Nymphensee vom Pächter gesperrt – Verwaltung stimmt zu
Brieselang. (pra) Tor verschlossen: Der Nymphensee ist vom Pächter gesperrt worden. Aktuell besteht damit kein Zutritt zum Gesamtareal des Sees. Die Verwaltung wurde dazu in Kenntnis gesetzt und hat dem Anliegen zugestimmt.
„Von uns als Verwaltung kam dazu allerdings weder die Initiative noch sind wir der Auftraggeber gewesen“, stellte Bürgermeister Ralf Heimann während der Sitzung des Hauptausschusses am Mittwochabend (18. Mai 2022) auf Anfrage mit Verweis auf den gültigen Pachtvertrag klar. Der besagt etwa, das Hausrecht liegt beim Pächter. Hintergrund der Schließung ist, dass dieser seine vertraglichen Pflichten nicht erfüllen kann. Er hat die Sperrung als notwendig erachtet, weil derzeit keine Badeaufsicht am Nymphensee gestellt werden könne.
Ohnehin ist der offizielle Beginn der Badesaison auf dieser Grundlage vorsorglich vor dem Hintergrund der Gefahren und den damit einhergehenden Haftungsfragen verschoben worden. Das hatte die Verwaltung bereits kommuniziert. In der Gemeindevertretung sollen nun die am Mittwoch im Hauptausschuss erstmals diskutierten Beschlüsse zum Nymphensee, darunter die Umwandlung des Naturbades in eine Badestelle (empfehlendes Abstimmungsergebnis im Hauptausschuss: 7 Ja-, zwei Nein-Stimmen, eine Enthaltung), beschlossen werden. Mit einer Änderung der Rechtsform wäre keine Badeaufsicht mehr erforderlich.
Aktuell bleibt das Baden indes unabhängig von der durch den Pächter erfolgten Schließung des gesamten Seeareals verboten. Eine zeitnahe Lösung soll nach der Sitzung der Gemeindevertretung, die am 1. Juni stattfinden wird, kommuniziert werden. Die Badesaison soll unbedingt vor Beginn des Sommers starten. „Das ist im Interesse aller, soviel steht fest“, betonte der Bürgermeister am Donnerstag.
