Dorfdialog Zeestow: Projektgruppe legt Ergebnisse vor
Zeestow. Nach mehr als einem Jahr Arbeit sind in der Autobahnkirche die Ergebnisse des Dorfdialogs für Zeestow vorgestellt worden. An der Veranstaltung nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik teil, darunter Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel, Mitglieder der Gemeindevertretung sowie Bürgerinnen und Bürger aus Zeestow. Auch Kirchenvertreter und ein fachlicher Prozessbegleiter waren vor Ort.
Auslöser des Dorfdialogs waren nach Angaben der Projektgruppe Herausforderungen, die den Ortsteil seit Jahren beschäftigen: bauliche Mängel, unzureichende Gehweg- und Straßenverhältnisse sowie ein Rückgang bürgerschaftlichen Engagements. Die achtköpfige Projektgruppe nutzte dafür ein Unterstützungsprogramm des Landes Brandenburg, das Ortsteile bei der eigenständigen Zukunftsgestaltung begleitet. Fachlich unterstützt wurde der Prozess durch den Stadtplaner Steffen Pfrogener im Auftrag der Brandenburgischen Architektenkammer.
Im Verlauf von rund zwölf Monaten organisierte die Projektgruppe themenbezogene Werkstätten. Dabei wurde eine Bestandsanalyse der Siedlungsbereiche in Zeestow erarbeitet. Zu jeder Werkstatt entstanden sogenannte „Merkorte“, also zusammenfassende Übersichten zentraler Ergebnisse. Diese flossen in einen Dorfentwicklungsplan ein, der nun vorliegt.
Der Dorfentwicklungsplan gliedert sich in kurzfristige Ziele, mittelfristige Maßnahmen und langfristige Entwicklungsstrategien. Er soll künftig als Arbeitsgrundlage für den Ortsbeirat dienen und die Abstimmung mit Verwaltung und Politik strukturieren. Damit wird ein Rahmen gesetzt, um Vorhaben zu priorisieren und Schritte nachvollziehbar zu planen.
Bei der Präsentation stand auch das ehrenamtliche Engagement der Projektgruppe im Mittelpunkt. Die Bürgermeisterin würdigte den Einsatz nach Angaben der Beteiligten und stellte in Aussicht, dass die Ergebnisse in die Erarbeitung eines neuen, gemeindeweiten Entwicklungskonzeptes einfließen sollen.