100. Geburtstag gefeiert: Ursula Preisker zweitälteste Brieselangerin
Brieselang. Ursula Preisker hat am 17. Juni ihren 100. Geburtstag gefeiert. Sie ist damit die zweitälteste Einwohnerin der Gemeinde Brieselang. Die Jubilarin wurde 1926 in Jahmen geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Boxberg in der Oberlausitz. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie seit vielen Jahrzehnten in Brieselang.
Zum besonderen Geburtstag gratulierten Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel sowie Elke Nermerich, Erste Beigeordnete und stellvertretende Landrätin des Landkreises Havelland. Beide überbrachten Ursula Preisker nicht nur die besten Wünsche sondern überreichten ihr auch einen wunderschönen Blumenstrauß.
Bei Kaffee und Kuchen nahm sich Ursula Preisker gemeinsam mit Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel und Elke Nermerich Zeit für Erinnerungen. Während des Besuchs wurden auch Fotos aus früheren Jahren angeschaut. Dabei wurden auch Stationen ihres Lebens sichtbar, die mit der Jubilarin verbunden sind.
Der Lebensweg der Jubilarin ist eng mit Arbeit, Familie und Brieselang verbunden. Nach Angaben ihrer Großnichte lebte sie zeitweise in Berlin, bevor Brieselang zu ihrem festen Lebensmittelpunkt wurde. Die Ruhe in der Gemeinde habe sie sehr geschätzt. In Berlin habe sie an einer S-Bahn-Station gewohnt, dort sei es oft laut gewesen. Gleichwohl habe sie dort viel gelernt, „was das Leben bringt und was das Leben fordert“, wie sie selbst rückblickend sagte.
In Brieselang arbeitete Ursula Preisker zunächst in einem Privathaushalt, später mit großer Leidenschaft im Blumengeschäft Ziemer. Auch im traditionsreichen Waldcafé der Familie Liesch war sie tätig. Danach arbeitete sie bis zu ihrem 60. Lebensjahr in einer Bahnhofsgaststätte. In der Ortschronik „Brieselang, mein Brieselang“ wurde sie ebenfalls wegen ihres ausgeprägten Engagements erwähnt. Auch im Ruhestand übernahm sie noch Aushilfstätigkeiten, unter anderem nähte sie viel und half bei Familie Gomoll im früheren HO-Laden aus.
Blumen spielten in ihrem Leben übrigens stets eine besondere Rolle. Die Liebe zum Gärtnern habe sie von ihrem Vater geerbt, sagte Silke Köhn. Er sei Turner gewesen, habe den Garten geliebt und seine Kinder streng, aber nicht böse erzogen. Insgesamt wuchs Ursula Preisker mit elf Geschwistern auf. Sie blieb unverheiratet und hatte keine eigenen Kinder. Kinder hätten ihr dennoch immer besonders am Herzen gelegen, berichtete ihre Großnichte. In der Familie sei sie stets eine wichtige Bezugsperson gewesen. „Tante Uschi wurde und wird von allen geliebt“, sagte Silke Köhn. Für sie selbst sei Ursula Preisker wie eine zweite Mutter gewesen.
Auch der Nymphensee gehört zu ihren Erinnerungen an Brieselang. Früher sei sie dort sehr gern schwimmen gegangen. Überhaupt sei sie immer froh gewesen, in Brieselang zu Leben, sagte ihre Großnichte. Der Ort, die Arbeit und die Menschen hätten ihr viel bedeutet. Dort, wo sie gearbeitet habe, habe sie nach eigener Aussage immer nette Menschen erlebt.
„Ein 100. Geburtstag ist ein außergewöhnlicher Anlass. Er steht für ein langes Leben, für viele Erinnerungen und für eine tiefe familiäre Verbundenheit“, sagte Bürgermeisterin Kathrin Neumann-Riedel. „Ursula Preisker ist die zweitälteste Einwohnerin unserer Gemeinde. Ihr Lebensweg ist seit vielen Jahrzehnten mit Brieselang verbunden. Ich wünsche ihr von Herzen alles Gute, Gesundheit und viele schöne Momente im Kreis der Menschen, die ihr nahestehen.“

