 Betroffenen . Das entspricht 92,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 131 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 26. April, 19 Uhr

Erneute Anpassung der Corona-Eindämmungsverordnung

Die Brandenburger Landesregierung hat am Freitag, den 24. April 2020, eine Änderung der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung) beschlossen. Die Verordnung wurde in einigen Punkten angepasst und erweitert.

So haben in Brandenburg ab Montag, den 27. April 2020, alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie Fahrgäste bei der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Damit soll die Tröpfchenübertragung beim Husten, Niesen, Sprechen und Atmen verringert werden.

Durch die nun erfolgte Anpassung der SARS-CoV-2- Eindämmungsverordnung gibt es ab dem 4. Mai 2020 auch Änderungen für die Durchführung von Versammlungen unter freiem Himmel. Die maximale Teilnehmerzahl wird hierbei von 20 auf 50 erhöht. Jedoch bleiben Versammlungen weiterhin genehmigungspflichtig.

Ebenfalls ab 4. Mai 2020 gilt auch für religiöse Veranstaltungen und Zeremonien die Erhöhung der Teilnehmerzahl von 20 auf 50. Auch Gottesdienste sind dann wieder möglich. Außerdem ist ab diesem Datum die Öffnung von Friseurbetrieben erlaubt. Die strikte Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ist jeweils Voraussetzung.

„Die Änderung der Eindämmungsverordnung bedeutet für die derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens erneut kleine Lockerungen“, sagt Landrat Roger Lewandowski. Im Havelland ist die Anzahl der am Coronavirus infizierten Menschen zuletzt langsamer angestiegen. „Das ist auch ein Ergebnis der zuvor getroffenen Maßnahmen, welche die Havelländer größtenteils sehr verantwortungsbewusst eingehalten haben.“

Grundsätzlich seien alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin angehalten ihre persönlichen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren und auch den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. „Andernfalls könnte es jederzeit wieder zu einem sprunghaften Anstieg der Fallzahlen kommen“, so Landrat Lewandowski. Die Lage sei weiter ernst und es gebe noch keinen Grund Entwarnung zu geben. Mit Stand vom 25. April 2020 gibt es im Havelland 150 dokumentierte Corona-Infektionen, fünf Havelländer sind bisher an den Folgen des Virus verstorben.

Die SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung sowie die Verordnung zur Änderung, allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen.

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Stand: 26. April, 15.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.780 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 42 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.780 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 26.04.2020, 10:00 Uhr). Aktuell sind 199 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 26 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.835 Menschen (+15 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 150 Betroffenen . Das entspricht 92,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 128 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 26. April, 15.15 Uhr

Ab Montag ist Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkaufen sowie im ÖPNV Pflicht

Antworten auf häufige Fragen zur neuen Regelung

Ab dem morgigen Montag (27. April) ist im ganzen Land Brandenburg das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie für Fahrgäste im öffentlichen Personennahverkehr Pflicht. „Viren werden durch Tröpfchen beim Husten, Niesen und Sprechen übertragen. Mund-Nasen-Bedeckungen können das Versprühen von erregerhaltigen Tröpfchen reduzieren und damit andere Menschen schützen. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung darf auf keinen Fall ein trügerisches Sicherheitsgefühl erzeugen. Abstandsgebot und Hygieneregeln müssen weiter strikt eingehalten werden“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Sonntag.

Die wichtigsten und effektivsten Maßnahmen zum Eigen- und Fremdschutz vor dem Coronavirus sind die Kontaktbeschränkungen, das Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter) von anderen Personen, das häufige und gründliche Händewaschen mit Seife sowie das Einhalten der Husten- und Niesregeln.

Fragen und Antworten zur neuen Regelung

Welche Art von Mund-Nasen-Bedeckung ist vorgeschrieben?

In dem neu angefügten § 11 Absatz 2 in der Eindämmungsverordnung heißt es: „Die Mund-Nasen-Bedeckung muss aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet sein, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.“

Die Pflicht bezieht sich auf das Bedecken von Mund und Nase. Somit dürfen selbst hergestellte Alltagsmasken (auch „Community-Masken“ genannt) verwendet werden. Das sind Masken, die aus handelsüblichen Stoffen genäht werden können. Natürlich muss die Maske groß genug sein, damit sie Mund, Nase und Wangen vollständig bedeckt. Zugleich sollte sie möglichst eng anliegen. Auch Schals, Tücher, Buffs oder ähnliches sind ausreichend. Es muss also keine Maske käuflich erworben werden.

Um die neue Regelung zu erfüllen müssen auf keinen Fall ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (sogenannte OP-Masken) oder eine partikelfiltrierende Halbmaske (FFP) verwendet werden. Vorgeschrieben ist bewusst nur eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung. Qualifizierte Schutzmasken (OP-Masken, FFP2-/FFP3-Masken) brauchen die Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte und sollten deshalb den Krankenhäusern, Arztpraxen, Gesundheitsämtern, Pflegeeinrichtungen und Rettungsdiensten vorbehalten bleiben.

Was muss man beim Tragen einer Alltagsmaske beachten?

Beim Tragen von Alltagsmasken sollten unbedingt folgende Regeln berücksichtigen werden:

Vor dem Anlegen die Hände gründlich mit Seife waschen.

Innenseite der Maske nicht berühren, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.

Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.

Während des Tragens die Maske nicht anfassen und auch nicht um den Hals hängen oder unter das Kinn schieben.

Die Maske wechseln, wenn sie durch Atemluft durchfeuchtet ist.

Beim Ablegen der Maske nur Seiten und Bänder berühren. Die Außenseite könnte verunreinigt sein.

Nach dem Ablegen der Maske die Hände wieder gründlich mit Seife waschen.

Nach dem Gebrauch die textile Maske bei über 60 bis 95 Grad Celsius waschen, bis dahin luftdicht aufbewahren.

Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise zur Maske beachtet werden.

Wichtig: Auch mit einer Mund-Nasen-Bedeckung muss der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen eingehalten werden.

Wer muss eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen?

In dem neu angefügten § 11 Absatz 2 in der Eindämmungsverordnung heißt es: „Ab dem 27. April 2020 haben alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie Fahrgäste bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.“

Jüngere Kinder unter sechs Jahren müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Kleinkinder sollten sogar keine Alltagsmasken tragen. Sie könnten dadurch gefährdet werden.

Im öffentlichen Personennahverkehr gilt die Regelung für Fahrgäste, die Fahrerinnen und Fahrer sind hingegen ausgenommen.

Gilt die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, auch für Menschen mit Asthma und ähnlichen Schwierigkeiten beim Atmen?

Nein. Personen, für die aufgrund von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwerer Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung ausgenommen. Dies gilt beispielsweise auch in Fällen von schwererem Asthma. Personen mit entsprechenden gesundheitlichen Gründen müssen also nur dann eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie dazu in der Lage sind.

Wie sollen Gehörlose mit der Maskenpflicht umgehen?

Die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt für alle gleich, soweit dies nicht aus zum Beispiel medizinischen Gründen unmöglich ist.

Welche Masken müssen Beschäftigte im Einzelhandel tragen?

Für Beschäftigte im Einzelhandel ist ebenfalls eine Mund-Nase-Bedeckung ausreichend.

Was zählt zu Verkaufsstellen des Einzelhandels?

Zu Verkaufsstellen des Einzelhandles (in geschlossenen Räumen) gehören u.a. Lebensmittelmärkte, Supermärkte, Einkaufszentren, Bekleidungsgeschäfte, Baumärkte, Bäckereien, Drogerien, Apotheken, Buchläden, Zeitschriftenläden und Zeitungskioske, Kfz- und Fahrradhändler. Auch Tankstellen-Shops zählen dazu.

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch in anderen Situationen, in denen größere Gruppen von Menschen zusammenkommen?

Nein. Aber in öffentlichen Räumen und Situationen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, wird das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen empfohlen. Das gilt insbesondere in geschlossenen Räumen. Zum Beispiel beim Warten in Behörden, Arztpraxen und ähnliche Einrichtungen des Gesundheitswesens, Banken und Sparkassen. Diese Empfehlung gilt auch für Verkaufsstellen im Freien, wie zum Beispiel auf einem Wochenmarkt oder an einem Spargelstand, wo viele Menschen aufeinandertreffen können.

Was gehört zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)?

Grundlage ist hier das Personenbeförderungsgesetz. Öffentlicher Personennahverkehr im Sinne dieses Gesetzes ist die allgemein zugängliche Beförderung von Personen mit Straßenbahnen und Kraftfahrzeugen im Linienverkehr, die überwiegend dazu bestimmt sind, die Verkehrsnachfrage im Stadt-, Vorort- oder Regionalverkehr zu befriedigen. Zum ÖPNV gehören zum Beispiel Linienbusse, Straßenbahnen, Regionalbahnen, Regional-Express und S-Bahn. Öffentlicher Personennahverkehr ist auch der Verkehr mit Taxen.

Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch am Arbeitsplatz, wenn man dort mit anderen Menschen zusammenkommt?

Nein. Grundsätzlich ist aber zu beachten, welche Standards der Arbeitgeber vorgibt.

Wenn alle Menschen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und man damit vor allem den Gegenüber schützt, dann darf man sich doch jetzt wieder mit Freunden in der Gruppe treffen?

Nein! Mit dieser Pflicht soll insbesondere die ersten, schrittweisen Lockerungen schützend begleitet werden, da nun wieder mehr Menschen zum Beispiel in Geschäften oder in Bussen zusammenkommen und der notwendige Abstand eventuell nicht immer eingehalten werden kann. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hilft, die bisherigen Eindämmungsmaßnahmen sinnvoll zu unterstützen, sie kann aber nicht die derzeit bestehenden Maßnahmen ersetzen.

Werden Verstöße mit einem Bußgeld geahndet?

Nein. Die Landesregierung geht davon aus, dass sich alle an diese Vorgaben halten. Bisher sind deshalb diese Aspekte nicht im Katalog der Ordnungswidrigkeiten enthalten.

Mehr Informationen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/verhaltensregeln/mund-nase-bedeckungen.html

Bürgertelefon zum Corona-Virus

Das Bürgertelefon zum Coronavirus ist unter der Rufnummer 0331 866-5050 montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr erreichbar. Wichtiger Hinweis: Das Bürgertelefon kann keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus bieten. Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de.

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Stand: 25. April, 18.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.738 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 91 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.738 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 25.04.2020, 10:00 Uhr). Aktuell sind 196 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.820 Menschen (+330 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 150 Betroffenen . Das entspricht 92,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 125 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 24. April, 20.15 Uhr

Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (Stand 24. April 2020)

Eindämmung Coronavirus: Pflicht zu Mund-Nasenschutz in ÖPNV und Einzelhandel - Gottesdienste bis 50 Personen möglich

Zur weiteren Eindämmung des Coronavirus gilt in Brandenburg ab Montag, 27. April, im Öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel eine Pflicht zum Mund-Nasenschutz.  Das hat die Landesregierung heute mit einer Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung in einer Telefonschaltkonferenz beschlossen. Die Höchstzahl der Teilnehmer bei Versammlungen unter freiem Himmel wird ab 4. Mai von bisher 20 Personen auf bis zu 50 erhöht. Dafür sind jedoch für jeden Einzelfall Genehmigungen der zuständigen Behörden erforderlich. Mit dieser Höchstzahl sind ab 4. Mai auch wieder Gottesdienste erlaubt. Festgelegt wurde auch, dass Friseurbetriebe ab 4. Mai wieder öffnen dürfen. Die Verordnung gilt ansonsten in ihrer Fassung vom 17. April bis längstens zum 8. Mai weiter.

Die Erleichterungen – Versammlungen entsprechend Artikel 8 Grundgesetz, Gottesdienste und Friseurbetriebe - gelten jedoch nur bei strikter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln. Erfolgt dies nicht, können die entsprechenden Veranstaltungen untersagt werden. Verantwortlich sind die Veranstalter, beispielsweise die jeweilige Religionsgemeinschaft.

Diese Aktualisierungen der Eindämmungsverordnung hatte das Kabinett bereits am Mittwoch vorberaten und wurden anschließend direkt kommuniziert. Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärte nach der Kabinettsitzung: „Mit diesem zeitlich abgestimmten Vorgehen wollten wir erreichen, dass sich alle Betroffenen – zum Beispiel Betriebe, ÖPNV-Nutzer oder Religionsgemeinschaften – rechtzeitig auf die neue Situation einstellen können. Die Änderungen haben wir mit den Kreisen und kreisfreien Städten sowie den entsprechenden Verbänden und Institutionen beraten. Dieser abgestimmte Prozess ist notwendig, um die einzelnen Maßnahmen gut umsetzen zu können.“

In der Verordnung ist neu und wörtlich festgelegt

 zum Einzelhandel und zur Nutzung des ÖPNV:
„Ab dem 27. April 2020 haben alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr in Verkaufsstellen des Einzelhandels sowie Fahrgäste bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Mund-Nasen-Bedeckung muss aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet sein, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln beim Husten, Niesen, Sprechen oder Atmen zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.“
Zum ÖPNV gehört auch die Nutzung von Regionalbahnen und Regionalexpress. Die Landesregierung geht davon aus, dass sich alle an diese Vorgaben halten. Bisher sind deshalb diese Aspekte nicht im Katalog der Ordnungswidrigkeiten enthalten.
Menschen mit Behinderungen und diejenigen Personen mit entsprechenden gesundheitlichen Gründen müssen nur dann eine Nase-Mund-Abdeckung tragen, wenn sie dazu in der Lage sind.

Zu Gottesdiensten und religiösen / nichtreligiösen Veranstaltungen heißt es in der Verordnung und sind damit ab 4. Mai erlaubt:

„Gottesdienste, religiöse Veranstaltungen und Zeremonien der Religionsgemeinschaften in Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempeln und Gebetsräumen mit bis zu 50 Personen; die Veranstalter haben sicherzustellen, dass die Hygienestandards …. beachtet und eingehalten werden“.

„nichtreligiöse Bestattungen mit bis zu 50 Personen und Trauerfeiern im privaten und familiären Bereich mit bis zu 20 Personen sowie die Begleitung Sterbender im engsten Familienkreis“.

(Hinweis: Die o. g. Regelung gilt bereits jetzt für bis zu 20 Personen; neu – und mit Gültigkeit ab 4. Mai – ist die Erweiterung auf 50 Personen im ersten Satz)

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Wir sind inmitten, vielleicht auch erst am Anfang der Entwicklung. Das Erreichte darf nicht aufs Spiel gesetzt werden. Sonst wird jede Erleichterung zum Bumerang. Deshalb erneut der dringende Appell zu Besonnenheit und Vorsicht. Der Weg aus dieser Krise erfordert kluges Abwägen und zugleich Mut zu Entscheidungen, wenn nötig auch zur Kurskorrektur. Es ist wichtig, dass die jetzigen Festlegungen wirken und die weitere Entwicklung beobachtet wird. In einer Zeit schneller Entwicklungen brauchen wir, die Bürgerinnen und Bürger und die Betriebe, dennoch soweit wie möglich Kontinuität. Deshalb gilt die jetzige Verordnung vorerst bis 8. Mai“.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „"Die Beschränkungen zur Eindämmung von Corona stellen eine enorme Belastung für die Bürgerinnen und Bürger dar. Dass wir nun, aufgrund der aktuellen Entwicklung weitere Schritte zur Lockerung unternehmen können, ist der Disziplin und Solidarität der Bürgerinnen und Bürger zu verdanken. Dafür bedanke ich mich. Wir dürfen jetzt aber nicht den Fehler machen, zu glauben, das Virus ist schon besiegt. Wir stehen noch ganz am Anfang. Die nächsten Wochen werden uns zeigen, ob der Kurs stimmt.  Wichtig bleibt, unbedingt den Mindestabstand einzuhalten und die Hygieneregeln zu beachten. So kann die Verbreitung des Virus weiter verlangsamt werden."

Innenminister Michael Stübgen: „Wir wollen die Eindämmungsverordnung so gestalten, dass sie nachvollziehbare und einhaltbare Regeln vorgibt. Dazu gehört auch, dass wir einen regionalen Flickenteppich vermeiden. Deshalb haben wir die Regeln heute noch mal in einigen Details nachjustiert. Jetzt gelten einheitliche Personengrenzen für Versammlungen und religiöse Zeremonien und im Nahverkehr und Einzelhandel sind gleichermaßen Atemmasken zu tragen. Auf die Vermeidung sozialer Kontakte und das Einhalten der Abstandsregeln werden wir aber trotzdem nicht verzichten können. Eine Atemmaske ist kein Allheilmittel. Sie ist ein zusätzlicher Schutz, muss aber regelmäßig ausgetauscht oder sterilisiert wird. Sonst kann aus dem zusätzlichen Virenschutz schnell eine Virenschleuder werden. Auch wenn ab Montag die ersten Lockerungen spürbar werden, muss allen klar sein, dass wir noch lange nicht über den Berg sind. Vor uns liegt noch ein schwieriger Weg, das Ende der Pandemie ist noch nicht in Sicht.“

Grundsätzlich gilt weiter: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Insbesondere persönliche Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz weiter deutlich eingeschränkt bleiben.

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Stand: 24. April, 20.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.647 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 48 Stunden um 144 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.647 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 24.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 254 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 30 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.650 Menschen (+160 im Vergleich zum 22.04.) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 150 Betroffene angestiegen. Das entspricht 92,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 113 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 23. April, 16.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.546 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 43 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.546 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 23.04.2020, 08:00 Uhr). 51 Corona-Patienten werden im Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelt, davon werden 35 intensivmedizinisch beatmet (Stand: 22.04.2020, 13:00 Uhr). Es sind insgesamt 104 Todesfälle im Land Brandenburg zu verzeichnen (Stand: 22.04., 08:00 Uhr). Die Zahl der Genesenen beträgt circa 1.575.

Hinweis: Heute keine Übersicht nach Landkreisen und kreisfreien Städten

Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt den Gesundheitsämtern und Landesstellen eine verbesserte Version der Übermittlungs-Software SurvNet@RKI zur Verfügung, die zur Erfassung, Auswertung und Weiterleitung der Meldedaten gemäß Infektionsschutzgesetz dient. Infolge der Software-Aktualisierung weist die heutige Lagemeldung des LAVG an den Interministeriellen Koordinierungsstab einen zeitlichen Verzug hinsichtlich Datenmeldungen und Datenbereinigung auf. In diesem Zusammenhang war eine Einheitlichkeit der statistischen Angaben aus den Kommunen nicht gegeben. Der IMKS hat daher entschieden, im heutigen Lagebild auf eine Aufschlüsselung der Meldungen nach Landkreisen und kreisfreien Städten zu verzichten. Wir bitten um Verständnis.

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Stand, 22. April, 12 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.503 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 46 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.503 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 22.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 239 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 28 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.490 Menschen (+110 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 147 Betroffene angestiegen. Das entspricht 90,8 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 104 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 21. April, 16.15 Uhr

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Wir stehen erst am Anfang der Corona-Pandemie“

Appell an Bevölkerung: Weiter Abstand halten, soziale Kontakte einschränken, Hygieneregeln einhalten

„Wir stehen erst am Anfang der Corona-Pandemie. Es gibt noch keinen Grund für eine Entwarnung“, betonte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher heute in Potsdam. Sie appelliert nochmal eindringlich an alle Brandenburgerinnen und Brandenburger: „Bitte halten Sie sich weiter streng und diszipliniert an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus. Das bedeutet besonders: Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten, soziale Kontakte weiter strikt einschränken und immer wieder sehr gründlich die Hände waschen. In öffentlichen Räumen, in denen der Mindestabstand nicht immer gewährleistet werden kann, zum Beispiel beim Einkaufen im Supermarkt oder in Bus und Bahn, empfehlen wir das Tragen von Alltagsmasken.“

Die Landesregierung hat erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen beschlossen. So dürfen in Brandenburg vom morgigen Mittwoch (22.04.) an u.a. auch Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern öffnen, unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen. Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhändler dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche ab morgen öffnen.

Ministerin Nonnemacher weiter: „Wir alle sehnen uns nach Normalität. Und in einer demokratischen Gesellschaft sind Diskussionen über Grundrechtseingriffe immer legitim. Solche massiven Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens, wie sie jetzt aus Infektionsschutzgründen notwendig sind, müssen gerade bei längerer Dauer gut begründet und verhältnismäßig sein.

In den zurückliegenden fünf Wochen ist es uns allen gemeinsam gelungen, durch Solidarität und Disziplin das Infektionsgeschehen zu bremsen. Dass die Zahl der bestätigten Neuinfektionen jetzt kaum noch steigt, ist nur ein erster, kleiner Erfolg. Das Erreichte darf jetzt nicht leichtfertig verspielt werden. Wir sind uns dem Risiko bewusst, dass mit zu frühen und zu weitreichenden Lockerungen das Infektionsgeschehen schnell wieder rapide ansteigen kann. Solange es keinen wirksamen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 gibt, sind wir auf die gesellschaftliche Akzeptanz der notwendigen Maßnahmen angewiesen.

Die ersten Lockerungen sind ein Vertrauenskredit an die Brandenburgerinnen und Brandenburger. Niemand kann die Ausbreitung von Infektionskrankheiten berechnen oder vorhersagen. Deshalb müssen wir uns noch länger auf die Einschränkungen einrichten und lernen, mit der Corona-Pandemie zu leben. Wenden Sie die Maßnahmen weiter streng an, damit unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird. Wir dürfen nicht vergessen: Leichtfertiges Verhalten gefährdet das Leben von alten Menschen und Vorerkrankten. Mit dem richtigen Verhalten schützen wir unsere Liebsten, Freunde und Bekannte.

Bürgertelefon zum Corona-Virus
Das Bürgertelefon zum Coronavirus ist unter der zentralen Rufnummer 0331 866-5050 montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr erreichbar. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de an die Landesregierung senden. Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de. Wichtiger Hinweis: Das Bürgertelefon kann keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus bieten.

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Stand: 21. April, 12.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.457 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.457 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 21.04.2020, 09:30 Uhr). Aktuell sind 235 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 29 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.380 Menschen (+100 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 143 Betroffene angestiegen. Das entspricht 88,3 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 94 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 20. April, 19.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.396 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 18 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.396 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 20.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 191 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.280 Menschen (+60 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland liegt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 142. Das entspricht 87,7 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Fünf Todesfälle sind im Havelland zu beklagen. Landesweit sind bislang 91 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 20. April, 10 Uhr

Nonnemacher: Nur mit Impfstoffen lassen sich Infektionskrankheiten wirklich aufhalten

Europäische Impfwoche 2020 vom 20. bis zum 26. April

„Die Corona-Pandemie macht uns allen bewusst, wie lebenswichtig Impfstoffe sind“, sagt Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher anlässlich der Europäischen Impfwoche. „Infektionskrankheiten kennen keine Grenzen. Nur mit Impfstoffen lassen sie sich wirklich aufhalten“, so Nonnemacher.

Die Europäische Impfwoche 2020 findet vom 20. bis zum 26. April statt. Mit der jährlichen Initiative des Regionalbüros Europa der Weltgesundheitsorganisation sollen europaweit Menschen für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Prävention von Krankheiten und den Schutz von Menschenleben sensibilisiert werden. Im Mittelpunkt der diesjährigen Impfwoche steht der Wert von Impfungen für viele Aspekte von Gesundheit und Wohlbefinden im gesamten Lebensverlauf.

Nonnemacher: „Eine Impfstoff-Entwicklung ist nicht einfach und dauert lange. Angesichts der weltweiten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus läuft die Impfstoff-Entwicklung auf Hochtouren. Aber wir werden noch Monate auf einen wirksamen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 warten müssen. Solange müssen wir uns alle sehr strikt an die Hygienevorschriften und Abstandsregeln halten. Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen. Sie bieten einen guten Schutz vor vielen Infektionskrankheiten, verhindern schwere Krankheitsverläufe und können Leben retten. Besonders vulnerable Gruppen wie Säuglinge, Senioren oder chronisch kranke Menschen profitieren von einem hohen Impfschutz in der Bevölkerung. Die Impfbereitschaft der Brandenburgerinnen und Brandenburger ist im Ländervergleich hoch.“

Für einen optimalen Schutz gegen Infektionskrankheiten müssen möglichst viele Menschen geimpft sein. So ist beispielsweise für die Ausrottung der Masern eine Impfquote von mindestens 95 Prozent erforderlich. Die Masern-Impfquote liegt in Brandenburg bei Schulanfänger bei 95,1 und bei Zehntklässler bei 97,3 Prozent. Die Ständige Impfkommission STIKO empfiehlt Impfungen u.a. gegen Tetanus, Diphterie, Poliomyelitis, Hepatitis B, Pneumokokken, Rotaviren, Masern, Mumps, Röteln und InfluenzaMehr: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/infekt_node.html

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Stand: 19. April, 18.30 Uhr

Kabinett beschließt Verordnung zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit der kommunalen Organe in außergewöhnlicher Notlage

Den vollständigen Gesetzestext des Ministeriums für Justiz des Landes Brandenburg finden Sie hier:

Verordnung zur Aufrechterhaltung der Handlungsfähigkeit der kommunalen Organe in außergewöhnlicher Notlage

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Stand: 19. April, 18.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.378 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 40 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.378 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 19.04.2020, 10:00 Uhr). Aktuell sind 186 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 21 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.220 Menschen (+10 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 142 angestiegen. Das entspricht 87,7 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Zu beklagen ist mittlerweile ein fünfter Todesfall. Landesweit sind bislang 88 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 19. April, 18.15 Uhr

Land Brandenburg beschafft zwei Millionen Stück Mund-Nasen-Schutz

Größte Einzellieferung bislang – Dringend benötigte Corona-Schutzausrüstung wird sofort an Kreise verteilt

Das Land Brandenburg hat die bisher größte Einzellieferung von persönlicher Schutzausrüstung beschafft: Zwei Millionen Stück Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) und 80.000 Liter Desinfektionsmittel trafen an einer zentralen Stelle im Land ein. Der Zentraldienst der Polizei Brandenburg (ZDPol) verteilt die dringend benötigte Corona-Schutzausrüstung seit Sonntagnachmittag nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte. Organisiert wurde die Lieferung von der „Task Force Beschaffung“ des interministeriellen Koordinierungsstabes „Corona“ der Landesregierung.

Innenminister Michael Stübgen: „Diese Großlieferung ist eine sehr gute Nachricht. Sie zeigt, dass die Beschaffung durch die ‚Task Force‘ funktioniert. Diese Einzellieferung von zwei Millionen OP-Masken ist mehr als alle Landesbeschaffungen bisher zusammengenommen. Und weitere wichtige Lieferungen werden in Kürze erwartet. Ich danke allen Beteiligten für ihren unermüdlichen Einsatz.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Der Bedarf an Schutzausrüstung vor allem für den Einsatz in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern, Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten ist weiter groß. Neben OP-Masken werden ganz akut Schutzkittel benötigt. Diese Pandemie ist noch lange nicht überstanden. Wir werden noch viele Monate mit dem Virus zu tun haben, so dass die Bedarfe an Masken, Kitteln und Handschuhen in absehbarer Zeit sicher nicht weniger werden.“

Der ZDPol hat eine Angebotsplattform für medizinische Produkte und persönliche Schutzausrüstung freigeschaltet. Unter dem Link https://polizei.brandenburg.de/onlineservice/angebot_medizinischer_produkte können Angebote zum Beispiel für Operationsmasken, Untersuchungshandschuhe, Schutzkittel, FFP2- und FFP3-Masken oder auch Desinfektionsmittel, die im Kampf gegen das Coronavirus benötigt werden, online eingestellt und zentral angeboten werden.

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Stand: 19. April, 18.15 Uhr

Individueller Sport ist auch zu Corona-Zeiten erlaubt – aber nur mit Abstand

Viele Anfragen von Tennis-Vereinen und Golf-Clubs zur richtigen Anwendung der Corona-Eindämmungsverordnung

Sport und Bewegung an der frischen Luft sind gesund. Das gilt natürlich auch in der Corona-Krise – wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu allen Menschen, die nicht in einem Hausstand leben, einzuhalten ist. Große Menschenansammlungen sind grundsätzlich verboten. Die Grundregeln zur Minimierung sozialer Kontakte, zu Abstand und Hygiene bleiben auch mit den ersten Lockerungen der Corona-Eindämmungsverordnung (SARS-CoV-2-EindV) unverändert bestehen. Darauf weist das Gesundheitsministerium am Sonntag noch einmal ausdrücklich hin. Nach dem Kabinettsbeschluss vom vergangenen Freitag gibt es vor allem von Tennis-Vereinen und Golf-Clubs viele Anfragen zur richtigen Anwendung der Eindämmungsverordnung.

Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios sowie der Betrieb von Thermen, Wellnesszentren und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt. Ausnahmen von dieser Untersagung können in begründeten Einzelfällen durch schriftliche Genehmigung gemäß § 5 Absatz 2 der SARS-CoV-2-EindV zugelassen werden. Verboten sind Zusammenkünfte in Vereinen sowie in Sport- und Freizeiteinrichtungen.

Nicht untersagt ist aber der Zutritt auf das Vereinsgelände, wenn der Verein die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln garantieren kann. Das gemeinsame Training im Verein in Gruppen ist verboten, individueller Sport allein oder zu zweit ist zulässig, wenn der Verein auf dem Gelände das Abstandsgebot gewährleisten kann und über eine entsprechende Ausnahmegenehmigung verfügt.

Das bedeutet: Auch Tennis-Vereine und Golf-Clubs können leider noch nicht wie gewohnt ihre Angebote für alle Vereinsmitglieder gleichermaßen öffnen. Es darf zu keinen Menschenansammlungen auf dem Vereinsgelände und in den Vereinshäusern kommen! Die individuelle Nutzung solcher Einrichtungen ist vom Verbot nicht erfasst, da so keine erhöhte Infektionsgefahr besteht. Die Vereine tragen aber die Verantwortung, dass die Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus eingehalten werden. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder. Deshalb lautet die Empfehlung: Bei Sport und Bewegung an der frischen Luft sind belebte Orte und Wege zu meiden.

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Stand: 19. April, 18.15 Uhr

Der Landkreis Havelland hat seine im Zuge der Corona-Pandemie erlassenen Allgemein-verfügungen zum Verbot der Unterrichtserteilung in Schulen sowie zum Betriebsverbot von Kindertagesstätten und Einrichtungen der Kindertagespflege bis zum 8. Mai 2020 verlängert. Damit findet in den betreffenden Einrichtungen weiterhin keine reguläre Betreuung statt. Ab Montag, den 27. April 2020, sollen jedoch die Schulen schrittweise wieder geöffnet werden.

Demnach sollen zunächst Schüler unterrichtet werden, die kurz vor dem Schulabschluss stehen. Das betrifft zum Beispiel die Abschlussklassen, die in diesem Jahr den Mittleren Schulabschluss (Fachoberschulreife) oder die Erweiterte Berufsbildungsreife machen. Hierbei handelt es sich um Schüler der Jahrgangsstufe 10 an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien.  Sie sollen ab dem 27. April 2020 wieder unterrichtet werden. Dabei müssen die geltenden Abstandsregeln strikt eingehalten werden, die Schulen müssen zudem Hygienekonzepte vorlegen.

Der Unterricht in beruflichen Schulen (Oberstufenzentren) wird zur Prüfungsvorbereitung ebenfalls ab 27. April 2020 wieder zugelassen. Wohnheime und Internate nehmen ihren Betrieb entsprechend der schulischen Angebote dann auch wieder auf, soweit sie ihn eingestellt hatten.

Darüber hinaus hat das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg mitgeteilt, dass in einem weiteren Schritt ab dem 4. Mai 2020 Schüler, die im kommenden Jahr einen Schulabschluss anstreben, wieder unterrichtet sollen. Das betrifft die Jahrgangsstufe 9 an Oberschulen, Gymnasien und Gesamtschulen, die Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien sowie die Jahrgangsstufe 12 an Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien (OSZ), da sich diese Schüler im 1. Schuljahr der Qualifikationsphase für das Abitur befinden.

An den Grundschulen ist laut Ministerium vorgesehen, die Jahrgangsstufe 6 ab dem 4. Mai 2020 wieder zu unterrichten, um die Schüler auf den Übergang in eine weiterführende Schule vorzubereiten. Die Jahrgangsstufe 5 soll ab 11. Mai 2020 wieder unterrichtet werden. Die schriftlichen Abiturprüfungen finden – wie von der Kultusministerkonferenz der Länder beschlossen – statt. Die Hauptprüfungstermine liegen in Brandenburg zwischen 20. April und 5. Mai 2020.

Die Kitas bleiben grundsätzlich weiterhin geschlossen. Ab dem 27. April 2020 wird jedoch die Notfallbetreuung grundsätzlich ausgeweitet. Dann haben alle Alleinerziehenden sowie Familien, in denen mindestens ein Elternteil in kritischen Infrastrukturen arbeitet, einen Anspruch auf eine Notfallbetreuung ihrer Kinder. Diese sogenannte Ein-Elternteil-Regelung galt bisher nur für Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegebereichs. Bereits ab 20. April 2020 können auch Erzieher und Lehrer in der Notfallbetreuung von der Ein-Elternteil-Regelung Gebrauch machen. Als Grundvoraussetzung für eine Notfallbetreuung gilt nach wie vor, dass die Sorgeberechtigten eine häusliche oder private Betreuung nicht organisieren können.

Ausgeweitet wurden nun auch die Berufsfelder, für die eine Notfallbetreuung vorgesehen ist. Diese ist ab sofort möglich für Beschäftigte folgender Bereiche: Gesundheitsbereich, Erzieher oder Lehrer in der Notfallbetreuung, Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen sowie der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung, Polizei, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Feuerwehr sowie nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr, Rechtspflege, Vollzugsbereich, Daseinsvorsorge für Energie, Abfall, Wasser, Öffentlicher Personennahverkehr, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung), Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft, Lehrer für zugelassenen Unterricht, für pädagogische Angebote und Betreuungs-angebote in Schulen sowie für die Vorbereitung und Durchführung von Prüfungen, Medien, Veterinärmedizin, Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal sowie Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Die derzeitigen Fassungen der Allgemeinverfügungen für das Havelland sind auf der Internetseite des Landkreises unter www.havelland.de/coronavirus zu finden. Dort gibt es auch allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus.

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Stand: 18. April, 17.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.338 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 28 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.338 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 18.04.2020, 10:00 Uhr). Aktuell sind 197 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 29 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.210 Menschen (+40 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 140 angestiegen. Das entspricht 86,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Zu beklagen ist mittlerweile ein fünfter Todesfall. Landesweit sind bislang 83 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 17. Aprill 17.30 Uhr

Kabinett beschließt erste Lockerungen der Corona-Beschränkungen in Brandenburg

Kita-Notbetreuung wird ausgeweitet – Schulen und Einzelhandel öffnen schrittweise – Lage bleibt aber ernst

Brandenburg ist bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg und wird ab Montag (20.04.) schrittweise erste Beschränkungen lockern. Das Kabinett hat heute eine entsprechende Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung beschlossen. Sie gilt bis längstens 8. Mai. So werden Schulen und Geschäfte des Einzelhandels unter Beachtung notwendiger Hygiene- und Abstands-Regeln schrittweise öffnen. Unter strikten Hygiene-Auflagen können auch Museen, Ausstellungshallen und Bibliotheken wieder öffnen. Die Kitas bleiben weiter geschlossen, die Notbetreuung von Kindern in Krippen, Kitas und Horten wird aber, zum Beispiel für Alleinerziehende, ab dem 27. April ausgeweitet. Versammlungen unter freiem Himmel von bis zu 20 Personen werden unter strikter Einhaltung von Abstandsregeln zugelassen. Unter dieser Bedingung ist auch das Verweilen auf Parkbänken und Wiesen wieder erlaubt. Die Quarantäne-Verordnung wird unverändert bis längstens zum 8. Mai verlängert.

Ministerpräsident Dietmar Woidke erklärte nach der Kabinettsitzung: „Ich bin froh, dass wir bei der Eindämmung der Pandemie dank des Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger ein gutes Stück vorangekommen sind. Deshalb sind jetzt erste Erleichterungen möglich. Sie orientieren sich an dem mit dem Bund und den anderen Ländern am Mittwoch vereinbarten Rahmen. Geschäfte können wieder öffnen und wir gehen die ersten Schritte bei der Öffnung der Schulen. Aber wir sind noch mitten in der Pandemie. Deshalb müssen wir weiter konsequent die Kontakt- und Hygieneregeln einhalten."

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Mit den harten Einschnitten in das öffentliche und private Leben haben wir es in den zurückliegenden fünf Wochen geschafft, einen rapiden Anstieg von schweren Corona-Krankheitsverläufe wie in China oder Italien zu verhindern. In dieser Zeit haben wir die Anzahl intensivmedizinscher Betten in den Krankenhäusern um 300 auf 837 erhöht und die Laborkapazitäten auf fast 4.000 Tests pro Tag mehr als verdoppelt. Aktuell haben wir vergleichsweise nur sehr wenige Covid-Patienten, die stationär versorgt werden müssen. Gleichzeitig steht ein Drittel der über 15.000 Krankenhausbetten bereit, da planbare Eingriffe verschoben wurden. Wir sind also auf steigende Erkrankungszahlen jetzt viel besser vorbereitet. Es gilt aber weiterhin, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu halten, bis effektive Medikamente oder Impfstoffe zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir weiter streng auf Kontaktvermeidung und Hygieneregeln achten."

Innenminister Michael Stübgen: „Wir konnten im Kampf gegen Corona einen Zwischenerfolg erzielen, aber dieser Erfolg bleibt zerbrechlich.  Wir dürfen nicht leichtfertig Menschenleben riskieren und können deshalb nur schrittweise vorgehen. Uns ist es wichtig, Regeln zu definieren, die zu Brandenburger Verhältnissen passen. Wir orientieren uns stark an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch. Aber nicht alles was in Bayern, Niedersachsen oder Hamburg passt, ist automatisch auch angemessen für Brandenburg. Ich finde, dass wir zu einem guten ersten Schritt der Lockerung gefunden haben, der ausgewogen aber auch ausbaufähig ist. Jetzt müssen wir alle Geduld und Disziplin beweisen. Wir werden tagtäglich beobachten, wie sich die Lockerungen auf das Infektionsgeschehen auswirken. Es ist wichtig, dass sich alle weiter an die geltende Abstandsverordnung halten. Nur wenn alle mit Vernunft die Regeln beachten, werden wir den nun eingeschlagenen Weg weiter beschreiten können."

Landwirtschaftsminister Axel Vogel: „Das Selber-Ernten auf Gemüse- und Obstfeldern, z. B. bei Erdbeeren, wird unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln möglich sein. Das sichert den Absatz für Gartenbaubetriebe und gibt ihnen Planungssicherheit. Wir stabilisieren Tierparks und Wildgehege, die mit Abstands- und Zutrittsregelungen wieder öffnen können. Diese Lockerungen kommen auch vielen Menschen zugute, die sich draußen bewegen wollen."

Bildungsministerin Britta Ernst: „Wir möchten die Schülerinnen und Schüler, die kurz vor ihrem Mittleren Schulabschluss stehen, bestmöglich darauf vorbereiten. Deshalb werden die Schulen zunächst für diese Jahrgangsstufen geöffnet. Gleichzeitig wollen wir die Kita-Notfallbetreuung maßvoll ausweiten."

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach: „"Die vergangenen Wochen haben den Einzelhandel in Brandenburg und seine Kundinnen und Kunden einem Stresstest unterzogen. Zumindest für einen großen Teil des Einzelhandels ist dieser Stresstest ab dem 22. April 2020 beendet - natürlich unter Beachtung strikter Hygienestandards. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern können wieder öffnen. Ich hoffe sehr, dass die Kundinnen und Kunden diesen ersten Schritt in Richtung Rückkehr zur Normalität nutzen werden. Denn jedem muss klar sein: Wer den stationären Einzelhandel erhalten möchte, der muss dort auch einkaufen."

Kultur- und Wissenschaftsministerin Manja Schüle: „Ich freue mich, dass einzelne Kultur-Angebote von Galerien, Museen, Ausstellungshallen und Bibliotheken den digitalen Raum verlassen und wieder vor Ort angeboten werden können. Für alle anderen gilt weiterhin: Angebote ohne Ansteckungsgefahr online genießen - beispielsweise über unsere landesweite Online-Plattform www.kultur-bb.digital. Gute Nachrichten auch für die Hochschulen: Prüfungen, die nicht digital abgenommen werden können und bestimmte Lehrveranstaltungen sind in Ausnahmefällen ab dem 20. April auch im Präsenzbetrieb möglich, die Hochschulbibliotheken dürfen wieder öffnen. Dennoch appelliere ich an alle Studierenden: Bleiben Sie zu Hause, gehen Sie mit den Lockungen verantwortungsvoll um!"

Grundsätzlich gilt weiter: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Insbesondere persönliche Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz weiter deutlich eingeschränkt bleiben.

Das Tragen von sogenannten (nicht-medizinischen) Alltagsmasken oder Community-Masken wird zur Reduzierung des Risikos von Infektionen dringend empfohlen in öffentlichen Räumen, in denen der Mindestabstand nicht immer gewährleistet werden kann, insbesondere im Einzelhandel und ÖPNV.

Diese Maßnahmen gelten ab dem 20. April

Kitas

Kitas bleiben für den Normalbetrieb weiter geschlossen.

Die Notbetreuung wird ab dem 27. April wie folgt ausgeweitet:

Die sogenannte Ein-Eltern-Regelung wird auf alle Berufs- und Bedarfsgruppen der kritischen Infrastruktur ausgeweitet. Die Ein-Eltern-Regelung bedeutet: Es müssen nicht mehr beide Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Sondern es reicht aus, wenn dies nur für einen Elternteil zutrifft, um Anspruch auf die Notbetreuung zu haben. Grundvoraussetzung bleibt aber, dass die Sorgeberechtigten eine Betreuung nicht im häuslichen Umfeld organisieren können.

Zu den kritischen Infrastrukturbereichen gehören Tätigkeiten:

im Gesundheitsbereich,

in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen,

im medizinischen und im pflegerischen Bereich, der stationären und teilstationären Erziehungshilfen, in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Eingliederungshilfe sowie der Versorgung psychische Erkrankter,

Aufrechterhaltung der Staats- und Regierungsfunktionen sowie der Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltung,

Polizei, Rettungsdienst, Katstrophenschutz und Feuerwehr sowie die sonstige nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr,

Rechtspflege,

Vollzugsbereich einschließlich Justizvollzug, Maßregelvollzug und vergleichbare Bereiche,

Energie, Abfall, Ab- und Wasserversorgung, Öffentlicher Personennahverkehr, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung),

Land- und Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft,

als Erzieherin und Erzieher oder als Lehrerin und Lehrer in der Notfallbetreuung,

Medien (Journalismus einschließlich Produktion und Lieferung),

Veterinärmedizin,

für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal,

Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Alleinerziehende können - unabhängig von einer Tätigkeit in den genannten kritischen Infrastrukturen - die Notfallbetreuung ebenfalls in Anspruch nehmen, sofern es keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt.

Über die konkrete Notfallbetreuung, zum Beispiel in welchen Einrichtungen und zu welchen Öffnungszeiten sie angeboten wird, entscheiden weiterhin die Landrätinnen, Landräte und Oberbürgermeister in Absprache mit den Amtsdirektorinnen und Amtsdirektoren bzw. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in eigener Verantwortung. Sie können die genannten Beschäftigtengruppen und das Verfahren konkretisieren, für die eine Notfallbetreuung vor Ort vorgesehen wird.

Schulen

Der Schulbetrieb bleibt ausgesetzt. Dabei gelten folgende Lockerungen. Die konkreten Festlegungen zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erfolgen vor Ort:

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen dieses Schuljahres können nach entsprechenden Vorbereitungen wieder stattfinden.

Die Abiturprüfungen finden, wie angekündigt, ab 20. April statt.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Oberschulen, Gesamtschulen, Gymnasien und Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen" gehen ab dem 27. April wieder zur Schule. Damit werden die Abschlussklassen, die in diesem Jahr den Mittleren Abschluss (Fachoberschulreife) oder die Erweiterte Berufsbildungsreife machen, wieder unterrichtet. Gleiches gilt für die berufsbildenden Schulen bzw. die Abschlussklassen der dualen Ausbildung.

Die Wohnheime und Internate (OSZ, Spezialschulen, einzelne Förderschulen) nehmen ihren Betrieb entsprechend der schulischen Angebote wieder auf. Schulinternate arbeiten wieder parallel zum Schulbetrieb.

Elternarbeit im Bereich der Einrichtungen der Kinder-, Jugendhilfe sowie Eingliederungseinrichtungen soll wieder stattfinden. Eine Lockerung des Besuchsverbots kann unter Wahrung von Hygienestandards, Heimfahrten können in Absprache mit den Leitungen der Einrichtungen (eingeschränkt) erfolgen.

Für Kinder, die durch Homeschooling nicht gut erreicht werden, bieten die Schulen ab 4.Mai ein pädagogisches Präsenz-Angebot an Grundschulen und in der Sekundarstufe I (Klassen 7 bis 10) an, wenn die Rahmenbedingungen zu Abstandsregeln, Lerngruppen und Hygiene eingehalten werden können.

Hochschulen

Hochschulen bleiben weiter geschlossen. Dabei gelten folgende Lockerungen:

Hochschulbibliotheken dürfen zum Zwecke der Ausleihe und Rückgabe von Titeln und Nutzung von Computerarbeitsplätzen unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen ab dem 22. April wieder öffnen.

Lehrveranstaltungen an Hochschulen werden weiter überwiegend digital durchgeführt. Lehrveranstaltungen, die zwingend Präsenz erfordern (z.B. bei Laborarbeiten), können ab 20. April angeboten werden, wenn die Hygienestandards eingehalten werden.

Hochschul-Prüfungen, für die es keine rechtssicheren digitalen Varianten gibt, können ab 20. April angeboten werden, sofern die Einhaltung der Verhaltensregeln und -empfehlungen des RKI sichergestellt ist und alle Beteiligten mit der Durchführung der Präsenzprüfung einverstanden sind.

Einzelhandel

Über die bisherigen Regelungen hinaus dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern bzw. Geschäfte, die ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmetern reduzieren, unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen ab dem 22. April 2020 generell wieder öffnen.

Diese Lockerung gilt auch für Einkaufszentren (Malls / Shopping-Center) entsprechend. Dabei gilt die Bezugsgröße für die 800 Quadratmeter für die einzelnen Geschäfte. Aber: Das Center-Management verantwortet die Einlasskontrollen und Hygiene-Maßnahmen. Abstandsregeln müssen gewahrt bleiben, Warteschlangen und Menschenansammlungen auf engem Raum sind zu unterbinden.

Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhändler dürfen unabhängig von der Größe der Verkaufsfläche ab 22. April öffnen.

Körpernahe Handwerks- und Dienstleistungen wie Nagelstudios, Tätowierern, Kosmetikstudios, Fußpflege, Massagesalons bleiben weiter geschlossen. Friseure sollen - unter Einhaltung notwendiger Hygieneregeln - ab 4. Mai wieder öffnen dürfen.

Die Selbsternte auf Obst- und Gemüsefeldern ist unter Einhaltung der Abstandsregeln erlaubt.

Öffentliches Leben

Öffentliche und universitäre Bibliotheken und Archive dürfen unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen ab dem 22. April 2020 wieder öffnen.

Galerien, Museen und Ausstellungshallen dürfen ebenfalls ab dem 22. April 2020 wieder geöffnet werden, wenn Auflagen zur Hygiene und den Personenmindestabständen von 1,5 Meter in jegliche Richtung, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen strikt beachtet werden.

Tierparks und Wildgehege dürfen unter strikter Beachtung der erforderlichen Hygienestandards, der Steuerung des Zutritts und der Vermeidung von Warteschlangen ebenfalls ab dem 22. April 2020 öffnen. Tierhäuser sind davon nicht umfasst, diese bleiben geschlossen.

Gastronomische Angebote bleiben auf den außer Haus-Verkauf beschränkt.

Großveranstaltungen bleiben bis einschließlich 31. August 2020 verboten.

Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen bleiben weiter untersagt. Dies betrifft zum Beispiel Familienfeste oder Abiturfeiern. Neu ist aber: Für Versammlungen unter freiem Himmel mit bis zu 20 Teilnehmenden kann die zuständige kommunale Versammlungsbehörde im Einzelfall auf Antrag hier Ausnahmen zulassen, sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist. Damit ist das generelle Demonstrationsverbot in Brandenburg wieder aufgehoben.

Religiöse Zeremonien, insbesondere Taufen und Bestattungen, sind mit bis zu 20 Teilnehmenden erlaubt.

Zusammenkünfte in Vereinen - unabhängig ob Sportverein oder sonstiger Verein - sind weiterhin verboten. Nicht untersagt ist aber der Zutritt auf das Vereinsgelände, wenn der Verein die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln garantieren kann. Das gemeinsame Training im Verein in Gruppen ist verboten, individueller Sport allein oder zu zweit (zum Beispiel Tennis oder Golf) ist zulässig, wenn der Verein auf dem Gelände das Abstandsgebot klar einhalten kann.

Das vorübergehende Verweilen auf öffentlichen Bänken, Wiesen oder Freiflächen wird unter Wahrung der Abstandsregelung von 1,5 Meter wieder erlaubt.

Neu ist: Das Aufsuchen von Kampfmitteln in bewohnten Gebieten, in denen in der Folge mit Evakuierungen einer großen Anzahl von Menschen zu rechnen ist oder die sich im unmittelbaren Bereich von kritischen Infrastrukturen, Krankenhäusern oder Pflegeheimen befinden, ist verboten. Ausnahmen können in begründeten Einzelfällen durch schriftliche Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde im Benehmen mit dem Zentraldienst der Polizei mit seinem Kampfmittelbeseitigungsdienst zugelassen werden.

Religionsausübung: Gottesdienste sollen bald wieder frei gegeben werden. Hintergrund ist: Am heutigen 17. April haben sich Länder und Bund mit den Kirchen darauf verständigt, dass sie im Laufe der nächsten Woche Konzepte vorlegen, wie Gottesdienste unter den Abstands- und Hygieneregeln abgehalten werden können. Ab Anfang Mai soll das dann für alle Glaubensgemeinschaften möglich sein.

Ausflüge sollten weiter vermieden werden. Sie sind unter Einhaltung der Vorgaben jedoch nicht untersagt.

Der Aufenthalt an öffentlichen Orte - dazu zählen insbesondere Wege, Straßen, Plätze, Grünanlagen und Parks - ist weiter grundsätzlich untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind Wege, für die ein triftiger Grund besteht. Zum Beispiel, um zum Arbeitsplatz zu kommen, der Weg zum Supermarkt, notwendige Arztbesuche oder eine Blutspende.

Individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft ist weiter ausdrücklich erlaubt: Spazieren gehen, Joggen, Fahrrad fahren. Aber auch hier gilt das Gebot des Mindestabstands zu allen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben.

Wassersport: Beispielsweise Motorboote, Segelboote, Surfbretter, Paddelboote, Ruderboote oder Stand-up-Paddling-Bretter dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln weiter genutzt werden. Auch der gewerbliche Boots-Verleih bleibt in Absprache mit den zuständigen lokalen Behörden zulässig, wie auch der eingeschränkte Betrieb von Marinas und Häfen. Wer sein Boot auf dem Gelände eines solchen Betriebes liegen hat, kann es nutzen. Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sind aber verboten. Die zuständigen Behörden können vor Ort abweichende Regelungen treffen.

Spielplätze: Der Besuch und die Nutzung von öffentlich zugänglichen Spielplätzen ist weiter nicht gestattet.

Angeln und Jagd: Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Auch beim Jagen und Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand.

Übernachtungsangebote - egal ob Hotel oder Campingplatz - dürfen weiter strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Die touristische Nutzung von Ferienwohnungen und Campingplätzen ist untersagt. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

Eigenes Ferienhaus, Ferienwohnung oder Datschen: Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen privat und ausschließlich zur Eigennutzung bewohnt werden. Dies gilt auch für Pachten. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten.

Quarantäneregeln für Ein- und Rückreisende

Die Quarantäne-Verordnung zur Ein- und Rückreise wird unverändert längstens bis zum 8. Mai verlängert.

So sind Personen, die aus einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in das Land Brandenburg einreisen, weiter verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort 14 Tage lang aufzuhalten. Dies gilt auch für Personen, die zunächst über ein anderes Bundesland nach Deutschland eingereist sind. Diese Personen dürfen in dem Quarantänezeitraum keinen Besuch von anderen Personen empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören. Die betroffenen Personen sind verpflichtet, unverzüglich das für sie zuständige Gesundheitsamt zu kontaktieren und auf die häusliche Quarantäne hinzuweisen. Außerdem müssen sie sich dort beim Auftreten von Krankheitssymptomen ebenfalls unverzüglich melden.

Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne gibt es für alle Berufsgruppen, die Personen, Waren, Post oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder Flugzeug grenzüberschreitend transportieren.

Ausnahmen gibt es außerdem für Berufspendler, deren Tätigkeit für die Gewährleistung

der Funktionsfähigkeit des Gesundheitswesens und von Pflegeeinrichtungen,

der öffentlichen Sicherheit und Ordnung,

der Pflege diplomatischer und konsularischer Beziehungen,

der Funktionsfähigkeit des Rechtswesens,

der Funktionsfähigkeit der Volksvertretung, der Regierung und Verwaltung des Bundes, der Länder und der Kommunen

der Funktionsfähigkeit der Organe der Europäischen Union und internationaler Organisationen

zwingend notwendig ist. Die zwingende Notwendigkeit ist durch den Dienstherrn, den Arbeitgeber oder sonstigen Auftraggeber zu prüfen und zu bescheinigen.

Weitere Ausnahmen gibt es für Personen

die regelmäßig die Grenze zwischen Wohnort und Arbeitsstätte überqueren (Ein- und Auspendler) oder für einen begrenzten Zeitraum zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst in das Bundesgebiet einreisen,

die sich weniger als 48 Stunden im Ausland aufgehalten haben oder

die einen sonstigen triftigen Reisegrund haben; hierzu zählen insbesondere soziale Aspekte wie etwa ein geteiltes Sorgerecht, der Besuch des nicht im gleichen Hausstand wohnenden Lebenspartners, dringende medizinische Behandlungen oder Beistand oder Pflege schutzbedürftiger Personen.

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Stand: 17. Aprill 17 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.310 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.310 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 17.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 199 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 28 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.170 Menschen (+100 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 137 angestiegen. Das entspricht 84,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Zu beklagen ist mittlerweile ein fünfter Todesfall. Landesweit sind bislang 79 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 17. Aprill 16.30 Uhr

Corona-Rettungsschirm: Weitere 31,8 Millionen Euro an Brandenburger Krankenhäuser ausgezahlt

Zweite Ausgleichszahlungen nach Krankenhausfinanzierungsgesetz

Die Brandenburger Krankenhäuser haben in dieser Woche zum zweiten Mal Geld aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes ausgezahlt bekommen. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), das für die Auszahlung in Brandenburg administrativ zuständig ist, hat nach einer Bedarfsabfrage eine Summe von 31,8 Millionen Euro an 53 Krankenhäuser ausgezahlt. Damit wurden bereits insgesamt 56 Millionen Euro ausgezahlt.

Um freie Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen, verschieben Krankenhäuser planbare Operationen und Behandlungen. Das führt aber zu Einnahmeausfällen. Aufgrund solcher COVID-19 bedingter Sonderbelastungen stellt der Bund Ausgleichszahlungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung. Grundlage dafür ist § 21 Krankenhausfinanzierungsgesetz. Die Ausgleichzahlungen werden von den Landesbehörden an die Krankenhäuser ausgezahlt. Die Krankenhäuser übermitteln die hierfür erforderlichen Daten und Informationen nach einem abgestimmten Verfahren. Die Bedarfsanmeldungen der Krankenhäuser sowie die Auszahlungen an diese erfolgen wöchentlich bis zum Monat September 2020.

Krankenhäuser erhalten einen finanziellen Ausgleich für verschobene planbare Operationen und Behandlungen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patienten mit einer Coranavirus-Infektion frei zu halten. Für jedes Bett, das dadurch im Zeitraum vom 16. März bis zum 30. September 2020 nicht belegt wird, erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro Tag. Außerdem gibt es einen Bonus von 50.000 Euro für jedes Intensivbett, das sie zusätzlich schaffen.

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Stand: 17. Aprill 16.30 Uhr

Coronavirus: Angebotsplattform für Schutzausrüstung freigeschaltet

Der Zentraldienst der Polizei Brandenburg hat eine Angebotsplattform für medizinische Produkte und persönliche Schutzausrüstung (PSA) freigeschaltet. Unter dem Link https://polizei.brandenburg.de/onlineservice/angebot_medizinischer_produkte können Angebote zum Beispiel für Operationsmasken, Untersuchungshandschuhe, Pflegekittel, FFP2- und FFP3-Masken oder auch Desinfektionsmittel, die im Kampf gegen das Coronavirus dringend benötigt werden, online eingestellt werden.

Innenminister Michael Stübgen: „Wir bekommen täglich bis zu 200 neue Angebote. Diese Flut ist nur mit großem Personalaufwand zu bewältigen. Denn darunter sind leider auch sehr viele unseriöse Angebote, zum Beispiel mit nicht zertifizierter Ware. Das macht die Prüfung und Sichtung im Einzelfall sehr aufwändig. Durch die neu eingerichtete zentrale Plattform werden wir die Angebote deutlich schneller bearbeiten können.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung für den Einsatz in Krankenhäusern, Gesundheitsämtern, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten und für weitere Berufsgruppen ist nach wie vor sehr groß. Gerade wenn wir die Eindämmungsmaßnahmen vorsichtig und in Stufen lockern wollen, müssen wir gerade besonders gefährdete Menschen auch besonders schützen. Der Bedarf an Schutzausrüstung wird also noch steigen und wir werden unsere Anstrengungen weiter intensivieren.“

Alle, die dem Land Brandenburg für benötigte medizinische Produkte oder Schutzausrüstung ein verbindliches Angebot machen können, werden nun auf die neu eingerichtete Angebotsplattform verwiesen, um die dortigen Formulare auszufüllen und idealerweise auch die für die angebotenen Produkte erforderlichen Zertifikate gleich mit zu übersenden.

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Stand: 17. April, 10.45 Uhr

Insgesamt 2.270 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 92 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.270 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 17.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 214 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 33 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.170 Menschen (+100 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland keine gesetzliche Meldepflicht. Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 137 angestiegen. Das entspricht 84,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Zu beklagen ist mittlerweile ein fünfter Todesfall. Landesweit sind bislang 78 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand:16. April, 19.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.249 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 90 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.249 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 16.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 214 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 33 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.070 Menschen (+120 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 136 angestiegen. Das entspricht 84,0 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislang 76 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 16. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.178 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 45 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.178 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 16.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 214 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 33 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 1.060 Menschen (+110 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 136 angestiegen. Das entspricht 84,0 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislang 72 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 15. April, 21.15 Uhr

Corona-Virus / Woidke: „Erste Erleichterungen möglich“

Die Brandenburger Landesregierung wird in einer Kabinettssitzung am Freitag eine neue Rechtsverordnung zur Eindämmung des Coronavirus verabschieden. Sie wird bis Sonntag, 3. Mai gelten und einige erste Erleichterungen im Vergleich zur bislang geltenden Verordnung beinhalten. Die Grundregeln zur Minimierung sozialer Kontakte, zu Abstand und Hygiene bleiben jedoch unverändert bestehen. Das gab heute Abend Ministerpräsident Dietmar Woidke gemeinsam mit seinen Stellvertretern, Innenminister Michael Stübgen und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher auf einer Pressekonferenz bekannt.

Dietmar Woidke: „Es ist gelungen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dafür der Dank der Landesregierung an die Bürgerinnen und Bürger. Die allermeisten haben sich an die strikten Regeln gehalten. Nur dadurch sind jetzt erste Erleichterungen möglich. Wir dürfen die Erfolge der vergangenen Wochen nicht gefährden. Deshalb müssen wir behutsam vorgehen.“

Der Pressekonferenz war eine fast vierstündige Telefonkonferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Mitgliedern der Bundesregierung vorangegangen. Es folgten eine Beratung des Kabinetts und anschließend eine Information der Landräte und Oberbürgermeister.

Woidke: „Mir war wichtig, alle Beteiligten schnell über den aktuellen Stand der Abstimmungen zwischen Bund und Ländern zu informieren und das weitere Vorgehen zu besprechen. Auch mit dem Land Berlin sind wir in enger Abstimmung. Es ist sehr gut, dass sich die Länder mit dem Bund über einen grundsätzlichen Rahmen geeinigt haben. Wir brauchen keinen Flickenteppich. Wir stecken noch immer in der Pandemie. Deshalb muss uns allen bewusst sein: Wenn wir jetzt nachlässig werden wird es zu einem Rückfall kommen und die Zahl der Infektionen wieder nach oben gehen. Dann müssten die Restriktionen wieder verschärft werden.“

Ursula Nonnemacher: „Dank der Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind wir in Brandenburg glücklicherweise weit davon entfernt, an die Kapazitätsgrenzen unseres Gesundheitssystems zu kommen. Wir haben Zeit gewonnen, die Zahl der Intensivbetten und Testkapazitäten deutlich auszubauen. Ich danke allen Beschäftigten im gesamten Gesundheits- und Pflegebereich für ihre Arbeit. Wir müssen weiter neue Infektionsketten so früh wie möglich aufspüren. Das gilt besonders in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Deshalb werden die Gesundheitsämter personell unterstützt. Helfen kann dabei auch die geplante Corona-App „Contact-Tracing“. Außerdem ist mit dem Bund vereinbart, die Beschaffung notwendiger Testmaterialien und persönlicher Schutzausrüstung schnell deutlich auszubauen.“

Michael Stübgen: „Wir wollen alle schnellstmöglich zur Normalität zurückkehren. Das wird aber noch dauern und es wird nicht auf einmal gehen. Wir dürfen nicht leichtfertig Menschenleben riskieren. Deshalb braucht es jetzt eine Politik der kleinen Schritte. Nur so können wir kontrolliert und gesichert die Verbote lockern. Dafür braucht es Geduld und Disziplin. Die vergangenen Wochen haben gezeigt: Die allermeisten Brandenburgerinnen und Brandenburger halten sich ganz vorbildlich an die Regeln. Ich bin sicher, dass das auch in den nächsten Wochen so sein wird. Selbstverständlich wird die Polizei weiter dabei helfen, die Einhaltung der Eindämmungsverordnung zu kontrollieren. Jedem muss klar sein, dass es Konsequenzen hat, wenn man leichtfertig die Gesundheit anderer gefährdet.“

Für Brandenburg ist folgendes konkret vorgesehen und soll in einer neuen Eindämmungsverordnung festgeschrieben werden; dabei sind jeweils die bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln strikt einzuhalten:

Kita und Schule:

Krippe, Kita und Schulen bleiben vorerst bis 3. Mai für den allgemeinen Betrieb geschlossen. Die bestehende Notbetreuung wird für weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet. Die konkrete Ausgestaltung wird mit den kommunalen Spitzenverbänden abgestimmt.

Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen (Unterricht) der Abschlussklassen dieses Schuljahres sollen nach entsprechenden Vorbereitungen ab 27. April wieder stattfinden können. Das betrifft in Brandenburg die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen an Oberschulen, Gesamtschulen und Gymnasien, die noch in diesem Jahr den Mittleren Abschluss erreichen wollen.

Eine Woche später, ab 4. Mai, soll der Schulunterricht in geeigneter Form wieder beginnen für

• die letzte Grundschulklasse,

• die Abschlussklassen und qualifikationsrelevanten Jahrgänge der allgemeinbildenden sowie berufsbildenden Schulen, die im nächsten Schuljahr ihre Prüfungen ablegen.

Die Lerngruppen sollen an den Schulen verkleinert, damit Abstände eingehalten werden können. Die konkrete Ausgestaltung wird vom Bildungsministerium erarbeitet.

Das Abitur soll in Brandenburg unabhängig von der Öffnung der Schulen wie geplant stattfinden (Prüfungsstart am Montag, 20. April)

Universitäten, Bibliotheken und Archive:

In der Hochschullehre können neben der Abnahme von Prüfungen auch Praxisveranstaltungen, die spezielle Labor- bzw. Arbeitsräume an den Hochschulen erfordern (z. B. Laborpraktika, Präparierkurse) unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden. Bibliotheken und Archive können unter Einhaltung der Regeln wieder geöffnet werden.

Einzelhandel:

Zusätzlich zu den bestehenden Erlaubnissen (z. B. Lebensmittel und Apotheken) können folgende Geschäfte unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen:

• alle Geschäfte bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche

• unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen.

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Stand: 15. April, 18.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.159 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 41 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.159 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 15.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 214 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 33 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 950 Menschen (+50 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 133 angestiegen. Das entspricht 82,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 71 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 15. April, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.133 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 48 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.133 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 15.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 212 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 28 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 950 Menschen (+50 im Vergleich zum Vortag) als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 133 angestiegen. Das entspricht 82,1 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 69 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 14. April, 17.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.118 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 44 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.118 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 14.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 212 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 28 intensivmedizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 900 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 132 angestiegen. Das entspricht 81,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 65 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 14. April, 17.30 Uhr

Landestierschutzbeauftragter Heidrich ruft zu Spenden für Tierheime auf

Unter der Corona-Krise leiden auch Tierheime. „Tierschutzvereine und Verbände, die mit großen Engagement vielfach Tierheime betreiben, berichten mir in diesen Tagen sehr oft über ihre Sorgen im Zusammenhang mit dem Corona-Geschehen. Die Finanzierung von Tierheimen ist vielerorts wirklich in großer Gefahr“, sagte Brandenburgs Landestierschutzbeauftragter Dr. Stefan Heidrich heute in Potsdam. Er startete deshalb den Corona-Spendenaufruf „Tierheime brauchen Ihre Hilfe“.

Landestierschutzbeauftragter Heidrich weiter: „Die Tierheime kommen an ihre Belastungsgrenze. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer fallen aus. Das Stammpersonal arbeitet bereits präventiv im Schichtsystem, um keine Infektionsketten zuzulassen. Die Vermittlung von Tieren ist nur noch eingeschränkt möglich, die Vermittlungsrate sinkt spürbar. Dagegen werden weiterhin wie gewohnt Fund- und Abgabetiere in die Tierheime aufgenommen. Die Spendeneinnahmen sinken deutlich. Nebeneinnahmen aus Hundetraining und Tierbetreuung entfallen. Die Grundkosten fallen in den Tierheimen weiterhin an. Die Tiere müssen auch in Zeiten von Corona die Tiere weiter versorgt werden.“

Der Tierschutzbeauftragte bittet deshalb um Spenden für den Weiterbetrieb von vereinsgeführten Tierheimen. Brandenburgerinnen und Brandenburger sind aufgerufen, sich direkt an Tierheime zu wenden. Der Tierschutzbeauftragte bietet auch an, eine Koordination von Spenden zu übernehmen. So kann die Spendenbereitschaft unter dem Stichwort „Corona-Hilfe Tierheime“ an folgende E-Mail-Adresse mitgeteilt werden: tierschutz@msgiv.brandenburg.de.

Der vollständige Spendenaufruf ist im Internet veröffentlicht: https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/start/beauftragte/landestierschutzbeauftragter/corona-spendenaufruf-tierheime-brauchen-ihre-hilfe/

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Stand: 14. April, 17.30 Uhr

Woidke: „Schrittweise Aufhebung der Beschränkungen – Schnellstart verbietet sich und wäre Bumerang“

Brandenburg wird in der morgigen Diskussion zur Eindämmung des Coronavirus mit den anderen Bundesländern und der Bundesregierung dafür eintreten, „vorsichtig und im kleinen Rahmen Erleichterungen bei den Eindämmungsmaßnahmen vorzunehmen“, so Ministerpräsident Dietmar Woidke nach der heutigen Kabinettssitzung. Sie fand erneut als Telefonkonferenz statt.

Woidke weiter: „Definitiv wird kein Schnellstart von 0 auf 100 möglich sein. Sonst würden wir all das, was wir gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern erreicht haben, zunichtemachen. Maßvolle Erleichterungen könnten möglich werden, weil Brandenburg bisher relativ gut durch die Krise gekommen ist.“

Woidke: „Unser Hauptziel, dass das Gesundheitssystem keinesfalls überlastet werden darf, haben wir erreicht. Es ist auch gelungen, die Geschwindigkeit der Ausbreitung zu verringern. Aber wir sind noch nicht über den Berg. Im Gegenteil: Wir stecken mittendrin in der Pandemie. Die Erfolge dürfen uns nicht nachlässig werden lassen. Das wäre zutiefst trügerisch. Das würde zum Bumerang werden.“

Nach der morgigen Telefonkonferenz mit der Bundesregierung werden landesinterne Besprechungen folgen, um sich über das weitere Vorgehen abzustimmen. Vorgesehen ist auch eine Pressekonferenz am frühen Abend.

Die bisherige Rechtsverordnung zur Eindämmung des Coronavirus gilt bis zum 19. April (Ende der Osterferien). Sie wird rechtzeitig für die Zeit ab 20. April aktualisiert.

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Stand: 14. April, 11 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.086 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 11 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.086 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 14.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 214 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 34 intensiv medizinisch beatmet.

In Brandenburg gelten laut LAVG-Berechnungen circa 900 Menschen als genesen von der Coronavirus-Krankheit-2019. Bei der Berechnung dieser Zahl wird davon ausgegangen, dass alle ambulanten COVID-19-Fälle in häuslicher Quarantäne, die 14 Tage nach der Meldung des positiven Befundes symptomfrei sind, als genesen gelten. Für die Gesundung eines Infizierten gibt es in Deutschland nämlich keine gesetzliche Meldepflicht.

Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 132 angestiegen. Das entspricht 81,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 60 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben

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Stand: 14. April, 11 Uhr

Informationen zum Corona-Virus in Einfacher Sprache

Das Sozialministerium bietet Informationen zum Corona-Virus auch in Einfacher Sprache an. „Die Maßnahmen gegen das Corona-Virus schränken unser Leben enorm ein. Das betrifft natürlich auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder Menschen, die nicht so gut Deutsch sprechen. Sie brauchen Informationen, die verständlich aufbereitet sind“, sagte Sozialministerin Ursula Nonnemacher heute in Potsdam.

Die Informationen in Einfacher Sprache sind auf der zentralen Corona-Internetseite der Landesregierung https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/corona/informationen-einfache-sprache/ eingestellt. Folgende Themen werden dort erklärt:

Corona-Virus - Was ist das? Woher kommt es? Was macht es?

Verordnung zu dem Corona-Virus für Brandenburg

Bußgeld-Liste

Einfache Sprache ist eine sprachlich vereinfachte Version von Standardsprache oder Fachsprache. Der Sprachstil ist betont einfacher, verständlicher und klarer. Texte in Einfacher Sprache haben kürzere Sätze, einfache Satzstrukturen und wenig Kommata. Schwierige Wörter werden durch einfachere ersetzt, zusammengesetzte Hauptwörter durch Bindestriche getrennt.

Der Text „Verordnung zu dem Corona-Virus für Brandenburg“ beginnt zum Beispiel so: „Die Landesregierung in Brandenburg hat am 22. März 2020 eine Verordnung bestimmt. Die Verordnung enthält Beschlüsse und Regeln. Daran müssen sich alle Bürgerinnen und alle Bürger halten. Die Verordnung gilt bis zum 19. April 2020.“

Außerdem gibt es Informationen zum Coronavirus in 18 Fremdsprachen auf der Corona-Internetseite: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/corona/information-various-languages/

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Stand: 13. April, 14 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 2.075 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 102 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 2.075 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 13.04.2020, 10:00 Uhr). Im Havelland bleibt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen bei 129.

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Stand: 12. April, 14 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.973 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 53 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.973 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 12.04.2020, 10:00 Uhr). Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 129 angestiegen. Das entspricht 79,7 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 50 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 11. April, 21.30 Uhr

Rede und Ansprache von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

Link Video: http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2020/04/200411-TV-Ansprache-Corona-Ostern.html

Guten Abend, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

In wenigen Stunden beginnt das Osterfest. Draußen erblüht die Natur und wir sehnen uns hinaus ins Freie – und zueinander: zu lieben Menschen, Familie, Freunden.

So waren wir es gewohnt. So gehörte es dazu. Doch dieses Jahr ist alles anders. Es tut weh, auf den Besuch bei den Eltern zu verzichten. Großeltern zerreißt es das Herz, nicht wenigstens an Ostern die Enkel umarmen zu können. Und viel mehr noch ist anders in diesem Jahr. Kein buntes Gewimmel in Parks und Straßencafés. Für viele von Ihnen nicht die lang ersehnte Urlaubsreise. Für Gastwirte und Hoteliers kein sonniger Start in die Saison. Und für die Gläubigen kein gemeinsames Gebet. Und für uns alle die bohrende Ungewissheit: Wie wird es weitergehen?

Ausgerechnet an Ostern, dem Fest der Auferstehung, wenn Christen weltweit den Sieg des Lebens über den Tod feiern, müssen wir uns einschränken. Einschränken, damit Krankheit und Tod nicht über das Leben siegen.

Viele Tausend sind gestorben. Bei uns im eigenen Land. Und in Bergamo, im Elsass, in Madrid, New York und vielen anderen Orten auf der Welt. Die Bilder gehen uns nah. Wir trauern um die, die einsam sterben. Wir denken an ihre Angehörigen, die nicht einmal gemeinsam Abschied nehmen können. Und wir danken den unermüdlichen Lebensrettern im Gesundheitswesen. So sehr unser aller Leben auf dem Kopf steht, so denken wir an die, die die Krise besonders hart trifft – die krank oder einsam sind; die Sorgen haben um den Job, um die Firma; die Freiberufler, die Künstler, denen Einnahmen wegbrechen; die Familien, die Alleinerziehenden in der engen Wohnung ohne Balkon und Garten.

Die Pandemie zeigt uns: Ja, wir sind verwundbar. Vielleicht haben wir zu lange geglaubt, dass wir unverwundbar sind, dass es immer nur schneller, höher, weiter geht. Aber das war ein Irrtum. Die Krise zeigt uns allerdings nicht nur das, sie zeigt uns auch, wie stark wir sind! Worauf wir bauen können!

Ich bin tief beeindruckt von dem Kraftakt, den unser Land in den vergangenen Wochen vollbracht hat. Noch ist die Gefahr nicht gebannt. Aber schon heute können wir sagen: Jeder von Ihnen hat sein Leben radikal geändert, jeder von Ihnen hat dadurch Menschenleben gerettet und rettet täglich mehr.

Es ist gut, dass der Staat jetzt kraftvoll handelt – in einer Krise, für die es kein Drehbuch gab. Ich bitte Sie auch alle weiterhin um Vertrauen, denn die Regierenden in Bund und Ländern wissen um ihre riesige Verantwortung.

Doch wie es jetzt weitergeht, wann und wie die Einschränkungen gelockert werden können, darüber entscheiden nicht allein Politiker und Experten. Sondern wir alle haben das in der Hand, durch unsere Geduld und unsere Disziplin – gerade jetzt, wenn es uns am schwersten fällt.

Den Kraftakt, den wir in diesen Tagen leisten, den leisten wir doch nicht, weil eine eiserne Hand uns dazu zwingt. Sondern weil wir eine lebendige Demokratie mit verantwortungsbewussten Bürgern sind! Eine Demokratie, in der wir einander zutrauen, auf Fakten und Argumente zu hören, Vernunft zu zeigen, das Richtige zu tun. Eine Demokratie, in der jedes Leben zählt – und in der es auf jede und jeden ankommt: vom Krankenpfleger bis zur Bundeskanzlerin, vom Expertenrat der Wissenschaft bis zu den sichtbaren und unsichtbaren Stützen der Gesellschaft – an den Supermarktkassen, am Lenkrad von Bus und LKW, in der Backstube, auf dem Bauernhof oder bei der Müllabfuhr.

So viele von Ihnen wachsen jetzt über sich selbst hinaus. Ich danke Ihnen dafür.

Und natürlich weiß ich: Wir alle sehnen uns nach Normalität. Aber was heißt das eigentlich? Nur möglichst schnell zurück in den alten Trott, zu alten Gewohnheiten?

Nein, die Welt danach wird eine andere sein. Wie sie wird? Das liegt an uns! Lernen wir doch aus den Erfahrungen, den guten wie den schlechten, die wir alle, jeden Tag, in dieser Krise machen.

Ich glaube: Wir stehen jetzt an einer Wegscheide. Schon in der Krise zeigen sich die beiden Richtungen, die wir nehmen können. Entweder jeder für sich, Ellbogen raus, hamstern und die eigenen Schäfchen ins Trockene bringen? Oder bleibt das neu erwachte Engagement für den anderen, für die Gesellschaft? Bleibt die geradezu explodierende Kreativität und Hilfsbereitschaft? Bleiben wir mit dem älteren Nachbarn, dem wir beim Einkauf geholfen haben, in Kontakt? Schenken wir der Kassiererin und dem Paketboten auch weiterhin die Wertschätzung, die sie verdienen? Mehr noch: Erinnern wir uns auch nach der Krise noch, was unverzichtbare Arbeit – in der Pflege, in der Versorgung, in den sozialen Berufen, in Kitas und Schulen –, was sie uns wirklich wert sein muss? Und helfen die, die es wirtschaftlich gut durch die Krise schaffen, denen wieder auf die Beine, die besonders hart gefallen sind?

Und: Suchen wir auf der Welt gemeinsam nach dem Ausweg oder fallen wir zurück in Abschottung und Alleingänge? Teilen wir doch alles Wissen und alle Forschung, damit wir schneller zu Impfstoff und Therapien gelangen, und sorgen wir in einer globalen Allianz dafür, dass auch die ärmsten Länder Zugang haben, die Länder, die am verwundbarsten sind. Nein, diese Pandemie ist kein Krieg. Nationen stehen nicht gegen Nationen, Soldaten nicht gegen Soldaten. Sondern sie ist eine Prüfung unserer Menschlichkeit. Sie ruft das Schlechteste und das Beste in den Menschen hervor. Zeigen wir einander doch das Beste in uns!

Und zeigen wir es bitte auch in Europa! Deutschland kann nicht stark und gesund aus der Krise kommen, wenn unsere Nachbarn nicht auch stark und gesund werden. Diese blaue Fahne hier steht nicht ohne Grund dort. Dreißig Jahre nach der Deutschen Einheit, 75 Jahre nach dem Ende des Krieges sind wir Deutsche zur Solidarität in Europa nicht nur aufgerufen – wir sind dazu verpflichtet!

Solidarität – ich weiß, das ist ein großes Wort. Aber erfährt nicht jeder und jede von uns derzeit ganz konkret, ganz existenziell, was Solidarität bedeutet? Mein Handeln ist für andere überlebenswichtig.

Bitte bewahren wir uns diese kostbare Erfahrung. Die Solidarität, die Sie jetzt jeden Tag beweisen, die brauchen wir in Zukunft umso mehr! Wir werden nach dieser Krise eine andere Gesellschaft sein. Wir wollen keine ängstliche, keine misstrauische Gesellschaft werden. Aber wir können eine Gesellschaft sein mit mehr Vertrauen, mit mehr Rücksicht und mit mehr Zuversicht.

Ist das, selbst an Ostern, zu viel der guten Hoffnung? Über diese Frage hat das Virus keine Macht. Darüber entscheiden allein wir selbst.

Vieles wird in der kommenden Zeit sicher nicht einfacher. Aber wir Deutsche machen es uns ja auch sonst nicht immer einfach. Wir verlangen uns selbst viel ab und trauen einander viel zu. Wir können und wir werden auch in dieser Lage wachsen.

Frohe Ostern, alles Gute – und geben wir acht aufeinander!

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Stand: 11. April, 17 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.920 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 52 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.920 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 11.04.2020, 10:00 Uhr). Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 127 angestiegen. Das entspricht 78,4 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind bislag 50 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 11. April, 16.30 Uhr

Land Brandenburg beschafft 500.000 Stück Mund-Nasen-Schutz

Neue Task Force Beschaffung – Lieferung sofort an Kreise und kreisfreie Städte weiterverteilt

Das Land Brandenburg hat erfolgreich 500.000 Stück Mund-Nasen-Schutz (kurz: Mundschutz, synonym OP-Masken) beschafft. Die Großlieferung traf am Karfreitag an einer zentralen Stelle im Land ein und wird seit Samstag (11.04.) durch den Zentraldienst der Polizei (ZDPol) nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte verteilt. „Wir freuen uns über diese Lieferung sehr. Wir haben bereits einiges beschafft und erwarten demnächst weitere größere Lieferungen. Trotzdem würden wird gerne noch schneller beschaffen, aber die Situation auf dem Weltmarkt ist immer noch sehr angespannt. Im Kampf gegen das Coronavirus kaufen alle Länder so viel Schutzausrüstung wie es nur irgendwie geht. Schnell sein ist das eine, aber wir müssen bei allen Aufträgen auch immer auf die Qualität achten. Es gibt viele unseriöse Angebote“, sagte Anja Germer heute. Sie ist die Direktorin vom ZDPol und Leiterin der neuen „Task Force Beschaffung“ des Interministeriellen Koordinierungsstabs „Corona“ der Landesregierung.

Die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung ist seit Beginn der Corona-Krise ein Schwerpunktthema des Koordinierungsstabs. Da die versprochenen Bundes-Lieferungen nur sehr zögerlich und in kleinen Mengen eintreffen, hat das Land seine Bemühungen intensiviert und in der letzten Woche die „Task Force Beschaffung“ eingerichtet. Darin arbeiten der Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg, Innenministerium, Gesundheitsministerium, Wirtschaftsministerium, Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) und die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) zusammen. „Auf kurzem Weg stimmen wir Angebote und Bestellungen schnell und kompetent ab. Jede Behörde hat seine Stärken, gemeinsam sind wir ein gutes Team. Die Zusammenarbeit ist sehr gut“, so Germer.

Innenminister Michael Stübgen dankt für die Arbeit: „Der Zentraldienst der Polizei ist in Sachen Beschaffung der zentrale Dienstleister der ganzen Landesverwaltung. Er hat langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet und sehr gute Strukturen, auf die wir bei der Lösung eines der größten Probleme in der Corona-Krise, nämlich die Beschaffung von dringend benötigter Schutzausrüstung, zurückgreifen können. Ich danke allen Beschäftigten, die auch über die Osterfeiertage unermüdlich im Einsatz für die Brandenburgerinnen und Brandenburger sind.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher freut sich über die neue Lieferung: „Das ist eine großartige Nachricht zum Osterfest. Ich danke der ‚Task Force Beschaffung‘ für ihren Einsatz. Der Mangel an persönlicher Schutzausrüstung bereitet mir momentan die größte Sorge. Wir brauchen noch deutlich mehr Material, denn auch unsere Pflegeeinrichtungen warten dringend auf Nachschub. Dort leben besonders gefährdete Gruppen, die es zu schützen gilt.“

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Stand: 10. April, 14.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.867 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 161 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.867 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 10.04.2020, 09:00 Uhr). Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 124 angestiegen. Das entspricht 76,6 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind 48 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 09. April, 20 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.782 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 169 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.782 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 09.04.2020, 16:00 Uhr). Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 119 angestiegen. Das entspricht 73,5 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin sind  vier Todesfälle zu beklagen. Landesweit sind 48 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 09. April, 10.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.706 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 107 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.706 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 09.04.2020, 08:00 Uhr). Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 117 angestiegen. Das entspricht 72,3 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner. Weiterhin ist  leider ein vierter Todesfalll zu beklagen. Landesweit sind 41 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

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Stand: 09. April, 10.15 Uhr

Corona-Rettungsschirm: 24,2 Millionen Euro an Brandenburger Krankenhäuser ausgezahlt

Erste Ausgleichszahlungen nach Krankenhausfinanzierungsgesetz – Auszahlungen erfolgen wöchentlich bis September

Die Brandenburger Krankenhäuser haben in dieser Woche zum ersten Mal Geld aus dem Corona-Rettungsschirm des Bundes ausgezahlt bekommen. Das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), das für die Auszahlung in Brandenburg administrativ zuständig ist, hat nach einer Bedarfsabfrage jetzt erstmalig eine Summe von insgesamt 24,2 Millionen Euro an 53 Krankenhäuser ausgezahlt.

Um freie Kapazitäten für Corona-Patienten zu schaffen, verschieben Krankenhäuser planbare Operationen und Behandlungen. Das führt aber zu Einnahmeausfällen. Aufgrund solcher COVID-19 bedingter Sonderbelastungen stellt der Bund Ausgleichszahlungen aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung. Grundlage dafür ist § 21 Krankenhausfinanzierungsgesetz. Die Ausgleichzahlungen werden von den Landesbehörden an die Krankenhäuser ausgezahlt. Die Krankenhäuser übermitteln die hierfür erforderlichen Daten und Informationen nach einem abgestimmten Verfahren. Die Bedarfsanmeldungen der Krankenhäuser sowie die Auszahlungen an diese erfolgen wöchentlich bis zum Monat September 2020.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Wir brauchen jetzt starke Krankenhäuser. Der Rettungsschirm ist ein wichtiges Instrument in einer schwierigen Situation. Es ist klar, dass wir es uns in dieser ernsten Lage überhaupt nicht erlauben dürfen, dass ein Krankenhaus wegen finanzieller Schwierigkeiten vom Versorgungsnetz gehen muss. Die Brandenburger Krankenhäuser haben sich in kurzer Zeit gut auf eine stark steigende Zahl schwerkranker Corona-Patienten vorbereitet und mit Hochdruck ihre verfügbaren Bettenkapazitäten erhöht. So ist die Zahl der zur Verfügung stehenden Intensivbetten von 531 bereits auf 738 gestiegen.“

Krankenhäuser erhalten einen finanziellen Ausgleich für verschobene planbare Operationen und Behandlungen, um Kapazitäten für die Behandlung von Patienten mit einer Coranavirus-Infektion frei zu halten. Für jedes Bett, das dadurch im Zeitraum vom 16. März bis zum 30. September 2020 nicht belegt wird, erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro Tag. Außerdem gibt es einen Bonus von 50.000 Euro für jedes Intensivbett, das sie zusätzlich schaffen.

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Stand: 08. April, 20.00 Uhr

Insgesamt 1.613 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 39 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.613 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 08.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 233 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 31 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 112 angestiegen. Das entspricht 69,2 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner.  411 Menschen stehen im Havelland unter Quarantäne.

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Stand: 08. April, 10.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.599 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 75 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.599 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 08.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 235 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 28 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen auf 112 angestiegen. Das entspricht 69,2 bestätigte Fälle je 100.000 Einwohner.

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Stand: 07. April, 19.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.574 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 63 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.574 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 07.04.2020, 16:00 Uhr). Im Havelland sind 104 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - drei Todesfälle sind zu beklagen.

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Stand: 07. April, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.524 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.524 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst. Im Havelland sind 103 Menschen mit dem Coronavirus infiziert

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Stand: 06. April, 18.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.511 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 59 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.511 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 06.04.2020, 16:00 Uhr). Im Havelland sind 103 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Ein Todesfall ist zu beklagen, landesweit sind es 31 Todesfälle.

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Stand: 06. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.463 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 59 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.463 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 06.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 195 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 26 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 92 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 16 Personen befinden sich  in stationärer Behandlung.

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Stand: 05. April, 19.00 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.452 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 64 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.452 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 195 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 26 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 92 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 15 Personen befinden sich  in stationärer Behandlung. Ein Todesfall ist zu beklagen. Im Land Brandenburg sind insgesamt 27 Menschen an den Folgen des Coronavirus verstorben.

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Stand: 05. April, 19.00 Uhr

Coronavirus: Das ist noch erlaubt – das ist leider verboten

Kurz vor Ostern: Antworten auf häufige Fragen zur Brandenburger Eindämmungsverordnung

Joggen, Motorradfahren, Kanu oder Hausboot, Sitzen auf einer öffentlichen Bank – was ist während der Corona-Pandemie noch erlaubt, auf was müssen wir leider verzichten? Zur richtigen Anwendung der Eindämmungsverordnung stellen Bürgerinnen und Bürgern gerade vor Ostern viele Fragen an die Landesregierung und die Kreise und kreisfreien Städte. Insbesondere geht es um konkrete Verhaltensregeln im täglichen Leben. In Brandenburg besteht keine Ausgangssperre. Deshalb darf man sich den Regeln entsprechend bewegen. Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Sie können je nach Schwere des Verstoßes mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Auf der Internetseite corona.brandenburg.de werden über den Link FAQ wesentliche Fragen beantwortet. Auch das Bürgertelefon steht weiter für Anfragen zur Verfügung. Es ist montags bis freitags von 09.00 bis 19.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar.

Grundsätzlich gilt jetzt: Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands weiter auf ein absolut nötiges Minimum reduziert zu halten. Es ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Zum Schutz vor dem Coronavirus sind direkte Kontakte zu anderen Menschen dringend zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen müssen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt sein.

Generell verboten sind in Brandenburg mindestens bis zum 19. April: Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit. Davon ausgenommen: gemeinsam in einem Haushalt lebende Personen, der Aufenthalt am Arbeitsplatz und die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Besuche und Ausflüge: Auch Menschen, die nicht in einem Haushalt zusammenleben, können sich noch besuchen. Diese Ausnahme gilt für Besuche von Lebenspartnern, älterer oder kranker Personen, zur Wahrnehmung des Sorgerechts, zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen, zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Bestattungen im engsten Familienkreis. Aber auch hier gilt: direkte soziale Kontakte sollen so gut es geht vermieden werden. Auch zum Osterfest gilt: Familientreffen oder Familienfeiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken! Das Ostereiersuchen im großen Freundes- und Bekanntenkreis muss in diesem Jahr leider ausfallen. Ausflüge sollten vermieden werden. Sie sind unter Einhaltung der Vorgaben jedoch nicht untersagt.

Das Betreten öffentlicher Orte – dazu zählen insbesondere Wege, Straßen, Plätze, Grünanlagen und Parks – ist derzeit ebenfalls bis zum 19. April untersagt. Ausgenommen von diesem Verbot sind Wege, für die ein triftiger Grund besteht. Zum Beispiel, um zum Arbeitsplatz zu kommen, der Weg zum Supermarkt, notwendige Arztbesuche oder eine Blutspende.

Individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft: Spazieren gehen, Joggen, Fahrrad fahren. Sport und Bewegung ist für die Gesundheit gut und wichtig – und sind deshalb auch in Corona-Zeiten auch an öffentlichen Orten erlaubt. Aber auch hier gilt das Gebot des Mindestabstands zu allen Menschen, die nicht in einem Haushalt leben. Also vermeiden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit am besten beliebte Ausflugsziele und stark frequentierte Wege. Infektionsketten können kaum wirksam unterbrochen werden, wenn hunderte Menschen bei herrlichem Wetter zur gleichen Zeit an der Seepromenade spazieren gehen. Dann lieber abgelegene Wege nutzen oder im Wald laufen.

Sitzen auf der Parkbank: Grundsätzlich dürfen Menschen in Brandenburg nicht auf einer Sitzgelegenheit im öffentlichen Raum Platz nehmen und dort verweilen. „Sitzen“ zählt nicht zur Ausnahme „Sport oder Bewegung an der frischen Luft“. Aber: Wenn ein Mensch bei seinem Spaziergang ganz offensichtlich nur eine kurze „Verschnaufpause“ (in der Regel fünf Minuten) auf der Parkbank braucht, weil ihm zum Beispiel das Gehen aus Altersgründen schwerfällt oder man keine Puste mehr hat, muss man nicht gleich ein Bußgeld befürchten. Was aber ganz klar nicht geht: Auf einer Bank lange und ausgiebig verweilen oder gar mit anderen dort „nett plaudern“. Darauf müssen wir jetzt leider verzichten. Denn anders kann der notwendige Abstand nicht eingehalten werden.

Öffentlich zugängliche Spielplätze: Diese dürfen leider nicht besucht und genutzt werden. Trotzdem brauchen Kinder Bewegung an der frischen Luft. Eltern dürfen mit ihren Kindern spazieren gehen, Fußball oder Fange spielen. Aber bitte: Dabei immer auf genügend Abstand zu anderen achten! Kinder, die nicht im gleichen Hausstand wohnen, dürfen im Augenblick leider nicht miteinander spielen.

Motorrad- und Fahrradfahren: Beides ist weiterhin möglich. Jedoch nicht Ausflüge in einer Gruppe, denn dabei sind die Regeln – spätestens bei einem Zwischenstopp oder einer Rast – nicht mehr einzuhalten.

Boot und Kanu: Paddeln und Rudern sind als „Sport und Bewegung an der frischen Luft“ nicht untersagt – aber nicht in einer Gruppe. Grundsätzlich schließen die Einschränkungen beim Betreten öffentlicher Orte auch die Wasserstraßen und anderen Gewässer des Landes ein. Auch hier muss darauf geachtet werden, dass Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit verboten sind. Also: Das Bootfahren ist nicht grundsätzlich verboten, solange Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes vermieden werden. Vermeiden sie beliebte Ausflugsorte. Wenn viele Paddelboote auf einer kleinen Wasserfläche warten müssen, ist das eine Ansammlung von Menschen im öffentlichen Raum, die verboten ist.

Gassigehen und Stallbesuche: Haus- und Nutztiere müssen natürlich auch in Zeiten der Corona-Pandemie weiter versorgt, betreut und bei Bedarf bewegt werden. Dies ist ohne Gefährdung möglich, wenn Kontakte zwischen Mensch und Tier nicht mit zwischenmenschlichen Kontaktaufnahmen verbunden sind. Das Ausführen von Hunden, das Bewegen von Pferden, das Versorgen von Tieren auf der Weide ebenso wie die Betreuung von Taubenschlägen sind notwendig und sollen weiterhin stattfinden. Dabei ist aber auf Hygiene, Reinigung, evtl. Desinfektion der Hände und Gegenstände zu achten. Auch Tierheime können weiterhin ehrenamtliche Helfer Hunde ausführen lassen, wenn dies nach exakten zeitlichen und personellen Absprachen durch Einzelpersonen durchführbar ist und Kontakte der Helfer untereinander vermieden werden können. Die Betreiber von Pferdepensionen müssen entscheiden, ob weiterhin die Besitzer der Pferde in den Stall kommen dürfen oder aber andere Personen zur Sicherstellung der Versorgung und Bewegung ausreichend zur Verfügung stehen. Achtung: Personen, die ärztlich unter Quarantäne gestellt sind, dürfen unter keinen Umständen ihre Wohnung verlassen und müssen geeignete Personen mit der Versorgung ihrer Tiere beauftragen!

Angeln und Jagd: Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Die Jagd erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beizutragen, insbesondere in den grenznahen Kreisen zu Polen. Auch hier gilt: Kontakte zu höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes. Auch beim Jagen und Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand!

Übernachtungsangebote – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Die touristische Nutzung von Ferienwohnungen und Campingplätzen ist untersagt. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler aus Polen, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

Eigenes Ferienhaus, Ferienwohnung oder Datschen: Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen privat und ausschließlich zur Eigennutzung bewohnt werden. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten.

Es wird dringend gebeten, auf die jeweils örtliche Situation Rücksicht zu nehmen. Lokal oder auf Kreisebene können aus besonderem Anlass weitergehende Festlegungen getroffen werden.

Der Brandenburger Bußgeldkatalog ist am 2. April in Kraft getreten. Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen.

Der Bußgeldkatalog ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt. Der Bußgeldkatalog ist im Internet als Download eingestellt: https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf

Mehr Corona-Informationen: https://corona.brandenburg.de

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Stand: 05. April, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.404 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.404 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 05.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 187 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 25 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 86 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 15 Personen in stationärer Behandlung.

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Stand: 05. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: MDK Berlin-Brandenburg startet Beratungshotline speziell für Pflegeeinrichtungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung Berlin-Brandenburg (MDK) hat eine Beratungshotline speziell für Pflegeeinrichtungen eingerichtet. Beschäftigte der ambulanten und stationären Pflege können unter der Telefonnummer 030 202023-6000 (montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, inklusive Rückrufservice) ihre Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus stellen, die von erfahrenen Pflegefachkräften beantwortet werden. Ab Montag (06.04.2020) werden Fragen auch per E-Mail beantwortet: corona-in-der-pflege@mdk-bb.de.

Sozialministerin Ursula Nonnemacher dankt dem MDK Berlin-Brandenburg für das zusätzliche Informationsangebot speziell für Pflegekräfte: „Alle Beschäftigten in der Pflege leisten eine ganz wichtige Arbeit für hilfebedürftige Menschen. Und das täglich rund um die Uhr. Ihre Arbeit ganz nah am Menschen ist unersetzlich. Aber natürlich machen sich viele Beschäftigte in der Pflege auch große Sorgen und haben im Umgang mit dem Virus viele Fragen. Überall mangelt es zurzeit noch an persönlicher Schutzausrüstung. Und natürlich wollen die Pflegekräfte sich selbst und andere nicht infizieren. Mit der neuen Beratungshotline können jetzt Fachfragen kompetent beantwortet werden, was die Bürgertelefone des Landes und der Kommunen so nicht leisten können. Das ist eine wichtige Ergänzung unseres Informationsangebotes und stärkt die pflegerische Versorgung. Wo viele Menschen auf engem Raum sind, kann sich das Coronavirus besonders leicht ausbreiten. Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sind hiervon besonders gefährdet. Orte, in denen sich vulnerable, also besonders anfällige Menschen aufhalten, die ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.“

Die MDK-Beratungshotline beantwortet Anfragen von stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten in Berlin und Brandenburg in Bezug auf den Umgang mit dem neuartigen Coronavirus, insbesondere zum Umgang mit Verdachtsfällen, Hygiene- und Schutzmaßnahmen und Isolationsmaßnahmen. Das Angebot ist auf Anregung des Brandenburger Sozialministeriums entstanden.

Internet: https://www.mdk-bb.de/

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Stand: 04. April, 18.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.388 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 77 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.388 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 187 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 25 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland sind 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter 15 Personen in stationärer Behandlung.

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Stand: 04. April, 11 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.343 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 141 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.343 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 04.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 179 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensiv medizinisch beatmet. 18 Sterbefälle wurden registriert.

Im Havelland sind 81 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

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Stand: 03. April, 18.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.311 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 187 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.311 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 179 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 23 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 79 Menschen mit dem Coronavirus bestätigt infiziert.

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Stand: 03. April, 10.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.202 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 95 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.202 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 03.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 91 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland gibt es weiterhin 72 bestätigte Fälle.

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Stand: 03. April, 8.15 Uhr

Ministerin Nonnemacher: „Ostern 2020 wird leider nicht sein können, wie wir es kennen“

Corona-Bürgertelefon: Viele Fragen zu den Osterfeiertagen

Angesichts der Corona-Pandemie fordert Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher die Brandenburgerinnen und Brandenburgern sowie ihre Angehörigen und Freunde für große Besonnenheit und Rücksicht in den Osterferien und an den Osterfeiertagen auf: „Ostern muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie anders ablaufen. Ostern 2020 wird leider nicht sein können, wie wir es kennen. Wir alle müssen auf private Familienfeiern, gemeinsame Ausflüge, Gottesdienstbesuche, Osterfeuer und andere traditionelle Osterbräuche in diesem Jahr bedauerlicherweise verzichten. Aber es ist zwingend notwendig, dass wir auch über das Osterfest unsere direkten sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken. Damit schützen wir uns selbst, unsere Liebsten, ältere und kranke Menschen.“

Beim Corona-Bürgertelefon der Landesregierung 0331 866-5050 erkundigen sich in diesen Tagen viele Anrufende darüber, was sie bei der Osterplanung beachten müssen: „Darf ich in den Osterferien oder an den Ostfeiertagen meine Familie besuchen?“ – ist dabei eine der zentralen Fragen.

Ministerin Nonnemacher: „Die Kontaktbeschränkungen sind in Brandenburg bis zum 19. April verlängert worden. Damit gilt es auch über die Osterfeiertage, auf Ausflüge und Reisen zu verzichten. Alle sind angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Das ist schmerzhaft. Aber alle diese Maßnahmen retten am Ende Leben – und unterstreichen damit die Kernbotschaft des Osterfestes. Versuchen Sie trotzdem, aus Ostern 2020 etwas Besonderes zu machen. Verstecken Sie die Ostereier für Ihre Kinder zu Hause und basteln gemeinsam Überraschungen für Ihre Lieben, die sie nicht besuchen können. Greifen Sie zum Telefon und halten so den Kontakt zu Ihren Bekannten und Verwandten. Auch Brief und E-Mails muntern Ihre Mitmenschen auf.“

Private Feiern sind auf die Mitglieder des eigenen Hausstands zu beschränken. Ansammlungen, Feiern oder Treffen mit Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes verstoßen gegen die Eindämmungsverordnung.

Wie bisher sind aber auch zu Ostern Spaziergänge oder Bewegung an der frischen Luft möglich, aber auch das weiterhin nur in beschränktem Maße – nämlich nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts.

Zum Schutz vor dem Coronavirus sind direkte Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen sollen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt werden.

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Stand: 02. April, 17.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.124 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 86 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.124 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 91 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet. Im Havelland sind 72 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

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Stand: 02. April, 17.30 Uhr

Steinbach: Schnelle Hilfe für Mittelstand und Freiberufler hat Priorität

ILB zahlt seit 25. März ununterbrochen Soforthilfe aus

Potsdam, 2. April 2020. Seit Mittwoch vergangener Woche fließen die Zuschüsse für von der Corona-Krise betroffene Mittelständler, Solo-Selbstständige und Freiberufler in Brandenburg. Mittlerweile sind rund 60.000 Anträge bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) eingegangen. Das Antragsvolumen beläuft sich auf rund 600 Millionen Euro. Unter Verweis auf diese Antragsflut bitten Wirtschaftsminister Jörg Steinbach und der ILB-Vorstandsvorsitzende Tilmann Stenger die Betroffenen um etwas Geduld.

„Die Kolleginnen und Kollegen bei der ILB arbeiten unter Hochdruck. Unser Ziel ist es, dass die Antragsteller schnellstmöglich die Unterstützungsgelder auf dem Konto haben. Das geht angesichts der Menge der Anträge jedoch nicht von heute auf morgen. Aber machen Sie sich keine Sorgen: Wir lassen Sie nicht im Regen stehen. Sie bekommen Ihr Geld“, erklärte Minister Steinbach.

Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der ILB, sagte: „Wir wissen, dass viele Firmen, Handwerksbetriebe und freiberuflich Tätige momentan auf ihre Soforthilfe warten. Aber ich kann allen, die einen korrekten Antrag gestellt haben, zusichern, dass jeder sein Geld bekommen wird. Seit dem 25. März zahlen wir ununterbrochen Soforthilfe aus und wir arbeiten daran, dass jeder Antragstellende im April seinen Betrag auch auf dem Konto haben wird. Bis es soweit ist, bitten wir die Betroffenen von allen Möglichkeiten der Liquiditätssicherung Gebrauch zu machen: Sprechen Sie Ihre Hausbank, Versicherer, Krankenkassen, Vermieter und anderen Partner an, um Zahlungsaufschübe oder Stundungen zu vereinbaren - alle diese Institutionen haben öffentlich zugesagt, sich kulant zu verhalten und zu helfen."

Zugleich appellierten der Minister und der ILB-Chef an die Unternehmer und Freiberufler, die erst jetzt einen Antrag einreichen wollen, sich die nötige Zeit dafür zu lassen. Fehler beim Ausfüllen des Antragsformulars führten dazu, dass sich die Bearbeitungszeit unnötig verlängere. Vollständig und korrekt ausgefüllte Anträge sind Voraussetzung dafür, dass sie zeitnah bearbeitet und bewilligt werden können. Rat erteilt die ILB-Hotline unter der Rufnummer 0331 / 23 18 22 99.

Das Land Brandenburg hat für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberufler, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind, bereits am 25. März ein Sofortprogramm auf die Beine gestellt. Der Bund hat am Wochenende mit einer Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern über eine Soforthilfe für Kleinunternehmen im Umfang von 50 Milliarden Euro nachgezogen. Die Landesregierung hat der Vereinbarung gestern zugestimmt. Das Programm wird durch die Länder umgesetzt, in Brandenburg unter dem Dach Soforthilfe Corona.

Das ILB-Antragsformular für die Soforthilfe ist mittlerweile an die Bundesrichtlinie angepasst worden. Unternehmen und Freiberufler  finden die Anträge auf der Corona-Soforthilfe-Seite der ILB (www.ilb.de). Sie können ab sofort ausschließlich per E-Mail eingereicht werden (nicht mehr per Brief, nicht mehr per Fax). Ziel dieser Änderung ist es, die Bearbeitung weiter zu beschleunigen.

Die bereits vorliegenden Anträge, die seit dem 25. März 2020 bei der ILB gestellt worden sind, werden von der ILB weiterhin abgearbeitet. Es wird darauf hingewiesen, dass es nicht möglich ist, Anträge doppelt zu stellen.

Die Unterstützung Soforthilfeprogramm wird gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen bereitgestellt und beträgt:

bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000 EUR,

bis zu 15 Erwerbstätige bis zu 15.000 EUR,

bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000 EUR,

bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000 EUR

Anträge können nur bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden. Auf der Internetseite der ILB sind auch Antragsunterlagen, hilfreiche Tipps für das Ausfüllen der Anträge sowie die detaillierten Förderbedingungen zu finden.

https://www.ilb.de/de/wirtschaft/zuschuesse/soforthilfe-corona-brandenburg/

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Stand: 02. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.107 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 128 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.107 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 02.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 76 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 17 intensiv medizinisch beatmet. Zu beklagen sind bislang zehn Todesfälle. Im Havelland sind 72 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

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Stand: 02. April, 10.30 Uhr

Corona-Bußgeldkatalog in Kraft getreten

Der Brandenburger Bußgeldkatalog im Kampf gegen das Coronavirus ist am Donnerstag (02.04.) in Kraft getreten. Darauf haben Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und Innenminister Michael Stübgen in Potsdam hingewiesen. Mit ihm können Verstöße gegen Maßnahmen der Eindämmungsverordnung geahndet werden. Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Die meisten Bürgerinnen und Bürger haben erkannt, dass die deutlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens notwendig sind, um die Ausbreitung des gefährlichen Coronavirus verlangsamen zu können, und halten sich daran. Es darf nicht hingenommen werden, dass einige wenige mit ihrem rücksichtslosen Verhalten dieses Ziel gefährden. Wer sich nicht an die Vorgaben der Eindämmungsverordnung hält, dem drohen jetzt empfindliche Strafen. Wir sind nicht allein auf dieser Welt, unser persönliches Handeln hat Konsequenzen.“

Innenminister Stübgen: „Es ist für uns alle eine große Umstellung, von heute auf morgen unser Leben drastisch einzuschränken und das Kontaktverbot einzuhalten. Die meisten haben ihr Verhalten aber angepasst und achten auf die Abstandsregelung. Dafür möchte ich ausdrücklich danken. Die Ordnungsämter und die Polizei kontrollieren die Einhaltung der Eindämmungsverordnung und es gibt nur wenige Unverbesserliche, die immer noch gegen die Regeln verstoßen. Der Bußgeldkatalog zeigt jetzt, wie teuer unverantwortliches Zuwiderhandeln im Einzelfall werden kann. Jedem muss klar sein, dass wir auf Verstöße konsequent reagieren werden. Ich appelliere daher besonders vor dem Wochenende nochmals an die Vernunft aller: Halten Sie sich an die Regeln, es geht um Ihre Gesundheit!“

Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar. Sie können mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen. Der Bußgeldkatalog ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt.

Der Bußgeldkatalog wurde am 1. April 2020 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht und tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. Er ist im Internet als Download eingestellt:

https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/Amtsblatt%2013S_20.pdf

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Stand: 01. April, 20.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 1.038 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 93 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 1.038 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.04.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 77 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 17 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland sind 64 Menschen mit dem Cornvirus infiziert.

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Stand: 01. April, 12 Uhr

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg erhöht gemeinsam mit der Bayer AG die Kapazitäten für SARS-CoV-2 Analysen in Berlin und Brandenburg

Das Landeslabor Berlin-Brandenburg (LLBB) hat in seinen Laboren am Standort Frankfurt (Oder) eine Analysekapazität von 200 Tests pro Tag aufgebaut. Zusätzlich stellt die Bayer AG ihre Laborkapazitäten für die COVID-19-Analyse zur Verfügung. Am Standort des Unternehmens in Berlin-Wedding entsteht auf zwei Etagen ein Testlabor, sodass hier künftig jeden Tag bis zu 1.000 zusätzliche SARS-CoV-2 Tests durchgeführt werden können. Die für die Analysen benötigten Geräte und Personal stammen aus allen Bereichen der Forschung und Entwicklung bei Bayer.

Dazu erklärt Dr. Dirk Behrendt, Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung in Berlin: „Wir sind dem Landeslabor Berlin Brandenburg und der Bayer AG dankbar, dass sie gemeinsam so schnell an einer unbürokratischen Lösung gearbeitet haben. Mit der Erhöhung der Testkapazitäten leisten wir einen weiteren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie“

Dazu erklärt Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg: „Es ist wichtig, dass wir die Test- und Laborkapazitäten auf COVID-19 schnell ausbauen, um die Lage besser bewerten und den Anstieg der Neuinfektionen spürbar verlangsamen zu können. Die Unterstützung des Landeslabors Berlin-Brandenburg durch Personal und Laborgeräte der Bayer AG ist da von unschätzbarem Wert. Wir müssen in den kommenden Wochen noch mehr testen, um unser Gesundheitswesen funktionstüchtig zu halten.“

Dazu erklärt PD Dr. Frank Wissmann, Direktor des Landeslabor Berlin-Brandenburg - Institut für Lebensmittel, Arzneimittel, Tierseuchen und Umwelt: „Die Zusammenarbeit mit der Bayer AG ermöglicht uns innerhalb kürzester Zeit die Analysemöglichkeiten im Landeslabor deutlich zu erhöhen. Damit können wir beiden Trägerländern zusätzliche Untersuchungskapazitäten von ca. 1000 Tests pro Tag zur Verfügung stellen.“

Zur Kooperation: Im Rahmen der Kooperation zwischen der Bayer AG und dem Landeslabor Berlin-Brandenburg fungiert der LLBB-Standort Berlin-Adlershof dabei als Logistikzentrale für beide Analyselabore: hier gehen die Proben ein, werden aufbereitet und in die beiden Analyselabore nach Frankfurt (Oder) und Berlin-Wedding geschickt. Im Anschluss werden die Ergebnisse dann an das Landeslabor in Berlin-Adlershof zurückgemeldet. Für einen optimalen Ablauf sorgt die klare Aufgabenteilung: das Landeslabor nimmt die Proben an und bereitet sie so auf, dass nur noch nicht-infektiöses Material nach Frankfurt (Oder) oder zum Bayer-Standort transportiert werden muss. Dort finden dann die eigentlichen Analysen des Probenmaterials statt.

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Stand: 01. April, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 979 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 46 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 979 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 01.04.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 84 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 20 intensiv medizinisch beatmet.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um zehn Menschen auf 61 Betroffene angestiegen.

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Stand, 31. März, 20 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 945 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 51 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 945 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 31.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 68 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 19 intensiv medizinisch beatmet.

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Stand: 31. März, 16.50 Uhr

Corona-Pandemie: Kontaktbeschränkungen bis 19. April verlängert

- Verstöße werden mit bis zu 25.000 Euro geahndet –

-Zustimmung zur Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund zu Überbrückungshilfen für Kleinunternehmen und Soloselbstständige-

Im Land Brandenburg werden die am 23. März in Kraft getretenen umfangreichen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie bis zum Ablauf des 19. April verlängert. Sie galten bisher bis einschließlich 5. April. Das beschloss heute das Kabinett in einer Telefonschaltkonferenz. Zugleich wurden einige Punkte der „SARS-CoV-2-Eindämmungsordnung" präzisiert. Das Kabinett bestätigte einen neuen Bußgeldkatalog zur Durchsetzung der Festlegungen. Er sieht Strafen für wiederholte Verstöße gegen die Regeln von bis zu 25.000 Euro vor. Zugestimmt hat die Landesregierung der Verordnung mit dem Bund zu Überbrückungshilfen insbesondere für kleine Unternehmen und Soloselbstständige.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Die dringend notwendigen Kontaktbeschränkungen werden von der übergroßen Mehrheit der Brandenburgerinnen und Brandenburger ernst genommen und befolgt, so schwer es auch fällt. Dafür mein herzlicher Dank an Jede und Jeden in Brandenburg, die ihren Teil zur Eindämmung des lebensbedrohlichen Virus leisten. Aber wir sind noch lange nicht über den Berg. Wir müssen uns weiter wappnen, damit wir Zustände wie in Italien und Spanien, aber auch seit Neuestem in New York verhindern können. Das geht nur mit Solidarität und Zusammenhalt bei größtmöglichem Abstand. Die Menschen in Brandenburg können sich darauf verlassen: Die Landesregierung tut alles in ihrer Macht Stehende, um die Krise auf allen Ebenen zu bekämpfen. Die heutigen Kabinettsbeschlüsse sind dafür die notwendige Basis."

Nach dem heutigen Beschluss wird der Aufenthalt auf öffentlichen Orten bis zum 19. April 2020, 24.00 Uhr untersagt. Damit wird die Geltungsdauer um zwei Wochen bis zum Ende der Osterferien verlängert. Öffentliche Orte sind nach der Eindämmungsverordnung insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks. Um notwendige Wege zurücklegen zu können oder zum Beispiel Sport treiben zu können, gibt es folgende Ausnahmen:

Wege zum Einkauf für den täglichen Bedarf (zum Beispiel Lebensmittel oder zu Apotheken)

Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes,

Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen wie Arztbesuche, dazu gehören auch Psycho- und Physiotherapeuten, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist,

Abgabe von Blutspenden,

Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen außerhalb von Einrichtungen sowie zur Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich und zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Beisetzungen im engsten Familienkreis,

Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zur Versorgung von Tieren,

Wahrnehmung dringend und nachweislich erforderlicher Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „„Die Corona-Krise ist sehr ernst. Wir bekommen die Lage nur in den Griff, wenn wir die beschlossenen Kontaktbeschränkungen konsequent einhalten. Hier sind alle gefordert. Die meisten Bürgerinnen und Bürger achten auf den Mindestabstand zu anderen und bleiben so gut es geht zu Hause. Aber es gibt leider auch einige, die denken, dass ihnen nichts zustoßen kann. Mit diesem unverantwortlichen und rücksichtslosen Verhalten gefährden sie andere Menschen jeder Altersgruppe, vor allem aber Ältere sowie pflegebedürftige und chronisch Kranke. Sinn der drastischen Einschränkungen ist, den Krankenhäusern mehr Zeit zu verschaffen, damit sie ihre Kapazitäten an Intensiv- und Beatmungsbetten weiter ausbauen können. Dazu muss es uns gelingen, die Dauer bis zur Verdopplung der Infektionszahlen von bisher fünf bis sechs Tagen auf etwa zehn Tage zu verlängern."

Innenminister Michael Stübgen: „Das umfassende Kontaktverbot zur Eindämmung der Virusinfektion verlangt den Menschen einiges ab. Der Verzicht auf Freunde und Freizeitaktivitäten wiegt schwer, ist aber weiter notwendig. Eine Lockerung der Maßnahmen kommt derzeit nicht in Betracht, wir stehen erst am Anfang der Pandemie. Die allermeisten Brandenburger halten sich erfreulicherweise an die Regeln. Einige wenige tanzen aber aus der Reihe und gefährden damit den Erfolg im Kampf gegen den Virus. Diesen Unverbesserlichen sei gesagt: die Eindämmungsverordnung ist ein Regelkatalog und keine Bittschrift. Wer gegen die Vorgaben verstößt, hat die Konsequenzen zu tragen und die können teuer werden."

Verstöße gegen die in der Eindämmungsverordnung enthaltenen Gebote und Verbote stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können nach dem ebenfalls beschlossenen neuen Bußgeldkatalog mit einer Geldbuße von 50 bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Er tritt mit der Veröffentlichung im Amtsblatt für Brandenburg in Kraft (voraussichtlich am 2. April 2020) und ist landesweit von den Landkreisen und kreisfreien Städten bei Verstößen anzuwenden. Der Katalog beruht auf dem Infektionsschutzgesetz des Bundes.

Wer zum Beispiel trotz Verbots öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltungen oder Versammlungen durchführt, dem droht ein Bußgeld zwischen 500 bis 2.500 Euro. Die Teilnahme an solchen Veranstaltungen kann mit 50 bis 500 Euro geahndet werden. Wer eine Verkaufsstelle des Einzelhandels, für die keine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, für den Publikumsverkehr öffnet, muss mit einem Bußgeld zwischen 1.000 bis 10.000 Euro rechnen. In besonderen Wiederholungsfällen kann eine Geldbuße bis zu 25.000 Euro betragen. Die Höhe des jeweiligen Bußgeldes wird von den Landkreisen und kreisfreien Städte festgelegt.

Das Kabinett beschäftigte sich zudem erneut mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Angesichts der Corona-Krise stehen Teile der Wirtschaft auch in Brandenburg still. Für viele Unternehmen und Selbständige im Land bedeutet dies keine Umsätze und keine Einnahmen, wodurch sie in eine wirtschaftliche Notlage geraten können.

Für solche Fälle hat das Land eine sofortige und unbürokratische Hilfe organisiert. Brandenburg hat rasch gehandelt und bereits am 25. März für kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler und so genannte Soloselbstständige ein Sofortprogramm auf die Beine gestellt. Der Bund hat am Wochenende mit einer Verwaltungsvereinbarung mit den Ländern über eine Soforthilfe für Kleinunternehmen im Umfang von 50 Milliarden Euro nachgezogen. Die Landesregierung stimmte der Vereinbarung heute zu. Das Programm wird durch die Länder umgesetzt, in Brandenburg unter dem Dach Soforthilfe Corona.

Selbständige aus allen Wirtschaftsbereichen mit bis zu 5 Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von bis zu 9.000 Euro für drei Monate beantragen, Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten einen einmaligen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro, ebenfalls für drei Monate. Anträge können bei der InvestitionsBank des Landes Brandenburg (ILB) gestellt werden.

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Stand, 31. März, 15.45 Uhr

Landrat ruft Havelländer zu Disziplin und Solidarität auf

Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie hat sich das öffentliche Leben in Deutschland und damit auch im Landkreis Havelland in den vergangenen Tagen und Wochen stark verändert. Bundes- und Landesregierung, aber auch der Landkreis Havelland haben bisher verschiedene Vorsorgemaßnahmen getroffen, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Landrat Roger Lewandowski ruft mit Blick auf die bevorstehenden Osterferien und -feiertage zu Solidarität und Disziplin auf.

„Ich bitte alle Havelländerinnen und Havelländer sich an die bisher getroffenen Regelungen zu halten und nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben“, so der Landrat. In der aktuellen Lage könne jeder durch verantwortungsvolles Handeln einen wichtigen Beitrag leisten. „Trotz verordneter räumlicher Trennung können wir die derzeitigen Herausforderungen nur gemeinschaftlich bewältigen.“ Es gelte auch an den Ostertagen soziale Kontakte zu minimieren und öffentliche Orte zu meiden.

„Mir ist bewusst, dass die erlassenen Maßnahmen für alle Bürgerinnen und Bürger harte Einschnitte bedeuten“, sagt Roger Lewandowski. „Leider sind diese Maßnahmen aber notwendig, um unser zentrales Ziel zu erreichen.“ So soll das Risiko einer Ansteckung durch persönliche Kontakte verringert und die Ausbreitung des Coronavirus zeitlich sowie räumlich verlangsamt werden, um eine Überlastung der medizinischen Versorgungssysteme zu vermeiden.

Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Havelland bisher mehrere Allgemeinverfügungen zum Umgang mit dem Coronavirus erlassen. Diese regeln zum Beispiel die vorübergehende Einstellung des Unterrichtes an den havelländischen Schulen sowie die Einstellung des Betriebes von Kindertagesstätten im Havelland. Außerdem bestimmen sie auch, wer einen Anspruch auf eine Notfallbetreuung seiner Kinder hat.

Darüber hinaus hat das Land Brandenburg eine umfassende Rechtsverordnung veröffentlicht, die weitreichende Einschränkungen für das öffentliche Leben festlegt. Nach dieser dürfen öffentliche Orte vorerst nur noch in Ausnahmefällen betreten werden – und wenn, dann nur allein, mit den im jeweiligen Haushalt lebenden Personen oder mit einer nicht im jeweiligen Haushalt lebenden Person. Dabei ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten. Entsprechend der Verordnung sind auch große Teile des Einzelhandels derzeit geschlossen, ebenso wie Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Im Landkreis Havelland gibt es mit dem Stand vom 31. März 2020 (8 Uhr) 51 bestätigte Corona-Infektionen.

Allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

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Stand: 31. März, 14.30 Uhr

Eilverordnung für Standesämter erlassen

Potsdam - Innenminister Michael Stübgen hat am Montag eine Eilverordnung unterzeichnet, um die Arbeitsfähigkeit der Standesämter im Land Brandenburg auch in Ausnahmesituationen wie der gegenwärtigen Corona-Krise abzusichern. Zu den standesamtlichen Aufgaben zählen insbesondere die Beurkundung von Geburten oder Todesfällen und die Vornahme von Eheschließungen. Beispielhaft sei darauf hingewiesen, dass Voraussetzung für die Bestattung einer verstorbenen Person ist, dass das örtlich zuständige Standesamt den Sterbefall beurkundet oder bescheinigt hat, dass die Beurkundung zurückgestellt worden ist.

Innenminister Stübgen begründete die Eilverordnung mit der herausgehobenen Bedeutung von Standesämtern. „Ob Geburt, Eheschließung oder Sterbefall - für viele entscheidende Lebenssituationen braucht man das Standesamt. Deswegen müssen wir die Handlungsfähigkeit auch in außergewöhnlichen Notsituationen aufrechterhalten. Mit den jetzt getroffenen Regelungen haben wir dafür Vorsorge getragen, dass die Standesämter arbeitsfähig bleiben, ohne dass sie gegen die vorgeschriebenen Qualitätsstandards verstoßen.“

Hintergrund

Mit Blick auf die aktuell bestehende Gefährdungslage aufgrund der Corona-Pandemie besteht Grund zur Sorge, dass in einzelnen Standesämtern alle bestellten Standesbeamtinnen und Standesbesamten ausfallen könnten. Dies hätte zur Folge, dass in den hiervon betroffenen Gemeinden ein ordnungsgemäßes Beurkundungswesen sowie die Vornahme von Eheschließungen nicht mehr gewährleistet wäre.

Nach der geltenden Rechtslage muss jedes Standesamt zwei Standesbeamtinnen oder Standesbeamte bestellen. In Ausnahmesituationen kann höchstens eine weitere Standesbeamtin oder ein weiterer Standesbeamter eines anderen Standesamtes bestellt und im Bedarfsfall eingesetzt werden. Diese rechtliche Beschränkung gilt auch in außergewöhnlichen Notsituationen.

Zur Sicherung der Arbeitsfähigkeit sämtlicher Standesämter im Land Brandenburg sieht die Eilverordnung daher Folgendes vor:

  • Die Möglichkeiten der Bestellung weiterer Standesbeamtinnen und Standesbeamten werden erweitert und flexibilisiert. Die amtsfreien Städte und Gemeinden, Ämter und Verbandsgemeinden können aufgrund gegenseitiger Vereinbarungen mehrere Standesbeamtinnen und Standesbeamten einer anderen Kommune bestellen.
  • Für außergewöhnliche Notsituationen besteht zusätzlich die Möglichkeit, zeitlich befristet weitere Standesbeamtinnen und Standesbeamten anderer Kommunen zu bestellen.
  • Die Fachaufsichtsbehörden können auf Antrag einer betroffenen Kommune Standesbeamtinnen und Standesbeamte für die Dauer der Notsituation mit der Wahrnehmung der Geschäfte des notleidenden Standesamtes beauftragen.

Daneben hat das Ministerium des Innern und für Kommunales zum Schutz der Standesbeamtinnen und Standesbeamten insbesondere die Weisung erlassen, dass zunächst bis zum Außerkrafttreten der in § 11 der Eindämmungsverordnung geregelten Kontaktbeschränkungen keine Gäste zu Eheschließungen zuzulassen sind. Dies gilt auch für Trauzeugen. Eine Ausnahme gilt nur für betreuungspflichtige Kinder der oder eines der Eheschließenden, sofern eine Betreuung nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann.

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Stand: 31. März, 11.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 933 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 87 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 933 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 31.03.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 66 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 18 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um drei Menschen auf 51 Betroffene angestiegen.

Hinweise zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten, Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs sowie Leitende von Gemeinschaftseinrichtungen unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Rechtliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz und die Corona-Meldepflicht-Verordnung. Diese Meldung muss spätestens 24 Stunden, nachdem der Meldende Kenntnis erlangt hat, dort vorliegen. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen diese Zahlen spätestens am folgenden Arbeitstag an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden. Jede gemeldete Zahl erfordert eine umfangreiche Prüfung und muss über eine spezielle Software (SurvNet-Meldesystem) erfasst und spätestens am folgenden Arbeitstag dem Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden.

Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den von den Kreisen und kreisfreien Städten aktuell veröffentlichen Zahlen geben. Die gemeldeten Fallzahlen bilden ein Lagebild zu den genannten Zeiten ab. Für die Bewertung der Corona-Lage im Land ist allerdings die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Etwaige statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind daher unvermeidbar.

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Stand: 30. März, 20.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 894 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 61 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 894 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 30.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 18 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland sind 48 Menschen betroffen.

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Stand, 30. März, 17.45 Uhr

Der Landkreis Havelland hat am Montag zwei neue Allgemeinverfügungen in Kraft und damit zwei vorherige Allgemeinverfügungen außer Kraft gesetzt. Der Überblick:

Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland Betriebsverbot Kindertagespflege (Stand 30. März 2020)

Allgemeinverfügung des Landkreises Havelland Betriebsschließung Kita (Stand 30. März 2020)

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Stand: 30. März, 15.15 Uhr

Bürgertelefon zum Coronavirus jetzt bis 19.00 Uhr - Neue E-Mail für schriftliche Anfragen: buergeranfragen-corona@brandenburg.de

Antworten auf häufig gestellte Fragen auf Internetseite corona.brandenburg.de

Das Bürgertelefon zum Coronavirus weitet seine Servicezeiten um zwei Stunden aus. Ab sofort stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter der zentralen Rufnummer 0331 866-5050 montags bis freitags von 9.00 bis 19.00 Uhr zur Verfügung. Gleichzeitig können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anliegen auch über die neue E-Mail-Adresse buergeranfragen-corona@brandenburg.de an die Landesregierung senden. Antworten auf häufig gestellte Fragen gibt es auf der Internetseite www.corona.brandenburg.de.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Wir nehmen die Sorgen und Fragen der Brandenburgerinnen und Brandenburger in der Corona-Krise sehr ernst. Das ist eine außergewöhnliche Situation, die unser Leben in allen Bereichen stark verändert und einschränkt. Verwaltung muss transparent sein. Deshalb sind das Bürgertelefon, die Corona-Internetseite und die neue E-Mail-Adresse wichtig. Die Landesverwaltung kümmert sich um die Probleme der Menschen und setzt Hinweise auch um. Wie zum Beispiel die neue ‚Ein-Elternregelung‘ bei der Kinder-Notfallbetreuung von Beschäftigten aus dem Gesundheits- und Pflegebereich. Klar ist aber auch: Alle Menschen sind weiter dazu aufgerufen, die physischen und Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Nur dadurch können wir die Verbreitung des lebensgefährlichen Virus eindämmen. Bitte halten Sie sich daran!“

Das Bürgertelefon zum Coronavirus 0331 866-5050 startete am 23. März. In der ersten Woche gingen sehr viele Fragen zur Eindämmungsverordnung und ihre Folgen zum Beispiel für Berufstätige ein. Auch Fragen zur Notfallbetreuung von Kindern und zu Berufspendlern werden immer wieder gestellt. Wichtiger Hinweis: Das Bürgertelefon kann keine medizinische und rechtliche Beratung zum Coronavirus bieten.

Weitere wichtige Telefon-Angebote in der Corona-Krise

Ärztlicher Bereitschaftsdienst (ohne Vorwahl): 116 117

Unabhängige Patientenberatung Deutschland: 0800 011 77 22

Übersicht Bürgertelefone der Landkreise und kreisfreien Städte: https://kkm.brandenburg.de/kkm/de/start/hotlines/ 

Hilfetelefon für Menschen mit Demenz und deren Angehörige: 0331 27346111

Telefonseelsorge: 0800 1110111 oder 0800 1110222 oder 116 123

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: 08000 116 016

Hilfetelefon für Kinder und Jugendlichen: 116 111

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Stand: 30. März, 10.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 846 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 104 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 846 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 30.03.2020, 08:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 16 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um zwei Menschen auf 48 Betroffene angestiegen.

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Stand: 29. März, 18.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 833 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 98 erhöht. So sind laut Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) insgesamt 833 laborbestätigte COVID-19-Fälle statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020, Stand: 29.03.2020, 16:00 Uhr). Aktuell sind 65 Personen in stationärer Behandlung, davon werden 16 intensiv medizinisch beatmet.

Am Sonntag (29.03.) ist ein umfangreicher Datenabgleich erfolgt. Dadurch kam es zu einer überdurchschnittlichen Erhöhung der Fallzahlen, der zum Teil auf die unzureichende Erfassung der letzten Tage zurückzuführen ist. Statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind unvermeidbar; für die Bewertung der Corona-Lage ist die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant.

Im Havelland sind 46 Menschen betroffen.

Hinweise zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten, Angehörige eines anderen Heil- oder Pflegeberufs sowie Leitende von Gemeinschaftseinrichtungen unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden. Rechtliche Grundlage ist das Infektionsschutzgesetz und die Corona-Meldepflicht-Verordnung. Diese Meldung muss spätestens 24 Stunden, nachdem der Meldende Kenntnis erlangt hat, dort vorliegen. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen diese Zahlen spätestens am folgenden Arbeitstag an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden. Jede gemeldete Zahl erfordert eine umfangreiche Prüfung und muss über eine spezielle Software (SurvNet-Meldesystem) erfasst und spätestens am folgenden Arbeitstag dem Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt werden.

Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den von den Kreisen und kreisfreien Städten aktuell veröffentlichen Zahlen geben. Die gemeldeten Fallzahlen bilden ein Lagebild zu den genannten Zeiten ab. Für die Bewertung der Corona-Lage im Land ist allerdings die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Etwaige statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind daher unvermeidbar.

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Stand: 29. März, 17.00 Uhr

Brandenburg hat 188.000 Schutzmasken vom Bund erhalten – Auslieferung an Kreise startet

Coronavirus: Das Land Brandenburg hat die erste größere Lieferung von persönlicher Schutzausrüstung vom Bund erhalten. 188.000 Operationsmasken, 51.600 Untersuchungshandschuhe, 850 Pflegekittel, 2.840 FFP2 Masken, 960 FFP3 Masken und 500 Liter Handdesinfektionsmittel sind an einer zentralen und bewachten Stelle im Land eingetroffen und werden in diesen Stunden mit Unterstützung des Zentraldienstes der Polizei des Landes Brandenburg (ZDPol) für die zügige Verteilung nach einem abgestimmten Verteilerschlüssel an die Landkreise und kreisfreien Städte vorbereitet. Die Corona-Krisenstäbe der Kreise und kreisfreien Städte sind informiert. Sie sind vor Ort für die Verteilung unter anderem an Krankenhäuser und Gesundheitsämter verantwortlich. Das teilten Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und Innenminister Michael Stübgen am Sonntag mit.

Gesundheitsministerin Nonnemacher: „Schutzausrüstungen werden jetzt in allen relevanten medizinischen Bereichen wie in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitsämtern dringendst benötigt. Die Beschaffung ist angesichts der weltweiten Nachfrage aber extrem schwer. Deswegen sind wir froh, dass Brandenburg nun endlich eine erste größere Lieferung vom Bund erhalten hat. Uns ist klar, dass dies die riesigen Bedarfe nicht decken kann. Wir hoffen, dass weitere Lieferungen schnell folgen, damit wir weitere sensible Bereich wie die ambulante und stationäre Pflege oder Reha-Einrichtungen unterstützen können.“

Innenminister Stübgen: „Der Zentraldienst der Polizei koordiniert die Verteilung an die Landkreise und kreisfreien Städte. Wir haben dafür gute Strukturen. Die Beschaffung ist das eine Problem, aber auch die weltweiten und innerdeutschen Logistikwege sind eine große Herausforderung. Deshalb sind wir froh, dass jetzt eine erste größere Lieferung wirklich in Brandenburg angekommen ist. Wir haben sofort alle Landkreise und kreisfreien Städte informiert und die zügige Verteilung in die Wege geleitet. Unser Ziel ist es, dass die Materialien so schnell wie möglich vor Ort zum Einsatz kommen können.“

Weitere Lieferungen durch den Bund sollen folgen. Die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung (kurz: PSA) ist eine Schwerpunktaufgabe des Interministeriellen Koordinierungsstabs Corona der Landesregierung.

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Corona: Für neue „Ein-Elternregelung“ bei Notfallbetreuung gilt gleiches Antragsverfahren vor Ort

Ab Montag soll in allen Landkreisen und kreisfreien Städten die neue „Ein-Elternregelung“ bei der Notfallbetreuung starten. So können jetzt auch Kinder in die Notfallbetreuung, bei denen nur ein Elternteil im Gesundheits- oder Pflegebereich arbeitet. Das bisherige Antragsverfahren bleibt unverändert und gilt also auch in den Fällen der „Ein-Elternregelung“. Das bedeutet, dass sorgeberechtigte Eltern bei den jeweiligen Einrichtungen wie Kindergärten, Tagespflegestellen oder Horten ihren Bedarf anmelden müssen. Das konkrete Verfahren regeln die Landkreise und kreisfreien Städte vor Ort selbst. Das teilte ein Sprecher des Interministeriellen Koordinierungsstabes „Corona“ (IMKS Corona) am Sonntag mit.

Aufgrund der Corona-Krise dürfen seit dem 18. März 2020 in Brandenburg nur Kinder in Kitas und Horten im Notfall betreut werden, wenn beide Eltern in einem systemrelevanten Beruf arbeiten. Bei folgenden Bereichen ist es nun ausreichend, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet, um Anspruch auf die Notbetreuung zu haben („Ein-Elternregelung“): im Gesundheitsbereich, in gesundheitstechnischen und pharmazeutischen Bereichen, im medizinischen und im pflegerischen Bereich, der stationären und teilstationären Erziehungshilfen sowie in Internaten gemäß § 45 SGB VIII, der Hilfen zur Erziehung, der Eingliederungshilfe, der Versorgung psychisch Erkrankter sowie für die Notfallbetreuung von Kindern bis zum Ende des Grundschulalters. Wenn ein Elternteil in diesen Berufsgruppen arbeitet, besteht für die Familie Anspruch auf die Notfallbetreuung, wenn keine andere Betreuungsmöglichkeit gegeben ist. Ist ein Elternteil zum Beispiel in Heimarbeit, entfällt dieser Anspruch.

Darüber hinaus sollen Kinder bis zum Ende des Grundschulalters unbeschadet der Frage, ob die Eltern in einem systemrelevanten Bereich tätig sind, die Notfallbetreuung aufgenommen werden, wenn dies das Kindeswohl erfordert.

Außerdem wurde der Anwendungsbereich für die „Zwei-Elternregelung“ bei der Notfallbetreuung auf folgende Beschäftigungsbereiche ausgeweitet: Medien, Veterinärmedizin, für die Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs erforderliches Personal, Reinigungsfirmen, soweit sie in kritischen Infrastrukturen tätig sind.

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Stand: 29. März, 11.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 742 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg statistisch erfasst

Korrektur der bestätigten COVID-19-Fälle im Kreis OPR im Vergleich zur Meldung von Samstagabend um 11 Fälle nach unten

Aufgrund einer statistischen Doppelerfassung der Zahl für den Kreis Ostprignitz-Ruppin hat das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) die COVID-19-Statistik für das Land Brandenburg am Sonntagmorgen korrigiert: So sind nach aktuellem Meldestand in Brandenburg insgesamt 742 laborbestätigten Fälle an COVID-19 statistisch erfasst (kumulativ ab der 10. Kalenderwoche 2020). Innerhalb der letzten 24 Stunden hat sich diese Zahl laut LAVG-Statistik um 21 erhöht (Stand: 29.03.2020, 08:00 Uhr). Statistische Ungenauigkeiten einer Momentaufnahme sind unvermeidbar; für die Bewertung der Corona-Lage ist die Fallzahlentwicklung über einen längeren Zeitraum relevant. Aktuell sind 50 Personen in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um vier Menschen auf 46 Betroffene angestiegen.

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Stand: 28. März, 19.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 747 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, vierter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 51 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 747 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 28.03.2020, 16:00 Uhr). 50 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen vierten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 78-jährigen Potsdamer mit Vorerkrankung.

Im Havelland sind 42 Menschen betroffen.

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Stand: 28. März, 10.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 721 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 89 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 721 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 28.03.2020, 08:00 Uhr). 54 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um vier Menschen auf 42 Betroffene angestiegen.

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Stand: 28. März, 10.30 Uhr

„Kind, ruf mich doch einfach öfter an!“

Ministerin Nonnemacher: Bleiben Sie auch in Corona-Zeiten in Kontakt – zum Beispiel per Telefon, Briefe oder Mails

Damit sich das Coronavirus nicht so schnell weiterverbreitet, sind alle Menschen aufgerufen, so oft es geht zu Hause zu bleiben und direkte Begegnungen mit anderen zu vermeiden. „Die notwendigen Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen bedeuten aber nicht, dass wir jetzt auf sämtliche Kontakte verzichten müssen. Besonders ältere Menschen fühlen sich in dieser Situation einsam und verlassen. Sie möchten erfahren, was ihre Mitmenschen machen, wollen wissen, wie es ihrer Familie geht, vermissen den persönlichen Austausch. Deshalb mein herzlicher Appell: Wir alle sollten jetzt einfach häufiger zum Telefon greifen und so den Kontakt zu Familienmitgliedern, Bekannten, Freunden und Menschen aus der Nachbarschaft aufrechthalten. Nie war es leichter, sich zu vernetzen, per Handy, Mail oder Skype. Und Oma und Opa freuen sich riesig, wenn die Enkelkinder ihnen mal wieder Briefe schreiben“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher am Samstag.

Zum Schutz vor dem Coronavirus wird empfohlen, direkte Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu vermeiden. Besonders persönlichen Begegnungen mit älteren, hochbetagten oder chronisch kranken Menschen sollen zu deren Schutz deutlich eingeschränkt werden. Andere nicht persönlich zu treffen, heißt aber heute zum Glück nicht, dass man sich gar nicht sehen oder hören kann. Es gibt viele andere Kommunikationsmöglichkeiten: Skype, Facetime, WhatsApp oder einfach so am Telefon. Man kann Mails, Kurznachrichten oder einen Brief schrieben.

Ministerin Nonnemacher: „Wichtig ist, dass wir aneinander denken, uns aufmuntern und uns bei denen melden, die wir gerade nicht besuchen können.“

Seit Montag gelten in Brandenburg die Maßnahmen der neuen SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und einzudämmen. Diese Verordnung enthält unter anderem Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten. So ist jeder angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,5 Metern einzuhalten.

Mehr Informationen: corona.brandenburg.de / www.zusammengegencorona.de

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Stand: 27. März, 17.30 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 696 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, dritter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 117 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 696 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 27.03.2020, 16:00 Uhr). 53 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen dritten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 80-jährigen Potsdamer mit schwerer Vorerkrankung.

Im Havelland sind 38 Menschen betroffen.

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Stand: 27. März, 17 Uhr

Corona-Krise: Finanzierungshilfen für Krankenhäuser und Ärzte beschlossen

Gesundheitsministerin Nonnemacher: Land steht an der Seite der Krankenhäuser und seiner Beschäftigten

Der Bundesrat hat heute dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz des Bundes abschließend zugestimmt. Damit erhalten die Krankenhäuser einen finanziellen Ausgleich aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds für verschobene planbare Operationen und Behandlungen. Diese Hilfe wird aus dem Bundeshaushalt refinanziert.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher erklärte am Freitag in Potsdam dazu: „Wir bereiten uns intensiv auf deutlich steigende Corona-Zahlen vor. Die Krankenhäuser erhöhen mit Hochdruck ihre verfügbaren Bettenkapazitäten und zusätzliche intensivmedizinische Behandlungsmöglichkeiten, in dem sie zum Beispiel alle planbare Operationen und Behandlungen verschieben. Das ist notwendig, führt aber zu Einnahmeausfällen und Liquiditätsschwierigkeiten. Der Rettungsschirm des Bundes ist das klare Signal: Der Staat lässt die Krankenhäuser in dieser schwierigen Zeit nicht allein. Es ist klar, dass wir es uns in dieser ernsten Lage überhaupt nicht erlauben dürfen, dass ein Krankenhaus wegen finanzieller Schwierigkeiten vom Versorgungsnetz gehen muss.“

Das Land Brandenburg hat sich bei der Gesetzgebung erfolgreich dafür eingesetzt, dass auch Reha-Krankenhäuser unter diesen Rettungsschirm kommen. Ministerin Nonnemacher: „Brandenburg ist mit 24 Rehakliniken ein Reha-Land. Dass die Reha-Krankenhäuser von Anfang an ebenfalls finanziell unterstützt werden, ist eine sehr gute Nachricht. Die rund 5.400 Betten der Rehakliniken sind gerade für das Land Brandenburg und unser Bettenmanagement von großer Bedeutung.“

Mit dem COVID-19-Krankenhausentlastungsgesetz erhalten Krankenhäuser für jede neue Intensiv-Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung einen Bonus in Höhe von 50.000 Euro. Für jedes nun frei gehaltene Bett bekommen sie 560 Euro pro Tag. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 sollen die Kliniken einen Zuschlag in Höhe von 50 Euro je Patient erhalten: zum Ausgleich ihrer Mehrkosten, zum Beispiel für persönliche Schutzausrüstungen. Der Zuschlag kann bei Bedarf verlängert und angehoben werden. Der vorläufige Pflegeentgeltwert soll sich um rund 38 Euro auf 185 Euro pro Tag erhöhen. Auch für niedergelassene Ärzte, die infolge der Corona-Pandemie Honorareinbußen haben, sind Ausgleichszahlungen vorgesehen.

Ministerin Nonnemacher: „Der Rettungsschirm ist eine wichtige Unterstützung für die Kliniken in Brandenburg. Aber es gibt Unterstützungsbedarf darüber hinaus. Deshalb unterstützt das Land Brandenburg die Krankenhäuser auch bei der Finanzierung von persönliche Schutzausrüstung und bei der Finanzierung von Beatmungsgeräten.“

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Stand: 27. März, 12.10 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 632 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg, zweiter Verstorbener

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 84 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 632 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 27.03.2020, 08:00 Uhr). 47 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden elf künstlich beatmet. Zudem müssen wir leider einen zweiten an COVID-19 Verstorbenen verzeichnen. Es handelt sich um einen 88-jährigen Mann aus Potsdam mit schweren Vorerkrankungen.

Im Havelland ist die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen im 24-Stunden-Vergleich um neun Menschen auf 38 Betroffene angestiegen..

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Stand: 27. März, 07.45 Uhr

Ministerin Nonnemacher: Corona-Tests zielgerichtet und nach RKI-Kriterien durchführen

„Es ist ganz wichtig, dass symptomatische Personen, die bestimmte Kriterien erfüllen, prioritär getestet werden, um bei diesen rasch die erforderlichen Isolations-Maßnahmen einzuleiten“, stellt Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher heute klar, da viele Bürgerinnen und Bürger sich nach Test-Möglichkeiten erkundigen. Wer in der Allgemeinbevölkerung keine Symptome hat, muss auch nicht auf das Coronavirus getestet werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die klinisch-epidemiologischen Kriterien zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen überarbeitet und in dieser Woche aktualisiert herausgegeben.

In Brandenburg gibt es mittlerweile sieben Labor-Standorte mit einer Analysekapazität von über 1.700 Tests pro Tag. Außerdem sind bereits 46 Abklärungsstellen eingerichtet, weitere acht sind in Planung (Stand: 24.03.). Der Interministeriellen Koordinierungsstabs Coronavirus arbeitet mit Hochdruck daran, die Testkapazitäten weiter auszubauen.

Am heutigen Donnerstag hat der Technologiekonzern Bosch mitgeteilt, einen Coronavirus-Schnelltest unter anderem für Krankenhäuser und Arztpraxen entwickelt zu haben. Ministerin Nonnemacher: „Solch ein Schnelltest wäre im Kampf gegen das Coronavirus ein wirklich großer Vorteil. Allerdings muss erst eine Zulassung erfolgen.“ Laut Bosch soll das vollautomatische Verfahren zum Nachweis von Virenerbgut von der Entnahme der Probe bis zum Ergebnis weniger als zweieinhalb Stunden brauchen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in dieser Woche seine Kriterien zur Verdachtsabklärung angepasst. Danach sollen nur Personen mit Symptomen auf das Coronavirus getestet werden, insbesondere solche, die zu einer Risikogruppe gehören. Zu den Fällen, die weiterhin labordiagnostisch abgeklärt werden, gehören Personen mit akuten respiratorischen Symptomen, die in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall hatten. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet spielt dabei keine Rolle mehr. Zudem soll ein Test erfolgen, wenn es klinische oder radiologische Hinweise auf eine virale Pneumonie gibt, die im Zusammenhang mit einer Häufung von Pneumonien in Pflegeeinrichtung oder Krankenhaus steht. In den Empfehlungen werden jetzt auch Beschäftigte in Arztpraxen, im Pflegebereich und Krankenhaus besonders berücksichtigt. Dort Tätige müssen bei akuten respiratorischen Symptomen auf das SARS-CoV-2 getestet werden.

Das RKI hat die Orientierungshilfe für Ärzte zur Verdachtsabklärung und Maßnahmen aktualisiert: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile

Richtiges Verhalten im Verdachtsfall

Personen, die sich krank fühlen und einen engen Kontakt mit einer Person hatten, bei der das neuartige Virus nachgewiesen wurde, sollen Kontakte zu anderen Personen vermeiden und sich telefonisch an die Hausärztin oder den Hausarzt wenden. An Wochenenden hilft die Telefonnummer 116 117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes - bei der Suche nach einer Ärztin oder einem Arzt.

Patienten, die keine Symptome haben und die Kontakt zu bestätigt Erkrankten hatten, melden sich beim zuständigen Gesundheitsamt.

Reiserückkehrer aus den Risikogebieten ohne Symptome begeben sich in eine freiwillige häusliche Isolation.

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Stand: 26. März, 17.15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 579 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 74 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 579 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 26.03.2020, 16:00 Uhr). 34 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden fünf künstlich beatmet. Im Havelland sind 29 Menschen am neuartigen Coronavirus erkrankt, deren drei Personen befinden sich in stationärer Behandlung.

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Stand: 26. März, 16.30 Uhr

Kontakte vermeiden – Coronavirus eindämmen - Antworten auf Detailfragen zur Rechtsverordnung

Zur Eindämmung des Coronavirus werden zahlreiche Anfragen unter anderem von Bürgerinnen und Bürgern, Dienstleistern, Handel und Verbänden an die Landesregierung gerichtet. Insbesondere geht es um konkrete Verhaltensregeln im täglichen Leben. Auf der Internetseite corona.brandenburg.de werden über den Link FAQ wesentliche Fragen beantwortet. Diese Seite wird laufend aktualisiert. Auf den Seiten der Ressorts wird zusätzlich auf spezifische Themen eingegangen. Auch das Bürgertelefon steht für Anfragen zur Verfügung. Es ist vorerst montags bis freitags von 09.00 bis 17.00 Uhr unter der Nummer 0331 – 866 5050 erreichbar.

Hierzu teilt Regierungssprecher Florian Engels mit: „Grundsätzlich gilt: Sozialkontakte vermeiden. Das ist der entscheidende Weg, um die Pandemie einzudämmen. Deshalb unsere dringende Bitte: Soweit wie möglich im eigenen Umfeld bleiben. Darum bitten wir auch und gerade die Berlinerinnen und Berliner. Mit der seit Montag gültigen Rechtsverordnung konnten wir nicht jede Detailfrage klären. Das ist schlicht nicht möglich. Es wäre lebensfremd zu versuchen, das gesamte praktische Leben in Paragrafen unterzubringen. Die bei uns ankommenden Fragen helfen, auf die konkreten Punkte einzugehen. Sie werden in den FAQ aufbereitet. Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger, die Fragen haben, zunächst in den FAQ nachzusehen, bevor das stark beanspruchte Team am Bürgertelefon angerufen wird. 

Aktuell werden wichtige Themen in der Öffentlichkeit diskutiert. Hierzu nachfolgend einige Konkretisierungen, die auch in den FAQ zu finden sind bzw. eingearbeitet werden. Grundsätzlich gilt, stets und unbedingt die vorgegebenen und allgemein bekannten Verhaltensregeln zu berücksichtigen (z.B. 1,5 Meter Mindestabstand; Sozialkontakte nur innerhalb der Familie, im gemeinsamen Hausstand oder höchstens eine andere Person).

1.       Aufenthalt im öffentlichen Raum

In Brandenburg besteht keine Ausgangssperre. Deshalb darf man sich bei Einhaltung der Regeln frei bewegen. Dennoch sollten nicht notwendige Wege und Fahrten, zum Beispiel Wochenendausflüge, unterbleiben. Versammlungen o.ä. sind strikt untersagt.

2.       Angeln und Jagd

Beides ist sowohl zur Berufsausübung als auch im privaten Bereich weiterhin grundsätzlich möglich. Die Jagd erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest beizutragen, insbesondere in den grenznahen Kreisen zu Polen. Auch hier gilt: Kontakte zu höchstens einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes. Auch beim Angeln gilt: Mindestens 1,5 Meter Abstand!

3.       Freizeit / Tourismus / Vermietung

Ausflüge im Land Brandenburg sind unter Einhaltung der Vorgaben nicht untersagt, sollten aber vermieden werden. Übernachtungsangebote – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen strikt nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Eine Vermietung an Berufstätige, zum Beispiel an Handwerker, Monteure oder Pendler aus Polen, ist jedoch möglich. Aber auch dabei sind die Hygieneregeln unbedingt zu beachten.

4.       Eigenes Ferienhaus oder –wohnung / Datschen

Im eigenen Besitz befindliche Ferienhäuser oder -wohnungen dürfen genutzt werden. Auch dabei sind die bekannten Regeln strikt einzuhalten. Es wird dringend gebeten, auf die jeweils örtliche Situation Rücksicht zu nehmen. Lokal oder auf Kreisebene können aus besonderem Anlass anderslautende Festlegungen getroffen werden.

5.       Geburten

Besuche von Geburtsstationen bzw. der Aufenthalt im Kreissaal durch werdende Väter und Väter von Neugeborenen sind in der Regel erlaubt. Dies kann jedoch vor Ort gesondert und abweichend geregelt werden. Dies gilt auch für Partnerinnen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften.

6.       Friedhöfe

Friedhöfe können im Rahmen der vorgegebenen Regeln besucht werden. Dies schließt selbstverständlich auch die Grabpflege ein.“

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Pressemitteilung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung

Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen

Anlieferbeschränkungen für Geschäfte der Grundversorgung sollen vorübergehend ausgesetzt werden

Potsdam – Zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus gilt in Brandenburg seit Montag, den 23. März 2020, die sogenannte Eindämmungsverordnung. Danach sind grundsätzlich alle Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr zu schließen. Ausdrücklich ausgenommen vom Schließungsgebot sind der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste und andere Verkaufsstellen von Gütern des täglichen Bedarfs. Für diese Geschäfte sollen nun die erlaubten Anlieferzeiten ausgedehnt werden.

Brandenburgs Bauminister Guido Beermann: „Die Versorgung der Bevölkerung hat in der aktuellen Lage oberste Priorität. Der Umfang der notwendigen Anlieferungen an Supermärkten und Lebensmitteldiscountern hat erheblich zugenommen. Ich habe daher heute die unteren Bauaufsichtsbehörden angewiesen, für die Dauer der Gültigkeit der Eindämmungsverordnung alle Auflagen auszusetzen, die die Anlieferzeit beschränken. Die Brandenburgerinnen und Brandenburger können sicher sein, dass wir alles dafür tun, damit es nicht zu Lieferengpässen aufgrund bürokratischer Vorgaben kommt.“

In vielen Fällen enthalten die Baugenehmigungen betroffener Geschäfte Nebenbestimmungen, die aus Gründen des Immissionsschutzes die Zeiten der Anlieferung beschränken. Zuständig für den Vollzug und die Überwachung der Einhaltung dieser Auflagen sind die unteren Bauaufsichtsbehörden, also die Landkreise, kreisfreien Städte und großen kreisangehörigen Städte. Das Bauministerium sorgt nun dafür, dass solche bauaufsichtlichen Anlieferbeschränkungen für Geschäfte der Grundversorgung vorrübergehend ausgesetzt werden können. Diese Ausnahmeregelung gilt, solange die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg in Kraft bleibt.

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Stand: 26. März, 11 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 548 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 80 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 548 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 26.03.2020, 08:00 Uhr). 82 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet.

Im Havelland sind 29 Menschen mit dem Coronavirus infiziert - im 24-Stunden-Vergleich fsechs mehr als am gestrigen Mittwochmorgen.

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Stand: 25. März, 18 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 505 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 62 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 505 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 25.03.2020, 15:00 Uhr). 40 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland sind mittlerweile 26 Menschen am neuartigen Coronavirus erkrankt - im 24-Stunden-Vergleich fünf mehr als am gestrigen Dienstagabend.

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Stand: 25. März, 17.15 Uhr

Coronavirus: Brandenburg nimmt Patienten aus Italien auf

Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Es sind bereits mehrere Tausend Todesopfer zu beklagen. Um schwer erkrankten Menschen konkret zu helfen und das dortige Klinikpersonal zumindest etwas zu entlasten, werden die Kliniken Ernst-von-Bergmann in Potsdam und Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus /Chóśebuz vorerst jeweils zwei Patienten aufnehmen. Es handelt sich um schwersterkrankte Beatmungspatienten. Besonders in diesem Bereich bestehen in Italien kritische Engpässe. Dazu stehen beide Kliniken in Kontakt mit der Staatskanzlei, dem Gesundheitsministerium, dem Bundesaußenministerium und der Deutschen Botschaft in Rom.

Am konkreten Zeitplan zur Verlegung der Patienten wird derzeit intensiv gearbeitet. Der Transport wird mit einem speziellen Krankenflug erfolgen. Ein genauer Termin kann noch nicht genannt werden. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, aus welchem italienischen Krankernhaus die Patienten kommen werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich danke den Leitungen der beiden Kliniken von Herzen. Kaum hatte uns die Bitte um Unterstützung aus Italien erreicht, haben sich beide Kliniken nach interner Abstimmung sofort bereit erklärt, Patienten aufzunehmen. Auch wenn vorerst nur wenige Bürger unserer italienischen Freunde aufgenommen werden können, so ist dies dennoch ein Zeichen europäischer Solidarität. In dieser Krise kann es nur ein Miteinander gegeben - und zwar über Grenzen hinweg."

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Dass wir uns gerade in Krisenzeiten aufeinander verlassen können, zeigt die Stärke der Europäischen Union. Die dramatische Lage in Italien lässt uns auch in Brandenburg nicht kalt. Mein herzlicher Dank gilt daher den Krankenhäusern in Potsdam und Cottbus. Wie erfolgreich wir im Kampf gegen die Pandemie bestehen, hängt auch an unserer Bereitschaft, voneinander zu lernen."

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert: „Potsdam und Italien haben eine enge Verbindung. Die Partnerschaft zwischen Perugia und Potsdam feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Wenn Potsdam einen Beitrag zur Hilfe leisten kann und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzt, helfen wir gerne."

Cottbus` Oberbürgermeister Holger Kelch: „Es ist für uns selbstverständlich, als Stadt Cottbus/Chóśebuz und mit den Kapazitäten des kommunalen Klinikums dort zu helfen, wo das Leid unerträglich groß ist und wir Leben retten können, und wo es die vorhandenen Ressourcen hergeben."   

Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Es sind bereits mehrere Tausend Todesopfer zu beklagen. Um schwer erkrankten Menschen konkret zu helfen und das dortige Klinikpersonal zumindest etwas zu entlasten, werden die Kliniken Ernst-von-Bergmann in Potsdam und Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus /Chóśebuz vorerst jeweils zwei Patienten aufnehmen. Es handelt sich um schwersterkrankte Beatmungspatienten. Besonders in diesem Bereich bestehen in Italien kritische Engpässe. Dazu stehen beide Kliniken in Kontakt mit der Staatskanzlei, dem Gesundheitsministerium, dem Bundesaußenministerium und der Deutschen Botschaft in Rom.

Am konkreten Zeitplan zur Verlegung der Patienten wird derzeit intensiv gearbeitet. Der Transport wird mit einem speziellen Krankenflug erfolgen. Ein genauer Termin kann noch nicht genannt werden. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt, aus welchem italienischen Krankernhaus die Patienten kommen werden.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Ich danke den Leitungen der beiden Kliniken von Herzen. Kaum hatte uns die Bitte um Unterstützung aus Italien erreicht, haben sich beide Kliniken nach interner Abstimmung sofort bereit erklärt, Patienten aufzunehmen. Auch wenn vorerst nur wenige Bürger unserer italienischen Freunde aufgenommen werden können, so ist dies dennoch ein Zeichen europäischer Solidarität. In dieser Krise kann es nur ein Miteinander gegeben – und zwar über Grenzen hinweg.“

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Dass wir uns gerade in Krisenzeiten aufeinander verlassen können, zeigt die Stärke der Europäischen Union. Die dramatische Lage in Italien lässt uns auch in Brandenburg nicht kalt. Mein herzlicher Dank gilt daher den Krankenhäusern in Potsdam und Cottbus. Wie erfolgreich wir im Kampf gegen die Pandemie bestehen, hängt auch an unserer Bereitschaft, voneinander zu lernen.“

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert: „Potsdam und Italien haben eine enge Verbindung. Die Partnerschaft zwischen Perugia und Potsdam feiert in diesem Jahr 30-jähriges Jubiläum. Wenn Potsdam einen Beitrag zur Hilfe leisten kann und damit ein Zeichen der Verbundenheit setzt, helfen wir gerne.“

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Stand: 25. März, 14.15 Uhr

Jagd trotz Corona-Verordnung möglich

Trotz der derzeit geltenden Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg ist die Jagd grundsätzlich weiterhin zulässig. Sie erfolgt aktuell unter anderem mit dem Ziel, zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest – insbesondere in den grenznahen Kreisen – beizutragen.

Es sollte jedoch beachtet werden, dass die Jagdausübung entsprechend der Regelungen des § 11 Abs. 4 der SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung entweder allein oder mit nur einer weiteren Person erfolgt. Unterstützung bei Nachsuche, Wildbergung, Wildversorgung ist zulässig, wenn die benannten Mindestabstände zwischen Personen von 1,5 Metern gewahrt bleiben und jede Art von Gruppenbildung unterbleibt. Abgaben von Trichinenproben bei den Veterinären/Veterinärämtern erfolgen kontaktlos. Die erforderlichen Aktivitäten zur Beprobung von Fallwild oder Unfallwild sind unter Beachtung der Regelungen der Verordnung ebenfalls weiterhin zulässig und erforderlich.

Die Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg sowie allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

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Stand: 25. März, 11.45 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 468 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 39 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 468 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 25.03.2020, 08:00 Uhr). 39 Personen sind in stationärer Behandlung, davon werden drei künstlich beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland ist die Zahl der Infizierten um zwei Personen auf 23 angestiegen.

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Stand, 25. März, 11 Uhr

Corona-Soforthilfe startet bei der ILB

Gewerbliche Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 100 Erwerbstätigen, die eine Betriebs- oder Arbeitsstätte im Land Brandenburg haben, können ab Mittwoch, den 25. März 2020, 9 Uhr, bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Anträge auf Soforthilfen für die Folgen der Corona-Pandemie stellen. Bei der Soforthilfe handelt es sich um einen Zuschuss aus Gründen der staatlichen Fürsorge des Landes Brandenburg zum Ausgleich von Härten im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt bis zu 9.000 Euro bei bis zu 5 Erwerbstätigen, bis zu 15.000 Euro bei bis zu 15 Erwerbstätigen, bis zu 30.000 Euro bei bis zu 50 Erwerbstätigen und bis zu 60.000 Euro bei bis zu 100 Erwerbstätigen. Die Antragsformulare sind ab Mittwoch, den 25. März 2020, 9 Uhr, auf der Internetseite der ILB unter www.ilb.de zu finden. Folgende Unterlagen werden zur Antragstellung benötigt: Handelsregisterauszug oder vergleichbare Unterlagen, Gewerbeanmeldung, Kopie des Personalausweises, Lohnjournal oder gleichwertige Unterlagen für Erwerbstätige/Beschäftigte sowie das Formular „Erklärungen über bereits erhaltene bzw. beantragte „De-minimis“-Beihilfen“.

Kontakt zur Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB): Telefon: 0331/660 2211; E-Mail: beratung@ilb.de

Darüber hinaus bieten die drei Jobcenter im Landkreis Havelland in Nauen, Falkensee und Rathenow im Falle ausbleibender finanzieller Einkünfte, zum Beispiel durch Kurzarbeit oder bei selbstständigen Einzelunternehmern durch ausbleibende Aufträge, unter den Telefonnummern 03321/403 96 29, 03321/403 97 49 und 03385/551 98 63 erste Gespräche zur Antragstellung auf SGB II-Leistungen an. Welches Jobcenter für Einwohner welcher Kommune zuständig ist, ist im Internet unter www.jobcenter-havelland.de/site/zustaendigkeiten/ dargestellt.

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Stand, 24. März, 18 Uhr

Neue Allgemeinverfügung untersagt Betrieb von Kindertagespflegestellen im Havelland

Nachdem der Landkreis Havelland bereits die Unterrichtserteilung in Schulen und den Betrieb von Kindertagesstätten aufgrund der Corona-Pandemie per Allgemeinverfügung untersagt hat, verbietet eine weitere Allgemeinverfügung ab dem 30. März 2020 nun auch den Betrieb von Kindertagespflegestellen. Damit folgt der Landkreis einer Empfehlung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Die Betriebsuntersagung gilt zunächst bis zum 19. April 2020.

Grundsätzlich sollen die Kinder in dieser Zeit vorrangig zu Hause betreut werden. In Ausnahmefällen, wenn die Erziehungsberechtigten in sogenannten kritischen Infrastrukturbereichen tätig sind, ist eine Notfallbetreuung in Kindertagespflegestellen laut Allgemeinverfügung weiterhin zulässig. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, dass beide Erziehungsberechtigte, im Fall von Alleinerziehenden die Alleinerziehenden, in solchen Bereichen arbeiten und eine häusliche oder sonstige individuelle Betreuung nicht organisiert werden kann. Dies betrifft Beschäftigte aus dem Gesundheitsbereich einschließlich der Apotheken, aus Staats- und Regierungsfunktionen sowie der Verwaltung, der Polizei, des Rettungsdienstes, des Katastrophenschutzes, der Feuerwehr, der Rechtspflege und des Vollzugsbereichs. Ebenfalls dazu gehören die Bereiche Energie, Abfall, Ab- und Wasserversorgung, IT und Telekommunikation, Arbeitsverwaltung (Leistungsverwaltung), Land- und Ernährungswirtschaft, Lebensmitteleinzelhandel und Versorgungswirtschaft sowie die fortgeführte Kindertagesbetreuung.

Für die Notfallbetreuung gelten die abgeschlossenen Betreuungsverträge weiter. Neue Kinder können ebenfalls in die Notfallbetreuung aufgenommen werden, zum Beispiel Kinder, die in dieser Tagespflegestelle regulär für eine Aufnahme vorgesehen waren und eine Notfallbetreuung benötigen. Auch Vertretungskinder aus anderen Kindertagespflegestellen, die vorübergehend geschlossen sind, können in diesem Rahmen betreut werden. Die Anzahl der betreuten Kinder darf die in der Erlaubnis für die Kindertagespflegestelle festgelegte Kinderzahl jedoch nicht überschreiten.

Den Bedarf für eine Notfallbetreuung können havelländische Eltern anzeigen, indem sie einen entsprechenden Antrag ausfüllen. Dieser listet alle Berufsgruppen auf, welche die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen können. Der Antrag und die dazugehörige Bestätigung vom Arbeitgeber sind wie die Allgemeinverfügung selbst auf der Internetseite des Landkreises unter www.havelland.de/coronavirus   veröffentlicht. Die ausgefüllten Unterlagen sind in der Wohnortgemeinde einzureichen.

Allgemeine Handlungsempfehlungen und weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürgerinnen und  Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Interessierte medizinische Fragen zum Coronavirus stellen. Allgemeine und organisatorische Fragen beantwortet das Bürgerservicetelefon unter der Telefonnummer 03385/551 19 06. Fragen aus dem gewerblichem Bereich, die in Zusammenhang mit der Verordnung stehen, werden unter 03385/551 46 62 oder 03385/551 46 64 beantwortet. Alle Hotlines sind von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geschaltet.

Allgemeinverfügung Verbot Betrieb Kindetagespflege

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Stand: 24. März, 17.30 Uhr

Die Landesregierung gibt bekannt: Insgesamt 443 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

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Stand: 24. März, 17 Uhr

Corona-Krise: Auf Antrag Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen

Finanzministerin: Beitrag zur Sicherung dringend benötigter Liquidität

Potsdam – Steuerpflichtige, die wirtschaftlich von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Erstattung der Sondervorauszahlungen auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 stellen. Die Sondervorauszahlungen werden damit „auf null gestellt“; bereits gezahlte Beträge werden von den Finanzämtern in voller Höhe erstattet. Darauf wies Finanzministerin Katrin Lange heute in Potsdam hin: „Damit verschaffen wir Unternehmen, die in eine wirtschaftliche Schieflagen geraten sind, dringend benötigte Liquidität.“

Die Finanzämter sind gehalten, entsprechend begründete Anträge positiv zu bescheiden. Die Regelung tritt ab sofort in Kraft und gilt für Unternehmen mit Dauerfristverlängerung. Bei diesen Unternehmen ist die Gewährung der Dauerfristverlängerung von der Leistung einer Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr abhängig und wird bei der letzten Voranmeldung des Jahres angerechnet.

Die Maßnahme dient der Entlastung der Wirtschaft vor dem Hintergrund der massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf das gesamte Wirtschaftsleben.

Hinweis: Die Finanzämter in Brandenburg sind für den Publikumsverkehr geschlossen, die Erreichbarkeit über Telefon, Email und Schriftverkehr ist sichergestellt. Näheres: www.finanzamt.brandenburg.de

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Stand: 24. März; 16 Uhr

Mangel an Desinfektionsmitteln: Ethanol-Lieferungen an Apotheken alkoholsteuerfrei

Regelung schließt nun Zwischenhändler mit ein

Potsdam – Lieferungen von Ethanol an Apotheken über Zwischen- bzw. Großhändler sind ab sofort von der üblicherweise zu entrichtenden Alkoholsteuer (früher: „Branntweinsteuer“) befreit. Das teilte das Finanzministerium heute in Potsdam mit.

Auch in Brandenburg können Apotheken Desinfektionsmittel selbst dezentral herstellen. Das dazu benötigte Ethanol wird in Großunternehmen hergestellt, kann von dort aber in der Regel nicht in kleinen Mengen direkt geliefert werden – dazu bedarf es eines Zwischenhändlers.

„Allein diese Lieferkette hat bislang dazu geführt, dass Alkoholsteuer entsteht“, so Finanzministerin Katrin Lange heute in Potsdam. „Die Steuer hätte die Produkte verteuert – deshalb begrüße ich sehr, dass es gelungen ist, diese Ausnahme beim Bundesfinanzministerium zu erwirken.“

Entscheidend ist nunmehr allein, dass das Produkt nachweislich direkt oder indirekt an Apotheken geliefert und damit einer medizinischen Verwendung zugeführt wird. Ethanol wird zur Herstellung von Desinfektionsmitteln benötigt, an denen derzeit wegen der Corona-Pandemie ein Mangel herrscht. Apotheken leisten in der derzeitigen Krise einen wichtigen Beitrag zur dezentralen Herstellung dieser Produkte.

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Stand: 24. März, 11 Uhr

Die Landesregierung teilt mit: Insgesamt 429 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 54 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 429 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 24.03.2020, 08:00 Uhr). 34 Personen sind in klinischer Behandlung, davon werden acht intensiv medizinisch beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet. Im Havelland gibt es 21 Cronainfektionen.

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Stand, 23. März, 15 Uhr

Coronavirus: Insgesamt 385 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 innerhalb der letzten 24 Stunden um 32 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 385 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 23.03.2020, 15:00 Uhr). 29 Personen sind in klinischer Behandlung, davon werden acht intensiv medizinisch beatmet. Weiterhin ist ein Todesfall im Zusammenhang mit der Viruserkrankung gemeldet.

Für das Havelland sind 21 Corona-Infektionen zu verzeichnen, zwei Menschen befinden sich in stationärer Behandlung.

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Stand, 23. März, 13.30 Uhr

Corona-Maßnahmen: Neues Informationsangebot des Landes im Internet und am Telefon

veröffentlicht am 23.03.2020

Internetseite corona.brandenburg.de und Bürgertelefon 0331-866 5050 starten heute

Die Ausbreitung des Coronavirus und die notwendigen Maßnahmen dagegen werfen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern Fragen auf. Das Land Brandenburg erweitert deshalb ab heutigem Montag sein Informationsangebot. Über die zentrale Internetseite corona.brandenburg.de wird über aktuelle Entwicklungen rund um die Infektionskrankheit informiert, und ressortübergreifend werden die wichtigsten Fragen beantwortet. Zugleich ist seit heute ein neues Bürgertelefon zum Coronavirus unter der Rufnummer 0331-866 5050 freigeschaltet. Es ist montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr erreichbar. Künftig werden die Servicezeiten ausgeweitet. Das ist eine weitere Maßnahme des „Interministeriellen Koordinierungsstabs Coronavirus".

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Unser Leben hat sich plötzlich rasant geändert. Das betrifft alle Lebensbereiche. Auf einmal ist alles anders. Es ist gut, dass die allergrößte Mehrheit Verständnis für die getroffenen Maßnahmen hat, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. Und es ist notwendig, dass sich alle daran halten! Die Landesregierung nimmt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Mit den erweiterten Informationsangeboten werden wir viele Fragen beantworten. Zugleich wollen wir damit Vertrauen schaffen. Ich rufe weiter alle zu Besonnenheit und Zusammenhalt auf. Gemeinsam werden wir diese Krise bewältigen."

Mit der neuen Internetseite corona.brandenburg.de bietet die Landesregierung eine zentrale Informationsplattform für Bürgerinnen und Bürger an. Unter anderem werden die Maßnahmen und Entscheidungen des Landes zur Eindämmung der Pandemie dargestellt. Zudem werden dort wichtige Links, Dokumente und Informationen aus den Ministerien sowie von Fachinstituten gebündelt.

Über das Corona-Bürgertelefon können Bürgerinnen und Bürger selbst Hinweise geben oder Informationen zu den Maßnahmen des Landes zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung erhalten. Das Bürgertelefon unter der Nummer 0331-866 5050 ist montags bis freitags von 9.00 bis 17.00 Uhr erreichbar. Die Servicezeiten werden künftig ausgeweitet.

Wichtiger Hinweis: Am Bürgertelefon kann keine medizinische Beratung zum Coronavirus stattfinden. Bei Fragen zu einer möglichen Infektion müssen Bürgerinnen und Bürger ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt kontaktieren. Besuche von Arztpraxen oder Krankenhäusern sollten in den jeweiligen Einrichtungen telefonisch angekündigt werden.

Das Gesundheitsministerium hatte bereits Anfang März ein erstes Bürgertelefon beim Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit(LAVG) eingerichtet. Diese Nummer wird zur neuen Rufnummer umgeleitet.

Das neue Bürgertelefon wird Anruferinnen und Anrufer auch dabei helfen, die richtigen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für spezielle Fragen im Land zu finden. So gibt es im Bildungsministerium eine Hotline für Fragen von Eltern zur Notbetreuung in Kitas und Horten. Und in Abstimmung mit dem Wirtschafts- und Arbeitsministerium hat die Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH eine telefonische Anlaufstelle eingerichtet.

Viele Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte haben ebenfalls Bürgertelefone für Fragen zum Coronavirus eingerichtet.

In medizinischen Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin u.a. beim Patientenservice der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) unter der Rufnummer 116117 informieren. Das ist bundesweit rund um die Uhr die zentrale Rufnummer für die ambulante medizinische Versorgung. Akut, aber nicht lebensbedrohlich erkrankte Patienten erreichen hier außerhalb der Praxissprechzeiten den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn der eigene Hausarzt nicht erreichbar ist, dann ist bei begründeten Verdachtsfällen die 116117 auch die richtige Nummer für eine persönliche medizinische Beratung.

Weitere Telefon-Hotlines zum Coronavirus

Für allgemeine Fragen zum Coronavirus hat das Bundesgesundheitsministerium ein Bürgertelefon eingerichtet: 030 346 465 100. Erreichbarkeit: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr.

Das Beratungstelefon der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) ist unter der Telefon-Nummer 0800 011 77 22 erreichbar, Montag bis Freitag von 8 bis 22 Uhr und Samstag von 8 bis 18 Uhr. Die UPD informiert und berät Ratsuchende in gesundheitlichen und gesundheitsrechtlichen Fragen.

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice erreichbar per Fax: 030 340 60 66 - 07 oder E-Mail: info.gehoerlos@bmg.bund.de. Gebärdentelefon (Videotelefonie): https://www.gebaerdentelefon.de/bmg/.

Online-Informationsangebote zum Coronavirus

Die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf der Internetseite https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html zur Verfügung.

Das Robert Koch-Institut bietet aktuelle Informationen zu häufig gestellten Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2 auf der Internetseite https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html an.

Das Bundesgesundheitsministerium informiert tagesaktuell auf der Internetseite https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html über die aktuelle Lage in Deutschland und erklärt dort, was Bürgerinnen und Bürger tun und wissen sollten.

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Stand: 23. März, 13 Uhr

Corona: Über 5.000 Anfragen von Unternehmen bei der WFBB

Schnelle Unterstützung bietet in Kürze das Sonderhilfeprogramm des Landes

Potsdam, 23. März 2020. 5.400 Brandenburger Unternehmen haben sich im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bisher mit Beratungsbedarf zu wirtschaftlichen Hilfen bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) gemeldet. Wirtschaftsministerium und WFBB sind mit zentralen Telefonberatungen die Erst-Anlaufstellen für Unternehmen in akuten betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten. Rund 30 WFBB-Mitarbeiter stehen den ratsuchenden Firmen montags bis freitags von 8.00 bis 18.00 Uhr unter 0331/730 61 222 zur Verfügung. Zudem hat das Wirtschaftsministerium Service-Rufnummern für Brandenburger Unternehmen geschaltet: 0331/866-1887, -1888 und -1889. Auch die WFBB-Regionalcenter bearbeiten weiter Anfragen. Schnelle Unterstützung bietet in Kürze das Sonderhilfeprogramm des Landes. 

„Kleine und Kleinstunternehmen sowie freiberuflich Tätige bilden die Breite der Brandenburger Wirtschaftsstruktur ab. Sie sind zugleich am schnellsten von der Corona-Krise betroffen, da viele nur über ein dünnes finanzielles Polster verfügen. Wir setzen deshalb alles daran, den von der Ausbreitung des Corona-Virus besonders betroffenen Firmen schnell zu helfen. Die Regionalcenter der Wirtschaftsförderung Brandenburg sind bereits seit vorletzter Woche Ansprechpartner für betroffene Firmen. Hinzu kommen weitere zentrale Info-Telefone des Wirtschaftsministeriums und der WFBB. Damit bekommen wir einen Überblick über die genauen Problemlagen. Dies können wir auch für die Soforthilfen für kleine und mittelständische Unternehmen nutzen“, sagte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach.

Der Minister ruft alle Unternehmerinnen und Unternehmer dazu auf, von Kündigungen abzusehen und stattdessen von der ausgeweiteten Kurzarbeiterregelung Gebrauch zu machen. „Durch die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes wird Unternehmen schnell und gezielt geholfen, wenn sie mit ihren Beschäftigten durch das Corona-Virus Arbeitsausfälle haben“, sagte Steinbach.

Zudem hat er an die Arbeitgeber appelliert, die Löhne weiter zu zahlen, auch wenn Eltern wegen geschlossener Kitas oder Schulen nicht zur Arbeit kommen, weil sie die Kinderbetreuung nicht anderweitig organisiert bekommen. „Bitte haben Sie noch einige Tage Geduld und zahlen Sie den Betroffenen ihren Lohn weiter“, rief Steinbach die Unternehmer zu solidarischem Handeln und Agieren mit Augenmaß auf. „Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck daran, die Lohnfortzahlung zu regeln. Die neuen Regelungen sollen am nächsten Montag in Kraft treten – haben Sie bitte noch bis dahin Geduld“, sagte Steinbach.

Die Mittel aus dem von der Brandenburger Landesregierung aufgelegten Soforthilfeprogramm für Klein- und Kleinstunternehmen, Solo-Selbstständige und Freiberufler können ab Mittwoch beantragt werden und werden dann kurzfristig ausgezahlt. Die entsprechenden Antragsformulare stehen ab Mittwoch, 25. März, auf den Internetseiten des MWAE sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg bereit. 

„Bis Montagmittag sind bei der Wirtschaftsförderung Brandenburg weit mehr als 5.000 Anfragen eingegangen“, erläuterte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt. „Seit Freitagvormittag hat sich die Zahl damit mehr als verdoppelt. Allein am Wochenende sind rund 1.700 Anfragebögen online bei der WFBB eingegangen. Größte Branchengruppen sind mit über 75 Prozent Dienstleister, Handel und Gastronomie. Mehr als 90 Prozent der Anfragenden haben weniger als 10 Beschäftigte. Stornierungen, rapide Auftragsrückgänge und ausbleibende Kunden sind die mit Abstand häufigsten Problembeschreibungen. Alle Unternehmen und freiberuflich Tätigen, die sich bei uns gemeldet haben, werden zentral über die anlaufenden Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Sie werden insbesondere auf das am Mittwoch startende Sofortprogramm des Landes Brandenburg hingewiesen.“

Informationen der WFBB für Corona-betroffene Unternehmen stehen an dieser Stelle online. 

Die zentrale telefonische Anlaufstelle der WFBB ist zu erreichen unter:

0331 / 730 61 222

Zudem hat das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg einen telefonischen Infoservice eingerichtet. Unter folgenden Rufnummern können Brandenburger Unternehmen ihre Fragen stellen:
0331 / 866 1887           
0331 / 866 1888
0331 / 866 1889

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Stand: 23. März, 11 Uhr

Die Landesregierung teilt mit: Insgesamt 375 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg.

Im Havelland sind 19 bestätigte Fälle registriert.

Das geht aus der Coronavirus-Karte des Robert-Koch-Instituts hervor, die sämtliche Daten aus den Städten und Landkreisen bundesweit ausweist.

Link:

https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/

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Stand: 23. März, 10 Uhr

Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2und COVID-19 in Brandenburg vom 22. März 2020

https://www.havelland.de/fileadmin/dateien/landrat/Presse/2020/SARS-CoV-2-EindV2.pdf

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Stand: 22. März, 21 Uhr

Pressemitteilung der Landesregierung

Eindämmung Coronavirus: Weitere Maßnahmen zur Beschränkung von Kontakten in Brandenburg notwendig

veröffentlicht am 22.03.2020

Am morgigen Montag, 0.00 Uhr, tritt die neue Rechtsverordnung zum gefährlichen Coronavirus in Kraft. Das hat die Landesregierung heute beschlossen. Sie beinhaltet weitere Maßnahmen, „um die Ausbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen und einzudämmen“, so Ministerpräsident Dietmar Woidke, der die Festlegungen heute Abend gemeinsam mit seinen Stellvertretern, Innenminister Michael Stübgen und Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher, der Öffentlichkeit vorstellte. Der Entscheidung ging eine Telefonkonferenz aller Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und einigen Bundesministern voran.

Woidke: „Die allermeisten Brandenburgerinnen und Brandenburger haben sich an unsere bisherigen Maßgaben gehalten. Nur in sehr seltenen Fällen mussten Ordnungsämter oder Polizei eingreifen und zum Beispiel Platzverweise aussprechen. Dafür mein ausdrücklicher Dank an die Bevölkerung. Dennoch breitet sich das Virus aus. Deshalb wurde mit der Bundesregierung beschlossen, bundesweit einheitlich zu handeln. Im Rahmen des Föderalismus können jedoch kleinere regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.“

Mit der neuen „Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung – SARS-CoV-2-EindV)“ wird die bisherige Verordnung vom 17. März abgelöst. Die neue Verordnung gilt vorerst bis einschließlich 19. April (mit Ausnahme der Regelungen zum Aufenthalt im öffentlichen Raum; hier ist eine Geltungsdauer bis einschließlich 5. April festgelegt). Neben den bekannten Einschränkungen im Kita- und Schulbereich treten damit unter anderem folgende entscheidende Festlegungen in Kraft, die in wichtigen Punkten eine Verschärfung der Verordnung vom 17. März bedeuten:

1. Das Betreten öffentlicher Orte wird bis zum 5. April 2020 (24.00 Uhr) untersagt. Öffentliche Orte sind insbesondere öffentliche Wege, Straßen, Plätze, Verkehrseinrichtungen, Grünanlagen und Parks. Um notwendige Wege zurücklegen zu können oder zum Beispiel Sport treiben zu können, gibt es Ausnahmen:

·         zur Wahrnehmung beruflicher Tätigkeiten und zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes,

·         zur Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen (z. B. Arztbesuche); dazu gehören auch Psycho- und Physiotherapeuten, soweit dies medizinisch dringend erforderlich ist,

·         zur Abgabe von Blutspenden,

·         zum Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen (außerhalb von Einrichtungen) sowie zur Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich und zur Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,

·         zur Begleitung Sterbender sowie zur Teilnahme an Beisetzungen im engsten Familienkreis,

·         für Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zur Versorgung von Tieren,

·         zur Wahrnehmung dringend und nachweislich erforderlicher Termine bei Behörden, Gerichten, Gerichtsvollziehern, Rechtsanwälten und Notaren.

Diese Erlaubnisse stehen unter dem Vorbehalt, dass der Aufenthalt nur allein, in Begleitung der im jeweiligen Haushalt lebenden Personen oder einer nicht im jeweiligen Haushalt lebenden Person erfolgt. Dabei ist ein Abstand von 1,5 Metern einzuhalten.

2. Grundsätzlich gilt, dass alle Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr zu schließen sind. Das gilt auch für körpernahe Dienstleistungen, bei denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Der Einkauf für den täglichen Bedarf bleibt selbstverständlich gewährleistet. Ausgenommen vom Schließungsgebot sind deshalb der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau- und Gartenmärkte, Tierbedarfshandel und der Großhandel. Dies gilt auch für Dienstleister im medizinischen- und Gesundheitsbereich und sonstige helfende Berufe, insbesondere Arztpraxen und Krankenhäuser. Soweit entsprechende Waren und Dienstleistungen angeboten werden, darf dies auch durch Kaufhäuser, Outlet-Center und in Einkaufszentren erfolgen.

Diese Einrichtungen können für die bisherige Dauer der Gültigkeit (19. April) auch sonntags und an gesetzlichen Feiertagen von 12.00 bis 18.00 Uhr öffnen. Sollten die bekannten Gesundheitsregeln (z.B. Hygiene und Abstand) nicht eingehalten werden, kann die jeweilige Einrichtung geschlossen werden.

Handwerker und handwerksähnliche Gewerbe sind von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

3. Gaststätten müssen geschlossen bleiben. Es darf nur noch eine Ausgabe von zubereiteten Speisen und Getränken erfolgen oder z.B. über „Drive-in-Verkauf“. Dies gilt auch für Rastanlagen und Autohöfe an Bundesautobahnen und so genannte Gaststätten im Reisegewerbe (z.B. Verkauf über Transporter).  Voraussetzung ist zugleich, dass die Empfehlungen zu Hygiene und Abstand strikt eingehalten werden.

 4. Wie bisher bleiben Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen geschlossen.

5. Übernachtungsangebote im Inland – egal ob Hotel oder Campingplatz – dürfen nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden. Diese Regelung gilt auch für Personen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung bereits beherbergt werden, nicht jedoch für so genannte Dauercamper oder Zweitwohnsitze.

 6. Öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt. Die Nutzung des ÖPNV bleibt erlaubt. Auf die Einhaltung der erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen ist dabei jedoch unbedingt zu achten.

 7. Wie bereits in der bisherigen Verordnung festgelegt bleiben für das Publikum geschlossen: Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.

 8. Auch der Sportbetrieb ist – wie bisher festgelegt – auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios untersagt. Dies gilt entsprechend auch für Themen, Wellnesszentren und ähnliche Einrichtungen. In begründeten Einzelfällen können vor Ort Ausnahmen gewährt werden. Ferner sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen verboten. 

 9. Krankenhäuser müssen,

  ·         soweit medizinisch erforderlich und vertretbar, ihre personellen und sonstigen Ressourcen schwerpunktmäßig für die Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf einsetzen und

·         die notwendigen Maßnahmen treffen, um ihr ärztliches und pflegerisches Personal unverzüglich auf dem Gebiet der Intensivpflege mit Beatmungseinheiten und der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit COVID-19 oder Verdacht hierauf zu schulen.

 10. Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen dürfen – wie bisher – keinen Besuch empfangen. Ausgenommen sind ab sofort Hospize. Kinder unter 16 Jahren dürfen einmal am Tag von einer nahestehenden Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen. Schwerstkranke dürfen – insbesondere zur Sterbebegleitung – Besuch von Seelsorgern, Urkundspersonen sowie nach ärztlicher Genehmigung von ihnen nahestehenden Personen empfangen.

 Im Gegensatz zur bisherigen Regelung sind Besuche von Geburtsstationen durch werdende Väter und Väter von Neugeborenen in der Regel erlaubt. Dies gilt auch für Partnerinnen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften.

 11. Erlaubnispflichtige stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe im Sinne von § 45 SGB VIII und der Eingliederungshilfe (Kinder- und Jugendheime, Wohngruppen) setzen ihren Betrieb fort. Sie haben die Versorgung der untergebrachten Kinder und Jugendlichen sicherzustellen. Die Elternarbeit in den Einrichtungen muss eingestellt werden. Mögliche Probleme im Falle von Personalengpässen werden versucht in Abstimmung mit dem Jugendministerium zu lösen. Internate können schließen, wenn eine Rückführung der Kinder und Jugendlichen zu ihren Erziehungsberechtigten sichergestellt ist.

 12. Der Betrieb von Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen sind zu ihrer Notbetreuung zulässig. Dies setzt voraus, dass es für diese Personen

 (a) keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt (z.B. durch Angehörige, in ambulanten oder besonderen Wohnformen),

(b) deren Angehörige eine berufliche Tätigkeit ausüben, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens erforderlich ist oder

(c) die Betreuung für die Stabilisierung des Gesundheitszustandes des Betroffenen ausnahmsweise und dringend erforderlich ist.

13. Die Verordnung legt auch Hygienestandards für erlaubte Tätigkeiten fest. Demnach sind die erforderlichen Hygienestandards strikt einzuhalten, der Zutritt und die Vermeidung von Warteschlagen zu gewährleisten. In Wartebereichen dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten. Zwischen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu einzuhalten.

Woidke: „Durch das grassierende Coronavirus befinden wir uns in der kritischsten Lage seit Bestehen unseres Landes. Jetzt sind wir alle gefordert. Aber ich bin sicher: Mit Ruhe und Besonnenheit, mit Entschlusskraft und klarer Linie werden wir auch dies meistern.

Mein Dank geht an alle, die für andere da sind: Ob Ärztinnen und Pfleger, Kassiererinnen im Supermarkt oder LKW-Fahrer. Das gilt natürlich auch für die Beschäftigten bei Ordnungsämtern oder Polizei, bei den Verwaltungen von Gemeinden, Kreisen und im Land. Und mein Dank für Hilfsbereitschaft überall: Hotels, die Betten zur Verfügung stellen oder Einkaufshilfen für Ältere. Was nicht geht: Rempeleien an Kassen, Pöbeleien und Hamstern.

Wir müssen zusammenhalten. Es darf keinen Egoismus geben. Dazu gehört, dass wir einen Rettungsschirm spannen. Er umfasst vorerst 500 Millionen Euro. Damit wollen wir zum Beispiel den vielen kleineren Unternehmern, den Künstlern und Solo-Selbständigen eine Überbrückung finanzieren. Und wir arbeiten daran, dass Insolvenzen vermieden werden können.

Jetzt gilt: Miteinander im Gemeinsinn und nicht gegeneinander. Wir vermeiden körperliche Kontakte – aber wir Brandenburgerinnen und Brandenburger haken uns im Geiste unter!“

Stübgen: "Die Einschränkungen, die wir den Menschen in Brandenburg auferlegen, sind umfassend und schwerwiegend, aber notwendig. Die kommenden Wochen werden eine harte Probe für uns alle. Wir müssen jetzt zusammenhalten, dann werden wir diese Probe bestehen. Allen Brandenburgerinnen und Brandenburgern gilt mein Appell: Halten Sie sich an die Regeln, bleiben Sie solidarisch mit Ihren Mitmenschen und helfen Sie im Kampf gegen das Virus."

Nonnemacher: „Der starke Anstieg von Corona-Infizierten weltweit und in Deutschland ist besorgniserregend. Um den Anstieg zu bremsen, verbleibt uns nur ein enges Zeitfenster. Deshalb halte ich diese sehr g rundrechtsintensiven Eingriffe für einen begrenzten Zeitraum für vertretbar. Wir müssen eine Überforderung des Gesundheitssystems wie in einigen Nachbarländern unbedingt vermeiden.“

Hinweis: Die Rechtsverordnung wird kurzfristig auf www.brandenburg.de veröffentlicht.

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Stand: 22. März, 15 Uhr

Zahl gestiegen: Insgesamt 353 bestätigte COVID-19-Fälle in Brandenburg

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Stand: 22. März, 8 Uhr

Coronavirus: 342 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg

Neueste Zahlen des Gesundheitsministeriums: 342 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg. 21 Personen stationär versorgt, davon werden 2 intensiv medizinisch beatmetet. Die Zahl der Verstorbenen liegt weiter bei 1.

Coronavirus: 50.000 Atemschutzmasken angeliefert – weitere Lieferungen folgen

Land und Kassenärztliche Vereinigung organisieren zusätzliche Schutzausrüstung

Mit der deutlich steigenden Zahl von Corona-Fällen werden zusätzliche Schutzausrüstungen in allen relevanten medizinischen Bereichen wie in Krankenhäusern, Arztpraxen und Gesundheitsämtern dringend benötigt. Der Interministerielle Koordinierungsstab Coronavirus der Landesregierung und die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) haben deshalb jetzt 50.000 Atemschutzmasken organisiert, die heute in Potsdam angeliefert wurden. Sie werden unverzüglich mit Unterstützung des Deutsches Rotes Kreuz (DRK) an 20 regionalen Abstrichstellen in Kooperation mit den Landkreisen, kreisfreien Städten, Krankenhäuser und ambulanten Ärzten verteilt.

Die KVBB finanziert diese Beschaffung.Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher: „Wir brauchen diese Schutzausrüstungen dringend für die Versorgung der Bevölkerung. Deshalb ist diese erste Lieferung ein ganz wichtiges Signal nicht nur für die Ärztinnen und Ärzte im Kampf gegen das Coronavirus. In den kommenden Tagen erwarten wir die nächsten Lieferungen. Das ist eine wichtige Maßnahme, um bei der weiter deutlich steigenden Zahl von Corona-Patienten die ambulante und stationäre Versorgung sichern können.“

Holger Rostek, stellvertretender Vorsitzender, Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB): „Wir freuen uns, dass wir endlich die ersten, dringend benötigten Schutzmasken angekommen sind und an die Corona-Abklärungsstellen ausgeliefert werden. Wir warten händeringend auf weitere Lieferungen für die ambulant tätigen Ärzte im Land.“In den nächsten Tagen werden weitere Lieferungen mit Schutzausrüstungen des Bundes in Brandenburg eintreffen, die von den Landkreisen und kreisfreien Städten unter anderem an Krankenhäuser und Gesundheitsämter verteilt werden.            

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Stand: 21. März, 15 Uhr

Coronavirus: 315 bestätigte COVID-19-Erkrankungen in Brandenburg

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 50 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 315 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 21.03.2020, 15:00 Uhr). Leider ist jetzt auch in Brandenburg der erste Corona-Todesfall zu beklagen. Im Landkreis Oberhavel ist am späten Freitagabend ein 81-Jähriger mit schwersten Vorerkrankungen nach einer Coronavirus-Infektion verstorben. Aktuell müssen in Brandenburg 20 Patienten, das sind 6,3 Prozent aller bestätigten COVID-19-Fälle, stationär versorgt werden, davon werden zwei intensiv medizinisch beatmet.

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Stand: 21. März, 8 Uhr

Coronavirus in Brandenburg: 288 bestätigte COVID-19-Erkrankungen – erster Todesfall

18 Fälle in stationärer Behandlung – davon werden 2 beatmet

Leider ist jetzt auch in Brandenburg der erste Corona-Todesfall zu beklagen. Im Landkreis Oberhavel ist am späten Freitagabend ein 81-Jähriger mit schwersten Vorerkrankungen nach einer Coronavirus-Infektion verstorben. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher sagte heute in Potsdam: „Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen. Jedes einzelne Patientenschicksal ist tragisch und für Familien ein schmerzhafter Verlust. Diese Corona-Krise ist sehr ernst. Deshalb konzentrieren wir uns voll und ganz darauf, unser Gesundheitswesen so schnell wie möglich zu stärken und in der wenigen Zeit, die wir dafür noch haben, auf die deutlich steigenden Krankheitsfälle vorzubereiten. Bund, Land, Kommunen und alle Akteurinnen und Akteure in der Gesundheitsversorgung arbeiten mit Hochdruck und ganzer Kraft gemeinsam daran, schnell notwendige Maßnahmen umzusetzen.“

Ministerin Nonnemacher weiter: „Aktuell müssen in Brandenburg aber nur sechs Prozent aller bestätigten COVID-19-Fällen stationär versorgt werden. Und es gibt davon nur zwei Patienten, die intensiv medizinisch beatmet werden müssen. Im Vergleich mit anderen Ländern sind damit die Zahlen der schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle noch sehr niedrig.“

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 56 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 288 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 21.03.2020, 08:00 Uhr). Die meisten Fälle gibt es in Barnim, Oberhavel und Oder-Spree. Im Havelland sind weiterhin zehn Infizierte gemeldet, eine Person ist in stationärer Behandlung.

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Stand: 20. März, 15 Uhr

61 weitere Coronavirus-Fälle in Brandenburg bestätigt – Insgesamt 265 Erkrankungen an COVID-19

In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten Fälle an COVID-19 im Vergleich zum Vortag um 61 erhöht. Damit gibt es derzeit insgesamt 265 Menschen in Brandenburg, die positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden (Stand: 20.03.2020, 15:00 Uhr). Das teilt das Gesundheitsministerium mit. Im Havelland sind zehn Fälle bestätigt. Der Gesamtüberblick:

https://msgiv.brandenburg.de/msgiv/de/presse/pressemitteilungen/detail/~20-03-2020-corona-faelle-stand-20032020-15-00-uhr

Hinweis zum Meldeweg: Erkrankungen an COVID-19 müssen von Ärzten an das zuständige kommunale Gesundheitsamt gemeldet werden. Die 18 Gesundheitsämter in Brandenburg müssen die Zahlen an das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) melden, das die Zahlen dann an das Robert Koch-Institut meldet. Aufgrund des Meldeverzuges zwischen dem Bekanntwerden von Fällen vor Ort und der Übermittlung an das LAVG kann es Abweichungen zu den z.B. von den Kreisen bzw. kreisfreien Städten aktuell herausgegebenen Zahlen geben.

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Stand, 20. März, 10 Uhr

Coronavirus:Aktuelle Meldungen des Landes Brandenburg

28 weitere Coronavirus-Fälle in Brandenburg bestätigt – Insgesamt 232 Erkrankungen an COVID-19.

Im Havelland sollen acht Fälle bestätigt sein.

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Stand: 19. März, 15.30 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Mittwochabend in einer Fernsehansprache einen eindringlichen Appell an die Bürgerinnen und Bürger gerichtet. An dieser Stelle können Sie diesen reflektieren.

Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel

- es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

das Coronavirus verändert zurzeit das Leben in unserem Land dramatisch. Unsere Vorstellung von Normalität, von öffentlichem Leben, von sozialen Miteinander - all das wird auf die Probe gestellt wie nie zuvor.

Millionen von Ihnen können nicht zur Arbeit, Ihre Kinder können nicht zur Schule oder in die Kita, Theater und Kinos und Geschäfte sind geschlossen, und, was vielleicht das Schwerste ist: uns allen fehlen die Begegnungen, die sonst selbstverständlich sind. Natürlich ist jeder von uns in solch einer Situation voller Fragen und voller Sorgen, wie es weitergeht.

Ich wende mich heute auf diesem ungewöhnlichen Weg an Sie, weil ich Ihnen sagen will, was mich als Bundeskanzlerin und alle meine Kollegen in der Bundesregierung in dieser Situation leitet. Das gehört zu einer offenen Demokratie: dass wir die politischen Entscheidungen auch transparent machen und erläutern. Dass wir unser Handeln möglichst gut begründen und kommunizieren, damit es nachvollziehbar wird.

Ich glaube fest daran, dass wir diese Aufgabe bestehen, wenn wirklich alle Bürgerinnen und Bürger sie als IHRE Aufgabe begreifen. Deswegen lassen Sie mich sagen: Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst. Seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

Ich möchte Ihnen erklären, wo wir aktuell stehen in der Epidemie, was die Bundesregierung und die staatlichen Ebenen tun, um alle in unserer Gemeinschaft zu schützen und den ökonomischen, sozialen, kulturellen Schaden zu begrenzen. Aber ich möchte Ihnen auch vermitteln, warum es Sie dafür braucht, und was jeder und jede Einzelne dazu beitragen kann.

Zur Epidemie - und alles was ich Ihnen dazu sage, kommt aus den ständigen Beratungen der Bundesregierung mit den Experten des Robert- Koch-Instituts und anderen Wissenschaftlern und Virologen: Es wird weltweit unter Hoch druck geforscht, aber noch gibt es weder eine Therapie gegen das Coronavirus noch einen Impfstoff.

Solange das so ist, gibt es nur eines, und das ist die Richtschnur all unsere s Handelns: die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über die Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen. Zeit, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können.

Deutschland hat ein exzellentes Gesundheitssystem, vielleicht eines der besten der Welt. Das kann uns Zuversicht geben. Aber auch unsere Krankenhäuser wären völlig überfordert, wenn in kürzester Zeit zu viele Patienten eingeliefert würden, die einen schweren Verlauf der Coronainfektion erleiden.

Das sind nicht einfach abstrakte Zahlen in einer Statistik, sondern dass ist ein Vater oder Großvater, eine Mutter oder Großmutter, eine Partnerin oder Partner, es sind Menschen. Und wir sind eine Gemeinschaft, in der jedes Leben und jeder Mensch zählt.

Ich möchte mich bei dieser Gelegenheit zu aller erst an alle wenden, die als Ärzte oder Ärztinnen, im Pflegedienst oder in einer sonstigen Funktion in unseren Krankenhäusern und überhaupt im Gesundheitswesen arbeiten. Sie stehen für uns in diesem Kampf in der vordersten Linie. Sie sehen als erste die Kranken und wie schwer manche Verläufe der Infektion sind. Und jeden Tag gehen Sie aufs Neue an Ihre Arbeit und sind für die Menschen da. Was Sie leisten, ist gewaltig, und ich danke Ihnen von ganzem Herzen dafür.

Also: Es geht darum, das Virus auf seinem Weg durch Deutschland zu verlangsamen. Und dabei müssen wir, das ist existentiell, auf eines setzen: das öffentliche Leben soweit es geht herunterzufahren. Natürlich mit Vernunft und Augenmaß, denn der Staat wird weiter funktionieren, die Versorgung wird selbstverständlich weiter gesichert sein und wir wollen so viel wirtschaftliche Tätigkeit wie möglich bewahren.

Aber alles, was Menschen gefährden könnte, alles, was dem Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft schaden könnte, das müssen wir jetzt reduzieren. Wir müssen das Risiko, dass der eine den anderen ansteckt, so begrenzen, wie wir nur können.

Ich weiß, wie dramatisch schon jetzt die Einschränkungen sind: keine Veranstaltungen mehr, keine Messen, keine Konzerte und vorerst auch keine Schule mehr, keine Universität, kein Kindergarten, kein Spiel auf einem Spielplatz. Ich weiß, wie hart die Schließungen, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, in unser Leben und auch unser demokratisches Selbstverständnis eingreifen. Es sind Einschränkungen, wie es sie in der Bundesrepublik noch nie gab.

Lassen Sie mich versichern: Für jemandem wie mich, für die Reise- und Bewegungsfreiheit ein schwer erkämpftes Recht waren, sind solche Einschränkungen nur in der absoluten Notwendigkeit zu rechtfertigen. Sie sollten in einer Demokratie nie leichtfertig und nur temporär beschlossen werden - aber sie sind im Moment unverzichtbar, um Leben zu retten.

Deswegen sind seit Anfang der Woche die verschärften Grenzkontrollen und Einreisebeschränkungen zu einigen unserer wichtigsten Nachbarländer in Kraft.

Für die Wirtschaft, die großen Unternehmen genau wie die kleinen Betriebe, für Geschäfte, Restaurants, Freiberufler ist es jetzt schon sehr schwer. Die nächsten Wochen werden noch schwerer. Ich versichere Ihnen: Die Bundesregierung tut alles, was sie kann, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern - und vor allem um Arbeitsplätze zu bewahren.

Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen.

Und alle können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert ist, und wenn Regale einen Tag mal leergeräumt sind, so werden sie nachgefüllt. Jedem, der in den Supermärkten unterwegs ist, möchte ich sagen: Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß; Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.

Und lassen Sie mich auch hier Dank aussprechen an Menschen, denen zu selten gedankt wird. Wer in diesen Tagen an einer Supermarktkasse sitzt oder Regale befüllt, der macht einen der schwersten Jobs, die es zurzeit gibt. Danke, dass Sie da sind für ihre Mitbürger und buchstäblich den Laden am Laufen halten.

Jetzt zu dem, was mir heute das Dringendste ist: Alle staatlichen Maßnahmen gingen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen würden: Und das sind wir selbst.

So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an. Niemand ist verzichtbar. Alle zählen, es braucht unser aller Anstrengung.

Das ist, was eine Epidemie uns zeigt: wie verwundbar wir alle sind, wie abhängig von dem rücksichtsvollen Verhalten an derer aber damit eben auch: wie wir durch gemeinsames Handeln uns schützen und gegenseitig stärken können. Es kommt auf jeden an.

Wir sind nicht verdammt, die Ausbreitung des Virus passiv hinzunehmen. Wir haben ein Mittel dagegen: wir müssen aus Rücksicht voneinander Abstand halten. Der Rat der Virologen ist ja eindeutig: Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und am besten kaum noch Kontakte zu den ganz Alten, weil sie eben besonders gefährdet sind. Ich weiß, wie schwer das ist, was da von uns verlangt wird.

Wir möchten, gerade in Zeiten der Not, einander nah sein. Wir kennen Zuwendung als körperliche Nähe oder Berührung. Doch im Augenblick ist leider das Gegenteil richtig. Und das müssen wirklich alle begreifen: Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge. Der gutgemeinte Besuch, die Reise, die nicht hätte sein müssen, das alles kann Ansteckung bedeuten und sollte jetzt wirklich nicht mehr stattfinden. Es hat seinen Grund, warum die Experten sagen: Großeltern und Enkel sollten jetzt nicht zusammenkommen.

Wer unnötige Begegnungen vermeidet, hilft allen, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Fälle kümmern müssen. So retten wir Leben. Das wird für viele schwer, und auch darauf wird es ankommen: niemanden allein zu lassen, sich um die zu kümmern, die Zuspruch und Zuversicht brauchen.

Wir werden als Familien und als Gesellschaft andere Formen finden, einander beizustehen. Schon jetzt gibt es viele kreative Formen, die dem Virus und seinen sozialen Folgen trotzen. Schon jetzt gibt es Enkel, die ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen, damit sie nicht einsam sind.

Wir allen müssen Wege finden, um Zuneigung und Freundschaft zu zeigen: Skypen, Telefonate, Mails und vielleicht mal wieder Briefe schreiben. Die Post wird ja ausgeliefert. Man hört jetzt von wunderbaren Beispielen von Nachbarschaftshilfe für die Älteren, die nicht selbst zum Einkaufen gehen können. Ich bin sicher, da geht noch viel mehr und wir werden als Gemeinschaft zeigen, dass wir einander nicht allein lassen.

Ich appelliere an Sie: Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Wir werden als Regierung stets neu prüfen, was sich wieder korrigieren lässt, ab er auch: was womöglich noch nötig ist. Dies ist eine dynamische Situation, und wir werden in ihr lernfähig bleiben, um jederzeit umdenken und mit anderen Instrumenten reagieren zu können. Auch das werden wir dann erklären.

Deswegen bitte ich Sie: Glauben Sie keinen Gerüchten, sondern nur den offiziellen Mitteilungen, die wir immer auch in viele Sprachen übersetzen lassen. Wir sind eine Demokratie. Wir leben nicht von Zwang, sondern von geteiltem Wissen und Mitwirkung. Dies ist eine historische Aufgabe und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen.

Dass wir diese Krise überwinden werden, dessen bin ich vollkommen sicher. Aber wie hoch werden die Opfer sein? Wie viele geliebte Mensch en werden wir verliere n? Wir haben es zu einem großen Teil selbst in der Hand. Wir können jetzt, entschlossen, alle miteinander reagieren. Wir können die aktuellen Einschränkungen annehmen und einander beistehen. Diese Situation ist ernst und sie ist offen.

Das heißt: Es wird nicht nur, aber auch davon abhängen, wie diszipliniert jeder und jede die Regeln befolgt und umsetzt. Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.

Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf. Ich danke Ihnen.

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Stand: 18. März, 9.30 Uhr

Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus

Die Landesregierung hat ein umfang­reiches Maßnahmen­paket zur Ein­dämmung des Corona­virus be­schlossen. Ein entsprechendes Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg GVBI. II - 2020, Nr. 10 ist in Kraft getreten und hier einsehbar:

Link:SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Verkündung: 17.03.2020

Abkürzung: SARS-CoV-2-EindV

Kurzbezeichnung: SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung

Kabinett beschließt Rechtsverordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Das öffentliche Leben im Land Brandenburg wird zur Eindämmung des neuartigen Corona-Virus vorerst bis zum 19. April 2020 weiter eingeschränkt. Das Kabinett unter Vorsitz von Ministerpräsident Dietmar Woidke beschloss dazu heute die angekündigte Rechtsverordnung. Woidke: „Die mit der Bundeskanzlerin und den anderen Bundesländern einvernehmlich getroffenen Festlegungen dienen einem Ziel: Die Ausbreitung des Virus muss verlangsamt werden, damit unser Gesundheitssystem weiterhin alle Erkrankten versorgen kann.

Neben den bekannten Einschränkungen im Kita- und Schulbereich treten damit ab Mittwoch, 18. März 2020 entscheidende Festlegungen für die Brandenburgerinnen und Brandenburger in Kraft. 

Die beschlossene Rechtsverordnung regelt unter anderem das Verbot von Veranstaltungen ab 50 Teilnehmenden. Wenn sich weniger als 50 Menschen zusammenfinden, gelten genaue Vorgaben über Anwesenheitslisten. Beispielsweise fallen Gottesdienste unter diese Regelung.

Außerdem müssen Verkaufsstellen des Einzelhandels für den Publikumsverkehr schließen. Ausnahmen gelten für den Einzelhandel für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Bau-, Garten- und Tierbedarfsmärkte und den Großhandel. Damit können in großen Einkaufsmalls diese Verkaufsbereiche geöffnet bleiben. Für all diese Bereiche wird das Sonntagsverkaufsverbot für die Dauer der Gültigkeit der Verordnung (bis 19. April 2020) aufgehoben. Sie können demnach sonntags von 12 bis 18 Uhr öffnen.

Geschlossen für das Publikum werden auch Diskotheken, Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Unternehmen, Prostitutionsstätten sowie Kinos, Theater, Konzerthäuser, Museen, Jahrmärkte, Freizeit- und Tierparks, Spielplätze, Anbieter von Freizeitaktivitäten und ähnliche Einrichtungen.

Auch der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimmbädern, Fitnessstudios, Tanzstudios ist untersagt. In besonderen Einzelfällen können vor Ort Ausnahmen gewährt werden. Ferner sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen verboten.

Gaststätten dürfen nur geöffnet werden, wenn ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist. Sie dürfen frühestens 6 Uhr öffnen und müssen spätestens 18 Uhr schließen.

Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind zu schließen. Übernachtungsangebote im Inland dürfen nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.

Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen und Hospizen dürfen keinen Besuch empfangen. Ausnahme: Kinder unter 16 Jahren und Schwerstkranke dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen und ähnlichen Wohnformen dürfen einmal am Tag von einer Person für eine Stunde Besuch empfangen, allerdings nicht von Kindern unter 16 Jahren oder von Menschen mit Atemwegsinfektionen.

Finanzministerin Katrin Lange hatte zuvor das Kabinett darüber informiert, dass sich das Land darauf vorbereitet, die heute noch nicht absehbaren finanziellen Folgen durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie abzufedern. Das Land will finanziell in der Lage sein, die Aufrechterhaltung der wesentlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Funktionen unabhängig von der Trägerschaft zu gewährleisten und Schäden dort ausgleichen zu können, wo sie andernfalls zu einer existenzbedrohenden Härte führen würden. Daher hätten die Koalitionsfraktionen verabredet, einen Rettungsschirm für das Land Brandenburg auf den Weg zu bringen. Der Rettungsschirm sieht vor, im Nachtragshaushalt 500 Millionen Euro zusätzlich pauschal bereitzustellen und zugleich das Finanzministerium zu ermächtigen, diese Mittel den Ressorts auf Antrag schnell und unbürokratisch für diese Zwecke zur Verfügung zu stellen. So sollen die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie in Brandenburg abgefedert werden können, heißt es in der Pressemitteilung des Landes Brandenburg. 

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Sonntag, 15. März 2020

Pressemitteilung Landkreis Havelland

Ab 18. März 2020: Kita- und Schulbetreuung vorübergehend eingestellt

Ab Mittwoch, den 18. März 2020, finden in Brandenburg landesweit an Kitas und Schulen vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April 2020 keine reguläre Betreuung und kein regulärer Unterricht mehr statt. Das hat die Landesregierung am Freitag, den 13. März 2020, in einer Sondersitzung des Kabinetts beschlossen. Mit dieser Vorsichtsmaßnahme soll die weitere Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden. Im Havelland soll die Umsetzung dieser Maßnahme mit einer Allgemeinverfügung geregelt werden.

Sobald diese fertig ist, wird sie im Internet unter www.havelland.de/coronavirus veröffentlicht. Eltern, deren Kinder von der Einstellung des Betriebs in Schulen und Kitas betroffen sind, wird daher empfohlen regelmäßig auf die Seite zu schauen, um sich rechtzeitig über die Regelungen informieren zu können. Vorgesehen ist ab dem 18. März 2020 eine Notfallbetreuung in den Kindertagesstätten (Krippe, Kindergarten, Hort) sicherzustellen. Auf diese können jedoch grundsätzlich nur Eltern zurückgreifen, die keine eigene Betreuungsmöglichkeit haben und in Berufen der kritischen Infrastruktur arbeiten, zum Beispiel in der medizinischen Versorgung, bei der Polizei, in zentralen Bereichen der Verwaltung oder bei Versorgungseinrichtungen. Den entsprechenden Bedarf können betroffene Eltern anzeigen, in dem sie ein passendes Formular ausfüllen. Dieses listet alle Berufsgruppen auf, welche die Notfallbetreuung in Anspruch nehmen können. Das Formular wird gemeinsam mit der Allgemeinverfügung auf der Internetseite des Landkreises veröffentlicht und außerdem ab Montag, den 16. März 2020, in Schulen und Kitas des Havellandes bereitgehalten. In den Einrichtungen können die ausgefüllten Formulare auch wieder abgegeben werden.

Allgemeine Handlungsempfehlungen sowie weitere Informationen zum Coronavirus hat der Landkreis Havelland im Internet unter www.havelland.de/coronavirus für die Bürger zusammengetragen. Ferner hat das Gesundheitsamt eine Hotline eingerichtet: Unter der Telefonnummer 03385/551 71 19 können Bürger montags und dienstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 14.30 Uhr Fragen zum Coronavirus stellen.

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13.03.2020

Pressemitteilung

Land Brandenburg setzt Schul- und Kitabetrieb aus

Die brandenburgische Landesregierung hat im Rahmen einer Sondersitzung die Aussetzung des Schulbetriebs ab Mittwoch, 18. März 2020, beschlossen. Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat sich auf die Einstellung des Betriebs von Schulen, von Kindertageseinrichtungen und Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung (einschließlich Internate und Wohnheime) vorbereitet und entsprechende Regelungen getroffen.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Kinder und Jugendliche sind nicht besonders gefährdet. Es geht bei diesen Maßnahmen um die Reduzierung sozialer Kontakte. Die Lehrkräfte werden die Kinder und Jugendlichen direkt oder im Rahmen der bestehenden Netzwerke digital mit Aufgaben versorgen. Die Abiturprüfungen werden auch in 2020 abgelegt werden können.“

Die Aussetzung des Schulbetriebs bedeutet, dass Lehrkräfte weiterhin in den Schulen arbeiten, um beispielsweise über bestehende Netzwerke und die Nutzung der Schulhomepage eine Beschulung zu Hause vorzubereiten. Für die Abiturprüfungen 2020 können die vorgesehenen Termine oder alternativ die Nachschreibetermine genutzt werden.

Die Bundesländer stellen mit Beschluss der Kultusminister durch flexible Regelungen (z.B. mehrere Nachschreibetermine) sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler ihre Prüfungen absolvieren und ihre Abschlüsse im laufenden Schuljahr erreichen können. Die Länder anerkennen gegenseitig das Abitur 2020.

Der Probeunterricht zum Ü7-Verfahren ist abgeschlossen und nicht gefährdet.

Für die Förderschulen (für Kinder, die schwerstmehrfach behindert sind und für Kinder mit Förderbedarf „geistige Entwicklung“) werden Lösungen für notwendige Betreuung gesucht.

Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung ist ab sofort für den Publikumsverkehr geschlossen. Das heißt, die Buchausgabe, der Ausstellungsverkehr und Veranstaltungen sind vorerst eingestellt.

Außerdem sind alle staatlichen Lehrkräftefortbildungen im Zeitraum vom 16. März 2020 bis 19. April 2020 abgesagt worden. Das LISUM hat den Fortbildungsbetrieb bereits eingestellt.

Das MBJS empfiehlt allen Jugendbildungsstätten und anerkannten Weiterbildungseinrichtungen, den anerkannten Heimbildungsstätten sowie den anerkannten Landesorganisationen der Weiterbildung, sich an den für Schulen und Kitas geltenden Vorgaben zu orientieren. Das kann die zeitweilige Schließung für den öffentlichen Publikumsverkehr und damit die Absage alle Veranstaltungen, Bildungsangebote und sonstigen Angebote bedeuten.

Außerdem hat das Ministerium den Landessportbund Brandenburg gebeten, seinen Mitgliedsorganisationen (Sportvereine, Landessportfachverbände, Stadt- und Kreissportbünde) zu empfehlen, den Wettkampf- und Spielbetrieb bis auf weiteres komplett einzustellen sowie den Trainingsbetrieb unter Berücksichtigung der vom RKI und der BZgA gegebenen Hinweise auf das absolut notwendige Maß zu beschränken.

Einige Sportvereine und Landessportfachverbände im Sportland Brandenburg haben bereits reagiert. Bei drei der vier größten Mitgliedsverbände des Landessportbundes (Fußball-Landesverband, Märkischer Turnerbund, Handball-Verband) gibt es eine Spielpause, der Brandenburgische Volleyball-Verband hat seine Saison vorzeitig beendet. Zahlreiche weitere Sportveranstaltungen, wie Talentiaden, Mitgliederversammlungen von Vereinen oder Verbänden o.ä. wurden bereits abgesagt bzw. verschoben.

Die Allgemeinverfügungen des MSGIV für den Umgang mit dem Coronavirus gelten selbstverständlich auch für diese Organisationen.

Hotline

Das Gesundheitsamt des Landkreises Havelland hat für Fragen zum Coronavirus eine Hotline-Nummer 03385/5517119 eingerichtet, die

  • montags und dienstags von 9 bis 18 Uhr
  • mittwochs und donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie
  • freitags von 9 bis 14.30 Uhr

zu erreichen ist.

Informationen:

Wissenstand über das Virus:

Aktuell sind Angaben über den Verlauf der Erkrankung und die Sterblichkeitsrate mit Vorsicht zu genießen, da derzeitige Erhebungen in einem sich immer noch entwickelnden Geschehen zwangsläufig Fehler belastet sind. Bei dem Erreger handelt es sich um ein bisher relativ stabiles Virus, das Infektionen der Atmungsorgane unterschiedlicher Schwere auslöst. Die Erkrankung zeigt zunächst grippeähnliche Symptome mit Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber und Husten. Im Verlauf kann es zu schweren Atemwegsentzündungen mit Atemnot bis hin zur Notwendigkeit der Intensivbehandlung kommen.

Es werden auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall beschrieben. Mindestens 80 Prozent der Verläufe sind mild, ungefähr sechs Prozent benötigen nach derzeitigem Kenntnisstand eine Intensivbehandlung. Nach den Erfahrungen in China sind Kinder selten betroffen, schwere Verläufe finden sich bevorzugt bei Menschen mit Immunschwäche und Vorerkrankungen, insbesondere der Atemwege und des Herzens.

Übertragen wird die Erkrankung nach derzeitigen Erkenntnissen von Mensch zu Mensch,  vermutlich hauptsächlich über Tröpfcheninfektionen (deshalb Nies- und Hust-Etikette beachten). Viel seltener kommen auch Übertragungen über eine sogenannte „Schmierinfektion“ vor. Die Inkubationszeit – also die Zeit von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Auftreten von Krankheitssymptomen – beträgt bis zu 14 Tage. Wie lange und ab wann ein Infizierter ansteckend ist, ist derzeit noch unklar. Ob nach durchgemachter Erkrankung eine Immunität verbleibt, ist ebenfalls unklar.

Es ist auch unklar, ab wann die "Viruslast" hoch genug ist, um das Virus nachzuweisen. Zu früh durchgeführte Abstriche können daher falsch negativ sein. Deshalb wird die Entscheidung, ob eine Diagnostik erfolgen soll, sehr restriktiv gehalten und nach klaren Vorgaben des Robert-Koch-Instituts festgelegt. Sie sollte demnach erst erfolgen, wenn Symptome aufgetreten sind und ein begründeter Verdacht vorliegt.

Auf Coronaviren getestet werden muss, wer Symptome hat und direkten Kontakt zu einem nachweislich am Coronavirus Erkrankten hatte oder selbst in einem der klar geografisch definierten sogenannten Risikogebiete war.  Alleine eine Busfahrt, eine Bahn- oder Schiffsreise mit Menschen aus betroffenen Ländern ist noch kein Grund, von einer Infektion auszugehen.

Wichtigstes Ziel ist es derzeit, die weitere Ausbreitung so gut wie möglich zu verhindern. Unter Umständen kann es dazu auch notwendig werden, dass Menschen in Quarantäne bleiben müssen. In diesem Fall informiert das Gesundheitsamt des Landkreises Betroffene über alle wichtigen Schritte und betreut diese während dieser Zeit.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen: Einhalten der Alltagshygiene, wozu regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife gehört. Desinfektionsmittel werden insbesondere dort gebraucht, wo Menschen zwangsweise mit vielen Personen zusammenkommen und arbeiten sowie in den Gesundheitseinrichtungen.

Weitere allgemeine Empfehlungen sind: Abstand von anderen Personen halten, insbesondere im öffentlichen Raum wie in Zügen, Bahnen und Bussen. Empfohlen wird zudem das Einhalten der Nies- und Hust-Etikette. Damit ist gemeint, dass man in den Ärmel niest bzw. hustet, um eine direkte Verbreitung über Tröpfchen, aber auch eine indirekte über die Hände zu vermeiden. Eine gesunde, Vitamin C reiche sowie zuckerarme Ernährung ist ebenfalls ratsam, da sie das Immunsystem stärkt.

Wer sich in einem definierten Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einem nachweislich Erkrankten hatte, sollte sich zur Abstimmung der erforderlichen Maßnahmen mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. In diesem Fall sollten größere Veranstaltungen und Menschenansammlungen gemieden und auf die Entwicklulng von Symptomen geachtet werden.

Impfungen: Es kann sinnvoll sein, sich gegen andere Infektionen impfen zu lassen, hier insbesondere gegen Grippe und ab 60 Jahren auch gegen Pneumokokken. Dadurch wird erreicht, dass möglichst wenige Menschen an einer Lungenentzündung erkrankt sind, wenn sich das Coronavirus ausbreitet. Außerdem sind die Verläufe vermutlich durch das aktivierte Immunsystem milder.

Arztbesuche: Bei Infektionen gilt generell und jetzt besonders, dass der Hausarzt angerufen und ein Termin vereinbart werden sollte, bevor man ihn aufsucht und sich gleich ins Wartezimmer setzt. So kann verhindert werden, dass sich die Viren im vollen Wartezimmer verbreiten.

Die Hausärzte werden sich um ihre Patienten kümmern. In Zweifelsfällen werden sie Kontakt zum Gesundheitsamt aufnehmen. Generell können im Verlauf viele Dinge auch am Telefon und per Fax geregelt werden, einschließlich Rezeptzustellung und Krankschreibung.

Gesichtsmasken: So wie Desinfektionsmittel sollten insbesondere FFP-Masken dem Gesundheitswesen vorbehalten bleiben. FFP2/3-Masken schützen vor Ansteckung bei engem Kontakt. Sie gehören ins Krankenhaus, den Rettungsdienst und alle Einrichtungen, die kranke Menschen behandeln oder betreuen müssen. Auch hier muss man die Anwendung dosieren, sie ist bestimmten Situationen vorbehalten. Derzeit besteht lediglich in Krankenhäusern und im Rettungsdienst die zwingende Notwendigkeit einer Anwendung. Außerdem sollten Menschen mit einer nachgewiesenen Immunschwäche durch konsumierende Erkrankungen oder immunsupprimierende Erkrankungen diese Masken tragen, wenn sie dichte Menschenansammlungen nicht vermeiden.

Der „chirurgische Mundschutz“ schützt wesentlich das Gegenüber, wenn man erkrankt ist. Ist man hingegen nicht infiziert, macht der chirurgische Mundschutz keinen Sinn. Wer einen Mundschutz benutzt, muss wissen, wie man ihn sachgerecht an- und ablegt.

Hamsterkäufe: Die Empfehlung des Ministeriums für Katastrophenschutz, Haushalte mögen Lebensmittel und Wasser für zehn Tage vorhalten, ist eine allgemeine Empfehlung, die immer Gültigkeit hat und auf der Internetseite der Behörde schon immer zu finden war. Sie ist keine Ermunterung zu Hamsterkäufen aufgrund der aktuellen Situation. Hamsterkäufe führen zu Versorgungsproblemen, bevor durch die Epidemie überhaupt ein Problem entstanden ist.

Insbesondere in Krisen ist es wichtig sein Handeln im Hinblick auf die Folgen für die Gesellschaft und schließlich auch für sich selbst zu betrachten. Panik ist hierbei kein guter Berater. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) konnte China die Lage nur deshalb relativ schnell in den Griff bekommen, weil die Bevölkerung sehr diszipliniert und solidarisch war. Überlegen Sie daher besonnen, was sinnvoll ist.

(Quelle: Landkreis Havelland)