Gefahrguteinsatz: Kein Austritt gefährlicher Stoffe festgestellt
Brieselang. Nach einem medizinischen Notfall in einem Betrieb der Oberflächenbearbeitung am Forstweg in Brieselang ist am Montagabend (4. Mai 2026) ein größerer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst worden. Die Freiwillige Feuerwehr Brieselang wurde um 19.09 Uhr alarmiert. Der Einsatz dauerte bis gegen 1.15 Uhr in der Nacht.
Ein Mann wurde nach dem medizinischen Notfall in ein Krankenhaus gebracht und verstarb dort. Zwei weitere Personen wurden vorsorglich medizinisch untersucht und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen steht der Todesfall nicht im Zusammenhang mit einem Gefahrstoffaustritt.
Da zunächst ein Austritt eines unbekannten Stoffes nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde vorsorglich ein Gefahrguteinsatz eingeleitet und ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen in das Gebäude, um den betroffenen Bereich zu erkunden und Messungen vorzunehmen. Zusätzlich wurden Belüftungsmaßnahmen durchgeführt.
Einsatzleiter Kai Wollmann von der Freiwilligen Feuerwehr Brieselang sagte: „Die Lage war zu Beginn sehr unübersichtlich. Deshalb haben wir weitere Kräfte angefordert, darunter auch Spezialkräfte, die entsprechende Messungen durchführen konnten.“
Im Verlauf des Abends wurden weitere Feuerwehrkräfte aus der Umgebung hinzugezogen, darunter Einheiten aus Nauen, Dallgow-Döberitz, Bredow und Börnicke. Für die eingesetzten Kräfte wurde eine Dekontaminationsstrecke eingerichtet. Auch eine Atemschutzüberwachung war im Einsatz. Die Einsatzstelle wurde großflächig ausgeleuchtet. Zudem fanden mehrere Einsatzbesprechungen statt. Nach Angaben der Feuerwehr bestand fortlaufend Kontakt zum Krankenhaus, um die Lage einordnen und eine mögliche Gefahr für die Bevölkerung ausschließen zu können.
Der Verdacht auf einen Austritt gefährlicher Stoffe bestätigte sich nicht. Nach den vorliegenden Erkenntnissen bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Die zwischenzeitlich ausgelöste Warnung über das Warnsystem NINA wurde später wieder aufgehoben.
Insgesamt waren 74 Einsatzkräfte vor Ort. Auch mehrere Rettungswagen sowie die Polizei waren im Einsatz. Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel und Kreisbrandmeister Felix Lau machten sich ebenfalls ein Bild von der Lage. Die Polizei ermittelt zum genauen Ablauf des Vorfalls.




