Amazon will Standort in Brieselang schließen – Bürgermeister spricht von rabenschwarzem Tag
Brieselang. Herber Rückschlag für den hiesigen Logistikstandort: Der Konzern Amazon, weltweit führender Online-Händler, will seinen Standort im Güterverkehrszentrum (GVZ) Brieselang aufgeben und in der Konsequenz damit schließen. Das hat das Unternehmen gegenüber Bürgermeister Ralf Heimann am Dienstagnachmittag während eines Gesprächs offenbart. „Das ist eine ganz besonders bedauernswerte Nachricht und eine extrem bittere Pille, die wir hier schlucken müssen“, betonte der Verwaltungschef. „Der Verlust schmerzt, weil insbesondere Arbeitsplätze daran hängen. Natürlich sind auch wir vor dem Hintergrund der Gewerbesteuereinnahmen betroffen. Es ist ein rabenschwarzer Tag“, sagte er weiter.
Der Knalleffekt ist riesig. Durch die Konzern-Ankündigung, den Amazon-Standort schließen zu wollen, herrscht natürlich vor allem bei den rund 600 Beschäftigten, die bereits über die Pläne durch die Geschäftsleitung informiert worden waren, Katerstimmung. Der Betriebsrat verhandelt nun mit der Amazon-Führungsspitze wie es für die Beschäftigten weitergeht, Stichwort Sozialplan.
Doch auch für den Gemeindesäckel bedeutet die Entscheidung massive Einschnitte, schließlich würde künftig jährlich eine hohe Geldsumme an Gewerbesteuereinnahmen fehlen. „Deshalb ist es nun umso wichtiger, die Erweiterung des GVZ Brieselang weiter zu verfolgen“, so Bürgermeister Heimann.